Reise in ein fernes Land
Eine unvergessliche Reise durch den Nahen Osten mit der Queen of Crime — »Heiter und mit unbestechlichem Blick erzählt.« Brigitte
Eine unvergessliche Reise durch den Nahen Osten mit der Queen of Crime
Mit Witz, Charme und einem unbestechlichen Blick für Ort und Menschen erzählt die Grande Dame des Kriminalromans von einem nahezu unbekannten Kapitel ihres Lebens: den abenteuerlichen Reisen zu Ausgrabungsstätten in Syrien und im Irak, die sie an der Seite ihres Ehemannes Max Mallowan, einem Archäologen, unternahm. Ihre lebendigen Eindrücke und stimmungsvollen Schilderungen nehmen die Leser mit auf eine Reise in den Orient der 1930er Jahre und zu den Schauplätzen ihrer großen Kriminalromane.
"Unheimlich heiter und klug!" The Guardian
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
10 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Agatha Christie auf Reisen
Manuelas_seeseiten am 16.09.2024
Bewertungsnummer: 2294248
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In "Reise in ein fernes Land" berichtet Agatha Christie über ihre Expeditionsreise nach Syrien und in den Irak mit ihrem Ehemann Max Mallowan. In ihrem Vorwort schreibt sie: "Zum Schluss noch eine Warnung, um keine Enttäuschung aufkommen zu lassen. Dies hier ist kein tiefschürfendes Buch. Es vermittelt keine aufregenden Einsichten in die Archäologie, es fehlen auch wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, die Lösung der ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme sowie ein historischer Abriss.
Genau besehen ist es ein Leichtgewicht, dieses Büchlein, es erzählt vom alltäglichen Leben und Treiben."
Und genau so sollte man diesen Reisebericht auch lesen. Christie erzählt hier von den Reisevorbereitungen, von Shoppingtouren, vom Koffer packen, der Zufahrt, den Arbeitern und deren Mentalität, den täglichen Herausforderungen und Problemen auf der Ausgrabungsstätte und vieles mehr.
Agatha schrieb diesen Bericht auf ihrer Reise in den 1930ern. Damals war die Mentalität eine ganz andere. Doch finde ich, dass sie ein gutes Auge für die Menschen hatte und offen war für neue Begegnungen.
Dieser Bericht ist eine Möglichkeit Agatha Christie noch besser kennenzulernen und mit ihr zu reisen.
Ihr Erzählstil ist so lebendig, dass ich das Gefühl hatte direkt mit ihr im Nahen Osten zu sein. Außerdem ist er getränkt mit viel englischem Humor, Witz und einer guten Prise Selbstironie. Claudia Mertz-Rychner ist hier eine hervorragende Übersetzung gelungen.
Besonders gut gefallen haben mir die Originalfotos der Expeditionen, am Ende einiger Kapitel. Sie vermittelten mir noch lebendiger, die damaligen Verhältnisse.
