Produktbild: Das Schloss der Schriftsteller
Band 6573

Das Schloss der Schriftsteller Nürnberg '46. Treffen am Abgrund

Aus der Reihe Beck Paperback
8

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2024

Abbildungen

mit 31 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19,2/12,2/2,1 cm

Gewicht

297 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-82455-5

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2024

Abbildungen

mit 31 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19,2/12,2/2,1 cm

Gewicht

297 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-82455-5

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    11.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Um den Nürnberger Prozess herum

    GELESEN: Uwe Neumahr „Das Schloss der Schriftsteller“, Nürnberg 1946, Treffen am Abgrund Erschienen bei H.C. Beck, München 2023 267 Seiten mit 31 Abbildungen Auf den Seiten 255 bis 267 findet man das hochinteressante NACHWORT, mit dem ich dieses Buch begonnen habe. Hier werden die Sichtweisen der Familie Thomas Mann auf den zu lebenslanger Haft verurteilten Kriegsverbrecher Rudolf Hess dargelegt. Erika Mann, die ewige verbitterte und unerbittliche Tochter, Golo Mann, der milde Sohn und schließlich Thomas Mann selbst, hatten hier unterschiedliche Meinungen mit teilweise verständlichen Begründungen. Im VORWORT erfahren wir, aus welchen Ländern die schreibende Zunft stammte und natürlich, warum die Herren auf Schloss Faber-Castell und die Damen, deren Anzahl beträchtlich war, in der Villa am Schlosspark untergebracht waren. Hochrangige Journalisten aus aller Welt gaben sich ein Stelldichein und verfolgten vom 20.11.1945 bis 01. Oktober 1946 was sich im Nürnberger Justizpalast tat, als die vier Siegermächte zu Gericht saßen. Die Crème de la Crème der damaligen Presse und Literaturszene verfolgte den Hauptkriegsverbrecher-Prozess. Auch wenn Xiao Qian, Erika Mann, Erich Kästner, John Dos Passos, Ilja Ehrenburg, Elsa Triolet, Rebecca West, William Shirer, Janet Flanner, Willy Brandt, Alfred Döblin, Markus Wolf bis Martha Gellhorn nicht über die ganze Zeit anwesend waren, so erlebten sie gerade während der Filmvorführungen Unglaubliches, was oftmals nur mit genügend Alkohol am Abend verdrängt werden konnte. Das Zusammenleben auf engstem Raum war kein Kinderspiel, und die Menschen veränderten sich ob der täglichen Gräuel. Einige änderten hernach ihren Schreibstil. Es herrschte teilweise ein erbitterter Machtkampf, denn jeder wollte als Erster die beste Story abliefern, die manchmal nicht ganz bei der Wahrheit blieb. Ein „Reißer“ verkaufte sich freilich besser, denn es gab auch langatmige und überaus langweilige Prozesstage. Uwe Neumahr hat hier ein packendes Sachbuch flott, verständlich und anschaulich geschrieben. Trotz unzähliger Berichte, Dokumentationen, Erzählungen und Romane, die man seit jenen Tagen sah oder las, konnte man hier eine ganz neue Sichtweise kennenlernen. Wer sich für diesen Teil der Geschichte interessiert, sollte dieses Buch lesen.

  • Bewertung

    5/5

    18.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als Weltliteratur auf Weltgeschichte traf

    Journalisten und Schriftsteller aus aller Welt kommen nach Nürnberg um über den Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nazi-Regimes zu berichten. Unter den angereisten Literaten waren Erich Kästner, Erika Mann, Rebecca West, John Dos Passos, Ilja Ehrenburg, Martha Gellhorn, Willi Brandt etc. Die meisten von ihnen wohnten im Schloss Faber-Castell. Sie kamen um zu berichten, zu diskutieren , analysieren, nachzudenken und um den Verbrechern ins Gesicht zu schauen. Nun müssen sie Worte für ihre Erschütterung finden, für die Fassungslosigkeit. Fundiert recherchiert und anschaulich erzählt. Ein sehr lesenswertes Sachbuch!

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Einblicke in den Nürnberger Prozess

