Produktbild: Karl V.

Karl V. Der Kaiser, dem die Welt zerbrach. Biographie

4

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.12.2023

Abbildungen

mit 3 Karten und 40 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

457

Maße (L/B/H)

22,3/14,8/3,7 cm

Gewicht

708 g

Farbe

Altweiß / Bernstein

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80496-0

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.12.2023

Abbildungen

mit 3 Karten und 40 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

457

Maße (L/B/H)

22,3/14,8/3,7 cm

Gewicht

708 g

Farbe

Altweiß / Bernstein

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80496-0

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • MoPo

    aus Leipzig

    5/5

    10.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein hervorragendes Buch!

    Dem Autor Prof. Schilling ist ein hervorragendes Werk gelungen, dass der historischen Bedeutung von Karl V. vollends Rechnung trägt. Zu Beginn muss man eine kleine inhaltliche Durststrecke durchstehen, wo seitenweise Verwandschaftsbeziehungen erläutert werden, welche das Buch zunächst etwas langatmig erscheinen lassen. Danach wird es allerdings hochinteressant und die Texte sind mit einer wunderbaren Liebe zum Detail geschrieben und bringen sehr bereichernde Erläuterungen von Hintergründen. Besonders gelungen sind die Kapitel zu Martin Luther und der Reformation, zum Schmalkaldischen Krieg, zum Kampf gegen die Osmanen und zur Entstehung des spanischen Kolonialreiches in der Neuen Welt. Dieses Buch ist Pflichtlektüre für jeden, der sich für die Frühe Neuzeit und die politischen Rahmenbedingungen der Zeit der Reformation interessiert. Herzlichen Dank, lieber Prof. Schilling!

  • Dark Rose

    aus Troisdorf

    5/5

    08.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr, sehr interessant!

    Karl V. ist wahrscheinlich vielen ein Begriff. Er war ein Zeitgenosse von Heinrich VIII. und Francois I. und lebte zu einer recht turbulenten Zeit. Er war ein Neffe von Katharina von Aragon, der erste Frau Heinrichs VIII. und erbte ein Reich, in dem die Sonne niemals unterging. Das war allerdings alles gar nicht so vorgesehen. Betrachtet man die Geschichte seiner Familie fallen nicht nur die vielen berühmten Namen auf, wie Isabella von Kastilien, Ferdinand von Aragon, Johanna die Wahnsinnige – ebenfalls eine sehr faszinierende Persönlichkeit und nach wie vor umstritten! – und diverse andere. Was aber ebenso auffällt ist, dass Karl V., ursprünglich Carlos I. von Spanien eigentlich gar nicht hätte König werden sollen, geschweige denn Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Doch durch diverse Todesfälle rückte er immer weiter auf in der Thronfolge und wurde schließlich mit 16 Jahren König von Spanien. In seinem Fall konnte man also von einer Reihe von „glücklichen Todesfällen“ sprechen. Heute ist er aber nicht als der bekannt, der einfach nur der glückliche Erbe war, sondern er hat auch selbst einiges bewirkt, bzw. war er an vielen Umbrüchen der Zeit beteiligt. Er verstand sich als Friedenswahrer Europas und Verteidiger der Christenheit – obwohl er selbst sich regelmäßig gezwungen sah Kriege zu führen, vor allem gegen Frankreich, das sich mit dem Osmanische Reich verbündet hatte, das deutliche Expansionsbestrebungen zeigte. Karl V. war es auch, der versuchte die Kirchenspaltung und die Reformation aufzuhalten – vergeblich, wie wir wissen. Er war ein zutiefst religiöser Mann und letztlich war es das „Versagen“ die Einheit der Christenwelt zu bewahren, das ihn letztlich aufgeben ließ. Allerdings verdankte das Heilige Römische Reich ihm ihr erstes allgemeingültiges Strafgesetzbuch, die Constitutio Criminalis Carolina von 1532. Wenn wir ehrlich sind, hatte er kein Glück mit seinem Reich. Karl V. wollte viel, wurde aber immer wieder ausgebremst. Er wollte Einheiten schaffen, doch nicht umsonst lautet der Untertitel des Buches „Der Kaiser, dem die Welt zerbrach“, denn so sehr er es auch versuchte, sein größtes Ziel blieb ihm verwehrt. Die Einheit der Christenheit zerbrach 1555 mit dem Augsburger Religionsfrieden, woraufhin sich Karl V. in ein Kloster zurückzog und abdankte. Sein Sohn, Philipp II. – auch kein Unbekannter, er war der Ehemann von Maria I. (Tudor) von England, der später die spanische Armada in die Schlacht schickte, um Elizabeth I. zu stürzen, was wie man weiß, 1588 zu einer vernichtenden Niederlage führte und England letztlich den Weg zu einer Seemacht ebnete. Mit seiner Abdankung zerbrach auch das Reich von Karl V. Er teilte es selbst 1556 auf. Sein ältester Sohn Philipp II. erbte Spanien und die burgundischen Besitzungen, sowie die amerikanischen Kolonien (und noch so einiges anderes), Karls jüngerer Bruder Ferdinand I. hatte bereits 1521 die späteren österreichischen Erblande erhalten und bekam nun auch den Kaisertitel. Diese Teilung sorgte für die Spaltung des Hauses Habsburg in die spanische (Casa de Austria) und die österreichische Linie (Haus Habsburg-Österreich). Zwei Jahre später starb Karl V. 1558. In dieser Biografie werden natürlich all diese Fakten behandelt, aber sie ist mehr als eine bloße Aufzählung von Daten. Sie zeigt uns den Mann hinter den Fakten. Seinen verzweifelten Kampf, seine Rückschläge und Errungenschaften, seine Liebesbeziehungen und Hobbys. Wer war der Mensch Carlos hinter dem großen Namen und dem riesigen Reich? Hier erfährt man es. Fazit: Mir hat die Biografie sehr gut gefallen! Ich fand sie interessant und spannend. Klar sind die reinen Fakten über das Leben Karls V. bekannt, aber hier erfährt man mehr über den Menschen Carlos. Zudem natürlich noch diverse Hintergründe und Ereignisketten, die einem vielleicht nicht direkt klar waren. Ich persönlich liebe Geschichte und wie alles, wie Zahnräder, ineinandergreift. Jede Entscheidung zieht Konsequenzen nach sich. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und keineswegs trocken oder langweilig. Ich konnte immer gut folgen und fühlte mich auch nicht von Daten erschlagen. Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    30.06.2020

