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Martha und die Ihren

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,5/12,2/2,6 cm

Gewicht

320 g

Auflage

03. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07273-0

Beschreibung

Rezension

»Ein Virtuose des historischen Romans.«
»Einer der erfolgreichsten Autoren der Schweiz.«
»Lukas Hartmann entfaltet eine große poetische Kraft, voller Sensibilität und beredter Stille.«
»Lukas Hartmann ist so etwas wie ein Archäologe unter den großen zeitgenössischen Schweizer Autoren. Für seine Romane vergräbt er sich in der Vergangenheit und fördert Spannendes zutage.«
»Lukas Hartmann kann das: Geschichte so erzählen, dass sie uns die Gegenwart in anderem Licht sehen lässt.«
»Eine ergreifende, niemanden schonende Milieustudie aus der Welt der Bauern, Arbeiter und kleinen Beamten der Epoche zwischen 1930 und 1960.«
»Lukas Hartmanns autobiografischer Roman ›Martha und die Ihren‹ ist ein präzises und bewegendes Stu¨ck Mentalitätsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,5/12,2/2,6 cm

Gewicht

320 g

Auflage

03. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07273-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Meine Meinung Das schwere…

Giselas Lesehimmel aus Landshut am 09.05.2025

Bewertungsnummer: 2938473

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Meinung Das schwere Leben einer starken Frau Schweiz, Anfang 20. Jahrhundert "Verdingkind" ist eine Bezeichnung, die nicht nur traurig klingt, sondern auch wirklich ist. Martha musste am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ein Verdingkind zu sein, nachdem der Vater bei einem Arbeitsunfall gestorben war. Es war ein langsames, schmerzhaftes Sterben, da sich die Familie kein Krankenhaus leisten konnte. Die Mutter war nicht mehr in der Lage, ihre Kinder zu ernähren und musste sie zu verschiedenen Bauern geben. Wir erleben das Geschehen überwiegend aus der Sicht von Martha, die sich als 8-Jährige bei der Bauernfamilie Bürgi im Berner Umland verdingt hatte. Als letzte am Esstisch durfte sie nur essen, was übrig blieb. Stets ging sie hungrig vom Tisch; beklagte sich aber nie, obwohl es Martha innerlich zerriss. Sie musste kaum übliche Arbeiten auf dem Hof verrichten. Es war ihre Aufgabe, den behinderten Sohn der Familie jeden Tag spazieren zu führen; angeleint, damit er ihr nicht davon laufen konnte. Kräftemäßig war er ihr weit überlegen und daher trug sie oft Verletzungen davon. Martha wuchs bald über sich selbst hinaus. Das intelligente Mädchen fiel ihrem Lehrer auf, der sich für sie einsetzte und ihr zu einer Arbeit in einer Strickfabrik verhalf. Sie stellte sich von Anfang an sehr geschickt an, und wurde ziemlich schnell von den Kolleginnen und der Vorarbeiterin geschätzt. Von da an zahlte das Mädchen Kostgeld bei der Familie und kaufte von ihren Ersparnissen ein Fahrrad, um zügiger in die Arbeit zu kommen. Die Bauernfamilie zollte ihr darauf hin mehr Respekt, aber Zugehörigkeit erlangte sie nie. Sie lernte einen Mann kennen und heiratete. Bekam zwei Söhne und half ihrem kränklichen Mann Schuhe zu anfertigen und reparieren. Das passierte heimlich, da keiner im Ort einer Frau diese Arbeit zutraute. Als ihr Mann starb, blieben die Aufträge aus und Martha kämpfte gegen die Armut an. Ihre Söhne sollten es besser haben. Ich habe mich oft gefragt, wie so eine zierliche Frau das alles verkraften konnte. Zeit für eine Verschnaufpause blieb ihr so gut wie nie. Ihre Kinder hatte sie zur Zielstrebigkeit erzogen und selten Zeit gehabt, sie mal in die Arme zu nehmen. Besonders der ältere Sohn übernahm ihren Ehrgeiz und brachte es zu einem gewissen Wohlstand. Sie vermisste ihre fünf Geschwister, zu denen sie den Kontakt verloren hatte, da keiner vom anderen wusste, wo er lebte. Zu ihrer resignierten Mutter hatte sie für kurze Zeit sporadisch Kontakt. Für mich ist das Ganze unvorstellbar, zumal allein erziehende Mütter in der heutigen Zeit die nötige Hilfe bekommen, um ihre Kinder zu behalten. Das ist bestimmt auch nicht leicht, aber machbar. Der Schreibstil wirkt direkt und schnörkellos, da auf jegliche Weichzeichner verzichtet wird. Die Emotionalität geht dabei keineswegs verloren und ich konnte Marthas Leid zwischen den Zeilen wahrnehmen. Die starke Frau musste immer wieder von vorne anzufangen; was ihr Leben zu einem einzigen schweren Kampf machte. Sie wirkte hart, was sie aber wirklich nicht war. Als junges Mädchen musste sie nach und nach ihre Träume begraben, um Platz für harte Arbeit zu schaffen. Über drei Generationen hinweg beeinflusste Marthas Leben die ihren. Ihre Enkelkinder führten ihren eigenen Kampf, da sie ihr Leben selbstbestimmt - ohne Altlasten ihr Eltern und Großmutter - führen wollten. Es handelt sich um die Großmutter des Autors, dem ich herzlich danke, dass er die Geschichte mit uns geteilt hat. Eine klare Empfehlung, für diese spannende und emotionale Biografie, die mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Ich empfehle das Nachwort vom Autor zu lesen.

