Produktbild: Das Wohlbefinden

Das Wohlbefinden Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.08.2024

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

4372 KB

Auflage

1.Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

9783608123463

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

17.08.2024

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

4372 KB

Auflage

1.Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

9783608123463

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  • V

    aus München

    5/5

    03.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Okkultismus & Frauenschicksale

    Ein etwas anderer Roman, der auf verschiedenen Zeitebenen die Schicksale des Mediums Anna, der Schriftstellerin Johanna und deren Urenkelin Vanessa verwebt. Das Spannende hier war sicher die Beschäftigung mit dem Okkulten, die Anfang des 20. Jahrhunderts sehr in Mode war.

  • Bewertung

    5/5

    06.01.2025

    eBook (ePUB 3)

    Wohlbefinden in den Heilstätten Beelitzer

    Der Roman von Ulla Lenze „Das Wohlbefinden“ schildert die Beziehung zwischen der Fabrikarbeiterin Anna Brenner, der Schriftstellerin Johanna Schellmann und Vanessa, der Urenkelin von Johanna Schellmann, die alle der Okkultismus verbindet. Vanessa arbeitet in einer Werbeagentur und besichtigt eine Wohnung auf dem ehemaligen Grund der Heilstätte Beelitzer, wo nun fertiggestellte Wohnungen verkauft werden. Durch den Makler von dort erfährt Vanessa aber auch etwas mehr von der Beziehung zwischen der Urgroßmutter und Anna, über ihre Familie und über sich selbst. Johanna Schellmann und Anna Brenner begegnen sich 1907 in der Heilstätte Beelitz bei Potsdam in der Nähe von Berlin. Anna muss sich dort von einer Lungenerkrankung erholen und wird in der Heilstätte von den anderen Patienten: innen gemieden wegen ihrer Hellsichtigkeit. Johanna ist aber fasziniert von Anna und ihrer Gabe. Johanna selbst ist dem Okkultismus, der zu dieser Zeit sehr populär war verfallen und sieht es als ihre Chance über Anna mehr davon zu erfahren. Um mehr von Annas Begabung zu erfahren lädt Johanna sie zu sich nach Hause ein. Johanna hat sich auch eine Verletzung zugezogen woraufhin Anna kurzfristig ihre Pflegerin wird. Sie bleibt bei ihr auch nach der Pflege im Haus, da Anna sie beim Schreiben des Romans seelisch sehr stark unterstützt. Dieses Zusammenleben fordert beide Frauen heraus und beeinträchtigt auch das Familienleben von Johanna. Parallel erfährt man auch, dass Johanna in späteren Jahren noch einmal einen Roman schreibt bzw. ihre Memoiren nach langer Zeit. Dieses Manuskript sendet sie nun an ihrem alten Verlag, das dieser aber ablehnt. Johanna kann diese Absage nun schwer akzeptieren. Sie war einmal eine wichtige Autorin für den Verlag, aber ist mittlerweile von der Literaturwelt vergessen. Auch ist sie an einer fortschreitenden Demenz erkrankt, wodurch sie Zeit, Personen und Ereignisse verwechselt und vergisst. Nur ihr Pfleger hilft ihr mit ihrem allein sein zu Recht zu kommen und betreut sie. Am Ende des Buches erfährt man nun, das Vanessa sich der Geschichte der beiden Frauen annimmt. Sie bekommt nun vom Makler die unveröffentlichten Memoiren von Johanna, wodurch sie die alte Schuld von ihrer Großmutter erkennt. Diese Geschichte nun und hat sie für die heutige Zeit aufbereitet und dadurch geklärt. Die Autorin hat den Roman in drei Rückblenden eingeteilt, dass ich gut fand. Diese drei Erzählungen können für sich gelesen werden, fließen aber ineinander und wechseln sich beim Lesen ab. Auch hat Ulla Lenze die 3 Charaktere in der jeweiligen Zeit gut beschrieben und sie wirken authentisch. Nun gibt es aber langatmige Stellen im Buch, die die Autorin hätte kürzen können, wodurch mehr Spannung beim Lesen aufgekommen wäre. Bei der Figur von Vanessa hätte ich mir mehr Entwicklung gewünscht. Sie bleibt von Beginn an ohne große Veränderung, erst gegen Ende mit dem Manuskript der Urgroßmutter beginnt sie sich zu verändern. Das verbindende der drei Frauen im Buch ist der Hang zur okkulten Welt und auch ihr Streben danach. Dadurch finde ich haben die Frauen Probleme mit Wirklichkeit und mit der Wahrnehmung dazu. Dadurch geht auch jede auf ihre Art und Weise im Buch mit dem Unerklärlichen um, das sie an die eigenen Grenzen bringt. Dieser Teil des Buches war sehr gut zu lesen und hat mich auch interessiert. Ebenso der Teil über Beelitz und der damaligen Gellschaft. Beelitz und der Okkultismus der damaligen Zeit waren gut recherchiert und wirkt realistisch. Hätte mir nur gewünscht mehr darüber zu erfahren, aber das hätte vielleicht die Seiten des Buches erheblich erhöht. Das Buch „Das Wohlbefinden“ von Ulla Lenze habe ich nun sehr gerne gelesen. Es ist flüssig geschrieben, unterhält und kann es somit weiterempfehlen.

