Produktbild: Die Sache mit dem Wolf

Die Sache mit dem Wolf Zwischen Bestie und Kuscheltier - Ist ein Miteinander möglich? Brandaktuelle Einordnung der Situation rund um den Wolf in Deutschland

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39180

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.11.2025

Abbildungen

Raster, farbig, farbige Illustrationen, Raster, schwarz-weiss, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Kosmos

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/2,7 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-440-18098-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39180

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.11.2025

Abbildungen

Raster, farbig, farbige Illustrationen, Raster, schwarz-weiss, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Kosmos

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/2,7 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-440-18098-3

Herstelleradresse

Franckh-Kosmos
Pfizerstr. 5 - 7
70184 Stuttgart
DE

Email: info@kosmos.de

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"Der Wolf wurde in Deutschland zu einer politischen Tierart"

Dr_ M aus Sachsen am 06.12.2025

Bewertungsnummer: 2671504

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Noch zu Zeiten der DDR wanderte der Wolf aus Polen kommend nach Sachsen und Brandenburg ein. Noch gab es so etwas wie einen realistischen Blick auf die Wirklichkeit, denn der Wolf unterstand dem DDR-Jagdrecht und wurde erbarmungslos verfolgt. Bereits seine einstmalige Ausrottung in Deutschland hatte er seinem Drang zu verdanken, Nutztiere zu töten, meist die einzigen Tiere armer Bauern. Nach der Wende galt das europäische Naturschutzprogramm, das den Wolf unangreifbar machte. Heerscharen von Wolfsschützern etablierten sich und verdienten ihren Lebensunterhalt mit der Liebe zum Wolf. Neben dem Streben nach "Diversität" und einer sehr seltsamen Hingabe zur Wildheit erkennt man bei diesen selbst ernannten Wolfsschützern leicht ein Defizit in Mathematik und Populationsdynamik sowie einen Mangel an Verständnis für die komplexen Prozesse in der Natur. Wenn Wölfe sich ungebremst vermehren können, wird irgendwann der Platz knapp, denn sie haben keine natürlichen Feinde. Nun sind sie bereits aus dem tiefen Osten kommend an den westlichen deutschen Küsten angelangt. Und jetzt plötzlich beginnt es einigen Leuten zu dämmern, denn wenn sie Schafe an den Deichen reißen, wird es gefährlich. Es wird nicht möglich sein, die Schafe beim Deichschutz zu ersetzen. In diesem nicht immer leicht lesbaren Buch beschreibt der Autor die gegenwärtige Situation der deutschen Wolfspopulation sehr genau und äußerst kenntnisreich. Und er kommt zu dem unvermeidlichen Schluss, dass es so auf keinen Fall weitergehen darf. Dabei tendiert er wohl zu einer einfachen Lösung: Der Wolf muss ins deutsche Jagdrecht aufgenommen werden. Das fordern Fachleute in Sachsen schon lange, denn hier traten die Probleme zuerst auf. Wölfe sind scheue und sehr intelligente Tiere. Wenn man sie nicht behelligt oder