    1946 wurde während des Nürnberger Prozesses gegen 21 Vertreter des Nazi-Regimes Anklage erhoben. Weltweit wurde über diesen Jahrhundertprozess berichtet, unter anderem von Willy Brandt, Martha Gellhorn, Erika Mann, John Dos Passos oder auch Markus Wolf. Untergebracht wurden die Journalist:innen, Schriftsteller:innen und Starreporter:innen in dieser Zeit im Schloss Faber-Castell. Hier wurde geschrieben, gefeiert, geliebt und versucht, das gehörte zu verarbeiten. Uwe Neumahr dokumentiert die Zeit in Nürnberg anhand von 12 Biographien. Sehr gut und detailliert recherchiert schildert er den Verlauf des Prozesses selbst, die zum Teil zähen Verhandlungstage, stellt die Richter und Angeklagten dar und lässt die Kälte, die Gleichgültigkeit und Überheblichkeit dieses menschgewordenen Bösen im Saal „aufleben“. Dabei setzt er seine Akzente nicht nur auf die Inhalte des Geschehens sondern bringt die Rolle der einzelnen Akteure in einen größeren Kontext. So beleuchtet er die unterschiedliche politische Gesinnung der Berichterstatter:innen, ihre persönlichen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe, ihren Blick auf Nazi-Deutschland und die besiegten Deutschen. Er lässt uns teilhaben an ihren Meinungen zur Frage der individuellen und Kollektivschuld, zur Frage der fehlenden deutschen Richter, zur Kritik an diesem „Männerprozess“. Einmal angefangen konnte ich dieses Buch nur schwer zur Seite legen. Uwe Neumahr hat mir persönlich so viele Perspektiven und Fragestellungen aufgezeigt, mit denen ich mich so noch nicht auseinandergesetzt hatte. Und auch die Rollen und Meinungen der Berichterstatter:innen im geschichtlichen und literarischen Kontext waren spannend zu lesen und zu lernen. Ganz große Empfehlung für alle, die gern gut recherchierte Geschichtsbücher lesen.

  • Buch_im_Koffer

    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Blick auf den…

    Spannender Blick auf den Nürnberger Prozess - 1946 wurde während des Nürnberger Prozesses gegen 21 Vertreter des Nazi-Regimes Anklage erhoben. Weltweit wurde über diesen Jahrhundertprozess berichtet, unter anderem von Willy Brandt, Martha Gellhorn, Erika Mann, John Dos Passos oder auch Markus Wolf. Untergebracht wurden die Journalist:innen, Schriftsteller:innen und Starreporter:innen in dieser Zeit im Schloss Faber-Castell. Hier wurde geschrieben, gefeiert, geliebt und versucht, das gehörte zu verarbeiten. Uwe Neumahr dokumentiert die Zeit in Nürnberg anhand von 12 Biographien. Sehr gut und detailliert recherchiert schildert er den Verlauf des Prozesses selbst, die zum Teil zähen Verhandlungstage, stellt die Richter und Angeklagten dar und lässt die Kälte, die Gleichgültigkeit und Überheblichkeit dieses menschgewordenen Bösen im Saal „aufleben“. Dabei setzt er seine Akzente nicht nur auf die Inhalte des Geschehens sondern bringt die Rolle der einzelnen Akteure in einen größeren Kontext. So beleuchtet er die unterschiedliche politische Gesinnung der Berichterstatter:innen, ihre persönlichen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe, ihren Blick auf Nazi-Deutschland und die besiegten Deutschen. Er lässt uns teilhaben an ihren Meinungen zur Frage der individuellen und Kollektivschuld, zur Frage der fehlenden deutschen Richter, zur Kritik an diesem „Männerprozess“. Einmal angefangen konnte ich dieses Buch nur schwer zur Seite legen. Uwe Neumahr hat mir persönlich so viele Perspektiven und Fragestellungen aufgezeigt, mit denen ich mich so noch nicht auseinandergesetzt hatte. Und auch die Rollen und Meinungen der Berichterstatter:innen im geschichtlichen und literarischen Kontext waren spannend zu lesen und zu lernen. Ganz große Empfehlung für alle, die gern gut recherchierte Geschichtsbücher lesen.

  • LichtundSchatten

    5/5

    09.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Schilderung der…

    Spannende Schilderung der Literaten und Journalisten bzw. ihrer Berichte/Interpretationen der Nürnberger Prozesse. Im klirrenden Zerspringen des 1000-jährigen Reiches beginnt der kalte Krieg und Literaten/Journalisten sind eitel wie immer. Auch Richter haben Ängste oder Konkurrenten, Liebeleien, und Göring wird - rauschgiftbefreit und abgemagert - zu einem intellektuellen Gegenspieler der Anklage. Ein Tenor der Sieger: "Das nationalsozialistische Übel lauere noch immer hinter der schönen deutschen Landschaft." Besonders in Erinnerung blieben mir Erika Mann und die Journalistin Gellhorn, ehem. Frau von Hemingway, die beim Betrachten einer soeben erschossenen Wachmannschaft (Dachau) Freude empfindet. Diese Männer waren kurz zuvor gezwungen worden, dort Dienst zu tun. "Gellhorn ist in Bestform, wenn sie wütend ist oder Mitleid hat", schrieb Hemingway. Sie hatte lebenslang einen großen Abscheu vor allem Deutschen und hielt sie für unheilbar. Jetzt sind sie durch Konsum und Verfettung ruhig gestellt, wehe aber, sie werden wieder losgelassen, skizziert sie ihre Angst.

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