Produktbild: Das Schloss der Schriftsteller

Das Schloss der Schriftsteller Nürnberg '46

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.02.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

2637 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406791468

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ePUB

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

16.02.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

2637 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406791468

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  • Bewertung

    5/5

    11.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Um den Nürnberger Prozess herum

    GELESEN: Uwe Neumahr „Das Schloss der Schriftsteller“, Nürnberg 1946, Treffen am Abgrund Erschienen bei H.C. Beck, München 2023 267 Seiten mit 31 Abbildungen Auf den Seiten 255 bis 267 findet man das hochinteressante NACHWORT, mit dem ich dieses Buch begonnen habe. Hier werden die Sichtweisen der Familie Thomas Mann auf den zu lebenslanger Haft verurteilten Kriegsverbrecher Rudolf Hess dargelegt. Erika Mann, die ewige verbitterte und unerbittliche Tochter, Golo Mann, der milde Sohn und schließlich Thomas Mann selbst, hatten hier unterschiedliche Meinungen mit teilweise verständlichen Begründungen. Im VORWORT erfahren wir, aus welchen Ländern die schreibende Zunft stammte und natürlich, warum die Herren auf Schloss Faber-Castell und die Damen, deren Anzahl beträchtlich war, in der Villa am Schlosspark untergebracht waren. Hochrangige Journalisten aus aller Welt gaben sich ein Stelldichein und verfolgten vom 20.11.1945 bis 01. Oktober 1946 was sich im Nürnberger Justizpalast tat, als die vier Siegermächte zu Gericht saßen. Die Crème de la Crème der damaligen Presse und Literaturszene verfolgte den Hauptkriegsverbrecher-Prozess. Auch wenn Xiao Qian, Erika Mann, Erich Kästner, John Dos Passos, Ilja Ehrenburg, Elsa Triolet, Rebecca West, William Shirer, Janet Flanner, Willy Brandt, Alfred Döblin, Markus Wolf bis Martha Gellhorn nicht über die ganze Zeit anwesend waren, so erlebten sie gerade während der Filmvorführungen Unglaubliches, was oftmals nur mit genügend Alkohol am Abend verdrängt werden konnte. Das Zusammenleben auf engstem Raum war kein Kinderspiel, und die Menschen veränderten sich ob der täglichen Gräuel. Einige änderten hernach ihren Schreibstil. Es herrschte teilweise ein erbitterter Machtkampf, denn jeder wollte als Erster die beste Story abliefern, die manchmal nicht ganz bei der Wahrheit blieb. Ein „Reißer“ verkaufte sich freilich besser, denn es gab auch langatmige und überaus langweilige Prozesstage. Uwe Neumahr hat hier ein packendes Sachbuch flott, verständlich und anschaulich geschrieben. Trotz unzähliger Berichte, Dokumentationen, Erzählungen und Romane, die man seit jenen Tagen sah oder las, konnte man hier eine ganz neue Sichtweise kennenlernen. Wer sich für diesen Teil der Geschichte interessiert, sollte dieses Buch lesen.

  • Bewertung

    5/5

    23.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie beschreibt man das Unbeschreibliche?

    Wie berichtet man über einen Prozess, der die schlimmsten Grauen zum Vorschein bringt, die die Welt je gesehen hat? Diese Fragen mussten sich die führenden Journalisten und Schriftsteller ihrer Zeit zwischen November 1945 und April 1949 in Nürnberg stellen und sie beantworteten sie auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Uwe Neumahr blickt hinter die pseudo-mittelalterlichen Mauern von Schloss Faber-Castell, wo internationale Korrespondenten wie John Dos Passos, Rebecca West, William Shirer oder Erika Mann im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher untergebracht sind. Dabei arbeitet er nicht einfach die Liste weltbekannter Namen ab, sondern bemüht sich, die Stimmung im Schloss und unter den Teilnehmern einzufangen. Zwischen allerhand Anekdoten und Beschwerden über die Zustände im „Press Camp“, verliert er sich für mein Gefühl gerade anfangs aber etwas im Kleinklein der Bruchstücke. Was mich viel mehr beeindruckt hat ist deshalb die konsequente Darstellung der Motivation der Autoren. Mit welchen Biografien im Gepäck kamen die Edelfedern nach Nürnberg und wie wirkten die sich auf ihre Wahrnehmung der Deutschen als Volk der Täter und ihre Einschätzung des Prozesses aus? Das beschreibt Neumahr sehr überzeugend.

