Produktbild: Der schwarze Magier

Der schwarze Magier Urfassungen des Romans "Der Meister und Margarita"

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

49038

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.10.2024

Herausgeber

Thomas Reschke

Verlag

Verlag Voland & Quist

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/15,2/3,8 cm

Gewicht

657 g

Farbe

Anthrazit / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Thomas Reschke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86391-425-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

49038

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.10.2024

Herausgeber

Thomas Reschke

Verlag

Verlag Voland & Quist

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/15,2/3,8 cm

Gewicht

657 g

Farbe

Anthrazit / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Thomas Reschke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86391-425-7

Herstelleradresse

Voland & Quist
Louisenstraße 37
01099 Dresden
DE

Email: vertrieb@voland-quist.de

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Fragmente der Urfassungen von "Der Meister und Margarita"

Raumzeitreisender aus Ahaus am 02.02.2026

Bewertungsnummer: 3033766

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Michail Bulgakow (1891-1940) ging erst siebenundzwanzig Jahre nach seinem Tod in die Weltliteratur ein. Sein Hauptwerk "Der Meister und Margarita", an dem er zwölf Jahre bis zu seinem Tod gearbeitet hat, gilt als literarische Sensation und wird mit Werken wie Goethes "Faust", Dostojewskis "Die Brüder Karamasow" und Thomas Manns "Doktor Faustus" verglichen. Freie literarische Arbeit war während des sowjetischen Staatssozialismus unter Stalin nicht möglich. In den 1920er Jahren begann durch die Schriftstellerorganisation RAPP eine Hetzjagd gegen Bulgakow und seine Werke. Seine Stücke wurden 1929 verboten. Bulgakow vernichtete 1930 das Manuskript zu "Der Meister und Margarita". Von der Urfassung sind nur Fragmente übrig geblieben. Bulgakow kam jedoch von der Romanidee nicht mehr los. Ohne Hoffnung auf eine Veröffentlichung zu Lebzeiten, arbeitete er bis zu seinem Tod an diesem Roman. Es entstanden mindestens sechs Romanvarianten. Im Moskauer Bulgakow-Archiv lagern mehr als tausend Seiten Rohmaterial zu "Der Meister und Margarita", aus denen eine Auswahl in diesem Buch vorgestellt wird. "Der schwarze Magier" ist chronologisch aufgebaut. Bulgakows Arbeitsprozess und die Entwicklung des Romans lassen sich teilweise nachvollziehen. Die früheren Varianten des Romans tragen zum Verständnis bei, welche Motive Bulgakow bewegt haben und welche Verbindungen zu konkreten Personen und politischen Verhältnissen in seinem Roman enthalten sind. In den frühen Entwürfen hat Bulgakow seine Anspielungen weniger verschlüsselt; später musste er aus politischen Gründen vieles kaschieren. Eine zentrale Frage, die Verbindung zwischen dem Voland-Evangelium und dem damit übereinstimmenden Pilatusroman des Meisters, bleibt unklar. Aus der Entwicklung heraus wird erkennbar, dass die Rolle des Meisters nach und nach mehr Priorität bekam. Aus "dem Liebsten" von Margarita und dem Autor "eines" Pilatusromans wurde allmählich "der Meister" und Autor "des" Pilatusromans. Der Grund für die Übereinstimmung mit dem Voland-Evangelium bleibt nebulös. Bei diesem vielschichtigen Roman handelt es sich letztlich um eine Abrechnung mit der Stalin-Ära.

Fragmente der Urfassungen von "Der Meister und Margarita"

Raumzeitreisender aus Ahaus am 02.02.2026
Bewertungsnummer: 3033766
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Michail Bulgakow (1891-1940) ging erst siebenundzwanzig Jahre nach seinem Tod in die Weltliteratur ein. Sein Hauptwerk "Der Meister und Margarita", an dem er zwölf Jahre bis zu seinem Tod gearbeitet hat, gilt als literarische Sensation und wird mit Werken wie Goethes "Faust", Dostojewskis "Die Brüder Karamasow" und Thomas Manns "Doktor Faustus" verglichen. Freie literarische Arbeit war während des sowjetischen Staatssozialismus unter Stalin nicht möglich. In den 1920er Jahren begann durch die Schriftstellerorganisation RAPP eine Hetzjagd gegen Bulgakow und seine Werke. Seine Stücke wurden 1929 verboten. Bulgakow vernichtete 1930 das Manuskript zu "Der Meister und Margarita". Von der Urfassung sind nur Fragmente übrig geblieben. Bulgakow kam jedoch von der Romanidee nicht mehr los. Ohne Hoffnung auf eine Veröffentlichung zu Lebzeiten, arbeitete er bis zu seinem Tod an diesem Roman. Es entstanden mindestens sechs Romanvarianten. Im Moskauer Bulgakow-Archiv lagern mehr als tausend Seiten Rohmaterial zu "Der Meister und Margarita", aus denen eine Auswahl in diesem Buch vorgestellt wird. "Der schwarze Magier" ist chronologisch aufgebaut. Bulgakows Arbeitsprozess und die Entwicklung des Romans lassen sich teilweise nachvollziehen. Die früheren Varianten des Romans tragen zum Verständnis bei, welche Motive Bulgakow bewegt haben und welche Verbindungen zu konkreten Personen und politischen Verhältnissen in seinem Roman enthalten sind. In den frühen Entwürfen hat Bulgakow seine Anspielungen weniger verschlüsselt; später musste er aus politischen Gründen vieles kaschieren. Eine zentrale Frage, die Verbindung zwischen dem Voland-Evangelium und dem damit übereinstimmenden Pilatusroman des Meisters, bleibt unklar. Aus der Entwicklung heraus wird erkennbar, dass die Rolle des Meisters nach und nach mehr Priorität bekam. Aus "dem Liebsten" von Margarita und dem Autor "eines" Pilatusromans wurde allmählich "der Meister" und Autor "des" Pilatusromans. Der Grund für die Übereinstimmung mit dem Voland-Evangelium bleibt nebulös. Bei diesem vielschichtigen Roman handelt es sich letztlich um eine Abrechnung mit der Stalin-Ära.

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