Produktbild: Das Wohlbefinden

Das Wohlbefinden Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024

39

26,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/13,8/3,2 cm

Gewicht

435 g

Auflage

2. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98685-3

Beschreibung

Rezension

»Endlich einmal wieder ein Roman, der stofflich, sprachlich und historisch interessant ist.« Tilman Krause, Die Welt am Sonntag, 13. Oktober 2024 ("Welt am Sonntag")
»Wie Ulla Lenze diese staunenswerten Details mit luzider Beiläufigkeit ausbreitet, wie sie den Leser selbst rätseln lässt über Zustände, Motive und Begierden einer vergangenen Zeit, das ist so erkenntnisreich wie unterhaltsam. Und wer mehr über den geheimnisvollen Schauplatz Beelitz erfahren will, bekommt im Buchumschlag sogar noch eine kleine Geschichtsstunde geboten. Man möchte den Ort nach dieser Lektüre direkt mal selbst erkunden.« Johannes Bruggaier, Südkurier, 26. September 2024 ("Südkurier")
»Dieses […] Buch bietet Mehreres zugleich: weibliche Erweckungsgeschichten, detektivisch gearbeitete Familienforschung sowie die Erinnerung an einen wichtigen Traditionsbestand der Geistesgeschichte, der heute im öffentlichen Bewusstsein kaum mehr präsent ist.« Tilman Krause, Die Welt, 17. August 2024 ("Die Welt")
»[A]lles ist auf 333 Seiten fein komponiert, die stückchenweise Erkundung der Geschehnisse sorgt für einige Spannung, und ganz nebenbei erfährt man auch noch eine Menge aus der Geschichte der Beelitzer Heilstätten.« Frank Schroeder, Antenne Brandenburg, 12. Dezember 2024 ("Rbb Antenne Brandenburg")
»Die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2024 ist eine verdiente Anerkennung für Lenzes Werk. ›Das Wohlbefinden‹ sticht in der zeitgenössischen Literaturszene heraus – durch seine komplexen Charaktere, seine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart und seine tiefgehenden philosophischen Fragestellungen. Klett-Cotta, der Verlag, der für seine literarisch anspruchsvollen Veröffentlichungen bekannt ist, hat mit diesem Roman einmal mehr ein Werk von großer Relevanz vorgelegt.« Benedict Pappelbaum, Lesering, 23. September 2024 ("Lesering")
»Ulla Lenze trifft den Zeitgeist.« Welf Grombacher, Frankfurter Neue Presse, 20. September 2024 ("Frankfurter Neue Presse")
»Lenzes Neuling ist ein großer Wurf. Kunstvoll verwoben sind drei Zeit- und Handlungsebenen: vom sich ankündigenden Ende des Deutschen Kaiserreichs über die studentenbewegten 1960er bis in die Lockout-Phasen der Corona-Pandemie.« Ebba Hagenberg-Miliu, General-Anzeiger Bonn, 14./15. September 2024 ("General-Anzeiger Bonn")
»Ulla Lenze [ist] etwas Besonderes geglückt: ein faktenreiches und in großen Teilen im Gewand des historischen Romans daherkommendes Stück zeitgenössischer Literatur, das uns auch in post-pandemischen Zeiten daran erinnert, dass Vergangenheit nie zu Ende ist – und dass Antworten auf drängende, sich uns heute stellende Fragen oftmals eben auch dort zu finden sind.« Peter Henning, SR 2, 11. September 2024 ("SR 2 KulturRadio")
»Ulla Lenze ist eine hervorragende Erzählerin, stilistisch sicher und sie versteht unterschiedliche Lebenswelten in unterschiedliche Sprache umzusetzen. Und sie wagt es, Dinge miteinander in Beziehung zu setzen, die oft nicht mehr gesehen werden sollen.« Birgit Friebel, Pirilamponews, 19. August 2024 ("Pirilamponews")
»Ulla Lenze lässt die Lungenheilstätten Beelitz von 1907 wieder auferstehen. Wie im Film flimmern die Szenen des Buches an einem vorbei, man fällt in die Zeit geradezu hinein – was bestimmt auch an den klugen, wunderbar schroffen Frauenfiguren liegt.« Corinne Orlowski, rbb, 16. August 2024 ("Rbb Radio 3")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/13,8/3,2 cm

