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Ankommen

Aus der Reihe übermorgen
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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21355

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2024

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,2/12,6/1,6 cm

Gewicht

218 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01442-7

Beschreibung

Rezension

Vedran Džihić kam 1993 als Flüchtling nach Österreich. Heute gehört der Politologe zu den renommiertesten Wissenschaftern des Landes. In seinem Buch „Ankommen“, in dem er eindringlich vor der grassierenden Politik der Angst und Ausgrenzung warnt, schreibt er nun auch über seine Flucht, Traiskirchen, menschliche Gesten und Zugehörigkeit.

Der Standard

Ein kurzes, gut lesbares Buch mit viel Stoff zum Nach- und Weiterdenken.

Markus Müller-Schinwald, Ö1 Europa-Journal

Vedran Džihićs Buch, ein schmaler, schön gestalteter Band aus der „übermorgen“-Reihe des Verlags Kremayr &Scheriau, verknüpft persönliche Erinnerungen mit allgemeinen philosophisch-essayistischen Betrachtungen über die Themen Emigration, Exil und Vertreibung.

Günter Kaindlstorfer, Ö1 Kontext
Klug abwägend aber eben auch prononciert und argumentativ stringent,

nicht ohne den Hauch eines Lächelns im Augenwinkel.Herbert Maurer, International

Džihić verbindet seine eigene Geschichte mit der aktuellen politischen Debatte, in der Menschen mit Migrationshintergrund immer mehr zu Sündenböcken für all das werden, was in der Gesellschaft schiefläuft.Stefanie Panzenböck, Falter

Produktdetails

Verkaufsrang

21355

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2024

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,2/12,6/1,6 cm

Gewicht

218 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01442-7

Herstelleradresse

Kremayr und Scheriau
Rotenturmstraße 27/5
1010 Wien
AT

Email: office@kremayr-scheriau.at

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Ein Weckruf an die Gesellschaft

Bewertung am 23.09.2024

Bewertungsnummer: 2299158

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Debatte um Flucht und Integration hat sich zu einem der zentralen politischen und gesellschaftlichen Konfliktfelder unserer Zeit entwickelt. Im Spannungsfeld zwischen humanitärer Verantwortung und gesellschaftlicher Überforderung wird oft übersehen, dass dieses „Ankommen“ der Menschen weit mehr ist als der physische Akt des Grenzübertritts. Es geht um Teilhabe, Identität und das Ringen um Zugehörigkeit in einem Umfeld, das nicht selten von Unsicherheit und Misstrauen geprägt ist. Die Frage, wie eine Gesellschaft geflüchtete Menschen aufnimmt und welche Chancen sie ihnen bietet, ist ein Spiegel ihrer inneren Verfassung. Dabei zeigt sich häufig eine Diskrepanz zwischen dem Selbstbild als offene, liberale Gesellschaft und der Realität, die von Abschottung und Ausgrenzung geprägt ist. Illegale Zurückweisungen, Zäune an den Außengrenzen und fragwürdige Deals mit Drittstaaten zeigen: Europas Kreativität liegt eher in der Abwehr als in der Integration. Diese Widersprüche werfen die Frage auf, wie ernst es Europa damit ist, das Ideal der Aufnahmegesellschaft zu leben. -> Die vollständige Rezension unter buecherherbst.blog -> https://buecherherbst.wordpress.com/2024/09/22/herausforderungen-mit-offenheit-und-mut-meistern/#more-12469 In dieser komplexen Gemengelage setzt Vedran Džihić mit seinem Buch „Ankommen“ ein Zeichen. Der Politikwissenschaftler erzählt von seiner eigenen Flucht während des Bosnienkrieges und den Herausforderungen des Ankommens, aber darüber hinaus gelingt es ihm, die Erfahrungen vieler Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte mit der aktuellen politischen Debatte zu verknüpfen. Sein Buch ist nicht nur eine persönliche Reflexion, sondern auch ein Plädoyer für ein besseres Verständnis der Prozesse, die Flucht und Integration begleiten – und für eine Gesellschaft, die bereit ist, sich diesen Herausforderungen mit Offenheit und Mut zu stellen. Zugleich bleibt die Frage, ob die Art und Weise, wie diese Debatte geführt wird, wirklich die richtige ist. Vedran Džihićs Buch ist ein Weckruf. Es zwingt uns, über unsere eigene Rolle in der Flüchtlingsdebatte nachzudenken. Wir stehen vor einer Wahl: Wollen wir eine Gesellschaft sein, die anzieht, die integriert, die auf den Werten von Freiheit und Inklusion aufbaut? Oder wollen wir uns weiter abschotten, in einer Illusion von Homogenität, die längst der Vergangenheit angehört? „Der Neubeginn lässt sich nicht planen, er ergibt sich“, schreibt Džihić. Er lässt sich für die Flüchtlinge nicht planen. Offen bleibt, ob die Aufnahmegesellschaft ihn planen will und ob wir diesen Neubeginn überhaupt zulassen wollen. Es ist kein Buch, das tröstet – es ist ein Buch, das herausfordert. Und genau das macht es so notwendig.

