Helene ist siebenundvierzig, Mutter zweier Teenager, attraktiv und beruflich so erfolgreich, dass sie ihren Mann Georg in den Schatten stellt. Einer der Gründe, weshalb er Helene nach fast zwanzig Ehejahren für eine andere sitzen lässt. Doch schon zuvor lag vieles im Argen. Wann haben sie zuletzt wirklich miteinander gesprochen? Kannten sie sich überhaupt noch? Dennoch: Die Trennung zieht Helene den Boden unter den Füßen weg. Wer ist sie, die immer getrieben war von dem Wunsch, anderen zu gefallen, wirklich? Die gute Tochter, die zwischen ihren Eltern vermitteln musste;die Ehefrau, die am Bild der heilen Familie festhält;die überforderte Mutter, die ihre Arbeit vermisst;die erfolgreiche Karrierefrau mit dem schlechten Gewissen den Kindern gegenüber? Dem Leben schutzlos ausgeliefert, steht Helene plötzlich vor der großen Aufgabe, herauszufinden, was sie eigentlich vom Leben will, was ihre Bedürfnisse sind. Und während sie sich auf die Suche macht nach sich selbst, bricht lange Verdrängtes hervor. Gelingt es Helene endlich, sich frei zu machen von den Lügen, die sie sich erzählt hat?
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Esther N.
Book Circle Community
5/5
30.07.2024
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Wie aus dem Leben
Helene ist erfolgreich im Beruf, zufrieden mit ihrer Familie und in ihrer Ehe - zumindest vermeintlich. Denn eines Tages verlässt ihr Mann Georg sie für seine jüngere Freundin. Helene fällt aus allen Wolken, gesteht sich ein, dass sie lange nicht mehr glücklich gewesen sind und beginnt über ihr Leben nachzudenken.
Der Roman ist meistens aus Helenes Sicht erzählt, manchmal auch aus der ihrer Tochter. Abwechselnd wird aus der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Dieser Roman der Autorin, Anne Freytag, hat mir sehr gut gefallen. Sie erzählt diese Geschichte nachvollziehbar, emotional und sie wirkt sehr realistisch. Sehr gut beschrieben hat sie wie die Kinder mit der Trennung umgehen.
Die Sprecherinnen Stefanie Wittgenstein und Lara Hoffmann haben beide sehr angenehme Stimmen, die gut zum Roman passen und denen ich gerne gelauscht habe.
Gavroche
5/5
14.05.2024
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Helene
Ich habe schon einige der Jugendbücher von Anne Freytag gelesen und war nun gespannt, auf ihr neues Buch für Erwachsene. Stefanie Wittgenstein und Lara Hoffmann tragen dieses Hörbuch vor.
Meiner Meinung nach hat die Autorin den Wechsel des Genre gut geschafft und hat auch hier Gespür für eine gute Geschichte gezeigt. Besonders beeindruckt war ich auch dieses Mal wieder vom Schreibstil der Autorin.
Im Mittelpunkt steht Helene. Erfolgreiche Karriere, Mutter zweier Kinder - und keinem Mann mehr. Der ist nämlich nicht damit klar gekommen, dass seine Frau erfolgreicher ist als er. Die Tochter stellt sich eher auf die Seite des Vaters, der Sohn zu Helene. Die fragt sich nun, wie es weitergeht und blickt dabei zurück auf ihr Leben und stellt sich Fragen, was wäre wenn... So erfahren wir von ihrer Zeit in Paris, von Alex, der auch später wieder auftaucht. Von ihrem Kinderwunsch, von ihren Zweifeln und Ängsten,... Später erhalten wir auch Einblicke in die Geschichte aus Sicht ihrer Tochter Anna, die bei Helene die Schuld sieht.
stefanb
5/5
22.04.2024
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Ziele?
"Lügen, die wir uns erzählen" von Anne Freytag ist ein wunderbares Hörbuch. Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen und die Story hatte meine Erwartungen sogar übertroffen.
Wir bekommen einen Einblick in die Gedankenwelt der siebenundvierzig jährigen Helene. Sie ist die Protagonistin, die sich fragt, was sie eigentlich vom Leben will, was ihre Bedürfnisse sind.
Die Geschichte ist mitten aus dem Leben gegriffen und ist somit sehr gut nachvollziehbar, gerade wenn man das ungefähre Alter der Protagonistin hat. Wo steht man, wo möchte man hin und kann man wirklich einfach nur man selbst sein? Wie spielen da die Faktoren Partner und Kinder mit rein? Mir gefällt, dass die Themen so ausgiebig angesprochen werden. Durch die Rückblenden bekommt man einen guten Blick auf das gesamte Geschehen rund um Helene. Dabei kommt auch ihre Tochter zu Wort.
Die Fragen, die uns umtreiben, werden ansprechend dargestellt. Der Schreibstil ist wirklich fantastisch und fesselt einen an die Geschichte. Zudem muss man sagen, dass das Ganze wirklich sehr gut von Stefanie Wittgenstein und Lara Hoffmann gesprochen wird. Das ist alles sehr stimmig und passend. Das hilft den Zuhörenden auch immer am Ball zu bleiben.
Mich hat die Story komplett abgeholt und in fesselnden Hörstunden konnte ich das Buch genießen.
Sabine
aus Köln
5/5
11.04.2024
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Lügen, die wir uns erzählen
Gerade die "Erwachsenen-Bücher" von Anne Freytag haben mir sehr gefallen, daher habe ich mich gefreut, als ich ein neues Buch von ihrentdeckt habe, das sich primär an erwachsene Leser richtet – und wieder wurde ich nicht enttäuscht.
