Ein alter heidnischer Brauch, ein brutaler Mord: Im beschaulichen Baiersdorf steht während des alljährlichen Winteraustreibens der Fasalecken plötzlich ein Winterbär in Flammen und stirbt. Beinahe zufällig und völlig unvorbereitet stolpern die Kleinstadtpolizisten Evita Emmerling und Ludger Dauer in die Ermittlungen. Anfangs noch unbeholfen, doch zunehmend engagiert, beginnen sie auf eigene Faust nachzuforschen und stoßen dabei auf ungeahnte Überraschungen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Monika Deinhart
5/5
19.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Winterbär und Feuerzeug
Buchblog mit Senf:
- gibt meinen persönlichen Eindruck beim Lesen wieder
- achtet auf Inhalt, Rechtschreibung, Formulierung
- hat über 55 Jahre Leseerfahrung und freut sich über neue Lektüre.
❎️ Das Buch wurde mir von der Autorin/ dem Verlag zur Verfügung gestellt. Damit ist es als #Werbung zu kennzeichnen.
1. Einband / Titel
Die bunte Tracht auf dem Titelbild hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.
2. Handlung
Der Brauch "wir vertreiben den Winter" gibt es in vielen Orten und in Baiersdorf sind es "Bären", die mit Stroh umwickelt sind. Der Ort ist mir aus meiner Nürnberger Zeit bekannt.
Ein beschaulicher Ort - die Welt ist noch in Ordnung - und dann brennt ein "Bär" und es ist ein öffentlicher Mord.
Wer jemals auf einem "Faschings"-Umzug war, weiss, wie viele Verkleidungen es gibt, was der Alkohol bewirkt und wie widersprüchlich Aussagen sein können.
Das Ermittlerteam hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Natürlich habe ich mitgeraten und lag daneben.
3. Rechtschreibung
An zwei Stellen bin ich kurz gestolpert, doch das Ermittlerteam hat mich zum Weiterlesen animiert.
Gesamt-Senf:
Das Buch empfehle ich gerne und freue mich auf weitere Krimis mit diesem Ermittlerteam.
#Krimi #Winter #Feedback #senf #Fasalecken #Fasnacht
mabekh
5/5
23.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannend, knifflig und sehr unterhaltsam!
Birgit Ringlein ist mit „Wenn der Winter stirbt - der Fasalecken-Mord“ ein Regionalkrimi gelungen, der mir sehr gut gefallen hat. Eine besondere Stärke sehe ich in dem feinen Humor, der immer wieder durchkommt und in der Ausarbeitung der Charaktere, allen voran bei deiner Protagonistin Evita Emmerling, die gemeinsam mit ihrem Kollegen, Ludger einen ungewöhnlichen Mord mitten in der fränkischen Provinz aufzulösen hat.
Wenn die Autorin nicht selbst gleich zu Beginn die Parallelen zu „Mord mit Aussicht“ konkret genannt hätte, hätte ich den Vergleich beim Lesen selbst angestellt. Ich habe mir jedenfalls die Polizeidienststelle von Evita und Ludger immer genauso vorgestellt wie eben jene im Fernsehen und vermute, dass sich die Autorin hier inspiriert gefühlt hat.
Zwischenzeitlich hatte das Buch für mich leider ein paar wenige Längen, die dann aber immer wieder schnell überwunden waren. Besonders das Ende des Buches fand ich dann noch einmal richtig spannend, mit einem doch etwas überraschenden Ende und mit einer sehr schlüssigen Lösung. Ich mag Bücher gerne bei denen keine Fragen offen bleiben.
Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits: Die Kapitel waren mir bisweilen zu lang. Aber das ist was es immer ist: Subjektiv und eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Alles in allem kann ich diesen Krimi absolut weiterempfehlen und würde mich über eine Fortsetzung freuen.
Kemmi1969
5/5
14.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Krimi mit fränkischem Charm
Was für ein Lesevergnügen!