Ein Weckruf an die Gesellschaft

Bewertung am 23.09.2024
Bewertungsnummer: 2299158
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Debatte um Flucht und Integration hat sich zu einem der zentralen politischen und gesellschaftlichen Konfliktfelder unserer Zeit entwickelt. Im Spannungsfeld zwischen humanitärer Verantwortung und gesellschaftlicher Überforderung wird oft übersehen, dass dieses „Ankommen“ der Menschen weit mehr ist als der physische Akt des Grenzübertritts. Es geht um Teilhabe, Identität und das Ringen um Zugehörigkeit in einem Umfeld, das nicht selten von Unsicherheit und Misstrauen geprägt ist. Die Frage, wie eine Gesellschaft geflüchtete Menschen aufnimmt und welche Chancen sie ihnen bietet, ist ein Spiegel ihrer inneren Verfassung. Dabei zeigt sich häufig eine Diskrepanz zwischen dem Selbstbild als offene, liberale Gesellschaft und der Realität, die von Abschottung und Ausgrenzung geprägt ist. Illegale Zurückweisungen, Zäune an den Außengrenzen und fragwürdige Deals mit Drittstaaten zeigen: Europas Kreativität liegt eher in der Abwehr als in der Integration. Diese Widersprüche werfen die Frage auf, wie ernst es Europa damit ist, das Ideal der Aufnahmegesellschaft zu leben. -> Die vollständige Rezension unter buecherherbst.blog -> https://buecherherbst.wordpress.com/2024/09/22/herausforderungen-mit-offenheit-und-mut-meistern/#more-12469 In dieser komplexen Gemengelage setzt Vedran Džihić mit seinem Buch „Ankommen“ ein Zeichen. Der Politikwissenschaftler erzählt von seiner eigenen Flucht während des Bosnienkrieges und den Herausforderungen des Ankommens, aber darüber hinaus gelingt es ihm, die Erfahrungen vieler Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte mit der aktuellen politischen Debatte zu verknüpfen. Sein Buch ist nicht nur eine persönliche Reflexion, sondern auch ein Plädoyer für ein besseres Verständnis der Prozesse, die Flucht und Integration begleiten – und für eine Gesellschaft, die bereit ist, sich diesen Herausforderungen mit Offenheit und Mut zu stellen. Zugleich bleibt die Frage, ob die Art und Weise, wie diese Debatte geführt wird, wirklich die richtige ist. Vedran Džihićs Buch ist ein Weckruf. Es zwingt uns, über unsere eigene Rolle in der Flüchtlingsdebatte nachzudenken. Wir stehen vor einer Wahl: Wollen wir eine Gesellschaft sein, die anzieht, die integriert, die auf den Werten von Freiheit und Inklusion aufbaut? Oder wollen wir uns weiter abschotten, in einer Illusion von Homogenität, die längst der Vergangenheit angehört? „Der Neubeginn lässt sich nicht planen, er ergibt sich“, schreibt Džihić. Er lässt sich für die Flüchtlinge nicht planen. Offen bleibt, ob die Aufnahmegesellschaft ihn planen will und ob wir diesen Neubeginn überhaupt zulassen wollen. Es ist kein Buch, das tröstet – es ist ein Buch, das herausfordert. Und genau das macht es so notwendig.