Helene ist Schriftstellerin und lebt von ihrem Mann Georg getrennt. Eigentlich hätte sie ihn schon vor Jahren verlassen sollen, als ihr klar war, dass sie emotional noch in einer anderen Liebe feststeckt – doch jetzt ist ihr Georg zuvorgekommen. Bei ihm und seiner neuen Freundin wohnt die gemeinsame Tochter, bei ihr der gemeinsame Sohn – und beiden Kinder geben so ein Statement ab, wie sie über das jeweilige Elternteil denken. Doch was ist eigentlich passiert, dass die Familie zerbrechen konnte und wie steht Helene denn nun wirklich zu ihrem alten Liebhaber Alex – Helene will neu durchstarten und sich über ihr Gefühlschaos klarwerden.
Anne Freytag hat einen Roman geschrieben, der sehr authentisch und glaubhaft ist – eine Familiengeschichte, wie es sie sicher zuhauf gibt, ein Drama um Liebe und Betrug, um Vertrauen und Zweifel, um Missverständnisse und Lügen. Erzählt wird alles aus verschiedenen Perspektiven, wobei einem Kapitel immer vorangestellt ist, aus wessen Sicht es geschrieben ist. Zudem gibt es auch verschiedene Zeitebenen mit Kapiteln, die in der Gegenwart spielen und solchen, die die Vergangenheit beschrieben. So ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild – zum einen zeitlich, aber auch ein Bild der Familie aus Sicht unterschiedlicher Familienmitglieder. Dabei bedient sich die Autorin einer sehr authentischen Sprache und man bekommt viele Innenansichten der jeweilig erzählenden Person.
Helene wirkt anfangs etwas kühl – erst im Laufe der Geschichte zeigt sich auch bei ihr eine emotionale Seite – und je mehr ich sie kennengelernt habe, ihre Geschichte und ihre Erfahrungen erzählt bekam, um so mehr konnte ich mit ihr fühlen und ihre Gedanken und Handlungen teilen. Auch wenn es verschiedene Perspektiven gibt, ist es doch Helene, um die sich alles primär dreht. Trotzdem waren auch die anderen Sichtweisen interessant – gerade die der beiden pubertierenden Kinder - wie haben sie die Trennung empfunden, wie nehmen sie die Eltern wahr und mit welchen Gründen positionieren sie sich so, wie sie es eben tun. Das war zum Teil sehr schmerzhaft zu hören, und ein bisschen Mitleid habe ich da schon gerade auch mit Helene gehabt; gleichzeitig fand ich das alles sehr realistisch und glaubhaft und könnte mir genau so eine Geschichte auch bei Freunden oder Bekannten in meinem Umfeld vorstellen.
Der Schreibstil ist modern, ohne dabei umgangssprachlich zu sein, angenehm zu hören und angepasst an die jeweilig erzählende Person. Stefanie Wittgenstein und Lara Hoffmann als Sprecherinnen haben mir gut gefallen, ihre Stimmen sind aber sehr ähnlich, so dass ich nicht direkt an der Stimme erkennen konnte, wer gerade erzählt – das fand ich ein wenig schade. Beide Stimmen aber sind klar und weich und beide haben die Emotionen sehr gut transportieren können.
Ich habe das Hörbuch gerne gehört und empfehle es gerne weiter, wenn man sich auf ein Familiendrama, das sehr realistisch und authentisch ist, einlassen mag.
Mein Fazit
Eine Familiengeschichte, die den ganz normalen Wahnsinn des Lebens aufzeigt, mit vielen Alltagsdramen, aber auch großen Herausforderungen einer Familie, aus dem Leben gegriffen und bewegend, dabei nicht durch einen Spannungsbogen punktend, sondern durch die Geschichte selber.
Bewertung
4/5
15.05.2024
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Ein kurzweiliges Buch über Trennung und die erste Liebe
Helene wird von ihrem Ehemann betrogen und verlassen. Sie begibt sich gedanklich in die Vergangenheit, wo sie sich immer wieder fragt, ob sie ihre erste große Liebe einfach ohne Kampf hat gehen lassen und ob ihr Leben nicht anderes verlaufen wäre, wenn sie um diese Liebe gekämpft hätte. Die Leserin bringt die Gedankenspiele sehr gut rüber.
Mir waren es zum Teil zu viele Aneinanderreihungen von unterschiedlichen Szenen, Perspektiven, so dass ich hier und da den roten Faden verloren hatte.
Dennoch ist es ein sehr kurzweiliges Hörbuch, das einen mit auf die Reise nimmt.
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4/5
01.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Trennung und viele komplexe Gefühle
Anne Freytag erzählt in diesem Roman die Geschichte von Helene, die von ihrem Mann für eine andere Frau verlassen wird. Dabei hatte sie selbst schon lange darüber nachgedacht, sich zu trennen – denn ihre große Jugendliebe hat sie nie wirklich losgelassen. Nun steht sie vor der Frage: Wie geht ihr Leben weiter als Ex-Frau, Karrierefrau, Mutter zweier Kinder und plötzlich alleinstehende Frau?
Freytag gelingt es erneut, komplexe Gefühle feinfühlig und authentisch zu schildern. Der Roman liest sich flüssig, berührt und regt zum Nachdenken an. Eine weitere starke, lesenswerte Geschichte der Autorin.
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1/5
25.12.2024
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Langwierig und nervtötend
Ein Buch über eine selbstbezogene Frau, die ihre eigenen Entscheidungen im Leben bereut und endlos darüber herum jammert.
Einzig einigermaßen erträglich waren die Kapitel aus der Sicht der Kinder.
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