Gewicht

435 g

Auflage

2. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98685-3

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    05.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Wirken eines Mediums zu Beginn des 20. Jahrhunderts

    Der Roman spielt auf drei Zeitebenen: 1908, 1967 und 2020. Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin Johanna Schellmann und das Medium Anna Brenner. Im Jahr 2020 findet Vanessa Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Johanna, in denen diese ihre Empfindungen und Erlebnisse aus der Zeit aufgeschrieben hatte, in der das Medium Anna Brenner bei ihr und ihrer Familie gewohnt hatte. Johanna ist mit dem Arzt Clemens verheiratet. Clemens forscht an der Wirkung von Schimmelpilz und bewirbt sich um eine Stelle bei den Beelitz Heilstätten. Er schlägt Johanna vor, ein Buch über die Heilstätten zu schreiben. Johanna greift seinen Vorschlag auf und erkundet Beelitz in Begleitung des Direktors, Herrn Dr. Blomberg. Dieser ist seiner Zeit weit voraus und hat erkannt, dass Körper und Seele auf dem Weg zur Heilung zusammenhängen. „Die zentrale Therapie in unseren Heilstätten ist das Wohlbefinden, da uns ein Wirkstoff gegen die Tuberkulose fehlt. … Doch was ist das tiefste Prinzip des Wohlbefindens? Ich wage zu behaupten, es ist die Seele.“ (S. 203) Auf dem Gelände lernt Johanna Anna Brenner kennen, eine Frau, die von den anderen Patientinnen verehrt und/oder gefürchtet wird, da sie in Verbindung mit dem Jenseits steht. „Ich habe meinen eigenen Willen aufgegeben und ergebe mich vollständig dem Willen Gottes.“ (S. 153). Blomberg schickt Anna nach München, wo der angesehene Spiritismusexperte, Baron Schrenck-Notzing, bestätigen soll, dass Anna ein echtes Medium ist. Johanna fühlt sich magisch von Anna angezogen. Gegen den Willen ihres Mannes bietet sie ihr ein Gästezimmer in ihrem Haus an. Anna hilft Johanna beim Schreiben ihres Buches, das sehr erfolgreich wird. Während Annas Aufenthalt bei den Schellmanns entfernt sich Clemens immer mehr von seiner Frau, er ist kaum noch zuhause und verbringt seine Tage in seinem Labor im Garten oder macht Überstunden im Krankenhaus. Bis zur Hälfte hat mir der Roman sehr gut gefallen, die Charaktere Johanna, Anna und Vanessa fand ich interessant, insbesondere Anna mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten. Sie konnte Kontakt zu Toten herstellen und sah sich als ein Werkzeug Gottes. Johanna fand ich unsympathisch, sie hatte eine hohe Meinung von sich, da sie aus einem reichen Elternhaus kam und bereits ein Buch geschrieben hatte über ihre Bosporus-Reisen. Sie empfand wenig Liebe und Zuneigung für ihren Mann und ihre Kinder, auch die Beziehung zu ihrer Schwester und ihrer kürzlich verstorbenen Mutter war nicht gut. Im Jahr 1967 ist sie sehr alt und hat beginnende Demenz, sie wird ehrenamtlich von einem jungen Mann versorgt, der mit ihr über ihre Zeit mit Anna spricht. Damals ist etwas vorgefallen, das bei Johanna lebenslange Schuldgefühle verursacht hatte. Am wenigsten interessant fand ich die Passagen über Johannas Urenkelin Vanessa. Diese benimmt sich seltsam und ist infolgedessen die perfekte Nachfahrin von Johanna. Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr, besonders gut hat mir die erste Hälfte gefallen. Die Beschreibungen der Séancen und Geistererscheinungen fand ich interessant. Das Wohlbefinden ist ein außergewöhnliches Buch, das ich gern weiterempfehle.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    25.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Geistern und Ruhm