Für mich war es die perfekte Lektüre
„Reise in ein fernes Land“…
VolkerM am 31.08.2024
Bewertungsnummer: 3011000
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Reise in ein fernes Land“ ist ein für Agatha Christie sehr ungewöhnliches Werk. Es ist ein Erlebnisbericht, kein Roman und es handelt von den archäologischen Expeditionen, die sie mit ihrem Mann Max Mallowan zwischen 1935 und 1939 nach Nordsyrien unternahm. An der Grenze zum Irak war Mallowan mit Ausgrabungen der altmesopotamischen Stadtkulturen, z. B. am Tell Brak beschäftigt, an denen Agatha aktiv beteiligt war. Auch nach dem Krieg begleitete sie ihren Mann immer wieder auf Expeditionen, während denen sie viele ihrer Romane schrieb (die nicht zufällig oft im mesopotamischen Kulturraum spielen). Der Fokus des Buches liegt auf den persönlichen Erlebnissen mit den Menschen und Kulturen vor Ort, die gewonnenen archäologischen Erkenntnisse werden dagegen nicht behandelt. Wie in den Romanen interessiert sich die Autorin besonders für das Zwischenmenschliche, das gerade bei einem Clash of Cultures unerwartete Wendungen nimmt. Christie ist von der arabischen Kultur fasziniert und begegnet ihr mit viel Verständnis, auch bei Gelegenheiten, die unseren Wertmaßstäben in keiner Weise entsprechen. Als roter Faden zieht sich die extreme Gewaltbereitschaft der angestellten Arbeiter durch das gesamte Buch, Messerangriffe sind an der Tagesordnung, es gibt zahlreiche Mordversuche und auch Morde. Betrug, Neid und Missgunst sind eine ständige Herausforderung für Max als Expeditionsleiter, der die Streitigkeiten stets mit einer offenen Brieftasche besänftigt, selbst wenn er weiß, dass er gerade betrogen wird. Bei Vergehen werden die Arbeiter zwar entlassen, am nächsten Tag aber wieder eingestellt, wodurch auch kein Unrechtsbewusstsein entsteht. Agatha Christie beschreibt das alles mit einer Nonchalance, die wohl nur dadurch zu erklären ist, dass die Opfer immer nur aus den Reihen der Arbeiter stammen, die europäischen Expeditionsteilnehmer werden damals noch als Patriarchen und Richter akzeptiert. Das Buch hat mir erschreckend die Augen geöffnet, weil es meiner Meinung nach bis ins Detail erklärt, was gerade in unserem eigenen Land passiert. Viele der eingewanderten Araber haben ihren archaischen und blutrünstigen Wertecodex offenbar unverändert mitgebracht und leben ihn hier weiter aus, nur haben sie mittlerweile ihren Respekt vor den Europäern verloren. Max Mallowan sagt einmal „Der Tod wiegt hier leicht“, was es ziemlich auf den Punkt bringt. Der Gewalttätigkeit als Ausdruck von Überlegenheit haben wir nichts entgegenzusetzen, außer die Täter mit Wohltaten ruhigzustellen, genau das, was sich auch bei Mallowan als einziges Mittel bewährt hatte. Mit einem Unterschied: Mallowan fuhr am Ende der Grabungssaison wieder nach Hause und nahm die Probleme nicht mit. Agatha Christie hatte einen gewissen Einblick in die arabische Gesellschaft, die sie zwar faszinierte und vor der sie sich auch kaum jemals fürchtete, aber sie war damals geschützt durch einen klug agierenden Mann und viel Geld. Außerdem sieht sie fast ausschließlich die öffentliche Männerwelt, die Welt der Frauen bleibt ihr, bis auf wenige Kontakte weitgehend verschlossen. Ich muss ihr die unkritische Haltung in gewisser Weise sogar vorwerfen, denn sie idealisiert diese Gesellschaft, indem sie die (wirklich) permanent präsente Gewalt akzeptiert. Letztlich hat auch sie dem nichts entgegenzusetzen gehabt. Wer das Deutschland von heute verstehen will, der sollte dieses authentische Buch unbedingt lesen.
Meinung aus der Buchhandlung
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Für alle Agatha Christie Fans und jene, die es noch werden wollen. Besonders, wenn man bereits alle ihre Romane und Biografien durch hat, ist dieses Reisetagebuch eine herrliche Ergänzung. Charmant und mit ironischem Witz erzählt die Grand Dame des Golden Age of Crime von ihren Reisen mit ihrem Ehemann Max, einem Archäologen. Man darf natürlich nicht vergessen, aus welcher zeitlichen und gesellschaftlichen Perspektive dieser Reisebericht verfasst wurde, aber wenn man das im Gedächtnis behält, ist dieses Buch eine informative und unterhaltsame Lektüre
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Eine Mischung aus Reisebericht und Tagebuch der 1930er. Eher ruhig, aber in gewohnt sarkastisch heiterer Christie Manier verfasst. Ein gutes Buch für zwischendurch, optimal für Fans, die gern mehr über die Gedankengänge von Agatha Christie wissen möchten.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.