Schottland, Winter 1900. Am Strand von Skerry wird ein lebloser Junge angeschwemmt. Als der Fischer Joseph ihn ins Dorf trägt, erntet er ungläubige Blicke, denn das Kind ähnelt auf unheimliche Weise dem Sohn der Lehrerin Dorothy, der in einer längst vergangenen Nacht ans Meer ging und nie mehr gesehen wurde. Ausgerechnet Dorothy erklärt sich bereit, das rätselhafte Kind aufzunehmen, bis seine Herkunft geklärt ist. Doch die Anwesenheit des Jungen wühlt nicht nur Dorothy auf, sondern stellt die gesamte Dorfgemeinschaft vor Fragen. Weshalb war Joseph sowohl an dem Tag am Strand, als der fremde Junge angespült wurde, als auch in der Nacht, als Dorothys Kind verschwand? Worüber haben Dorothy und Joseph damals so erbittert gestritten? Und warum wurden sie nie ein Paar, obwohl sie sich für jedermann offensichtlich liebten?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Utchen
aus Dresden
5/5
05.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschön
Ein tolles Buch,spannend ,berührend ,tragisch und mit so viel Liebe.
Man fühlt die Kälte des Winters,das Feuer im Herd und auch die Atmosphäre im Laden von Mrs. Brown .
Von mir eine klare Leseempfehlung mit 5 *
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
17.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tragisch und wunderschön
Es ist Winter in Schottland des Jahres 1900, ein kleiner Junge wird an die Küste des kleinen Fischerdorfes Skerry gespült. Dorothy nimmt das Kind bei sich auf, das eine unheimliche Ähnlichkeit mit ihrem Sohn aufweist. Ihrem Sohn, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht im Meer verschwand. Niemand weiß, was damals passiert ist, aber alle tuscheln hinter vorgehaltener Hand, besonders über Dorothy und Joseph, der so viel für sie empfand.
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»Nachdem er gegangen ist, sinkt sie tiefer in ihren Sessel und legt die Hände fest um ihre Teetasse, um das Zittern zu unterdrücken, denn die Vergangenheit steht wieder vor der Tür, hämmert drängend gegen das Holz und versucht hereinzukommen.« (Seite 76)
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Im Wechsel zwischen Jetzt und Damals erzählt Julia R. Kelly eine Geschichte, die schöner, tragischer und trauriger könnte nicht sein. Hierbei lässt sie anfangs vieles weg, das sie erst langsam verrät, dadurch wird das Buch spannender, als ich es erwartet hätte. Eine junge Frau kommt voller Hoffnung und Zuversicht ins Dorf, die Gemeinschaft empfängt sie, aber anders als erwartet. Es wird getuschelt, es gibt Tratsch und Klatsch, Gerüchte entstehen, auf Hoffnung folgt Streit. Liebe kommt auf leisen Sohlen, wird im Keim erstickt, es gibt Scham, Lügen und sowas wie ein Happy End, das schnell ins Gegenteil umschlägt, aber etwas bleibt. Es folgt ein Drama, das anhält, bis das Meer etwas gibt, das anders ist, als es scheint.
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Dieses Buch ist der wunderbarste und berührendste Roman, den ich in der letzten Zeit lesen durfte. Ganz unschuldig fing er an, dann entfaltete er eine Wucht, der ich mich nicht entziehen konnte, ich legte ihn irgendwann einfach nicht mehr aus der Hand. Drama, Tragödie, eine Prise Krimi, eine Liebesgeschichte und ein Familienroman, all dies vereint in einer Story, die mich tief bewegt und berührt hat. Die Autorin überraschte mich immer wieder mit Wendungen und Enthüllungen, die ich nicht kommen sah. Ich bangte und fühlte, litt und weinte, lächelte und schmunzelte, war entsetzt und wütend, wünschte und hoffte - es war wirklich wunderbar. Ein Herzensbuch und ein Jahreshighlight!
