Produktbild: Die Könige von Babelsberg

Die Könige von Babelsberg Fritz Lang und die Akte Rosenthal | Eine fesselnde, weitgehend unerzählte Episode aus dem Leben von Fritz Lang

12

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

2265 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644018365

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

2265 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644018365

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Was ist die Wahrheit?

Eliza am 17.11.2024

Bewertungsnummer: 2343209

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Was ist die Wahrheit? Ist sie real greifbar oder doch eher Fiktion? Oder ist das Leben wie ein Film, der es schafft, die Wahrheit in einem geschickten Mantel von Illusionen zu verschleiern? Diese Fragen haben sich mir bei diesem sehr schön und interessant konzipierten Roman aufgetan. Der junge Kommissar Walter Beneken wird zu einem besonderen Fall gerufen. Eine sehr übel zugerichtete Frauenleiche wird in dem Anwesen des berühmten Filmregisseurs Fritz Lang Im Berlin des Jahres 1920 aufgefunden. Es handelt sich um die Ehefrau des Regisseurs, der zusammen mit der Drehbuchautorin Thea von Harbour in der Wohnung vorgefunden wird. Die Obrigkeiten sind sich einig, dass die Ehefrau sich selbst das Leben genommen hat. Beneken wird sehr schnell misstrauisch und stürzt sich in den Fall. Schon bald muss er erkennen, dass das Suchen nach der Wahrheit seine Tücken hat. Walter Beneken ist ein ehrgeiziger junger Kommissar, der an die Gerechtigkeit glaubt. Er ist innerlich noch sehr ungefestigt und klammert sich mehr oder minder an seine Arbeit. Seine Mutter gibt ihm Halt, wirkt aber auch manchmal als Last für sein Leben. Fritz Lang lebt in seiner eigenen Welt und die Arroganz steht ihm als erfolgreichen Regisseur ins Gesicht geschrieben. Doch er und Thea haben mich im Laufe der Erzählung das ein oder andere Mal auch überrascht. Sehr dicht und atmosphärisch ist der Schreibstil des Autors. Er hat es geschafft dem Thema eine interessante Geschichte zu verleihen. Ganz besonders überrascht hat er mich mit einem Aspekt der heute als noch aktuelles Thema bezeichnet werden kann. Diese Sonderbarkeit hat er sehr gut in die Geschichte eingebaut, was der Dramatik eine besondere Wendung verleiht. Auch hat mir gut gefallen, inwieweit einige Charaktere es geschafft haben, dass sie einem plötzlich fast sympathisch erscheinen, auch wenn ich dabei das fast betonen möchte. Ein Lob an den Autor für eine interessant konzipierte Geschichte über einen besonderen Skandal im “deutschen Hollywood” der 20iger Jahre.

Was ist die Wahrheit?

Eliza am 17.11.2024
Bewertungsnummer: 2343209
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Was ist die Wahrheit? Ist sie real greifbar oder doch eher Fiktion? Oder ist das Leben wie ein Film, der es schafft, die Wahrheit in einem geschickten Mantel von Illusionen zu verschleiern? Diese Fragen haben sich mir bei diesem sehr schön und interessant konzipierten Roman aufgetan. Der junge Kommissar Walter Beneken wird zu einem besonderen Fall gerufen. Eine sehr übel zugerichtete Frauenleiche wird in dem Anwesen des berühmten Filmregisseurs Fritz Lang Im Berlin des Jahres 1920 aufgefunden. Es handelt sich um die Ehefrau des Regisseurs, der zusammen mit der Drehbuchautorin Thea von Harbour in der Wohnung vorgefunden wird. Die Obrigkeiten sind sich einig, dass die Ehefrau sich selbst das Leben genommen hat. Beneken wird sehr schnell misstrauisch und stürzt sich in den Fall. Schon bald muss er erkennen, dass das Suchen nach der Wahrheit seine Tücken hat. Walter Beneken ist ein ehrgeiziger junger Kommissar, der an die Gerechtigkeit glaubt. Er ist innerlich noch sehr ungefestigt und klammert sich mehr oder minder an seine Arbeit. Seine Mutter gibt ihm Halt, wirkt aber auch manchmal als Last für sein Leben. Fritz Lang lebt in seiner eigenen Welt und die Arroganz steht ihm als erfolgreichen Regisseur ins Gesicht geschrieben. Doch er und Thea haben mich im Laufe der Erzählung das ein oder andere Mal auch überrascht. Sehr dicht und atmosphärisch ist der Schreibstil des Autors. Er hat es geschafft dem Thema eine interessante Geschichte zu verleihen. Ganz besonders überrascht hat er mich mit einem Aspekt der heute als noch aktuelles Thema bezeichnet werden kann. Diese Sonderbarkeit hat er sehr gut in die Geschichte eingebaut, was der Dramatik eine besondere Wendung verleiht. Auch hat mir gut gefallen, inwieweit einige Charaktere es geschafft haben, dass sie einem plötzlich fast sympathisch erscheinen, auch wenn ich dabei das fast betonen möchte. Ein Lob an den Autor für eine interessant konzipierte Geschichte über einen besonderen Skandal im “deutschen Hollywood” der 20iger Jahre.

