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Fall, Bombe, fall Novelle

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2024

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

124

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/1,7 cm

Gewicht

223 g

Auflage

1

Originaltitel

Val, bom

Übersetzt von

Gregor Seferens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81390-0

Beschreibung

Rezension

Ein intensiver und beklemmend aktueller Text, der auch die Kriege der Gegenwart spiegelt.

SRF, Katharina Borchardt

Durch einfühlsame Präzision, zarten Humor und die scharfe Zeichnung von gnadenloser Schicksalhaftigkeit zeigt Kouwenaar, was es bedeutet, wenn Krieg ausbricht.

Münchner Merkur, Michael Schleicher

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2024

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

124

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/1,7 cm

Gewicht

223 g

Auflage

1

Originaltitel

Val, bom

Übersetzt von

Gregor Seferens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81390-0

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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„Fall, Bombe, fall!“ ist der…

dracoma aus LANDAU am 02.03.2024

Bewertungsnummer: 2860955

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Fall, Bombe, fall!“ ist der Herzenswunsch des 17jährigen Karel, der sich in seinem behüteten Leben langweilt und sich nach aufregenden Veränderungen sehnt. „Eine Bombe in dies lahme Straße wäre doch wirklich fantastisch“ (S. 5 ff.). Noch lässt sich Karel von seiner Mutter dirigieren, aber die Brüchigkeit seiner Familie und seiner Welt wird ihm immer deutlicher. Und dann fällt die Bombe, auf die Stadt und im übertragenen Sinn auch in Karels Leben. Karel wehrt sich nämlich gegen die Bevormundung durch seine Eltern und erlebt den Kriegsbeginn als die große Wende in seinem Leben. Und das ist der Krieg tatsächlich. Karel verlässt die schützende Hülle seines Elternhauses und wird zum Flüchtigen, zum Heimatlosen, zum Unbehausten. Jetzt erhebt er schwere Anklagen. Er sei unvorbereitet in diesen Weltuntergang gegangen: „Warum haben sie mir keinen Gott gegeben, keinen Glauben, kein Ideal?“ (S. 73). Karel hat nichts mehr, was ihn stützt. Ein ausführliches Nachwort von Will Kusters verweist u. a. auf die autobiografischen Elemente der Erzählung, die jedoch zum Verständnis nicht notwendig sind. Nach wie vor eine beeindruckende und ernüchternde Erzählung!

„Fall, Bombe, fall!“ ist der…

dracoma aus LANDAU am 02.03.2024
Bewertungsnummer: 2860955
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Fall, Bombe, fall!“ ist der Herzenswunsch des 17jährigen Karel, der sich in seinem behüteten Leben langweilt und sich nach aufregenden Veränderungen sehnt. „Eine Bombe in dies lahme Straße wäre doch wirklich fantastisch“ (S. 5 ff.). Noch lässt sich Karel von seiner Mutter dirigieren, aber die Brüchigkeit seiner Familie und seiner Welt wird ihm immer deutlicher. Und dann fällt die Bombe, auf die Stadt und im übertragenen Sinn auch in Karels Leben. Karel wehrt sich nämlich gegen die Bevormundung durch seine Eltern und erlebt den Kriegsbeginn als die große Wende in seinem Leben. Und das ist der Krieg tatsächlich. Karel verlässt die schützende Hülle seines Elternhauses und wird zum Flüchtigen, zum Heimatlosen, zum Unbehausten. Jetzt erhebt er schwere Anklagen. Er sei unvorbereitet in diesen Weltuntergang gegangen: „Warum haben sie mir keinen Gott gegeben, keinen Glauben, kein Ideal?“ (S. 73). Karel hat nichts mehr, was ihn stützt. Ein ausführliches Nachwort von Will Kusters verweist u. a. auf die autobiografischen Elemente der Erzählung, die jedoch zum Verständnis nicht notwendig sind. Nach wie vor eine beeindruckende und ernüchternde Erzählung!

