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Nachbarn Storys

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.01.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22,1/13,5/2,7 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Avocado / Braun

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Neighbors And Other Stories

Übersetzt von

Brigitte Jakobeit + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04224-0

Beschreibung

Rezension

»Es ist erstaunlich, wie facettenreich und lebensklug die damals erst 20-jährige Autorin geschrieben hat.« ("SRF 2 Kultur")
»Ihr schmales Werk heute, knapp 60 Jahre nach ihrem Tod, endlich entdecken zu können, ist ein großes Glück.« ("Deutschlandfunk - Büchermarkt")
»faszinierende Storys« ("Rhein-Neckar-Zeitung")
»man liegt wahrscheinlich nicht falsch mit der Annahme, dass diese Autorin zu einer der kommenden bedeutenden Stimmen des schwarzen literarischen Amerika herangereift wäre; ihre 14 großartigen [...] Stories jedenfalls geben deutliche Fingerzeige in diese Richtung.« . ("SR2 Kulturradio - BücherLese")
»Literarisch sind es glänzende Perlen, inhaltlich sind es von nachdenklich stimmende bis zu schockierende Geschichten.« ("lebensart")
»Diese Geschichten über Rassismus in den USA sind ein halbes Jahrhundert alt und treffen einen bis ins Mark.« ("Bücher - Das Magazin")
»›Nachbarn‹, der Band, der so heißt wie Diane Olivers bekannteste Geschichte, dürfte zum Anlass einer Kanonkorrektur werden: Diane Oliver gehört in die Reihe der großen Autorinnen des 20. Jahrhunderts.« ("Online-Magazin Republik")
»Eine literarische Sensation« ("Freundin")
»Diese Autorin bleibt ganz nah an ihren Figuren und deren Leben.« ("BR")
»So fesselnd wie berührend.« ("Dresdner Morgenpost")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.01.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22,1/13,5/2,7 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Avocado / Braun

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Neighbors And Other Stories

Übersetzt von

  • Brigitte Jakobeit
  • Volker Oldenburg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04224-0

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    17.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Amerika im Umbruch

    Vierzehn Short Stories erzählen von einem Amerika im Umbruch. Es ist die Zeit der Bürgerrechtsbewegung in den 1960iger Jahren, wo Rassentrennung und rassistische Terror den Alltag Schwarzer Familien in den Südstaaten der USA bestimmte. Diane Oliver bringt mit ihren Erzählungen die Innensichten ihrer Schwarzen Protagonist:innen zum Ausdruck. Eine schwarze Familie der Mittelklasse will ihren Sohn an eine Grundschule schicken, die bisher ausschließlich von weißen Schüler:innen besucht wird. Die Durchsetzung des Rechts auf gleiche Bildung bringt die Familie an ihre Grenzen. Eine Gruppe Schwarzer Jugendlicher setzt sich in ein örtliches Restaurant, um bedient zu werden. Sämtliche weißen Gäste verlassen daraufhin das Lokal. Mit roher Polizeigewalt endet der Restaurantbesuch der Gruppe. Die meisten Geschichten der Autorin beruhen auf ihren eigenen Erfahrungen als junge, schwarze Südstaatlerin, sie haben somit auch einen dokumentarischen und historischen Charakter. Gleichgültigkeit, Hass und Beschimpfungen prägten den Alltag Schwarzer US-Bürger:innen in den Südstaaten. Der Hass auf Menschen anderer Ethnien erlebt heute in der Ära Trump eine unvorstellbare Renaissance. Erinnert sei an die Demonstrationen der „Black Lives Matter“-Bewegung, welche mit massiver Gewalt niedergeschlagen wurden. Diese neuen Entwicklungen erlebte Diane Oliver nicht mehr, 1966 verunglückte die Autorin bei einem Motoradunfall tödlich. Ihr Masterabschluss im Writers‘ Workshop an der Universität von Iowa wurde ihr posthum verliehen.

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    28.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensives Leseerlebnis

    In 14 bewegenden Kurzgeschichten erzählt Diane Oliver über das Damals. Sie erzählt von Lebensumständen, Verhältnissen, Einschränkungen, gesellschaftlicher Ächtung und hart erkämpften Veränderungen. Jede einzelne dieser Geschichten geht unter die Haut.