Karina
aus Wiesbaden
5/5
29.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was das Merr uns gibt
Was für eine zutiefst berührende, traurige und zugleich hoffnungsvolle Geschichte.
Der Roman 'Das Geschenk des Meeres' von der Autorin Julia R. Kelly hat mich von Anfang bis zum Ende völlig in seinen Bahn gezogen.
In einem kleinen Fischerdörfchen an der schottischen Küste wird ein kleiner Junge vom Meer an den Strand gespült - ein Ereignis, das wie ein Sturm in das Leben der Dorfbewohner fährt.
Besonders für Dorothy, die Lehrerin die sich dem Jungen annimmt, bedeutet seine Ankunft weit mehr als nur ein außergewöhnliches Ereignis.
Ihr eigenes, traumatisches Erlebnis liegt erst wenige Jahre zurück und ähnelt dem Schicksal des Jungen auf schmerzhafte Weise. Durch ihre kühle, entbehrungsreiche Kindheit geprägt, wirkt Dorothy oft zurückhaltend und unnahbar - etwas, das ihr die Menschen im Dorf nur allzu kritisch auslegen.
Die Geschichte ist so eindringlich und bildhaft erzählt, dass ich mich der rauen Brandung, dem Wind und der melancholischen Stille des Küstenortes kaum entziehen konnte. Die Figuren wirken unglaublich echt: Ich habe Dorothys Schmerz gespürt, ebenso wie das leise Aufflammen ihrer Hoffnung. Auch Joseph, der Fischer, der den Jungen findet, hat mich bewegt - seine stille Stärke, seine Zweifel, seine unerwartete Verbundenheit zu Dorothy. Seine innere Zerissenheit hat mich sehr berührt.
Gut gefallen hat mir auch die geschwätzige Damenrunde im Dorflädchen, allen voran Mrs. Smith, die mit ihrer ehrlichen, direkten und unverblümten Art immer wieder Wärme in die Geschichte bringt.
Dieses Buch vereint die Gewalt der Natur mit der Zerbrechlichkeit menschlicher Emotionen. Es hat mich tief getroffen, mich gefesselt, mich zum Nachdenken gebracht- und es hat das Potential, mein persönliches Lesehighlight 2025 zu werden.
Bewertung
5/5
23.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ruhig aber nachhallend
Dieses Buch hat mich eiskalt erwischt – im besten Sinne. Von Anfang an stellt es diese eine Frage in den Raum: Wie viel Schmerz kann ein Mensch tragen, bevor er daran zerbricht? Diese Frage hängt über der Geschichte wie der raue Wind, der durch das kleine, schottische Küstennest Skerry fegt.
Wir springen ins Jahr 1900: ein abgelegenes Dorf an der schottischen Küste, ein Ort voller Schweigen, Salzluft und ungelöster Geschichten. Mittendrin Dorothy, eine Frau, die gelernt hat, Gefühle wegzuräumen wie andere den Abwasch. Ihre Mutter hat ihr schon früh beigebracht, dass Nähe etwas Gefährliches ist. Als das Meer eines nachts ihren Sohn Moses verschluckt, verliert Dorothy nicht nur ihr Kind, sondern alles, woran sie sich festhalten konnte.
Dann wird eines Tages ein fremder Junge an den Strand gespült. Natürlich ist es nicht ihr Sohn, doch trotzdem wirbelt seine Ankunft Dorothys Welt wieder durcheinander. Im Dorf wird getuschelt, verurteilt, sich eingemischt. Dorothy war dort nie wirklich willkommen, war immer die „Zugereiste“, die Fremde, die sich in die Dorfgemeinschaft gedrängt hat.
