Machen Bäume Feierabend? Wohin fliegen Fledermäuse, wenn sie nicht schlafen können? Warum werden Museen und Kirchen die ganze Nacht mit großen Scheinwerfern beleuchtet und wieso sieht man in der Stadt keine Sterne? Ist es noch irgendwo richtig dunkel? Und warum ist die Dunkelheit so wichtig für alle? »Helle Sterne, dunkle Nacht« begleitet das Mädchen Maya und eine Fledermaus auf ihrem nächtlichen Weg durch die beleuchtete Stadt und bei ihrer Suche nach dem Sternenhimmel.
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Faszinierender Nachthimmel
LaLi am 06.07.2024
Bewertungsnummer: 2238113
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Maya ist ganz fasziniert von dem Nachthimmel. Als sie hört, dass ein Sternschnuppenregen angekündigt ist, will sie sich das Spektakel natürlich ansehen. Als ihre zwei Papas eingeschlafen sind, hinterlässt Maya ihnen eine Nachricht, dass sie mit Rabea, der erwachsenen Nachbarin, in den Park geht, um die Sternschnuppen zu beobachten, und geht raus. Doch der Nachthimmel ist zu hell und sie kann nichts erkennen. Da knallt plötzlich eine Fledermaus gegen eine Statue. Rabea, die Ärztin ist, verarztet die Fledermaus. Das Tier erzählt den beiden, dass das neue grelle Licht der Laternen im Park es verwirrt hat. Gemeinsam wollen sie einen dunkleren Ort suchen. Sie treffen unterwegs auf einen Baum, der sich ebenfalls über das ständige Licht beklagt. Auch einem Nachtfalter helfen sie, einen dunkleren Weg zu finden. Ob sie es schaffen, den Sternschnuppenregen zu beobachten?
Neben der erzählten Geschichte finden sich in diesem Buch immer wieder Kästchen mit interessanten Informationen. Schwierige Wörter werden im Text dick geschrieben und im hinteren Teil des Buches genauer erklärt.
Meine Erfahrung/Meinung:
Die Geschichte und der Stil der Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Nebenbei lernt man allerhand über den Nachthimmel und die Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf die Natur. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch wichtige Themen wie Umweltbewusstsein und Sternenhimmel in eine spannende Erzählung verpackt. Ein paar Stellen haben mich als Erwachsene jedoch ein wenig überrascht. Dass Maya zum Beispiel mitten in der Nacht einfach mit der Nachbarin weggeht, ist ein ungewöhnliches Detail. Auch die Tatsache, dass Tiere und Pflanzen sprechen können, gibt der Geschichte einen märchenhaften Touch, den Kinder sicher mögen, mich aber am Anfang etwas irritiert hat. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und fangen die nächtliche Atmosphäre gut ein.
Zusätzlich sind die erklärenden Kästchen und das Glossar für Kinder sehr hilfreich, um neue Begriffe und Konzepte zu verstehen. Insgesamt finde ich „Helle Sterne, dunkle Nacht“ ein wunderschönes und lehrreiches Buch, das Kindern nicht nur spannende Geschichten erzählt, sondern ihnen auch wertvolles Wissen vermittelt.
ungewöhnliches Thema spannend und gut aufbereitet
LeSEEgenuss / Lesendundspielenddurchleben) aus Velden am 28.04.2024
Bewertungsnummer: 2188852
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich fand das Buch für unsere Astronomie-Nerd-Kids schon vom Titel spannend, doch das Buch bietet viel mehr als Astronomie Wissen. Es geht um beide Aspekte: die hellen Sterne UND die dunkle Nacht. Die Nacht, in der die Geschichte spielt, ist die des Perseidenregens. Maya hört davon im Fernsehen und als angehende Wissenschaftlerin möchte sie diese unbedingt sehen. Doch ihre beiden Papas sind nicht sehr ermutigend. Sie meinen, aufgrund der Lichtverschmutzung wird Maya nicht viel sehen. Maya will es trotzdem mit Nachbarin Rabea probieren und erlebt eine abenteuerliche Nacht. Sie trifft Fledermäuse, Motten, Museumsangestellte, Bäume und Glühwürmchen. Sie entfernt sich ein Stück aus der Stadt und wir begleiten sie im Buch dabei. Auf jeder Seite, wo Maya etwas Neues erfährt, gibt es auch das Sternschnuppensymbol. Damit werden neue Sachinformationen gekennzeichnet, wo man über Fledermäuse, Fotosynthese, Motten und vieles mehr erfährt.
Was ich von der Geschichte etwas schräg fand, ist, das Maya mit den Tieren und Pflanzen sprechen konnte ebenso wie Rabea. Die Tiere geben selbst nützliche Informationen. Am Ende des Buches wird man sich bewusst: unser künstliches Licht ist für uns zwar praktisch und schön anzusehen, hat aber große Auswirkungen. Nicht nur können wir selbst die Sterne deshalb schlechter sehen, sondern auch die Tiere werden von unserem Licht beeinflusst und gestört.
Ich fand übrigens den Aspekt etwas schräg, kam aber total schnell hinein und fand es dann sehr nett, den Gesprächen zu lauschen. Was mir auch gefiel, war, wie selbstverständlich manche Dinge im Buch sind: zwei Papas, davon einer mit Hörgerät, die Maya mit Brille ... Überhaupt sind die Illustrationen traumhaft schön. Vor allem die Sternenbilder, aber auch die Illustrationen mit den Tieren sind richtig gut gelungen und lassen einen das Buch sehr gerne anschauen. Einzig, das Rabea aussieht, als würde sie ihre Arbeitskleidung noch tragen, hat mich kurz irritiert. Das war aber wirklich eine Kleinigkeit, das Buch hat uns dennoch wirklich gut gefallen- empfehlenswert!
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