  • Bewertung

    5/5

    18.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als Weltliteratur auf Weltgeschichte traf

    Journalisten und Schriftsteller aus aller Welt kommen nach Nürnberg um über den Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nazi-Regimes zu berichten. Unter den angereisten Literaten waren Erich Kästner, Erika Mann, Rebecca West, John Dos Passos, Ilja Ehrenburg, Martha Gellhorn, Willi Brandt etc. Die meisten von ihnen wohnten im Schloss Faber-Castell. Sie kamen um zu berichten, zu diskutieren , analysieren, nachzudenken und um den Verbrechern ins Gesicht zu schauen. Nun müssen sie Worte für ihre Erschütterung finden, für die Fassungslosigkeit. Fundiert recherchiert und anschaulich erzählt. Ein sehr lesenswertes Sachbuch!

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Einblicke in den Nürnberger Prozess

    1946 wurde während des Nürnberger Prozesses gegen 21 Vertreter des Nazi-Regimes Anklage erhoben. Weltweit wurde über diesen Jahrhundertprozess berichtet, unter anderem von Willy Brandt, Martha Gellhorn, Erika Mann, John Dos Passos oder auch Markus Wolf. Untergebracht wurden die Journalist:innen, Schriftsteller:innen und Starreporter:innen in dieser Zeit im Schloss Faber-Castell. Hier wurde geschrieben, gefeiert, geliebt und versucht, das gehörte zu verarbeiten. Uwe Neumahr dokumentiert die Zeit in Nürnberg anhand von 12 Biographien. Sehr gut und detailliert recherchiert schildert er den Verlauf des Prozesses selbst, die zum Teil zähen Verhandlungstage, stellt die Richter und Angeklagten dar und lässt die Kälte, die Gleichgültigkeit und Überheblichkeit dieses menschgewordenen Bösen im Saal „aufleben“. Dabei setzt er seine Akzente nicht nur auf die Inhalte des Geschehens sondern bringt die Rolle der einzelnen Akteure in einen größeren Kontext. So beleuchtet er die unterschiedliche politische Gesinnung der Berichterstatter:innen, ihre persönlichen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe, ihren Blick auf Nazi-Deutschland und die besiegten Deutschen. Er lässt uns teilhaben an ihren Meinungen zur Frage der individuellen und Kollektivschuld, zur Frage der fehlenden deutschen Richter, zur Kritik an diesem „Männerprozess“. Einmal angefangen konnte ich dieses Buch nur schwer zur Seite legen. Uwe Neumahr hat mir persönlich so viele Perspektiven und Fragestellungen aufgezeigt, mit denen ich mich so noch nicht auseinandergesetzt hatte. Und auch die Rollen und Meinungen der Berichterstatter:innen im geschichtlichen und literarischen Kontext waren spannend zu lesen und zu lernen. Ganz große Empfehlung für alle, die gern gut recherchierte Geschichtsbücher lesen.

  • Buch_im_Koffer

    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Blick auf den…

    Spannender Blick auf den Nürnberger Prozess - 1946 wurde während des Nürnberger Prozesses gegen 21 Vertreter des Nazi-Regimes Anklage erhoben. Weltweit wurde über diesen Jahrhundertprozess berichtet, unter anderem von Willy Brandt, Martha Gellhorn, Erika Mann, John Dos Passos oder auch Markus Wolf. Untergebracht wurden die Journalist:innen, Schriftsteller:innen und Starreporter:innen in dieser Zeit im Schloss Faber-Castell. Hier wurde geschrieben, gefeiert, geliebt und versucht, das gehörte zu verarbeiten. Uwe Neumahr dokumentiert die Zeit in Nürnberg anhand von 12 Biographien. Sehr gut und detailliert recherchiert schildert er den Verlauf des Prozesses selbst, die zum Teil zähen Verhandlungstage, stellt die Richter und Angeklagten dar und lässt die Kälte, die Gleichgültigkeit und Überheblichkeit dieses menschgewordenen Bösen im Saal „aufleben“. Dabei setzt er seine Akzente nicht nur auf die Inhalte des Geschehens sondern bringt die Rolle der einzelnen Akteure in einen größeren Kontext. So beleuchtet er die unterschiedliche politische Gesinnung der Berichterstatter:innen, ihre persönlichen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe, ihren Blick auf Nazi-Deutschland und die besiegten Deutschen. Er lässt uns teilhaben an ihren Meinungen zur Frage der individuellen und Kollektivschuld, zur Frage der fehlenden deutschen Richter, zur Kritik an diesem „Männerprozess“. Einmal angefangen konnte ich dieses Buch nur schwer zur Seite legen. Uwe Neumahr hat mir persönlich so viele Perspektiven und Fragestellungen aufgezeigt, mit denen ich mich so noch nicht auseinandergesetzt hatte. Und auch die Rollen und Meinungen der Berichterstatter:innen im geschichtlichen und literarischen Kontext waren spannend zu lesen und zu lernen. Ganz große Empfehlung für alle, die gern gut recherchierte Geschichtsbücher lesen.

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