Skandale in einer skandalträchtigen Zeit

Bewertung aus Alfter am 27.10.2024

Bewertungsnummer: 2327089

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Kommissar Beneken ermittelt in dem Todesfall Lisa Rosenthal, der Ehefrau des Filmregisseurs Fritz Lang. Selbstmord? Unfall? Oder Mord aus Eifersucht? Immerhin hatte Lang ein offenes Verhältnis mit seiner Regisseurin und Drehbuchautorin Thea von Harbou. In welchem Verhältnis stand sie zu der Ehefrau? Wie kam es zu dem Tod durch einen Pistolenschuss im heimischen Ehebett von Rosenthal und Lang? Weitere Ungereimtheiten am Tatort und im pathologischen Befund setzen Kommissar Beneken auf die Spur eines Verbrechens. Allerdings haben höhere Kreise ein Interesse daran, den Fall unter den Teppich zu kehren. Der Autor des Romans „Die Könige von Babelsberg“, Ralf Günther, verknüpft darin zwei Erzählstränge. Zum einen geht es um die Beziehungsverhältnisse des skandalträchtigen Filmemachers Fritz Lang in einer Zeit, in der die Gesellschaft nach Verlust der alten politischen Ordnung und des Wertesystems als Konsequenz der Niederlage im 1. Weltkrieg sich neu zu erfinden suchte, sich ausprobierte, dabei durchaus auch ins Taumeln geriet und vor allem eins wollte: die Schrecken des Krieges und die Not seiner Folgen für ein bischen Vergnügen zu vergessen. Auf der anderen Seite geht es um die Entwicklung des Helden, der Langs Gegenspieler sein müsste, es dann aber doch nicht ist. Der Kriminalbeamte Beneken, der der Mutter den gefallenen Mann und älteren Sohn ersetzen muss, der als Beamter den Ruf eines hartnäckigen Ermittlers mit klaren Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit genießt, muss sich zunehmend die Frage stellen, welche Art Mann er ist. Er will der Mutter ein guter Sohn sein und ihre Vorstellungen von Familie erfüllen. Er fühlt sich auch von Frauen angezogen, aber anders als ein Mann. Eher als eine Frau. Am Ende eines jeden Ermittlungstages steigt er – oder sollte man zunehmend eher sagen: sie – hinab in das Babylon Berlin der 20er Jahre. Die Metamorphose vom Mann zur Travestiekünstlerin Marlene vollzieht sich schrittweise. Aber dann doch in großen Schritten oder Sprüngen. Damit muss der nicht allzu umfangreiche Band dem ehrgeizige Unterfangen diesen zwei komplexen Erzählsträngen gerecht zu werden, Rechnung tragen. Zugegebenermaßen passen beide Stränge gut zusammen. Es scheint, dass Benekens persönliche Wandlung ihn in besonderem Maße befähigt, Verständnis für die Konstellation Lang, Rosenthal, von Harbou zu entwickeln, die sich ebenso außerhalb jeglicher gesellschaftlichen Konventionen. Gleichzeitig macht sie ihn in den delikaten Ermittlungen erpressbar, was der Auflösung des Falls dann wiederum hinderlich ist. Der Roman, der auf den ersten Blick ein Krimi zu sein scheint, entwickelt sich im Verlauf weg von dem Bestreben, einen Fall zu lösen, dem Guten zum Recht und dem Bösen zur Strafe zu verhelfen. Er zeigt die Mehrdimensionalität auf, die nicht nur eine Gesellschaft, sondern auch jeden einzelnen durchzieht. So wird hier nicht über Gut und Schlecht geurteilt, sondern in der Figur des Beneken für Verständnis für die Andersartigkeit geworben, wobei durch die große – am Ende auch schwer erträglichen – Offenheit sich dem Leser der Raum zu vielen Fragen eröffnet, der ihn zugleich in die Verantwortung eines eigenen Urteils nimmt. Ein Roman, der bisweilen (mich) etwas befremdet und über den man noch lange nachdenken kann. Was ja in einer Zeit, in der viel ge- und abgeurteilt und angefeindet und mundtot gemacht wird, nicht das Schlechteste ist.