Meine Meinung Das schwere…

Giselas Lesehimmel aus Landshut am 09.05.2025
Bewertungsnummer: 2938473
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Meinung Das schwere Leben einer starken Frau Schweiz, Anfang 20. Jahrhundert "Verdingkind" ist eine Bezeichnung, die nicht nur traurig klingt, sondern auch wirklich ist. Martha musste am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ein Verdingkind zu sein, nachdem der Vater bei einem Arbeitsunfall gestorben war. Es war ein langsames, schmerzhaftes Sterben, da sich die Familie kein Krankenhaus leisten konnte. Die Mutter war nicht mehr in der Lage, ihre Kinder zu ernähren und musste sie zu verschiedenen Bauern geben. Wir erleben das Geschehen überwiegend aus der Sicht von Martha, die sich als 8-Jährige bei der Bauernfamilie Bürgi im Berner Umland verdingt hatte. Als letzte am Esstisch durfte sie nur essen, was übrig blieb. Stets ging sie hungrig vom Tisch; beklagte sich aber nie, obwohl es Martha innerlich zerriss. Sie musste kaum übliche Arbeiten auf dem Hof verrichten. Es war ihre Aufgabe, den behinderten Sohn der Familie jeden Tag spazieren zu führen; angeleint, damit er ihr nicht davon laufen konnte. Kräftemäßig war er ihr weit überlegen und daher trug sie oft Verletzungen davon. Martha wuchs bald über sich selbst hinaus. Das intelligente Mädchen fiel ihrem Lehrer auf, der sich für sie einsetzte und ihr zu einer Arbeit in einer Strickfabrik verhalf. Sie stellte sich von Anfang an sehr geschickt an, und wurde ziemlich schnell von den Kolleginnen und der Vorarbeiterin geschätzt. Von da an zahlte das Mädchen Kostgeld bei der Familie und kaufte von ihren Ersparnissen ein Fahrrad, um zügiger in die Arbeit zu kommen. Die Bauernfamilie zollte ihr darauf hin mehr Respekt, aber Zugehörigkeit erlangte sie nie. Sie lernte einen Mann kennen und heiratete. Bekam zwei Söhne und half ihrem kränklichen Mann Schuhe zu anfertigen und reparieren. Das passierte heimlich, da keiner im Ort einer Frau diese Arbeit zutraute. Als ihr Mann starb, blieben die Aufträge aus und Martha kämpfte gegen die Armut an. Ihre Söhne sollten es besser haben. Ich habe mich oft gefragt, wie so eine zierliche Frau das alles verkraften konnte. Zeit für eine Verschnaufpause blieb ihr so gut wie nie. Ihre Kinder hatte sie zur Zielstrebigkeit erzogen und selten Zeit gehabt, sie mal in die Arme zu nehmen. Besonders der ältere Sohn übernahm ihren Ehrgeiz und brachte es zu einem gewissen Wohlstand. Sie vermisste ihre fünf Geschwister, zu denen sie den Kontakt verloren hatte, da keiner vom anderen wusste, wo er lebte. Zu ihrer resignierten Mutter hatte sie für kurze Zeit sporadisch Kontakt. Für mich ist das Ganze unvorstellbar, zumal allein erziehende Mütter in der heutigen Zeit die nötige Hilfe bekommen, um ihre Kinder zu behalten. Das ist bestimmt auch nicht leicht, aber machbar. Der Schreibstil wirkt direkt und schnörkellos, da auf jegliche Weichzeichner verzichtet wird. Die Emotionalität geht dabei keineswegs verloren und ich konnte Marthas Leid zwischen den Zeilen wahrnehmen. Die starke Frau musste immer wieder von vorne anzufangen; was ihr Leben zu einem einzigen schweren Kampf machte. Sie wirkte hart, was sie aber wirklich nicht war. Als junges Mädchen musste sie nach und nach ihre Träume begraben, um Platz für harte Arbeit zu schaffen. Über drei Generationen hinweg beeinflusste Marthas Leben die ihren. Ihre Enkelkinder führten ihren eigenen Kampf, da sie ihr Leben selbstbestimmt - ohne Altlasten ihr Eltern und Großmutter - führen wollten. Es handelt sich um die Großmutter des Autors, dem ich herzlich danke, dass er die Geschichte mit uns geteilt hat. Eine klare Empfehlung, für diese spannende und emotionale Biografie, die mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Ich empfehle das Nachwort vom Autor zu lesen.