    Da der Tuberkulose keine modernen Medikamente entgegengesetzt werden konnten, war die wirksamste Therapie das Wohlbefinden der Patienten. Darauf setzten auch die Heilstätten in Beelitz. Hier wurden in erster Linie Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter behandelt. So auch die etwas sonderbare Anna. Von ihr geht eine spirituelle Kraft aus, denn sie kann angeblich die Zukunft sehen. Das verschafft ihr viele Anhänger, besonders auch im Kreise der gehobenen Gesellschaft. Die Schriftstellerin Johanna wird ein regelrechter Fan von Anna. Bis ins hohe Alter kann Johanna nicht von Anna lassen. Dieser Roman ist sehr facettenreich und umspannt mehrere Zeitebenen von 1907 bis ins Coronajahr 2020. Die Vergangenheit und Gegenwart spiegeln sich in vielen Parallelen wider. Sehr interessant fand ich das Bohei um den Okkultismus Anfang des letzten Jahrhunderts. Was wohl mal als Zeitvertreib begann, wurde für manch einen zur Religion. Die Protagonistinnen waren mir alle gänzlich unsympathisch. Dennoch waren sie scharf gezeichnet und ihre Geschichte grandios erzählt. Am Ende blieb so einiges offen. Für mich als Leserin ist dies natürlich unbefriedigend. Aber ich habe auch festgestellt, dass mir dadurch diese sehr vielschichtige und zum Teil auch etwas merkwürdige Geschichte nicht mehr aus dem Kopf geht. Für mich klar, ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst und das beim Lesen eine gewisse Sogwirkung entwickelt.

  • Bewertung

    5/5

    18.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Totaler Geheimtipp

    Das Wohlbefinden" erzählt sie von der Beziehung zweier besonderer Frauen. Ulla Lenze porträtiert die Leben von Anna, Johanna und von Johannas Urenkel, welche alle sehr interessant sind und die eine oder andere Überraschung parat hat. Das Buch habe ich an 2 Tagen durchgelesen, ich habe mitgefiebert, gelitten und gelacht. Ich fand die Schreibweise sehr angenehm und werde mir weitere Bücher von Illa Lenze bestellen.

  • booktower

    aus Rodgau

    5/5

    15.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Zauberberg der Proletarier…

