Produktbild: Februar 33
Band 6524

Februar 33 Der Winter der Literatur

Aus der Reihe Beck Paperback
14

17,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Abbildungen

mit 30 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,2 cm

Gewicht

284 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81497-6

Beschreibung

Rezension

Eine schockierende und gleichzeitig fesselnde Lektüre.

ZEIT Newsletter: Was wir lesen, Buchtipp

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Abbildungen

mit 30 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,2 cm

Gewicht

284 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81497-6

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Faszinierendes und unglaublich gut geschriebenes Tagebuch erschreckender Ereignisse

Renas Wortwelt am 09.09.2024

Bewertungsnummer: 2288021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Von seinem kürzlich erschienenen Buch „Marseille 1940“ war ich absolut begeistert und eingenommen. Eine Lesung des Autors daraus mit hochinteressanten Berichten aus seiner Recherche und spannenden Informationen über den Buchinhalt hinaus hat mich dazu bewogen, auch dieses Buch, das jetzt neu als Taschenbuch herauskam, zu lesen. Und auch davon bin ich begeistert. Am Tag, als es bei mir ankam, nahm ich es sofort zu Hand und konnte es nicht mehr weglegen, bis ich es ausgelesen hatte. Spannender und fesselnder kann auch ein hochkarätiger Thriller nicht sein. Und die erschreckenden Parallelen zu aktuellen Geschehnissen drängen sich geradezu auf. In Tagebuchform beginnend kurz vor dem Tag der Machtergreifung am 30. Januar 1933, erzählt Uwe Wittstock von den dramatischen und rasanten Entwicklungen, die sich vor allem für die Künstler und Schriftstellerinnen, für Journalisten und Politikerinnen ergaben. Menschen, die plötzlich Verfolgte waren, deren Bücher nicht mehr gelesen, deren Meinung nicht mehr gehört werden durfte. Heinrich Mann, die Kinder seines Bruders Thomas, Klaus und Erika, Bertold Brecht, Hermann Kesten, Erich Kästner, Erich Maria Remarque, die Liste ist lang, die Liste der Namen derer, die sich plötzlich mit der alles entscheidenden Frage konfrontiert sahen: Gehen oder bleiben. Else Lasker-Schüler oder Käthe Kollwitz, Alfred Döblin und Walter Mehring, Egon Erwin Kisch, sie alle mussten Verfolgung und schlimmeres befürchten. Und dann gab es noch die, die meinten, so schlimm werde es ja nicht werden, man solle doch abwarten. Und dann diejenigen, die sich in den neuen Umständen etablierten, sich dem Druck beugten oder sich gar gemein machten mit den neuen Machthabern. Wie so manche in der Akademie der Künste, in der Sektion der Literatur, die von dem neuen kommissarischen Kultusminister zum Ausschluss so berühmter Mitglieder wie Heinrich Mann gezwungen wird. Nur wenige der Mitglieder protestieren, wollen sich dagegen wehren, doch auch sie verstummen schließlich. Doch es trifft nicht nur Kulturschaffende, auch Politiker werden verfolgt, verprügelt, eingesperrt, gefoltert, alles ohne Handhabe, ohne Kontrolle, verschwinden in Gefängnissen und Lagern. Es geht rasend schnell, es dauert nur wenige Wochen, es braucht nur wenige Gesetze, die Hindenburg willfährig unterzeichnet. Und jede freie Meinungsäußerung, jede Kritik am Regime, alles wird plötzlich lebensgefährlich. Uwe Wittstock schafft es, durch die Tagebuchform eine enorme Spannung zu erzeugen, man fiebert mit den Betroffenen, hofft wider besseres Wissen, ist entsetzt über die Geschwindigkeit, mit der jede demokratische Ordnung außer Kraft gesetzt wird. Am Ende jedes Tages, den er aufzeichnet, sind, im Stil von Polizeimeldungen, kurze Notizen angefügt über die an jenem Tag in Deutschland getöteten und verletzten Menschen, bei Demonstrationen, bei Protesten, bei Schlägereien der SA und der SS. Das Buch nimmt einem fast den Atem und die Gefahren, die einer Demokratie, die sich nicht rechtzeitig wehrt, drohen, die Gefahr, dass sich ähnliches wiederholt, sind leider so real, so gegenwärtig. So ist dieses Buch beklemmend, erschreckend und doch so ungemein wichtig, dass man sich wünscht, es würde Pflichtlektüre in den Schulen, besonders in manchen Regionen Deutschlands. Uwe Wittstock – Februar 33: Der Winter der Literatur C.H. Beck, April 2024 Taschenbuch, 288 Seiten, 16,00 €