vergrämt, werden sie sich entsprechend anpassen und auch in Siedlungen nachts aktiv werden. Solche Fälle sind bereits dokumentiert. Dass das Buch stellenweise schwer lesbar ist, kann man dem Autor nicht vorwerfen. Vielmehr musste er den Dschungel aus Vorschriften zum Wolf irgendwie erläutern, der wie üblich in diesem Land voller Widersprüche und Unklarheiten steckt. Auch die Wolfsfrage erstickt in Bürokratie. Vermutlich wird es noch lange dauern, bis man wieder zu Einfachheit und Klarheit zurückfindet, wenn das überhaupt noch geht. Wenn man dieses Buch liest, erlebt man am Beispiel des Wolfes den ganzen Irrsinn, der sich in Europa abspielt. Der Autor erläutert viele der Paradoxien, die sich aus dem völlig überzogenen Wolfsschutz ergeben. Aus den Wolfsprogrammen folgen Probleme für den Artenschutz anderer Tiere, zum Beispiel von Mufflons. Jagdpächter geraten in eine aberwitzige Situation, wenn in ihren Gebieten der Wolf siedelt. Im Buch wird das exakt erläutert. Und natürlich muss man den Schaden beklagen, der jährlich durch den Wolf erzeugt wird. Ich kann nur jedem Liebhaber dieser Tiere einmal empfehlen, sich ein vom Wolf vollendetes Massaker an einer Schafherde anzusehen. Das ist gruselig, weil es dabei nicht um eine Jagd ging, sondern nur noch ums Töten in einer Art von Raserei. Der Autor geht ziemlich ausführlich auf das fast schon mythische Verhältnis von Mensch und Wolf ein. Ich halte das für leicht übertrieben. Die mehrheitliche Stimmung gegen den Wolf in Sachsen beruht nicht auf irgendeiner unerklärlichen mythischen Angst vor dem Wolf, sondern auf diesen Massakern und dem unangenehmen Gefühl in der Nachbarschaft von diesen Raubtieren zu leben, die sich auch vor Angriffen auf Rinder und Pferde nicht scheuen. In meiner unmittelbaren Umgebung lebt ein Wolfsrudel. So wie Schafe auf den Wolf nicht vorbereitet sind, so wissen auch Menschen nicht, was sie tun sollten, wenn ihnen im Wald ein Wolf gegenübersteht. Das wird nur sehr selten passieren, denn wir sind nicht die Beutetiere von Wölfen. Allerdings verstehen Menschen nicht, wie Tiere eine Situation wahrnehmen, wenn sie zufällig eintritt, schließlich sind die meisten Zeitgenossen schon beim Verständnis ihrer Haustiere überfordert. Die Folgen können erheblich sein. Dieses Buch ist gerade zu hervorragend geeignet, sich ein vorurteilsfreies und vollständiges Bild der gegenwärtigen Situation beim "Wolfsschutz" zu bilden. In meiner unmittelbaren Umgebung lebt ein Wolfsrudel. So wie Schafe auf den Wolf nicht vorbereitet sind, so wissen auch Menschen nicht, was sie tun sollten, wenn ihnen im Wald ein Wolf gegenübersteht. Das wird nur sehr selten passieren, denn wir sind nicht die Beutetiere von Wölfen. Allerdings verstehen Menschen nicht, wie Tiere eine Situation wahrnehmen, wenn sie zufällig eintritt, schließlich sind die meisten Zeitgenossen schon beim Verständnis ihrer Haustiere überfordert. Die Folgen können erheblich sein. Dieses Buch ist gerade zu hervorragend geeignet, sich ein vorurteilsfreies und vollständiges Bild der gegenwärtigen Situation beim "Wolfsschutz" zu bilden.

