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Die Lungenschwimmprobe Verteidigung einer jungen Frau, die des Kindsmords bezichtigt wurde - Roman

130

27,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.10.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

704

Maße (L/B/H)

21,8/14,1/4,3 cm

Gewicht

700 g

Farbe

Graugrün

Originaltitel

Lungeflyteprøven

Übersetzt von

Ina Kronenberger + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87777-8

Beschreibung

Rezension

»Vielschichtige Geschichtsstunde und ein toller Schmöker!« ("Peter Twiehaus / ZDF - Morgenmagazin")
»Tore Renberg denkt mit nüchterner und kräftiger Phantasie weiter, wo in den Akten Lücken klaffen.« ("Roland H. Dippel / Mitteldeutsche Zeitung")
»Renbergs Buch ist ein ebenso kurioses wie faszinierendes Werk zwischen fiktivem Roman und historischer Forschung.« ("Peter Urban-Halle / Deutschlandfunk Kultur")
»Dieser historische Roman, den ich verschlungen habe, basiert auf einem Fall von 1681 aus Leipzig, den der norwegische Autor Renberg akribisch recherchiert hat.« ("Angela Wittmann / Brigitte")
»Dieser Roman, der auch die gespaltene Gesellschaft des 17. Jahrhunderts in der Mitte Europas abbildet, ist eine rundum geglückte Kombination aus Fakten, Fantasie und Empathie.« ("Bernd Melichar / Kleine Zeitung")
»Renberg schildert die aufwühlenden Ereignisse aus unterschiedlicher Perspektive und lehnt sich teileise an den barocken Stil der Zeit an. Das wirkt so authentisch, wie man es selten in einem historischen Roman findet.« ("Sibylle Peine / Westfälischer Anzeiger")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.10.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

704

Maße (L/B/H)

21,8/14,1/4,3 cm

Gewicht

700 g

Farbe

Graugrün

Originaltitel

Lungeflyteprøven

Übersetzt von

  • Ina Kronenberger
  • Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87777-8

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Einfach klasse!

Bewertung am 17.03.2025

Bewertungsnummer: 2441837

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser historische Roman ist wirklich außergewöhnlich! Im Mittelpunkt steht die wahre Geschichte von Anna Voigt, die möglicherweise als Vorlage für Goethes Gretchen in Faust diente. Doch anstatt ihre Lebensgeschichte schlicht chronologisch nachzuerzählen, nutzt der Roman verschiedene Erzählperspektiven. So wechseln sich die Schilderungen ihres Schicksals mit dem zornigen Monolog ihres Vaters ab, während parallel das Leben der Scharfrichter jener Zeit beleuchtet wird. Zudem erfährt man mehr über ihren Anwalt Christian Thomasius und den Arzt Johannes Schreyer, eine weitere historische Figur, die der sogenannten Lungenschwimmprobe ihren heutigen Namen verlieh: die Schreyer-Schwimmprobe. Diese Erzählweise macht das Buch zu einer fordernden, aber lohnenswerten Lektüre. Nicht nur Umfang und Stil verlangen Aufmerksamkeit, sondern auch die inhaltliche Tiefe. Die Themen sind nichts für Zartbesaitete – selbst Thriller-Leser könnten sich dabei unbehaglich fühlen. Dennoch setzt der Roman nicht allein auf schockierende Darstellungen, sondern bettet die Geschehnisse sorgfältig in ihren historischen Kontext ein. Für mich war diese Mischung aus Historie und Gesellschaftskritik überaus fesselnd. Ich habe nicht nur mit Spannung gelesen, sondern auch viele faszinierende Erkenntnisse gewonnen.

Einfach klasse!

Bewertung am 17.03.2025
Bewertungsnummer: 2441837
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser historische Roman ist wirklich außergewöhnlich! Im Mittelpunkt steht die wahre Geschichte von Anna Voigt, die möglicherweise als Vorlage für Goethes Gretchen in Faust diente. Doch anstatt ihre Lebensgeschichte schlicht chronologisch nachzuerzählen, nutzt der Roman verschiedene Erzählperspektiven. So wechseln sich die Schilderungen ihres Schicksals mit dem zornigen Monolog ihres Vaters ab, während parallel das Leben der Scharfrichter jener Zeit beleuchtet wird. Zudem erfährt man mehr über ihren Anwalt Christian Thomasius und den Arzt Johannes Schreyer, eine weitere historische Figur, die der sogenannten Lungenschwimmprobe ihren heutigen Namen verlieh: die Schreyer-Schwimmprobe. Diese Erzählweise macht das Buch zu einer fordernden, aber lohnenswerten Lektüre. Nicht nur Umfang und Stil verlangen Aufmerksamkeit, sondern auch die inhaltliche Tiefe. Die Themen sind nichts für Zartbesaitete – selbst Thriller-Leser könnten sich dabei unbehaglich fühlen. Dennoch setzt der Roman nicht allein auf schockierende Darstellungen, sondern bettet die Geschehnisse sorgfältig in ihren historischen Kontext ein. Für mich war diese Mischung aus Historie und Gesellschaftskritik überaus fesselnd. Ich habe nicht nur mit Spannung gelesen, sondern auch viele faszinierende Erkenntnisse gewonnen.