Faszinierendes und unglaublich gut geschriebenes Tagebuch erschreckender Ereignisse

Renas Wortwelt am 09.09.2024
Bewertungsnummer: 2288021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Von seinem kürzlich erschienenen Buch „Marseille 1940“ war ich absolut begeistert und eingenommen. Eine Lesung des Autors daraus mit hochinteressanten Berichten aus seiner Recherche und spannenden Informationen über den Buchinhalt hinaus hat mich dazu bewogen, auch dieses Buch, das jetzt neu als Taschenbuch herauskam, zu lesen. Und auch davon bin ich begeistert. Am Tag, als es bei mir ankam, nahm ich es sofort zu Hand und konnte es nicht mehr weglegen, bis ich es ausgelesen hatte. Spannender und fesselnder kann auch ein hochkarätiger Thriller nicht sein. Und die erschreckenden Parallelen zu aktuellen Geschehnissen drängen sich geradezu auf. In Tagebuchform beginnend kurz vor dem Tag der Machtergreifung am 30. Januar 1933, erzählt Uwe Wittstock von den dramatischen und rasanten Entwicklungen, die sich vor allem für die Künstler und Schriftstellerinnen, für Journalisten und Politikerinnen ergaben. Menschen, die plötzlich Verfolgte waren, deren Bücher nicht mehr gelesen, deren Meinung nicht mehr gehört werden durfte. Heinrich Mann, die Kinder seines Bruders Thomas, Klaus und Erika, Bertold Brecht, Hermann Kesten, Erich Kästner, Erich Maria Remarque, die Liste ist lang, die Liste der Namen derer, die sich plötzlich mit der alles entscheidenden Frage konfrontiert sahen: Gehen oder bleiben. Else Lasker-Schüler oder Käthe Kollwitz, Alfred Döblin und Walter Mehring, Egon Erwin Kisch, sie alle mussten Verfolgung und schlimmeres befürchten. Und dann gab es noch die, die meinten, so schlimm werde es ja nicht werden, man solle doch abwarten. Und dann diejenigen, die sich in den neuen Umständen etablierten, sich dem Druck beugten oder sich gar gemein machten mit den neuen Machthabern. Wie so manche in der Akademie der Künste, in der Sektion der Literatur, die von dem neuen kommissarischen Kultusminister zum Ausschluss so berühmter Mitglieder wie Heinrich Mann gezwungen wird. Nur wenige der Mitglieder protestieren, wollen sich dagegen wehren, doch auch sie verstummen schließlich. Doch es trifft nicht nur Kulturschaffende, auch Politiker werden verfolgt, verprügelt, eingesperrt, gefoltert, alles ohne Handhabe, ohne Kontrolle, verschwinden in Gefängnissen und Lagern. Es geht rasend schnell, es dauert nur wenige Wochen, es braucht nur wenige Gesetze, die Hindenburg willfährig unterzeichnet. Und jede freie Meinungsäußerung, jede Kritik am Regime, alles wird plötzlich lebensgefährlich. Uwe Wittstock schafft es, durch die Tagebuchform eine enorme Spannung zu erzeugen, man fiebert mit den Betroffenen, hofft wider besseres Wissen, ist entsetzt über die Geschwindigkeit, mit der jede demokratische Ordnung außer Kraft gesetzt wird. Am Ende jedes Tages, den er aufzeichnet, sind, im Stil von Polizeimeldungen, kurze Notizen angefügt über die an jenem Tag in Deutschland getöteten und verletzten Menschen, bei Demonstrationen, bei Protesten, bei Schlägereien der SA und der SS. Das Buch nimmt einem fast den Atem und die Gefahren, die einer Demokratie, die sich nicht rechtzeitig wehrt, drohen, die Gefahr, dass sich ähnliches wiederholt, sind leider so real, so gegenwärtig. So ist dieses Buch beklemmend, erschreckend und doch so ungemein wichtig, dass man sich wünscht, es würde Pflichtlektüre in den Schulen, besonders in manchen Regionen Deutschlands. Uwe Wittstock – Februar 33: Der Winter der Literatur C.H. Beck, April 2024 Taschenbuch, 288 Seiten, 16,00 €