  • meerblick

    4/5

    10.11.2024

    eBook (ePUB 3)

    Schicksalhafte Begegnungen

    Ulla Lenze präsentiert in ihrem Generationenroman 'Das Wohlbefinden' eine Geschichte, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts beginnt und bis in die heutige Zeit hinein reicht und in ihrer Erzählform zwischen den Zeiten und den Personen stetig wechselt. Die Autorin erzählt vor dem historischen Hintergrund der Lungenheilanstalt in Beelitz-Heilstätten vom Zusammentreffen der erkrankten und auf Genesung hoffenden Anna, die hellseherische Fähigkeiten besitzt und damit eine gewisse Faszination auf Johanna ausübt, die Frau eines Arztes ist und dem Sanatorium einen Besuch abstattete. Es entwickelt sich eine ambivalente zwischenmenschliche Beziehung zwischen den beiden Frauen, die Johanna gewinnbringend für sich nutzte und einen vielfach beachteten Roman schreiben und veröffentlichen konnte. Jahre später, bereits als eine Frau im hohen Alter, lässt sie das Verhältnis zu Anna zu Papier bringen, welches ihrer Enkelin Vanessa, die sich auf Wohnungssuche befindet, ausgehändigt wird. Dieser Roman überzeugt durch seine flüssigen, lebendigen Schreibstil, der Spannung aufbaut und über weite Erzählstränge beibehält. Ich gebe sehr gern meine Leseempfehlung.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    05.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Wirken eines Mediums zu Beginn des 20. Jahrhunderts