Großartig recherchiert, detailverliebte Charaktere

Martina *Blubie* aus Schönau am 14.02.2025

Bewertungsnummer: 2412438

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das war ein außergewöhnlich tolles Leseerlebnis, Tore Renberg hat hier einen äußerst bemerkenswerten historischen Roman geschrieben, der nicht nur akribisch recherchiert wurde, sondern auch noch mit ausgesprochen detailverliebten Figuren gefüllt, die für mich lebendiger nicht sein hätten können. Und dabei ist das Barock nicht einmal annähernd meine bevorzugte historische Zeit, beim Lesen. Der Klappentext und die guten Rezensionen hatten mich neugierig gemacht, das Buchcover fand ich extrem ansprechend und so wagte ich mich noch einmal aus meiner Komfortzone und bin begeistert in die 700 Seiten starke Lektüre abgetaucht. Wir erfahren nicht nur über den Gerichtsfall Anna Voigts, sondern erhalten ein Sittenbild der damaligen Zeit: biedere Bigotterie wurde langsam von wissenschaftlichen Erkenntnissen überrollt. Wenn wir heute von damaligen Gerichtsurteilen lesen, dann wissen wir, dass sie "im Namen Gottes" ausgeführt wurden, mehr Aberglaube als Logik und wir wissen, dass es immer brutal und grausam war. Aber Renberg haucht Anna Voigt so viel Leben ein, dass wir die Angst und Verzweiflung beim Lesen spüren und das lässt Geschichte lebendig werden. Der Autor schreibt aber nicht ohne Humor, den merkt man besonders in den Dialogen. Und dann ist es auch ein feministisches Buch, denn Renberg macht uns einmal mehr bewusst, wie sehr Frauen leiden müssen - nein, sogar doppelt und dreifach bestraft werden - dafür, dass Männer ihren Hosenstall nicht geschlossen halten können, während letztere zumeist keine Konsequenzen tragen müssen. Diese Lektüre hätte furztrocken sein können, Tore Renberg hat aus der Materie ein kluges, witziges und erschütterndes Buch mit vielen lebendigen Charakteren gemacht. Großartig! Karoline Hippe und Ina Kronenberger haben eine wunderbare Übersetzungsarbeit geleistet

Großartig recherchiert, detailverliebte Charaktere

Martina *Blubie* aus Schönau am 14.02.2025
Bewertungsnummer: 2412438
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das war ein außergewöhnlich tolles Leseerlebnis, Tore Renberg hat hier einen äußerst bemerkenswerten historischen Roman geschrieben, der nicht nur akribisch recherchiert wurde, sondern auch noch mit ausgesprochen detailverliebten Figuren gefüllt, die für mich lebendiger nicht sein hätten können. Und dabei ist das Barock nicht einmal annähernd meine bevorzugte historische Zeit, beim Lesen. Der Klappentext und die guten Rezensionen hatten mich neugierig gemacht, das Buchcover fand ich extrem ansprechend und so wagte ich mich noch einmal aus meiner Komfortzone und bin begeistert in die 700 Seiten starke Lektüre abgetaucht. Wir erfahren nicht nur über den Gerichtsfall Anna Voigts, sondern erhalten ein Sittenbild der damaligen Zeit: biedere Bigotterie wurde langsam von wissenschaftlichen Erkenntnissen überrollt. Wenn wir heute von damaligen Gerichtsurteilen lesen, dann wissen wir, dass sie "im Namen Gottes" ausgeführt wurden, mehr Aberglaube als Logik und wir wissen, dass es immer brutal und grausam war. Aber Renberg haucht Anna Voigt so viel Leben ein, dass wir die Angst und Verzweiflung beim Lesen spüren und das lässt Geschichte lebendig werden. Der Autor schreibt aber nicht ohne Humor, den merkt man besonders in den Dialogen. Und dann ist es auch ein feministisches Buch, denn Renberg macht uns einmal mehr bewusst, wie sehr Frauen leiden müssen - nein, sogar doppelt und dreifach bestraft werden - dafür, dass Männer ihren Hosenstall nicht geschlossen halten können, während letztere zumeist keine Konsequenzen tragen müssen. Diese Lektüre hätte furztrocken sein können, Tore Renberg hat aus der Materie ein kluges, witziges und erschütterndes Buch mit vielen lebendigen Charakteren gemacht. Großartig! Karoline Hippe und Ina Kronenberger haben eine wunderbare Übersetzungsarbeit geleistet

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Die Lungenschwimmprobe

von Tore Renberg

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Marie F.