„Das Geschenk des Meeres“ ist nicht einfach nur eine dramatische Geschichte. Es ist ein Roman über das Muttersein, Schuld und all die Rollen, in die Frauen – mehr oder weniger bewusst - gedrängt werden. Frauen sollen einfach nur funktionieren, still leiden und mit jedem noch so heftigen Schicksalsschlag klarkommen, ohne zu jammern. Doch dem verweigert Dorothy sich. Es ist unheimlich schön zu lesen, wie sie langsam immer mehr Selbstbewusstsein gewinnt und mit den Verlusten versucht, klarzukommen.
„Was vergessen war, kehrt zurück, wenn das Meer bereit ist.“ (S. 59)
Julia R. Kelly erzählt mit einer zurückhaltenden, aber unglaublich eindringlichen Sprache. Man spürt die salzige Kälte des Meeres, die Schwere der Vergangenheit, aber auch diese zarte Hoffnung, die sich immer wieder durch die Dunkelheit schiebt.
„Das Geschenk des Meeres“ ist kein leichter Wohlfühlroman. Es ist ein Buch, das wehtut, nachhallt und sich in die Gedanken einbrennt. Und genau das macht es zu etwas Besonderem.
Arya
5/5
26.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Geschichte mit viel Gefühl und zum Nachdenken
Das Buch startet direkt ins Geschehen, nimmt sich aber die Zeit, ganz in Ruhe und in Abschnitten die Charaktere und Ereignisse vorzustellen. Im ersten Drittel war ich noch nicht super drin, es war alles ganz interessant, aber noch nicht total packend. Das hat sich dann sehr schnell geändert und das Buch hat mich sehr emotional berührt, mitfühlen lassen, mit denken und fiebern lassen und klingt auch jetzt nach dem Ende noch sehr nach. Es ist einerseits unfassbar traurig, aber auch so gefühlvoll und schön, es gibt irgendwie Hoffnung und lässt einen gleichzeitig verpassten Chancen nachtrauern. Ich wurde echt überraschend und bin sehr froh, das Buch gelesen zu haben. Man kann, ohne dass es kitschig oder belehrend ist, viele Botschaften daraus mitnehmen. Mein erstes Lesehighlight dieses Jahr und eine klare Empfehlung!
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5/5
15.07.2025
Hörbuch-Download (MP3)
eine starke wunderbare dramatische Geschichte erwartet uns hier
Wunderschön, ist diese Geschichte um Dorothy, Moses, Joseph, den kleinen angeschwemmten Junge und die Dorfgemeinschaft, die abseits auf der Insel Skerry (Schottland) um 1900 spielt, wir bekommen Einblicke in damals und jetzt, mit so viel Gefühl und Dramatik. Alles wird so atmosphärisch geschildert, es fesselt bis zum Schluss - man kann sich ihr nicht entziehen. Volle Empfehlung von mir - einfach TOPP!
Eine berührende Geschichte einer Frau, die das wertvollste verliert - ihren Sohn. Jahre später taucht auf rätselhafte Weise ein Junge auf, der ihrem Sohn zum verwechseln ähnlich sieht.
Die Autorin zeichnet eine Geschichte vor der rauen Kulisse Schottlands. Das unbarmherzige Meer und die Härte des Dorflebens in einem abgelegenen Fischerort werden spürbar.
Die Handlung wechselt zwischen zwei Zeitebenen und macht das Buch zu einem stillen, aber eindrucksvollen Leseerlebnis mit viel Atmosphäre und Gespür für die Landschaft und ihre Bewohner.
Ein sehr emotionales, interessantes Buch, das mich sehr beeindruckt hat.Die Protagonistin aufgewachsen in einer Zeit, in der man lieber schweigt als zu reden.
Es hat mich wahnsinnig gemacht das Dorothy und Joseph nie wirklich miteinander gesprochen haben.
Und dann kommt ein kleiner Junge und bringt Dorothy`s Leben durcheinander und die Vergangenheit schlägt zurück.
Eine wunderbare Geschichte von Verlust, Liebe und Emotionen.
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