Ich hatte bereits die Bücher rund um Dora Dotterweich von der Autorin gelesen und fand ihren Schreibstil damals schon sehr unterhaltsam. Und auch dieser Regionalkrimi hat mich nicht enttäuscht.
Dieses Mal nimmt sie uns mit nach Baiersdorf, wo noch jeder jeden kennt und uralte Traditionen bewahrt werden. Der Fasalecken-Umzug, bei dem der Winter ausgetrieben wird, ist so eine uralte Tradition. Dabei handelt es sich um ein echtes Spektakel, das weit über die Grenzen von Baiersdorf bekannt ist und alljährlich viele Touristen anzieht. Mitten in diesem Trubel geschieht ein Mord. Einer der Winterbären steht plötzlich in Flammen und stirbt auf grausame Weise.
Unvermittelt stehen die beiden Polizeibeamten Evita Emmerling und Ludger Dauer vor einem unlösbaren Fall. Ermittlungsarbeiten in solchen Dimensionen bringt die Routinen der beiden gehörig durcheinander, zumal ihnen noch Unterstützung der Erlanger Kripo zugeordnet wird.
Aus der anfänglichen Schockstarre und teilweisen Unbeholfenheit des sympathischen Polizistenduos entwickelt sich ein spannender Krimi mit fränkischem Lokalkolorit. Dabei sind die Handlungen nachvollziehbar und sämtliche Charaktere glaubhaft und liebenswert.
Für mich war es das reinste Lesevergnügen und fünf Polizeiobermeistersterne wert!
Bewertung
5/5
01.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Wenn das Grauen in der Kleinstadt Einzug hält
In der mittelfränkischen Kleinstadt Baiersdorf ist die Welt in Ordnung. Der dortige Polizeiposten, besetzt mit Polizeiobermeisterin Evita Emmerling und ihrem Kollegen Ludger Dauer führen dort ein beschauliches Dasein. Die größte Herausforderung für sie ist immer der jährliche Fasaleckenumzug, ein alter Brauch zum Austreiben des Winters. Aber dieses Jahr ist alles anders. Einer der „Winterbären“ steht plötzlich in Flammen und stirbt einen grausamen Tod! Rasch steht fest, es ist Mord und die beiden Schutzpolizisten werden in die Ermittlungen mit eingebunden. Zusammen mit der ebenfalls unerfahrenen Kommissarin Drissi aus Erlangen gehen sie auf die Suche nach dem Täter. Die Kleinstadtidylle hält für sie so manche Überraschung parat…
Der Roman von Birgit Ringlein schildert gekonnt das Leben in einer mittelfränkischen Kleinstadt, in der sich die meisten Menschen schon ewig kennen sowie Brauchtum und Traditionen einen hohen Stellenwert besitzen. Man kann es förmlich spüren, wie schwer es den örtlichen Beamten fällt, an einen Täter aus ihrem Umfeld zu glauben und mit welchem Misstrauen sie plötzlich von manchen Leuten betrachtet werden. Die kleinen Rituale, die sich unter den Kollegen des Polizeipostens eingespielt haben, kann ich mir gut in der Wirklichkeit vorstellen.
Kurz gesagt, eine fesselnde und unterhaltsame Geschichte mit sympathischen Protagonisten!
