Produktbild: Antisemitismus und postkoloniale Theorie
Band 328

Antisemitismus und postkoloniale Theorie Der »progressive« Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung

Aus der Reihe Critica Diabolis
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.03.2024

Verlag

Edition Tiamat

Seitenzahl

408

Maße (L/B/H)

20,8/12,4/3,7 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89320-314-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.03.2024

Verlag

Edition Tiamat

Seitenzahl

408

Maße (L/B/H)

20,8/12,4/3,7 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89320-314-7

Herstelleradresse

Edition Tiamat
Grimmstr. 26
10967 Berlin
DE

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    5/5

    10.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Kritik der Postkolonialen Theorie, die jetzt notwendig ist.

    Vorab eine persönliche Anmerkung: Nach dem mörderischen Angriff der Hamas auf Israel, tauchten plötzlich viele anti-israelische, anti-zionistische und anti-semitische Hass- und Wut-Postings auf Facebook auf, die u.a. von Akademiker:innen aus dem Umfeld der Postcolonial Studies, der Dekonstruktion, aber auch aus den Bereichen der Kulturarbeit und des Feminismus verschickt wurden. Ich muss zugeben, dass mir das Ausmaß dieses weitverbreiteten Antisemitismus nicht bewusst war, der von Autor:innen geteilt wird, die mir jedoch vom Lesen philosophischer und politik- und sozialwissenschaftlicher Bücher bekannt sind. Dass es nicht nur einen rechten Antisemitismus, sondern auch einen linken Antisemitismus gibt, war mir nicht erst seit der "documenta fifteen" geläufig. Schon in den 60ziger- bis 80ziger-Jahren gab es den linken Antisemitismus in marxistischen Kreisen, bei den Hausbesetzern, in der Punkszene und im Umfeld des deutschen Terrorismus von der RAF über die Roten Zellen bis zum 2. Juni. Der Philosoph Ingo Elbe, der an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg tätig ist, knüpft genau an diese linken Anfänge an, um die gegenwärtigen antisemitischen Vorfälle an Universitäten, bei Kunst- und Kulturveranstaltungen sowie die in der Öffentlichkeit zirkulierenden Aufrufe und Statements zu untersuchen. Den Grund, warum der linke Antisemitismus ausgerechnet jetzt jedoch diese Konjunktur erfahren hat, verortet Ingo Elbe in den Theorien der Postcolonial Studies wie in den Äußerungen ihrer Vertreter:innen, die auch die palästinensisch sunnitisch-islamistische Hamas als eine Befreiungsorganisation betrachten. In seiner Untersuchung versucht er nun diesen Weg zu verfolgen, von den Anfängen des linken Antisemitismus in der anti-imperialistischen Haltung der 60ziger- bis 80ziger-Jahre, die Israel als einen Versallenstaat der USA betrachtete, bis hin zum Antisemitismus innerhalb der Postcolonial Studies, der einerseits Israel als einen weißen, rassistischen und kolonialistischen Staat begreift, andererseits einen historisch wirkenden islamischen Antisemitismus ausblendet. Gewiss finden sich viele Parallelen zwischen dem rechten und dem linken Antisemitismus: dazu gehören die rhetorischen Einsätze, die Strategien der Argumentationen und die Funktionen der Vorurteile. Zumindest in einem Merkmal unterscheidet sich jedoch der linke vom rechten Antisemitismus: In diesem Zusammenhang weist Ingo Elbe auf die Eliminierung des Antisemitismus in dem Diskurs über den Rassismus innerhalb der Postcolonial Studies hin. Die Untersuchung von Ingo Elbe zeichnet sich insgesamt durch eine umfangreiche Materialsammlung und Recherchearbeit aus, die die unterschiedlichsten Aspekte des Antisemitismus der postkolonialen Theorie behandelt. Der Autor begann seine Arbeit zum Buch lange vor dem 7. Oktober 2023. Umso dringlicher und notwendiger scheint seine Arbeit am Thema zu sein, zumal es die erste explizit kritische Auseinandersetzung mit der Postkolonialen Theorie hinsichtlich ihres innewohnenden Antisemitismus ist.

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