Mit der Ernennung Hitlers zum...

Bewertung am 16.02.2024

Bewertungsnummer: 2132323

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler endete am 30.1.1933 die Weimarer Republik. Bereits in den ersten Märztagen gab es die ersten Bücherverbrennungen. Sechs Wochen, die absolut alles verändert haben. Das Buch macht einfach nur betroffen und ist heute aktueller denn je.

Mit der Ernennung Hitlers zum...

Bewertung am 16.02.2024
Bewertungsnummer: 2132323
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler endete am 30.1.1933 die Weimarer Republik. Bereits in den ersten Märztagen gab es die ersten Bücherverbrennungen. Sechs Wochen, die absolut alles verändert haben. Das Buch macht einfach nur betroffen und ist heute aktueller denn je.

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Februar 33

von Uwe Wittstock

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  • Ein Schritt über die Klippe * Der Monat, in dem sich alles entschied

    Der letzte Tanz der Republik * Samstag, 28. Januar
    Die Hölle regiert * Montag, 30. Januar
    Äxte an der Tür * Dienstag, 31. Januar
    Fremdblütige Machwerke * Donnerstag, 2. Februar
    Die genähte Zunge * Freitag, 3. Februar
    Weiß nicht, was tun * Samstag, 4. Februar
    Beerdigung im Regen * Sonntag, 5. Februar
    Sitzungsroutine * Montag, 6. Februar
    Hässliche, kleine, gewaltsame Naturen * Freitag, 10. Februar
    Schutzstaffel für Schriftsteller * Sonntag, 12. Februar
    Männer in Schwarz * Montag, 13. Februar
    Fieber und Flucht * Dienstag, 14. Februar
    Die Tür zuschlagen * Mittwoch, 15. Februar
    Die kleine Lehrerin * Donnerstag, 16. Februar
    Ich gehe. Ich bleibe * Freitag, 17. Februar
    Kein Schatz im Silbersee * Samstag, 18. Februar
    Was soll das Schreiben noch? * Sonntag, 19. Februar
    An die Kasse! * Montag, 20. Februar
    Ziemlich gute Tarnung * Dienstag, 21. Februar
    Die nächsten Wochen überleben * Mittwoch, 22. Februar
    Minister zu Gast * Freitag, 24. Februar
    Bürgerkriegsgericht und Polizeischutz * Samstag, 25. Februar
    Reiseempfehlungen * Montag, 27. Februar
    Die Diktatur ist da * Dienstag, 28. Februar
    Aus der Welt gefallen * Mittwoch, 1. März
    Die falsche Mutter * Freitag, 3. März
    Nicht aufmachen! * Samstag, 4. März
    Stimmabgabe * Sonntag, 5. März
    Die Einsamkeit des Emigranten * Montag, 6. März
    Mut, Angst und Feuer * Dienstag, 7. März
    Lauter Abschiede * Mittwoch, 8. März
    Unerwartete Attacken * Freitag, 10. März
    Letzte Tage * Samstag, 11. März
    Abfahrten * Montag, 13. März
    Der Anblick dieser Hölle * Mittwoch, 15. März

    Wie es weiterging * 33 Lebensabrisse

    Nachwort
    Dank
    Benutzte Literatur
    Personenregister
    Bildnachweis