Thalia Pasching – Plus City

Zum Portrait

5/5

Mosaik des revolutionären Denkens

Bewertet: eBook (ePUB)

Wer hier einen Gesellschaftsroman fürchtet, der das biedere & engstirnige Kleinbürgertum des barocken Leipizigs portraitiert - dem technologischen, medizinischen und rechtswissenaftlichen Fortschrittes sich verwehrend - den darf ich getrost beruhigen. Mosaikartig führt Tore Renberg die Leserschaft durch das späte 17. Jahrhundert in Deutschland - die Pest wütete bis vor kurzem im Lande, die Gesellschaftsschichten sind im steten Wandel, und der Clerus führt immernoch als die moralische Speerspitze. In diesen bewegten Zeiten ist der Tod des höchsten Guts - das Leben eines Neugeborenen- unter fast jedem Umstand als Mord zu sehen. Doch es gibt schon Stimmen, die dieser alteingessenen Idee und den Normen der Zeit strotzen. Informiert durch verschiedenste historische Dokumente, schrieb Renberg aus den perspektiven diverser Akteure über den vermeintlichen Kindsmord der Anna Voigt: vom Mediziner Schreyer der seines Zeichens die namensgebende "Lungenschwimmprobe" pionierte, dem Anwalt Thomasius der Anna Voigt rechtlich vertrat, als auch zahlreichen Zeitgenossen der Familie Voigt. Schlussendlich setzen sich aus all diesen Mosaiksteinen ein beeindruckendes, packendes Kunstwerk, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte - die Thematik bewährt sich ja tragischerweise als hochaktuell.
  • Marie F.
  • Buchhändler/-in

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Mosaik des revolutionären Denkens

Bewertet: eBook (ePUB)

Wer hier einen Gesellschaftsroman fürchtet, der das biedere & engstirnige Kleinbürgertum des barocken Leipizigs portraitiert - dem technologischen, medizinischen und rechtswissenaftlichen Fortschrittes sich verwehrend - den darf ich getrost beruhigen. Mosaikartig führt Tore Renberg die Leserschaft durch das späte 17. Jahrhundert in Deutschland - die Pest wütete bis vor kurzem im Lande, die Gesellschaftsschichten sind im steten Wandel, und der Clerus führt immernoch als die moralische Speerspitze. In diesen bewegten Zeiten ist der Tod des höchsten Guts - das Leben eines Neugeborenen- unter fast jedem Umstand als Mord zu sehen. Doch es gibt schon Stimmen, die dieser alteingessenen Idee und den Normen der Zeit strotzen. Informiert durch verschiedenste historische Dokumente, schrieb Renberg aus den perspektiven diverser Akteure über den vermeintlichen Kindsmord der Anna Voigt: vom Mediziner Schreyer der seines Zeichens die namensgebende "Lungenschwimmprobe" pionierte, dem Anwalt Thomasius der Anna Voigt rechtlich vertrat, als auch zahlreichen Zeitgenossen der Familie Voigt. Schlussendlich setzen sich aus all diesen Mosaiksteinen ein beeindruckendes, packendes Kunstwerk, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte - die Thematik bewährt sich ja tragischerweise als hochaktuell.

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Danijela Turkijevic-Zauner

Thalia Gmunden – SEP

Zum Portrait

4/5

Historischer Roman mal anders.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon der kurze Auszug aus dem Deutschen Strafgesetzbuch von 1532 verursacht Gänsehaut. Eine Totgeburt wurde damals immer als Mord verurteilt, die Mütter gedemütigt, gefoltert und getötet, ohne große Chancen auf ein faires Gerichtsverfahren und ihre Unschuld zu beweisen. Ein lesenswerter historischer Roman über Medizin, Rechtswesen und Status der Frauen der damaligen Zeit.
  • Danijela Turkijevic-Zauner
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Historischer Roman mal anders.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon der kurze Auszug aus dem Deutschen Strafgesetzbuch von 1532 verursacht Gänsehaut. Eine Totgeburt wurde damals immer als Mord verurteilt, die Mütter gedemütigt, gefoltert und getötet, ohne große Chancen auf ein faires Gerichtsverfahren und ihre Unschuld zu beweisen. Ein lesenswerter historischer Roman über Medizin, Rechtswesen und Status der Frauen der damaligen Zeit.

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Die Lungenschwimmprobe

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