    Der Roman spielt auf drei Zeitebenen: 1908, 1967 und 2020. Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin Johanna Schellmann und das Medium Anna Brenner. Im Jahr 2020 findet Vanessa Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Johanna, in denen diese ihre Empfindungen und Erlebnisse aus der Zeit aufgeschrieben hatte, in der das Medium Anna Brenner bei ihr und ihrer Familie gewohnt hatte. Johanna ist mit dem Arzt Clemens verheiratet. Clemens forscht an der Wirkung von Schimmelpilz und bewirbt sich um eine Stelle bei den Beelitz Heilstätten. Er schlägt Johanna vor, ein Buch über die Heilstätten zu schreiben. Johanna greift seinen Vorschlag auf und erkundet Beelitz in Begleitung des Direktors, Herrn Dr. Blomberg. Dieser ist seiner Zeit weit voraus und hat erkannt, dass Körper und Seele auf dem Weg zur Heilung zusammenhängen. „Die zentrale Therapie in unseren Heilstätten ist das Wohlbefinden, da uns ein Wirkstoff gegen die Tuberkulose fehlt. … Doch was ist das tiefste Prinzip des Wohlbefindens? Ich wage zu behaupten, es ist die Seele.“ (S. 203) Auf dem Gelände lernt Johanna Anna Brenner kennen, eine Frau, die von den anderen Patientinnen verehrt und/oder gefürchtet wird, da sie in Verbindung mit dem Jenseits steht. „Ich habe meinen eigenen Willen aufgegeben und ergebe mich vollständig dem Willen Gottes.“ (S. 153). Blomberg schickt Anna nach München, wo der angesehene Spiritismusexperte, Baron Schrenck-Notzing, bestätigen soll, dass Anna ein echtes Medium ist. Johanna fühlt sich magisch von Anna angezogen. Gegen den Willen ihres Mannes bietet sie ihr ein Gästezimmer in ihrem Haus an. Anna hilft Johanna beim Schreiben ihres Buches, das sehr erfolgreich wird. Während Annas Aufenthalt bei den Schellmanns entfernt sich Clemens immer mehr von seiner Frau, er ist kaum noch zuhause und verbringt seine Tage in seinem Labor im Garten oder macht Überstunden im Krankenhaus. Bis zur Hälfte hat mir der Roman sehr gut gefallen, die Charaktere Johanna, Anna und Vanessa fand ich interessant, insbesondere Anna mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten. Sie konnte Kontakt zu Toten herstellen und sah sich als ein Werkzeug Gottes. Johanna fand ich unsympathisch, sie hatte eine hohe Meinung von sich, da sie aus einem reichen Elternhaus kam und bereits ein Buch geschrieben hatte über ihre Bosporus-Reisen. Sie empfand wenig Liebe und Zuneigung für ihren Mann und ihre Kinder, auch die Beziehung zu ihrer Schwester und ihrer kürzlich verstorbenen Mutter war nicht gut. Im Jahr 1967 ist sie sehr alt und hat beginnende Demenz, sie wird ehrenamtlich von einem jungen Mann versorgt, der mit ihr über ihre Zeit mit Anna spricht. Damals ist etwas vorgefallen, das bei Johanna lebenslange Schuldgefühle verursacht hatte. Am wenigsten interessant fand ich die Passagen über Johannas Urenkelin Vanessa. Diese benimmt sich seltsam und ist infolgedessen die perfekte Nachfahrin von Johanna. Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr, besonders gut hat mir die erste Hälfte gefallen. Die Beschreibungen der Séancen und Geistererscheinungen fand ich interessant. Das Wohlbefinden ist ein außergewöhnliches Buch, das ich gern weiterempfehle.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    25.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Geistern und Ruhm

    Da der Tuberkulose keine modernen Medikamente entgegengesetzt werden konnten, war die wirksamste Therapie das Wohlbefinden der Patienten. Darauf setzten auch die Heilstätten in Beelitz. Hier wurden in erster Linie Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter behandelt. So auch die etwas sonderbare Anna. Von ihr geht eine spirituelle Kraft aus, denn sie kann angeblich die Zukunft sehen. Das verschafft ihr viele Anhänger, besonders auch im Kreise der gehobenen Gesellschaft. Die Schriftstellerin Johanna wird ein regelrechter Fan von Anna. Bis ins hohe Alter kann Johanna nicht von Anna lassen. Dieser Roman ist sehr facettenreich und umspannt mehrere Zeitebenen von 1907 bis ins Coronajahr 2020. Die Vergangenheit und Gegenwart spiegeln sich in vielen Parallelen wider. Sehr interessant fand ich das Bohei um den Okkultismus Anfang des letzten Jahrhunderts. Was wohl mal als Zeitvertreib begann, wurde für manch einen zur Religion. Die Protagonistinnen waren mir alle gänzlich unsympathisch. Dennoch waren sie scharf gezeichnet und ihre Geschichte grandios erzählt. Am Ende blieb so einiges offen. Für mich als Leserin ist dies natürlich unbefriedigend. Aber ich habe auch festgestellt, dass mir dadurch diese sehr vielschichtige und zum Teil auch etwas merkwürdige Geschichte nicht mehr aus dem Kopf geht. Für mich klar, ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst und das beim Lesen eine gewisse Sogwirkung entwickelt.

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