Eindrückliche Antikriegsnovelle

Buch_im_Koffer aus Münster am 30.01.2024

Bewertungsnummer: 2120136

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gerrit Kouwenaars Novelle erschien bereits 1950 in den Niederlanden. Subtil und in einfachen Worten schildert er, wie Krieg, von einem Tag auf den anderen, Kindheit und Jugend auslöschen kann. Im Mai 1940 lebt der 17-jährige Karel in einer Stadt in den Niederlanden. Er gibt sich Tagträumen und Wunschdenken hin, in denen der Krieg in den Nachbarländern in punktuellen Ereignissen auch zu ihm kommt. Sie möge doch endlich fallen, die Bombe, damit es auch hier in seiner Stadt mal ein großes Ereignis gäbe. Als verklärte Wahrnehmung eines Jungen vom Jugendlichen zum Erwachsenen verknüpft er diese Ideen eher mit einem großen Abenteuer als mit dem, was es ist: Tod und Verderben. Als er die jüdische Geliebte seines Onkels und deren Tochter kennenlernt, ist es die kindliche Liebe, die ihn aus der Eintönigkeit befreien könnte. Tod, Leid, Judenverfolgung scheinen für ihn abstrakte Begriffe ohne Emotionen und persönlichen Bezug zu sein. Weit weg und nicht Gegenstand seines noch kindlichen Gemüts. Bis er einen Brief überbringen muss und die Realität ihn einholt. Kouwenaars Novelle ist von einfacher Sprache, spiegelt sie doch die naive und verträumte Gesinnung ihres Protagonisten wider. Und trotzdem ist sie von einer furchtbaren Intensität, verdeutlicht sie doch den irrgeleiteten Eifer der jungen Generation im zweiten Weltkrieg, die, ahnungslos von Realität, zur Verteidigung des Vaterlands heldenhaft in den Krieg ziehen wollten. Dieses Antikriegsbuch verknüpft Fiktion mit autobiographischen Elementen des Autors, die im Nachwort des Buchs geschichtlich eingeordnet werden. Das gibt dem Ganzen nochmals eine zusätzliche erschreckend reelle Nuance.

Eindrückliche Antikriegsnovelle

Buch_im_Koffer aus Münster am 30.01.2024
Bewertungsnummer: 2120136
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gerrit Kouwenaars Novelle erschien bereits 1950 in den Niederlanden. Subtil und in einfachen Worten schildert er, wie Krieg, von einem Tag auf den anderen, Kindheit und Jugend auslöschen kann. Im Mai 1940 lebt der 17-jährige Karel in einer Stadt in den Niederlanden. Er gibt sich Tagträumen und Wunschdenken hin, in denen der Krieg in den Nachbarländern in punktuellen Ereignissen auch zu ihm kommt. Sie möge doch endlich fallen, die Bombe, damit es auch hier in seiner Stadt mal ein großes Ereignis gäbe. Als verklärte Wahrnehmung eines Jungen vom Jugendlichen zum Erwachsenen verknüpft er diese Ideen eher mit einem großen Abenteuer als mit dem, was es ist: Tod und Verderben. Als er die jüdische Geliebte seines Onkels und deren Tochter kennenlernt, ist es die kindliche Liebe, die ihn aus der Eintönigkeit befreien könnte. Tod, Leid, Judenverfolgung scheinen für ihn abstrakte Begriffe ohne Emotionen und persönlichen Bezug zu sein. Weit weg und nicht Gegenstand seines noch kindlichen Gemüts. Bis er einen Brief überbringen muss und die Realität ihn einholt. Kouwenaars Novelle ist von einfacher Sprache, spiegelt sie doch die naive und verträumte Gesinnung ihres Protagonisten wider. Und trotzdem ist sie von einer furchtbaren Intensität, verdeutlicht sie doch den irrgeleiteten Eifer der jungen Generation im zweiten Weltkrieg, die, ahnungslos von Realität, zur Verteidigung des Vaterlands heldenhaft in den Krieg ziehen wollten. Dieses Antikriegsbuch verknüpft Fiktion mit autobiographischen Elementen des Autors, die im Nachwort des Buchs geschichtlich eingeordnet werden. Das gibt dem Ganzen nochmals eine zusätzliche erschreckend reelle Nuance.

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von Gerrit Kouwenaar

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