    eBook (ePUB)

    Zwischen Burgund und Österreich

    Wäre Philipp der Gute auf seinen Nachfahren Karl V. eigentlich stolz gewesen? Endlich Sieg über Frankreich, endlich Kaiserwürde! Doch auch ein nicht ausgeführter Kreuzzug und die Spaltung der Kirche unter seiner Regierung. Karl selbst sah sein Lebenswerk als gescheitert und zog sich zuletzt in seiner Frömmigkeit in Spanien zurück. Und wie sehen wir Karl V. heute? Schilling legt hier eine geniale Biografie Karls V. (HRR) vor.

  • Bewertung

    4/5

    25.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine umfangreiche, komplexe und...

    Eine umfangreiche, komplexe und gut lesbare Biografie über einen Kaiser, in dessen Reich die Sonne nicht unterging.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Martin Berger

    Martin Berger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    4/5

    04.04.2020

    eBook (ePUB)

    Plus ultra

    Es war eine Zeit des Übergangs, als Karl V. König und Kaiser war. Der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit, die aufziehende Renaissance, die Reformation, die "Entdeckung" Amerikas. Dazu politische Auseinandersetzungen innerhalb des christlichen (katholischen) Europa und der Kampf gegen das expandierende Osmanische Reich. Es waren also große Herausforderungen vor denen Karl V. stand, der Herrscher, in dessen Reich die Sonne nicht unterging. Diese Aufgaben nicht bewältigen zu können, das ist wohl die persönliche Tragik dieses Menschen, Grund für Selbstzweifel und Abdankung. Doch wer hätte das schaffen können? Der Untertitel des Buches drückt dies perfekt aus. (Siehe auch: Schilling, 1517)

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Karl V.
  • Prolog

    1. Gent 24. Februar 1500 – Kind der Freude und der Stolz Burgunds?
    Glückliches Heiraten und rechtzeitiges Sterben in der Welt der Fürstenstaaten – Burgund – Realität und Mythos – Karl der Kühne und sein Vermächtnis – Gent, 24. Februar 1500 – Erziehung und Bildung der Burgunderkinder – Eheprojekte, neues «Gouvernement» und die Charakterprägung des Prinzen – Der Herzog von Burgund – Niederburgund im Herrschaftssystem des Kaisers

    2. Valladolid 23. November 1517 – Ein Europa und die Welt umspannendes Erbe
    Der spanische Erbfall – Karls Charakter und Erscheinungsbild – Ein Liebesbrief und die erste Entscheidung als Familienoberhaupt – Juana und Ferdinand – die innerdynastische Abstimmung mit Mutter und Bruder – Valladolid 23. November – Übernahme der Herrschaft über Kastilien – Das Murren der Untertanen und die ersten Berichte über das neue Goldland– Eine weitere Königskrone– Aufstand in Spanien

    3. Frankfurt 23. Juni 1519; Aachen 23.Oktober 1520 – Deutscher König und Erwählter Römischer Kaiser
    Die Wahl zum Deutschen König– Krönung in Aachen – Das deutsche Königtum in Karls Herrschaftssystem – Logistische Probleme eines überspannten Herrschaftsraumes – Regieren als Familienunternehmen – Räte und Vertraute – Minderheiten und Minderheitenpolitik