Eine Fluchtgeschichte im Spiegel der Gesellschaft

xxholidayxx am 06.10.2024

Bewertungsnummer: 2309684

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ankommen" von Vedran Džihić ist ein autobiografisches Werk, das sich mit seiner Flucht aus dem vom Krieg zerrütteten Bosnien nach Österreich beschäftigt. Džihić schildert seine Ankunft im Flüchtlingslager Traiskirchen und den steinigen Weg, den er als Migrant und später als Wissenschaftler in Österreich gegangen ist. Neben der persönlichen Erzählung thematisiert er auch gesellschaftliche Fragen: Wie fühlt es sich an, in einem neuen Land anzukommen? Und was braucht es, um sich wirklich zugehörig zu fühlen? Das Buch ist Teil der „übermorgen“-Reihe des Kremayr & Scheriau Verlags, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigt. Džihić, ein gefragter Balkan-Experte und Politikwissenschaftler, verbindet in seinem Werk seine eigenen Erfahrungen mit philosophischen und sozialwissenschaftlichen Überlegungen. Worum geht's? Vedran Džihić beginnt seine Geschichte im Januar 1993, als er mit seiner Familie nach Österreich flüchtet. Im Flüchtlingslager Traiskirchen erlebt er eine Mischung aus Sicherheit und Ausgrenzung. Seine Integration in die neue Gesellschaft ist von Herausforderungen geprägt, doch durch harte Arbeit und Bildung gelingt ihm ein bemerkenswerter Aufstieg: Vom Flüchtling wird er zu einem anerkannten Wissenschaftler. Doch während Džihić seine eigene Geschichte erzählt, richtet er den Blick auch auf das größere Bild: den gesellschaftlichen Umgang mit Migranten, die Zunahme von Populismus und die Politik der Ausgrenzung, die sich in Europa ausbreitet. Meine Meinung "Ankommen" von Vedran Džihić ist ein schmaler, schön gestalteter Band aus der „übermorgen“-Reihe, der sich mit den aktuellen Herausforderungen der Migrationsgesellschaft auseinandersetzt. Džihić reflektiert darin geschickt seine eigene Vergangenheit und die Fluchtgeschichte seiner Familie. Besonders gelungen ist die Verknüpfung seiner persönlichen Erlebnisse mit wissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnissen, die er aus den Werken von Autor:innen wie Judith Kohlenberger, Michel Friedmann und Hannah Arendt zieht. Diese Reflexionen bereichern das Buch und verleihen ihm eine besondere Tiefe, die über die reine Erzählung der Flucht hinausgeht. Mit knapp 100 Seiten ist das Buch eine kompakte, aber inhaltsreiche Lektüre, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Der klare und zugängliche Stil macht es für jede:n geeignet. Besonders im Vergleich zu anderen autobiografischen Werken, wie etwa „Ein schönes Ausländerkind“ von Toxische Pommes, fällt auf, dass Džihićs Buch mehr aus einer Metaperspektive arbeitet. Während „Ein schönes Ausländerkind“ mich emotional stärker berührt hat, weil es durchgehend aus der persönlichen Perspektive erzählt wird und ernste Themen und Kritik am System implizit mitschwingen, analysiert Džihić immer wieder aus einer wissenschaftlichen Distanz. Dieser Wechsel zwischen Erzählung und Analyse kann etwas Distanz schaffen, aber er passt gut zum essayistischen Charakter des Buches. Ein besonders starker Aspekt von „Ankommen“ ist die Verknüpfung von persönlichen Erinnerungen mit philosophisch-essayistischen Betrachtungen über Themen wie Emigration, Exil und Vertreibung. Das Buch bietet einen breiteren Rahmen für die Diskussion über Migration und den Umgang mit vermeintlich „Fremden“. Diese Reflexionen sind tiefgründig, aber nicht zu abstrakt, sodass sie für jede:n Leser:in nachvollziehbar bleiben. Auch wenn das Buch nicht durchgängig emotional packend ist, hebt es sich durch seine intellektuelle Tiefe und seine politische Relevanz ab. Fazit "Ankommen" von Vedran Džihić ist ein eindringliches und kluges Werk, das persönliche Erfahrungen mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen verknüpft. Die Mischung aus autobiografischer Erzählung und philosophischer Reflexion macht es zu einer zugänglichen und trotzdem gehaltvollen Lektüre für alle, die sich mit Migration und Integration auseinandersetzen möchten. Auch wenn das Buch emotional nicht durchgängig packend ist, bietet es interessante Einblicke und wichtige Denkanstöße. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Eine Fluchtgeschichte im Spiegel der Gesellschaft