gaby2707
aus München
5/5
02.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Baisersdorf und seine Geheimnisse
Beginnend zwölf Tage vor dem jährlich am Faschingssonntag stattfindenden Fasalecken-Umzug lerne ich erst mal die beiden Ermittler Polizeiobermeisterin Evita Emmerling, 42, und ihren Kollegen Polizeioberwachtmeister Ludger Dauer, 23, sowie einige Einwohner des Städtchens Baiersdorf zwischen Erlangen und Forchheim und aus Effeltrich kennen. Eigentlich führen die Ermittler ein ruhiges Arbeitsleben. Außer wenn Leo Poldner mal wieder randaliert, Kater Nacho mal wieder die Flucht vor seinem Frauchen ergriffen hat und gerettet werden oder Opa Schmidt von einem Ladendiebstahl wieder ins Heim verfrachtet werden muss. Außerdem gibt es da noch zwei Jungs, die immer mal wieder in der Schule bzw. zuhause abgeliefert werden müssen. Dann kommt der Faschingssonntag an dem die Fasalecken aus dem bekannten Trachtenort Effeltrich nach Baiersdorf kommen um den Winter auszutreiben. Die Frühlingsboten, in diesem Jahr fünf ledige, Peitschen knallende, weißgekleidete junge Männer, die die Strohbären, die Dämonen des Winters, vor sich her und austreiben. Anschließend wird das Stroh verbrannt und die Burschen tanzen mit ihren Mädchen um das Feuer. Einer der ältesten Bräuche in der Fränkischen Schweiz. Dazu werden Evita und Ludger bei der Durchführung von Kollegen aus Forchheim und Erlangen unterstützt. Doch plötzlich bricht Panik aus. Das Stroh eines Winterbären steht in Flammen – und er stirbt. Nun müssen Evita und Ludger, unterstützt von der jungen Erlanger Kollegin PK Nadia Drissi, selbst ran und ermitteln.
Ich kann mich sehr gut in die Atmosphäre der Geschichte hinein fallen lassen, da diese im Februar stattfindet, Fasching gerade vorbei ist und jetzt gerade Anfang März auf dem Kalender steht. Passt also sehr gut. Durch die bildhaften Beschreibungen kann ich mir den Umzug durch die Stadt sehr gut vorstellen und fühle mich wie ein Zuschauer am Rande der Veranstaltung.
Da Evita die gesamte Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, bin ich gerade an ihren Gedanken und Gefühlen sehr nahe dran. Auch Ludger und Nadia kann ich mir sehr gut vorstellen. Vor allem wachsen Evita und Ludger gerade sehr stark an ihrer neuen Ermittler-Aufgabe. Es ist erstaunlich, was die Beiden im Rahmen ihrer Recherchen alles ans Tageslicht zerren. Ich finde es unfassbar, wie respektlos sich manche Einwohner gegenüber den Polizisten benehmen. Ich würde gerne mehr Fälle mit den beiden zwar sehr verschiedenen, aber sehr sympathischen Polizisten lösen.
Autorin Birgit Ringlein, die ich erst mit diesem Buch kennengelernt habe, gefällt mir mit ihrem eher leisen Erzählstil sehr gut. Es geht alles etwas gemütlicher und ruhiger zu, wie in den meisten anderen Polizeidienststellen. Besonders das gemeinsame morgendliche Frühstück hat mir sehr gut gefallen. Auch lässt sie immer wieder kleine Brocken der fränkischen Mundart einfließen, die der Geschichte den lokalen Anstrich geben. Davon aber gerade immer nur so viel, dass Sprachunkundige keine Probleme haben zu verstehen, worum es gerade geht.
Auch blitzt hier und da eine kleine Portion Humor auf, was mir sehr gut gefällt, aber die Ernsthaftigkeit des Falles keinesfalls untergräbt.
Um einen der ältesten Bräuche der Fränkischen Schweiz webt die Autorin eine kriminelle Handlung, die ich mir sehr gut vorstellen konnte. Die Ermittlungen gestalten sich langwierig, schwierig und größtenteils unergiebig. Schnell hatte ich mich auf einen Verdacht bzgl. des Täters eingeschossen, der sich dann auch bewahrheitet. Aber das Motiv kam für mich dann doch überraschend und nicht absehbar. Der Fall wird für mich nachvollziehbar ermittelt und aufgeklärt.
Ein spannender, fesselnder Regionalkrimi aus der Fränkischen Schweiz mit interessanten Charakteren, der mich sehr gut unterhalten hat und bei dem ich einiges über den Brauch der Fasalecken gelernt habe.
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