    4. Worms 1521 – Verteidiger der von den Vorfahren ererbten Religion
    Schützer des reinen Glaubens – mit dem Papst oder mit Luther – Das in Gott gefangene Gewissen des Reformators – Das in Tradition und Glauben der Vorfahren gefangene Gewissen des Kaisers – Der Weg in die religiös-kulturelle Differenzierung Europas – Universelles Kaisertum als Ordnungsprinzip für den auseinanderstrebenden Kontinent

    5. Pavia 24. Februar 1525 – Triumph über Franz I. und ein nicht endendes Ringen um die Vormacht in Italien und Europa
    Ringen um die mächtepolitische Ordnung – Entscheidung über Italien? – Nötigung zu Frieden und Freundschaft – Ein Frieden innerer Widersprüche – Erneut Krieg um Italien und der «Sacco di Roma» von 1537 – Das kaiserliche Klientelsystem in der Po-Ebene, Mantua und die Gonzaga-Dynastie – Krieg – Freundschaft – Krieg – Der Friede von Crépy 1544 als Vorbereitung zum Schlag gegen die Protestanten

    6. Sevilla 10.März 1526 – Liebesdinge und politisches Kalkül der Casa de Austria
    Erotik der frühen Jahre– Eheprojekte – Hochzeit in Sevilla und «luna de miel» in Granada– Maurischer Zauber, höfische Feste, Musik und Jagd – Familienleben im Schatten der Politik – Margarete von Parma und Don Juan de Austria – Sakrale Überhöhung der Ehe

    7. Bologna und Augsburg 1530 – Kaiserkrönung und Konfessionsreichstag
    Ein Friedensfest für die zerrissene Christenheit – Verhandlungen über die Neuordnung Italiens und die Einberufung eines Konzils – Kaiser und Päpste – Der Augsburger «Konfessionsreichstag» – Versuch einer außerkonziliaren Lösung – Reichsrechtliche Weichenstellungen jenseits der Glaubensfrage – Flandern, wieder Deutschland und die Rückkehr nach Spanien

    8.Tunis 1535– Auftakt zum Kreuzzug gegen die Türken?
    Der Sieg vor Tunis – Realität und Propaganda – Karl V. und Suleiman der Prächtige– Chaireddin der Rote – Triumph als neuer Scipio Africanus – Rückkehr in den mächtepolitischen Alltag – Das Ende des Kreuzzugsplans und die Katastrophe 1541 vor Algier – Eine gemischte Bilanz im Ringen der Weltmächte

    9. Leyes Nuevas 1542 – oder der Streit um die Seelen und das Gold der Indios
    Reichtum und Prestige aus dem amerikanischen «Goldkastilien» – Das Reich der Inkas und die Inseln der Gewürze – Um Recht und Ordnung in den neuen Besitzungen – Besinnung auf Gottes Gebot der Menschlichkeit – Las Casas gegen Sepúlveda – der erste freie Disput über Kolonialpolitik – Der realpolitische Vorrang Europas

    10 Mühlberg 24. April 1547 – und der geharnischte Reichstag von Augsburg 1547/48
    Veni, vidi, Deus vicit -– Triumph des Miles christianus – Schonung des Luthergrabes in Wittenberg und Demütigung des Landgrafen in Halle – Der Höhepunkt der Macht – von Tizian inszeniert – Ein geharnischter Reichstag – Das Interim, das Interim, der Teufel, der steckt hinter ihm – Karls Scheitern am lutherischen Stadtbürgertum

    11 Villach, Mai 1552 – Herabgeschleudert vom Rad der Fortuna
    Die Rächer der deutschen Freiheit und der widerrechtlich gefangenen Fürsten– In der Falle – Flucht aus Innsbruck – Villach und Passau – Wieder ein Franzosenkrieg– Kaiser der Endzeit

    12 Brüssel 1555/56 –Zeremoniell des Rückzugs Das ermüdende Ringen um die Nachfolge oder das Gespenst der «spanischen Sukzession» – Die englische Ehe Philipps II. – die Vision eines katholischen Großreiches in Westeuropa – Abdankung und Neuaufstellung der Casa de Austria – Machtverzicht zur Sicherung des Seelenheils?

    13 Yuste 21. September 1558 –Sterben in Christo
    Die letzte Reise des Kaisers – Frömmigkeit und Muße – «Lebensfülle, (die) niederklingt in meine Ruh» – Jetzt, Herr, komme ich – Der Tod Kaiser Karls V. und die Wende in den Konfessionalismus

    Epilog
    Europa vereint in Trauerfeiern – Vision einer hegemonialen Weltherrschaft – Ein Europapolitiker der frühen Neuzeit?


    Anhang
    Forschungslage und Positionsbestimmung
    Anmerkungen
    Karte: Europäer in der Neuen Welt zur Zeit Kaiser Karls V.
    Bibliographie
    Bildnachweis
    Genealogie
    Personenregister
    Ortsregister