"Der Wolf wurde in Deutschland zu einer politischen Tierart"

Dr_ M aus Sachsen am 06.12.2025
Bewertungsnummer: 2671504
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Noch zu Zeiten der DDR wanderte der Wolf aus Polen kommend nach Sachsen und Brandenburg ein. Noch gab es so etwas wie einen realistischen Blick auf die Wirklichkeit, denn der Wolf unterstand dem DDR-Jagdrecht und wurde erbarmungslos verfolgt. Bereits seine einstmalige Ausrottung in Deutschland hatte er seinem Drang zu verdanken, Nutztiere zu töten, meist die einzigen Tiere armer Bauern. Nach der Wende galt das europäische Naturschutzprogramm, das den Wolf unangreifbar machte. Heerscharen von Wolfsschützern etablierten sich und verdienten ihren Lebensunterhalt mit der Liebe zum Wolf. Neben dem Streben nach "Diversität" und einer sehr seltsamen Hingabe zur Wildheit erkennt man bei diesen selbst ernannten Wolfsschützern leicht ein Defizit in Mathematik und Populationsdynamik sowie einen Mangel an Verständnis für die komplexen Prozesse in der Natur. Wenn Wölfe sich ungebremst vermehren können, wird irgendwann der Platz knapp, denn sie haben keine natürlichen Feinde. Nun sind sie bereits aus dem tiefen Osten kommend an den westlichen deutschen Küsten angelangt. Und jetzt plötzlich beginnt es einigen Leuten zu dämmern, denn wenn sie Schafe an den Deichen reißen, wird es gefährlich. Es wird nicht möglich sein, die Schafe beim Deichschutz zu ersetzen. In diesem nicht immer leicht lesbaren Buch beschreibt der Autor die gegenwärtige Situation der deutschen Wolfspopulation sehr genau und äußerst kenntnisreich. Und er kommt zu dem unvermeidlichen Schluss, dass es so auf keinen Fall weitergehen darf. Dabei tendiert er wohl zu einer einfachen Lösung: Der Wolf muss ins deutsche Jagdrecht aufgenommen werden. Das fordern Fachleute in Sachsen schon lange, denn hier traten die Probleme zuerst auf. Wölfe sind scheue und sehr intelligente Tiere. Wenn man sie nicht behelligt oder vergrämt, werden sie sich entsprechend anpassen und auch in Siedlungen nachts aktiv werden. Solche Fälle sind bereits dokumentiert. Dass das Buch stellenweise schwer lesbar ist, kann man dem Autor nicht vorwerfen. Vielmehr musste er den Dschungel aus Vorschriften zum Wolf irgendwie erläutern, der wie üblich in diesem Land voller Widersprüche und Unklarheiten steckt. Auch die Wolfsfrage erstickt in Bürokratie. Vermutlich wird es noch lange dauern, bis man wieder zu Einfachheit und Klarheit zurückfindet, wenn das überhaupt noch geht. Wenn man dieses Buch liest, erlebt man am Beispiel des Wolfes den ganzen Irrsinn, der sich in Europa abspielt. Der Autor erläutert viele der Paradoxien, die sich aus dem völlig überzogenen Wolfsschutz ergeben. Aus den Wolfsprogrammen folgen Probleme für den Artenschutz anderer Tiere, zum Beispiel von Mufflons. Jagdpächter geraten in eine aberwitzige Situation, wenn in ihren Gebieten der Wolf siedelt. Im Buch wird das exakt erläutert. Und natürlich muss man den Schaden beklagen, der jährlich durch den Wolf erzeugt wird. Ich kann nur jedem Liebhaber dieser Tiere einmal empfehlen, sich ein vom Wolf vollendetes Massaker an einer Schafherde anzusehen. Das ist gruselig, weil es dabei nicht um eine Jagd ging, sondern nur noch ums Töten in einer Art von Raserei. Der Autor geht ziemlich ausführlich auf das fast schon mythische Verhältnis von Mensch und Wolf ein. Ich halte das für leicht übertrieben. Die mehrheitliche Stimmung gegen den Wolf in Sachsen beruht nicht auf irgendeiner unerklärlichen mythischen Angst vor dem Wolf, sondern auf diesen Massakern und dem unangenehmen Gefühl in der Nachbarschaft von diesen Raubtieren zu leben, die sich auch vor Angriffen auf Rinder und Pferde nicht scheuen. In meiner unmittelbaren Umgebung lebt ein Wolfsrudel. So wie Schafe auf den Wolf nicht vorbereitet sind, so wissen auch Menschen nicht, was sie tun sollten, wenn ihnen im Wald ein Wolf gegenübersteht. Das wird nur sehr selten passieren, denn wir sind nicht die Beutetiere von Wölfen. Allerdings verstehen Menschen nicht, wie Tiere eine Situation wahrnehmen, wenn sie zufällig eintritt, schließlich sind die meisten Zeitgenossen schon beim Verständnis ihrer Haustiere überfordert. Die Folgen können erheblich sein. Dieses Buch ist gerade zu hervorragend geeignet, sich ein vorurteilsfreies und vollständiges Bild der gegenwärtigen Situation beim "Wolfsschutz" zu bilden. In meiner unmittelbaren Umgebung lebt ein Wolfsrudel. So wie Schafe auf den Wolf nicht vorbereitet sind, so wissen auch Menschen nicht, was sie tun sollten, wenn ihnen im Wald ein Wolf gegenübersteht. Das wird nur sehr selten passieren, denn wir sind nicht die Beutetiere von Wölfen. Allerdings verstehen Menschen nicht, wie Tiere eine Situation wahrnehmen, wenn sie zufällig eintritt, schließlich sind die meisten Zeitgenossen schon beim Verständnis ihrer Haustiere überfordert. Die Folgen können erheblich sein. Dieses Buch ist gerade zu hervorragend geeignet, sich ein vorurteilsfreies und vollständiges Bild der gegenwärtigen Situation beim "Wolfsschutz" zu bilden.