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    02.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichten die zwischen den Zeilen ihre volle Kraft entwickeln! Zutiefst berührend!

    **** Worum geht es? **** Die wandelnden sozialen Umstände in den 1960er Jahren. Eine Frage der Hautfarbe, der Meinung anderer. Unter den Augen der Nachbarn in die Schule von Weißen gehen, eine Person mit farbiger Haut heiraten oder einfach nur eine Person sein. Persönliches und politisches wird hier verknüpft und ist noch heute so aktuell wie damals. **** Mein Eindruck **** Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die wie eine zusammenhänge Geschichte wirkt, ohne tatsächlich eine zu sein. Das Buch hat einen ganz besonderen Ton und einen klaren Fokus. Jede einzelne Geschichte spricht zwischen den Zeilen von gestern, heute und morgen, was für mich eine besondere Kunst ist und damit eine laute Stimme für Missstände in Bezug auf die Hautfarbe einer Person. Dabei wählt die Autorin selbst feine und leise Worte. Die Situationen sind ganz im Alltag eingebunden und ich als Leserin musste mich auf jedes Wort konzentrieren. Das mag nicht für jedermann das richtige sein und dennoch erschafft die Autorin damit ein Werk das meiner Ansicht nach nicht nur die Menschen damals und heute bewegt, sondern auch in der Zukunft. Eine Zeit in der Geschichte, die viel zu wenig erzählt wird und hiermit ein Zuhause gefunden hat, zwischen dir, mir und den Nachbarn! Und am Ende bleibt eine Frage im Raum: können wir von Geschichte sprechen oder sind wir immer noch diese Nachbarn? **** Empfehlung? **** Worte die bleiben: bewegend, berührend, anregend und damit eine klare Empfehlung für alle die wichtige Themen und echte Lektüre zu schätzen wissen.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    25.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Strauß emotionaler Storys

    „Nachbarn“ ist eine Story-Sammlung der viel zu früh verstorbenen afroamerikanischen Autorin Diane Oliver aus den 1950er und 60er Jahren. Zu diesem Zeitpunkt nahm in den USA die Bürgerrechtsbewegung richtig Fahrt auf. Hier geht es ums Alltägliche. Um Rechte, die sich die schwarze Bevölkerung gerade versucht zu erkämpfen – und doch ist der Alltag ganz und gar durchsetzt von Diskriminierung, trotz Aufhebung der Rassentrennung. Allein die titelgebende Geschichte „Nachbarn“, beeindruckt und fasziniert: ein schwarzes Kind, das als eines der ersten auf eine Schule für Weiße gehen soll. Die Familie wurde deswegen bedroht, musste von der Polizei beschützt werden und am Ende machte die Familie einen Rückzieher – es stand nicht dafür, den kleinen Tommy dieser Situation auszusetzen. Jede Geschichte hat quasi einen eigenen Schwerpunkt zum Thema Rassismus und hat auch ihren eigenen Sound. Die Erzählungen gehen zum Teil unter die Haut, weil sie richtig emotional, sensibel, intensiv und nachvollziehbar sind. Und sie erstrecken sich bis in die Gegenwart – einen Großteil des beschriebenen Rassismus gibt es – leider! – bis heute. Eine Wiederentdeckung aus den 1960er Jahren mir einer bis heute anhaltenden Aktualität.

  • Bewertung

    5/5

    22.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine (Wieder-)Entdeckung!