Skandale in einer skandalträchtigen Zeit

Bewertung aus Alfter am 27.10.2024
Bewertungsnummer: 2327089
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Kommissar Beneken ermittelt in dem Todesfall Lisa Rosenthal, der Ehefrau des Filmregisseurs Fritz Lang. Selbstmord? Unfall? Oder Mord aus Eifersucht? Immerhin hatte Lang ein offenes Verhältnis mit seiner Regisseurin und Drehbuchautorin Thea von Harbou. In welchem Verhältnis stand sie zu der Ehefrau? Wie kam es zu dem Tod durch einen Pistolenschuss im heimischen Ehebett von Rosenthal und Lang? Weitere Ungereimtheiten am Tatort und im pathologischen Befund setzen Kommissar Beneken auf die Spur eines Verbrechens. Allerdings haben höhere Kreise ein Interesse daran, den Fall unter den Teppich zu kehren. Der Autor des Romans „Die Könige von Babelsberg“, Ralf Günther, verknüpft darin zwei Erzählstränge. Zum einen geht es um die Beziehungsverhältnisse des skandalträchtigen Filmemachers Fritz Lang in einer Zeit, in der die Gesellschaft nach Verlust der alten politischen Ordnung und des Wertesystems als Konsequenz der Niederlage im 1. Weltkrieg sich neu zu erfinden suchte, sich ausprobierte, dabei durchaus auch ins Taumeln geriet und vor allem eins wollte: die Schrecken des Krieges und die Not seiner Folgen für ein bischen Vergnügen zu vergessen. Auf der anderen Seite geht es um die Entwicklung des Helden, der Langs Gegenspieler sein müsste, es dann aber doch nicht ist. Der Kriminalbeamte Beneken, der der Mutter den gefallenen Mann und älteren Sohn ersetzen muss, der als Beamter den Ruf eines hartnäckigen Ermittlers mit klaren Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit genießt, muss sich zunehmend die Frage stellen, welche Art Mann er ist. Er will der Mutter ein guter Sohn sein und ihre Vorstellungen von Familie erfüllen. Er fühlt sich auch von Frauen angezogen, aber anders als ein Mann. Eher als eine Frau. Am Ende eines jeden Ermittlungstages steigt er – oder sollte man zunehmend eher sagen: sie – hinab in das Babylon Berlin der 20er Jahre. Die Metamorphose vom Mann zur Travestiekünstlerin Marlene vollzieht sich schrittweise. Aber dann doch in großen Schritten oder Sprüngen. Damit muss der nicht allzu umfangreiche Band dem ehrgeizige Unterfangen diesen zwei komplexen Erzählsträngen gerecht zu werden, Rechnung tragen. Zugegebenermaßen passen beide Stränge gut zusammen. Es scheint, dass Benekens persönliche Wandlung ihn in besonderem Maße befähigt, Verständnis für die Konstellation Lang, Rosenthal, von Harbou zu entwickeln, die sich ebenso außerhalb jeglicher gesellschaftlichen Konventionen. Gleichzeitig macht sie ihn in den delikaten Ermittlungen erpressbar, was der Auflösung des Falls dann wiederum hinderlich ist. Der Roman, der auf den ersten Blick ein Krimi zu sein scheint, entwickelt sich im Verlauf weg von dem Bestreben, einen Fall zu lösen, dem Guten zum Recht und dem Bösen zur Strafe zu verhelfen. Er zeigt die Mehrdimensionalität auf, die nicht nur eine Gesellschaft, sondern auch jeden einzelnen durchzieht. So wird hier nicht über Gut und Schlecht geurteilt, sondern in der Figur des Beneken für Verständnis für die Andersartigkeit geworben, wobei durch die große – am Ende auch schwer erträglichen – Offenheit sich dem Leser der Raum zu vielen Fragen eröffnet, der ihn zugleich in die Verantwortung eines eigenen Urteils nimmt. Ein Roman, der bisweilen (mich) etwas befremdet und über den man noch lange nachdenken kann. Was ja in einer Zeit, in der viel ge- und abgeurteilt und angefeindet und mundtot gemacht wird, nicht das Schlechteste ist.

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Die Könige von Babelsberg

von Ralf Günther

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