"Der Wolf wurde in Deutschland…

Dr_M aus Sachsen am 06.12.2025

Bewertungsnummer: 2974248

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Der Wolf wurde in Deutschland zu einer politischen Tierart" Noch zu Zeiten der DDR wanderte der Wolf aus Polen kommend nach Sachsen und Brandenburg ein. Noch gab es so etwas wie einen realistischen Blick auf die Wirklichkeit, denn der Wolf unterstand dem DDR-Jagdrecht und wurde erbarmungslos verfolgt. Bereits seine einstmalige Ausrottung in Deutschland hatte er seinem Drang zu verdanken, Nutztiere zu töten, meist die einzigen Tiere armer Bauern. Nach der Wende galt das europäische Naturschutzprogramm, das den Wolf unangreifbar machte. Heerscharen von Wolfsschützern etablierten sich und verdienten ihren Lebensunterhalt mit der Liebe zum Wolf. Neben dem Streben nach "Diversität" und einer sehr seltsamen Hingabe zur Wildheit erkennt man bei diesen selbst ernannten Wolfsschützern leicht ein Defizit in Mathematik, Populationsdynamik und ein Mangel an Verständnis für die komplexen Prozesse in der Natur. Wenn Wölfe sich ungebremst vermehren können, wird irgendwann der Platz knapp, denn sie haben keine natürlichen Feinde. Nun sind sie bereits aus dem tiefen Osten kommend an den westlichen deutschen Küsten angelangt. Und jetzt plötzlich beginnt es einigen Leuten zu dämmern, denn wenn sie Schafe an den Deichen reißen, wird es gefährlich. Es wird nicht möglich sein, die Schafe beim Deichschutz zu ersetzen. In diesem nicht immer leicht lesbaren Buch beschreibt der Autor die gegenwärtige Situation der deutschen Wolfspopulation sehr genau und äußerst kenntnisreich. Und er kommt zu dem unvermeidlichen Schluss, dass es so auf keinen Fall weitergehen darf. Dabei tendiert er wohl zu einer einfachen Lösung: Der Wolf muss ins deutsche Jagdrecht aufgenommen werden. Das fordern Fachleute in Sachsen schon lange, denn hier traten die Probleme zuerst auf. Wölfe sind scheue und sehr intelligente Tiere. Wenn man sie nicht behelligt oder vergrämt, werden sie sich entsprechend anpassen und auch in Siedlungen nachts aktiv werden. Solche Fälle sind bereits dokumentiert. Dass das Buch stellenweise schwer lesbar ist, kann man dem Autor nicht vorwerfen. Vielmehr musste er den Dschungel aus Vorschriften zum Wolf irgendwie erläutern, der wie üblich in diesem Land voller Widersprüche und Unklarheiten steckt. Auch die Wolfsfrage erstickt in Bürokratie. Vermutlich wird es noch lange dauern, bis man wieder zu Einfachheit und Klarheit zurückfindet, wenn das überhaupt noch geht. Wenn man dieses Buch liest, erlebt man am Beispiel des Wolfes den ganzen Irrsinn, der sich in Europa abspielt. Der Autor erläutert viele der Paradoxien, die sich aus dem völlig überzogenen Wolfsschutz ergeben. Aus den Wolfsprogrammen folgen Probleme für den Artenschutz anderer Tiere, zum Beispiel von Mufflons. Jagdpächter geraten in eine aberwitzige Situation, wenn in ihren Gebieten der Wolf siedelt. Im Buch wird das exakt erläutert. Und natürlich muss man den Schaden beklagen, der jährlich durch den Wolf erzeugt wird. Ich kann nur jedem Liebhaber dieser Tiere einmal empfehlen, sich ein vom Wolf vollendetes Massaker an einer Schafherde anzusehen. Das ist gruselig. Der Autor geht ziemlich ausführlich auf das fast schon mythische Verhältnis von Mensch und Wolf ein. Ich halte das für leicht übertrieben. Die mehrheitliche Stimmung gegen den Wolf in Sachsen beruht nicht auf irgendeiner unerklärlichen mythischen Angst vor dem Wolf, sondern auf diesen Massakern und dem unangenehmen Gefühl in der Nachbarschaft von diesen Raubtieren zu leben, die sich auch vor Angriffen auf Rinder und Pferde nicht scheuen. In meiner unmittelbaren Umgebung lebt ein Wolfsrudel. So wie Schafe auf den Wolf nicht vorbereitet sind, so wissen auch Menschen nicht, was sie tun sollten, wenn ihnen im Wald ein Wolf gegenübersteht. Das wird nur sehr selten passieren, denn wir sind nicht die Beutetiere von Wölfen. Allerdings verstehen Menschen nicht, wie Tiere eine Situation wahrnehmen, wenn sie zufällig eintritt, schließlich sind die meisten Zeitgenossen schon beim Verständnis ihrer Haustiere überfordert. Die Folgen können erheblich sein. Dieses Buch ist gerade zu hervorragend geeignet, sich ein vorurteilsfreies und vollständiges Bild der gegenwärtigen Situation beim "Wolfsschutz" zu bilden.