    Warum ich diesen Kurzgeschichtenband so mag? Um es mit Tayari Jones Worten zu sagen (Nachwort, Ü: Brigitte Jakobeit und Volker Oldenburg): "Oliver zeigt ein beeindruckend vielschichtiges Verständnis für die Bandbreite Schwarzen Lebens in den Südstaaten. Sie gewährt Einblick in das Leben einer Frau in prekären Umständen, die viele Meilen zu Fuß geht, um ihre Kinder zum Arzt zu bringen. Sie kann sich in ein Paar einfühlen, das vom Rassismus zu einem Leben im Wald getrieben und dann von mörderischer Wut erfasst wird. Sie weiß, warum notleidende Familien alles verkaufen, um sich Zugfahrkarten in den Norden leisten zu können, auch wenn sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Sie kann aber auch das Innenleben einer Arztgattin schildern, die gezwungen ist, eine missmutige Stieftochter zu beherbergen, gerade als das Zusammenleben von Schwarz und Weiß überall neue Formen annimmt." Und diese Vielschichtigkeit ist es dann unter anderem auch, die diese Kurzgeschichtensammlung oder besser gesagt den Nachlass von Diane Oliver für mich so faszinierend macht. Zuerst hatte ich beim Lesen noch Bilder des Filmes "The Help" vor Augen, betrübte Szenen einer sehr deutlichen, harten Klassengesellschaft, die auf Äußerlichkeiten, Herkunft und Abstammung beruht, aber umso mehr ich von Olivers Worten, den beschriebenen Charakteren und Lebensverhältnissen eingenommen wurde, umso mehr vergaß ich die äußerlichen Gegebenheiten und Zuschreibungen und fühlte diese Tiefe, die so viel Trauer, Angst, Sorgen, Hoffnung und ein Leben(-skampf) offenbart, das(den) man sich als toleranter, weißer Mensch so gar nicht vorstellen mag. Es ist hart zu lesen, obwohl man bei diesen kurzen Szenen und Einblicken in die verschiedensten Lebensverhältnisse Schwarzer nie so wirklich den Ausgang ihrer Geschichte erfährt... aber vielleicht muss man das auch gar nicht, denn viele der beschriebenen Probleme existieren auch heute noch, mehr als 60 Jahre später. Und das obwohl man eigentlich denkt, es hätte sich auf der Welt im Laufe der Zeit viel getan, aber Rassismus, Ausgrenzungen, Ver- und Beurteilungen, unterschiedliche Behandlungen und und und sind auch heute noch allgegenwärtig. Ich kann gar nicht sagen, welche der fünfzehn Kurzgeschichten meine liebste ist, denn auch wenn sie alle ihren eigenen Rahmen und Charaktere haben, so gehen sie doch an einigen Stellen nahtlos ineinander über. In der titelgebenden Geschichte "Nachbarn" beleuchtet Oliver z.B. die Sorgen der Nachbarn, Freunde und Familie eines Kindes, das nach Aufhebung der Rassentrennung an eine weiße Schule gehen soll und schon im Vorfeld große Widerstände zu spüren bekommt. Und selbst wenn dieses 'Vorhaben' gelingt und als Fortschritt gesehen werden kann, so ist es Winifred, die gleich in der darauf folgenden Geschichte, die einzige Schwarze am College ist und sehr unter ihren Mitschülerinnen leidet, von ihnen fast schon als Ausstellungobjekt angesehen wird, bis sie "nicht [mehr] genug für ihr College" ist und abreist. Es sind so diese kleinen Szenen und ihre Folgen, die doch von so viel mehr erzählen, die eigentlichen Held*innengeschichten bereithaltenden und dabei den Druck der (weißen) Gesellschaft nie aus den Augen verlieren. Sehr klug, weniger erklärend und doch so allumfassend, politisch, gesellschaftlich, wie menschlich... ein wirklich rundum großes Leseereignis, das mich noch lange beschäftigen wird, meine nun mal sehr weiß geprägte Sicht auf die Welt erneut bereichert hat, mich getroffen hat. Ich möchte nun eigentlich nicht "großes Kino" sagen, denn dafür sind die beschriebenen Lebensumstände viel zu real und doch ist das beim Lesen entstehende, imaginäre Bild so ergreifend, mitreißend und intensiv, dass es die beste Umschreibung wäre, die mir dazu einfällt. Schade nur, dass Diane Oliver das selbst nun alles nicht mehr miterleben kann und ein Unfall sie so früh aus dem Leben riss... was hätte da noch alles folgen können. "Nachbarn" von Diane Oliver - eine überraschend große Empfehlung!

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