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Ein Hund an meiner Tafel Der preisgekrönte Bestseller aus Frankreich: Prix Femina, übersetzt in 10 Sprachen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,9 cm

Gewicht

367 g

Farbe

Graugrün

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Un chien à ma table

Übersetzt von

Timea Tankó

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00375-3

Beschreibung

Rezension

Ein Geschenk an Leserinnen und Leser, an Hundeliebhaber, Schmetterlingsbetrachter und Waldgänger. An Menschen, die desillusioniert auf die Gegenwart blicken, aber noch nicht bereit sind, alle Hoffnung fahren zu lassen. ("Deutschlandfunk Kultur "Lesart"")
In Claudie Hunzingers Sprache einzutauchen, ist ein großer Genuss. Unprätentiös und feinfühlig, erdig und schön sind ihre Worte. Ein sensationell gut geschriebener Roman über unser Verhältnis zur Natur und über die Liebe eines alten Aussteigerpaars. ("Saarländischer Rundfunk")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,9 cm

Gewicht

367 g

Farbe

Graugrün

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Un chien à ma table

Übersetzt von

Timea Tankó

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00375-3

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • MarieOn

    4/5

    28.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein warmer, menschlicher Roman

    Ein geflüchtetes Wesen kriecht durch den trockenen Sonnenhut, erhebt sich und sprintet etwas. Sophie erhebt sich und da steht es in einigem Abstand zu ihr, zerzaust, abgemagert, scheu. Sophie kann die zerrissene Kette sehen. Sie geht langsam rückwärts ins Haus, flüstert, dass sie etwas zu Essen holt. Uns stockte der Atem, wir zitterten. Beide. Gemeinsam. S. 10 Sophies Mann Grieg und sie haben sich vor drei Jahren in die Vogesen zurückgezogen. Sie leben in der Abgeschiedenheit eines einzelnen Hauses am weiten Rand von Les Bois-Bannis. Der Ortsname bedeutet Verbannte Wälder und steht dafür, wie sie sich fühlen. Seltsam, verbannt, freiwillig ausgeschlossen. Zwei bucklige alte, steif, hölzern und morsch wie die raue Umgebung. Sie waren nie Menschenfreunde, Grieg noch weniger als sie in seiner zynischen Unbeugsamkeit. Während ihre Körper verfallen, werden sie mehr und mehr zu den Kindern, die sie einst waren, wunderlich. Und damit entsteht eine neue Art der Liebe. Die verwilderte kleine Hündin erscheint wenige Tage darauf, als Sophie von ihrem Verlag zurückgereist kommt. Da sitzt sie am Rande der Wiese und blickt sie an. Sie kommt mit hinein und Sophie kann sie untersuchen. Sieht die schwarzblauen Hämatome an Rippen und Bauch. Das Geschlecht der Hündin ist aufgerissen, als sei sie vergewaltigt worden. Sophie holt Essigwasser, Bürste und Zeckenzange und während sie den Hund pflegt, weint sie in ihr Fell. Sie nennt das misshandelte Wesen Yes. Ursprünglich waren sie und Grieg in die Einöde gegangen, um sich vor der Gesellschaft zu schützen, doch mit dem Schicksal der Hündin holt Sophie der ganze Schmerz, die Unvernunft der Menschen, die Ausbeutung der Natur und der Hang schwächere zu quälen, wieder ein. Fazit: Claudie Hunzinger hat einen warmen menschlichen Roman geschaffen. Die Stimmfarbe ist französisch melodisch und voller Poesie. Sie erzählt von einem alten, sonderlichen Paar, das sich eigensinnig aus der Gesellschaft ausschließt, um der Unberechenbarkeit des Menschen und dem Raubbau an der Natur zu entfliehen. Beide sind zu feinfühlig und offen, um sich vor den menschengemachten Tatsachen zu verschließen. Grieg flüchtet in seine Welt der Bücher, die ihm eine Offenbarung sind. Sophie schreibt an ihrem dritten Buch und findet den Anfang nicht. Mit der Hündin bekommt ihr Leben einen tieferen Sinn und eine Aufgabe. Ich mochte diese Geschichte voller wichtiger Sätze und Einsichten sehr. Das Thema Zoophilie hat mich hart getroffen, meinen Würgereflex ausgelöst und mich innerlich schreien lassen. Ja, menschliche Abgründe können einen ganz tief in den Wald hineinjagen. Meine Leseempfehlung für dieses leise Buch mit den großen Themen Altwerden, Liebe, Fürsorge und Freiheit.

  • mima

    1/5

    04.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zerfall mit Konzept, aber ohne Wirkung

    Ich schätze abstrakte, poetische Prosa, nicht aber, wenn sie ein rein überästhetisiertes und -stilisiertes Konstrukt bildet, das zusätzlich durch intellektuell prätentiöse Verweise auf kulturelle, literarische und philosophische Konzepte und Begriffe unnötig erschwert wird. Die daraus resultierende Schwerfälligkeit macht den Text unzugänglich, und die absolut grenzüberschreitenden, provozierenden Bilder (Triggerwarnung!) hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack, der in keinem Verhältnis zur inhaltlichen Substanz steht. Auch die autofiktionale Erzählebene, die beschreibt, wie der Roman angeblich entstanden sein soll, wirkt überflüssig – uninspiriert und bequem, ohne echten Mehrwert. Der Ansatz eines zerfallenden Textes, der eine zerfallende Geschichte, einen zerfallenden Körper und eine zerfallende Welt spiegelt, hätte durchaus Potenzial gehabt. Letztlich jedoch liest sich der Roman wie eine Pflichtlektüre für den Schulunterricht, dessen Analyse die Mühe nicht wert ist.

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