xxholidayxx am 06.10.2024
Bewertungsnummer: 2309684
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ankommen" von Vedran Džihić ist ein autobiografisches Werk, das sich mit seiner Flucht aus dem vom Krieg zerrütteten Bosnien nach Österreich beschäftigt. Džihić schildert seine Ankunft im Flüchtlingslager Traiskirchen und den steinigen Weg, den er als Migrant und später als Wissenschaftler in Österreich gegangen ist. Neben der persönlichen Erzählung thematisiert er auch gesellschaftliche Fragen: Wie fühlt es sich an, in einem neuen Land anzukommen? Und was braucht es, um sich wirklich zugehörig zu fühlen? Das Buch ist Teil der „übermorgen“-Reihe des Kremayr & Scheriau Verlags, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigt. Džihić, ein gefragter Balkan-Experte und Politikwissenschaftler, verbindet in seinem Werk seine eigenen Erfahrungen mit philosophischen und sozialwissenschaftlichen Überlegungen. Worum geht's? Vedran Džihić beginnt seine Geschichte im Januar 1993, als er mit seiner Familie nach Österreich flüchtet. Im Flüchtlingslager Traiskirchen erlebt er eine Mischung aus Sicherheit und Ausgrenzung. Seine Integration in die neue Gesellschaft ist von Herausforderungen geprägt, doch durch harte Arbeit und Bildung gelingt ihm ein bemerkenswerter Aufstieg: Vom Flüchtling wird er zu einem anerkannten Wissenschaftler. Doch während Džihić seine eigene Geschichte erzählt, richtet er den Blick auch auf das größere Bild: den gesellschaftlichen Umgang mit Migranten, die Zunahme von Populismus und die Politik der Ausgrenzung, die sich in Europa ausbreitet. Meine Meinung "Ankommen" von Vedran Džihić ist ein schmaler, schön gestalteter Band aus der „übermorgen“-Reihe, der sich mit den aktuellen Herausforderungen der Migrationsgesellschaft auseinandersetzt. Džihić reflektiert darin geschickt seine eigene Vergangenheit und die Fluchtgeschichte seiner Familie. Besonders gelungen ist die Verknüpfung seiner persönlichen Erlebnisse mit wissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnissen, die er aus den Werken von Autor:innen wie Judith Kohlenberger, Michel Friedmann und Hannah Arendt zieht. Diese Reflexionen bereichern das Buch und verleihen ihm eine besondere Tiefe, die über die reine Erzählung der Flucht hinausgeht. Mit knapp 100 Seiten ist das Buch eine kompakte, aber inhaltsreiche Lektüre, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Der klare und zugängliche Stil macht es für jede:n geeignet. Besonders im Vergleich zu anderen autobiografischen Werken, wie etwa „Ein schönes Ausländerkind“ von Toxische Pommes, fällt auf, dass Džihićs Buch mehr aus einer Metaperspektive arbeitet. Während „Ein schönes Ausländerkind“ mich emotional stärker berührt hat, weil es durchgehend aus der persönlichen Perspektive erzählt wird und ernste Themen und Kritik am System implizit mitschwingen, analysiert Džihić immer wieder aus einer wissenschaftlichen Distanz. Dieser Wechsel zwischen Erzählung und Analyse kann etwas Distanz schaffen, aber er passt gut zum essayistischen Charakter des Buches. Ein besonders starker Aspekt von „Ankommen“ ist die Verknüpfung von persönlichen Erinnerungen mit philosophisch-essayistischen Betrachtungen über Themen wie Emigration, Exil und Vertreibung. Das Buch bietet einen breiteren Rahmen für die Diskussion über Migration und den Umgang mit vermeintlich „Fremden“. Diese Reflexionen sind tiefgründig, aber nicht zu abstrakt, sodass sie für jede:n Leser:in nachvollziehbar bleiben. Auch wenn das Buch nicht durchgängig emotional packend ist, hebt es sich durch seine intellektuelle Tiefe und seine politische Relevanz ab. Fazit "Ankommen" von Vedran Džihić ist ein eindringliches und kluges Werk, das persönliche Erfahrungen mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen verknüpft. Die Mischung aus autobiografischer Erzählung und philosophischer Reflexion macht es zu einer zugänglichen und trotzdem gehaltvollen Lektüre für alle, die sich mit Migration und Integration auseinandersetzen möchten. Auch wenn das Buch emotional nicht durchgängig packend ist, bietet es interessante Einblicke und wichtige Denkanstöße. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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