"Der Wolf wurde in Deutschland…

Dr_M aus Sachsen am 06.12.2025
Bewertungsnummer: 2974248
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Der Wolf wurde in Deutschland zu einer politischen Tierart" Noch zu Zeiten der DDR wanderte der Wolf aus Polen kommend nach Sachsen und Brandenburg ein. Noch gab es so etwas wie einen realistischen Blick auf die Wirklichkeit, denn der Wolf unterstand dem DDR-Jagdrecht und wurde erbarmungslos verfolgt. Bereits seine einstmalige Ausrottung in Deutschland hatte er seinem Drang zu verdanken, Nutztiere zu töten, meist die einzigen Tiere armer Bauern. Nach der Wende galt das europäische Naturschutzprogramm, das den Wolf unangreifbar machte. Heerscharen von Wolfsschützern etablierten sich und verdienten ihren Lebensunterhalt mit der Liebe zum Wolf. Neben dem Streben nach "Diversität" und einer sehr seltsamen Hingabe zur Wildheit erkennt man bei diesen selbst ernannten Wolfsschützern leicht ein Defizit in Mathematik, Populationsdynamik und ein Mangel an Verständnis für die komplexen Prozesse in der Natur. Wenn Wölfe sich ungebremst vermehren können, wird irgendwann der Platz knapp, denn sie haben keine natürlichen Feinde. Nun sind sie bereits aus dem tiefen Osten kommend an den westlichen deutschen Küsten angelangt. Und jetzt plötzlich beginnt es einigen Leuten zu dämmern, denn wenn sie Schafe an den Deichen reißen, wird es gefährlich. Es wird nicht möglich sein, die Schafe beim Deichschutz zu ersetzen. In diesem nicht immer leicht lesbaren Buch beschreibt der Autor die gegenwärtige Situation der deutschen Wolfspopulation sehr genau und äußerst kenntnisreich. Und er kommt zu dem unvermeidlichen Schluss, dass es so auf keinen Fall weitergehen darf. Dabei tendiert er wohl zu einer einfachen Lösung: Der Wolf muss ins deutsche Jagdrecht aufgenommen werden. Das fordern Fachleute in Sachsen schon lange, denn hier traten die Probleme zuerst auf. Wölfe sind scheue und sehr intelligente Tiere. Wenn man sie nicht behelligt oder vergrämt, werden sie sich entsprechend anpassen und auch in Siedlungen nachts aktiv werden. Solche Fälle sind bereits dokumentiert. Dass das Buch stellenweise schwer lesbar ist, kann man dem Autor nicht vorwerfen. Vielmehr musste er den Dschungel aus Vorschriften zum Wolf irgendwie erläutern, der wie üblich in diesem Land voller Widersprüche und Unklarheiten steckt. Auch die Wolfsfrage erstickt in Bürokratie. Vermutlich wird es noch lange dauern, bis man wieder zu Einfachheit und Klarheit zurückfindet, wenn das überhaupt noch geht. Wenn man dieses Buch liest, erlebt man am Beispiel des Wolfes den ganzen Irrsinn, der sich in Europa abspielt. Der Autor erläutert viele der Paradoxien, die sich aus dem völlig überzogenen Wolfsschutz ergeben. Aus den Wolfsprogrammen folgen Probleme für den Artenschutz anderer Tiere, zum Beispiel von Mufflons. Jagdpächter geraten in eine aberwitzige Situation, wenn in ihren Gebieten der Wolf siedelt. Im Buch wird das exakt erläutert. Und natürlich muss man den Schaden beklagen, der jährlich durch den Wolf erzeugt wird. Ich kann nur jedem Liebhaber dieser Tiere einmal empfehlen, sich ein vom Wolf vollendetes Massaker an einer Schafherde anzusehen. Das ist gruselig. Der Autor geht ziemlich ausführlich auf das fast schon mythische Verhältnis von Mensch und Wolf ein. Ich halte das für leicht übertrieben. Die mehrheitliche Stimmung gegen den Wolf in Sachsen beruht nicht auf irgendeiner unerklärlichen mythischen Angst vor dem Wolf, sondern auf diesen Massakern und dem unangenehmen Gefühl in der Nachbarschaft von diesen Raubtieren zu leben, die sich auch vor Angriffen auf Rinder und Pferde nicht scheuen. In meiner unmittelbaren Umgebung lebt ein Wolfsrudel. So wie Schafe auf den Wolf nicht vorbereitet sind, so wissen auch Menschen nicht, was sie tun sollten, wenn ihnen im Wald ein Wolf gegenübersteht. Das wird nur sehr selten passieren, denn wir sind nicht die Beutetiere von Wölfen. Allerdings verstehen Menschen nicht, wie Tiere eine Situation wahrnehmen, wenn sie zufällig eintritt, schließlich sind die meisten Zeitgenossen schon beim Verständnis ihrer Haustiere überfordert. Die Folgen können erheblich sein. Dieses Buch ist gerade zu hervorragend geeignet, sich ein vorurteilsfreies und vollständiges Bild der gegenwärtigen Situation beim "Wolfsschutz" zu bilden.

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Die Sache mit dem Wolf

von Sven Herzog

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