    Der Zauberberg der Proletarier …so nennt ein heutiger Verleger auf S. 26 die Heilstätten Beelitz bei einem Gespräch mit Johanna Schellmann. In den Heilstätten sollten Arbeitern die in menschenunwürdigen Verhältnissen leben und arbeiten mussten, Behandlungen besonders für Lungenkrankheiten ermöglichen. Da sind wir schon mittendrin in der Geschichte über die Heilstätten, über Frauenleben in der „Kaiserzeit“ und um okkultes Wissen und Hellsichtigkeit. Dieser Roman führt uns an verschiedene Orte – Berlin, West-Berlin, Beelitz, München. Außerdem sind die Abschnitte in Zeitebenen aufgeteilt – 1907- 1909, 1967, 2020. Gerade diese verschiedenen Zeitabschnitte führen aber auch dazu, dass ständig der Lesefluss unterbrochen wird. Wir lesen als ob wir durch den Roman mäandern – und nicht nur durch die Begebenheiten sondern auch durch die Orte, an denen sie stattfinden. Zuerst treffen wir Vanessa, die Urenkelin Johanna Schellmanns, bei einem Besuch in den früheren Heilstätten Beelitz bei Berlin. Die sind in ein „Creative Village“ umfunktioniert worden mit vielen verschiedenen Baustellen. Vanessa hat eigene Probleme, sie muss ihre Wohnung verlassen – Eigenbedarf - und trifft mit einem Makler zusammen. Sehr interessant hier ist, dass der Makler, der Vanessa bei der Wohnungssuche helfen wird, ein Manuskript ihrer Großmutter gefunden hat. Dabei erzählt er Vanessa, dass sein Vater als Student ihrer Urgroßmutter geholfen hat, ihr Leben im Alter zu bewältigen. Ab da tauchen wir ein in diese oft düstere Geschichte. Um 1907 treffen wir Anna, eine Fabrikarbeiterin, in den Beelitzer Heilstätten. Sie spricht eine geheimnisvolle Sprache. Oft redet sie von Gott und sagt es immer wieder zu allen, die zu ihr auf sehen, dass es Gott sei, der ihr helfe. Sie erinnert sich an ihr Dasein als Dienstmädchen und Fabrikarbeiterin, später wird sie sich wünschen, darüber zu schreiben. Das Treffen mit Johanna Schellmann wird für beide zum Schicksal. Es ist die Kaiserzeit, viele Menschen, auch Ärzte sind inspiriert von okkulten Geschehnissen. Die hellsichtige Anna wird großen Einfluss in der Heilanstalt haben, Menschen fühlen sich zu ihr hingezogen. Sie spricht mit Ärzten und warnt Professor Blomberg und Clemens Schellmann vor gefährlichen Röntgenstrahlen – „diese werden Sie töten“. Sie wird zu spiritistischen Séancen hinzugezogen und fährt dazu sogar nach München zum Arzt Schrenck-Notzing. Dieser Arzt ist damals sozusagen in „Mode“ mit seinen rätselhaften und heimlichen Sitzungen mit verschiedenen Medien, wovon Anna eines wird. Johanna nimmt Anna später in ihre Familie auf, was zur völligen Entfremdung führt mit ihrem Ehemann, dem Arzt Clemens. Er forscht mit Schimmel, der gegen Bakterien wirksam sein soll und das stößt Johanna ab. Er wiederum schätzt ihre intellektuellen Fähigkeiten in keiner Weise. Sie haben keine Gemeinsamkeiten mehr. Das führt dazu, dass Anna und Johanna sich mehr und mehr annähern. Clemens sieht dies sehr besorgt und befürchtet, dass Johanna seelisch abhängig werden könnte von Anna. Das Thema Beelitzer Heilstätten hat schon viele Veröffentlichungen hervorgebracht. Dort wurden einst Lungenkranke, Soldaten und Prominente behandelt. Im Ersten Weltkrieg waren sie ein Lazarett für verwundete Soldaten Lenze erzählt ihre Geschichte, indem sie den Schicksalen von zwei Patientinnen und Ärzten folgt. Ihre Prosa ist dicht und eindringlich, ausdrucksvoll und überzeugend. Die Rolle der Urenkelin Vanessa wird überzeugend gezeichnet, besonders die Gefühle, die die Entdeckung des Manuskripts ihrer Urgroßmutter in ihr erzeugt. Der Roman beginnt mit Vanessa und endet damit, dass sie sich entschließt, mit ihrem Vater Weihnachten zu feiern – das Fest der Freude und Erlösung.

  • Bewertung

    5/5

    24.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend

    Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich hatte einen unterhaltsamen Roman über die Beelitzer Heilstätten erwartet und habe eine zwar unterhaltsame, aber doch sehr komplexe und hochphilosophische Geschichte, die auf mehreren Zeitebenen spielt, bekommen. Die Hauptcharaktere fand ich jeweils toll gesetzt und fand die Themen im Roman wie soziale Klasse, Spiritualität, Medizingeschichte, aber auch gesellschaftliche Entwicklung an sich wurden wirklich toll verhandelt und haben mich bis zum Ende bei der Stange gehalten. Ich überlege jetzt, mal noch weitere Werke von Ulla Lenze, die mir bisher nicht bekannt war, zu lesen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

7

4

14

3

15

2

2

1

1

Bewertungen (39)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das Wohlbefinden