Fortuna stammt aus einer langen Linie von Wahrsagern und studiert die Magie der Wahrsagerei. Mit ihren Kameradinnen, Belladona und Mandragore, hofft Fortuna möglichst bald den Zaubererstatus zu erreichen. Dann darf sie ihren Namen in das Grimoire schreiben, das legendäre Buch, in dem alle Zauberer aufgeführt sind. Da der Prüfungstermin immer näher rückt, trifft sich die Gruppe zur Vorbereitung in einem magischen Haus, das der Ausbildung von Zauberlehrlingen gewidmet ist. Doch trotz all ihrer Bemühungen kann Fortuna ihr drittes Auge nicht öffnen und befürchtet, dass sie die Prüfung nicht bestehen wird. Als ihre Mentorin auf mysteriöse Weise verschwindet, muss Fortuna eine Entscheidung treffen, die böse Folgen hat.
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Hexengeschichte voller Freundschaft und Mut
Hörnchens Büchernest am 19.01.2026
Bewertungsnummer: 2985349
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Meinung:
Die junge Hexe Fortuna lebt zusammen mit ihrer Mentorin und zwei weiteren jungen Hexen in einer Hütte fernab der Zivilisation. Hier bereitet sie sich auf ihre Hexenprüfung vor. Dabei hat Fortuna große Angst, dass sie die Prüfung nicht bestehen wird, da ihre Hexenkünste nicht wirklich vorhanden sind. Doch dann verschwindet Fortunas Mentorin und die Junghexen machen sich auf die Suche nach ihr.
Geschichten über Hexen lese ich immer unfassbar gerne. Bei diesem Titel hat mich vor allen Dingen der Comicstil sehr gereizt.
Zu Beginn der Geschichte wird dem Leser erläutert, dass jede Hexe und jeder Hexer mit einer besonderen Begabung für eine der fünf Hexenküste geboren wurde. So gibt es die Schwerpunkte Alchemie, Astrologie, Wahrsagen, Pflanzenkunde und Dämonologie.
Am Ende des Buches gibt es eine kurze Charaktervorstellung der drei Mädchen. Man erfährt, was Fortuna, Belladonna und Mandragora gerne mögen, nicht mögen, wie alt sie sind und was ihre Lieblingsjahreszeit ist.
Die drei Hexenmädchen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Dabei sind sie vollkommen unterschiedlich, aber jede auf ihre eigene Art absolut liebenswert.
So hat beispielsweise Fortuna ganz schön mit ihrer Gabe zu kämpfen. Obwohl sie einer Familie großer Wahrsager entstammt, will sich ihr drittes Auge einfach nicht öffnen. Seit zwei Jahren versucht Fortuna nun vergeblich Erfolge zu verzeichnen. Als Leser kann man sich sehr gut in das Mädchen hineinversetzen und leidet mit ihr mit.
Der Zeichenstil hat mir gut gefallen, werden doch die Emotionen der verschiedenen Charaktere dem Leser sehr gut vermittelt.
Nach diesem schönen Auftaktband freue ich mich sehr auf den nächsten Teil.
Fazit:
Dieser Comic kommt mit vielen spannenden Elementen und einer tollen Hexengeschichte daher. Mut, Freundschaft und Zusammenhalt zeichnen die Geschichte auf besondere Art aus. Ein toller Auftaktband!
Spannender Comic mit Botschaft
lesenmitausblick am 27.10.2025
Bewertungsnummer: 2638374
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Fortuna – Der Geist der Herberge“ ist im Edition Helden Verlag erschienen, bekannt für seine Comics zur Förderung der Lesemotivation. Leseleichte Schrift und fesselnde Stories sollen Lust aufs Lesen machen. „Fortuna“ stammt in Text und Bildern von der französischen Autorin und Illustratorin Elisabeth Jammes. Übersetzt hat Eva Schmidt-Holland.
Jede Hexe hat eine besondere Begabung, die sie ihr Leben lang begleitet. Das kann Astrologie, Alchemie, Dämonologie, Pflanzenkunde oder, wie im Fall von Fortuna (der Name ist Programm), Wahrsagerei sein. Alle jungen Hexenlehrlinge verlassen das Elternhaus, um bei Hexenmeistern die Grundlage der Hexerei zu erlernen und ihre Gabe zu entwickeln. So auch Fortuna, deren Meisterin die Einsiedlerhexe Belombra ist und die mit ihren Schwesterhexen Belldonna und Mandragora lernt. Doch bisher mussten sie viel Hausarbeit machen und kamen nicht wirklich in ihren Künsten vorwärts. Obwohl Fortuna einer großen Familie von Wahrsagern entstammt, öffnet sich einfach ihr drittes Auge nicht, seit zwei Jahren müht sie sich ab und kommt nicht weiter. Der Druck ihrer berühmten und begabten Familie ist zu groß, ihre Eltern sind überzeugt, dass sie ein herausragendes Talent ist. Dieser Erwartungsdruck führt dazu, dass Fortuna eine folgenschwere falsche Entscheidung trifft. Denn die große Hexenprüfung soll plötzlich in vier Monaten stattfinden! Besteht man die Prüfung, darf man seinen Namen in den Codex Magicum, das große Buch der Hexen, eintragen. Um die Zeit bis dahin effektiv zu nutzen, bringt Belombra die Lehrlinge in die Stadt in eine verzauberte Herberge, in der sich alles selbst erledigt, so können sich die jungen Hexen voll auf ihre Prüfung konzentrieren. Wegen eines dringenden Notfalls verschwindet Belombra. Der Rabe Ignis, ihr Begleittier, soll die Aufsicht übernehmen. Fortuna sucht nach einer Lösung für ihr Problem und öffnet verbotenerweise eine Schatulle von Belombra, nun nimmt das Unglück seinen Lauf…
Es wird sehr spannend und actionreich, so viel sei schon einmal verraten.
Die Illustrationen des Comics nutzen klare Linien und meist eine übersichtliche Aufteilung der gerahmten Panels. Da, wo es notwendig ist, um Stimmung und Bewegung/Action abzubilden, sind die Zeichnungen sehr detailliert. In ruhigeren Szenen sind die Linien klar und die Figuren auf das Wesentliche reduziert dargestellt. Die Schrift ist gut lesbar. Die Orientierung beim Lesen gelingt gut. Ohne zu überfrachten arbeitet Elisabeth Jammes auch mit Soundwörtern und Speedlines, da wo sie notwendig sind. Ein Prolog und ein Epilog ordnen die Geschichte ein. Am Ende des Comics gibt es Steckbriefe der drei jungen Hexen und den Hinweis auf eine Fortsetzung der Reihe. Darauf freue ich mich, denn Fortuna fühlt sich jetzt frei, obwohl sie die Prüfung nicht bestanden hat. Sie will sich Zeit nehmen, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen und herauszufinden, wer sie wirklich ist. Starke Geschichte, starke Charaktere, starke Botschaft.
Was Leistungsdruck anrichten kann, warum der Glaube an die eigenen Fähigkeiten wichtig ist und Freundschaft und Zusammenhalt in der Not, das sind Themen dieses Comics, den ich sehr gern weiterempfehle.
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