Ein Leben voller Entbehrungen

Schoko_und_Buch aus Friedberg am 19.09.2024

Bewertungsnummer: 2296101

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zum Inhalt: Martha erlebt als Kind mit, wie ihr Vater schwer erkrankt und die Familie dadurch immer mehr in die Armut abrutscht. Schließlich stirbt der Vater und Martha wird fortan ihre Kindheit als „Verdingkind“ in einer anderen Bauernfamilie verbringen. Dort kümmert sie sich um den Sohn, der jedoch besondere Bedürfnisse hat. Ihr Leben ist geprägt von Härte, Arbeit und wenig Liebe und Zuneigung. Sie schafft es, sich aus absoluter Armut durch harte Arbeit selbst eine kleine Familie aufzubauen mit einem bescheidenen Wohlstand. Mein Eindruck: Das Buch hat mich gefesselt. Auf beeindruckende Art wird Marthas Leben erzählt, welches eigentlich nur aus Arbeit besteht. Liebe und Fürsorge hat sie nie erfahren. Und so kann sie es auch ihren Kindern nicht weitergeben. Martha hat nur gelernt, zu arbeiten und zu funktionieren. So nimmt auch ihre Familie sie war. Sie wird für ihre Tüchtigkeit geschätzt. Im Laufe der Generationen nehmen aber auch Gefühle und der Wunsch nach Leben mehr und mehr Raum im alltäglichen Leben ein. Ein Buch, welches zeigt, wie sehr der Krieg und die Entbehrungen das Leben geprägt hat und sich nachfolgende Generationen beeinflusst hat dadurch. Das persönliche Nachwort zum Schluss hat mir sehr gefallen. Es hat mich nachdenklich und dankbar zurückgelassen.

Ein Leben voller Entbehrungen

Schoko_und_Buch aus Friedberg am 19.09.2024
Bewertungsnummer: 2296101
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zum Inhalt: Martha erlebt als Kind mit, wie ihr Vater schwer erkrankt und die Familie dadurch immer mehr in die Armut abrutscht. Schließlich stirbt der Vater und Martha wird fortan ihre Kindheit als „Verdingkind“ in einer anderen Bauernfamilie verbringen. Dort kümmert sie sich um den Sohn, der jedoch besondere Bedürfnisse hat. Ihr Leben ist geprägt von Härte, Arbeit und wenig Liebe und Zuneigung. Sie schafft es, sich aus absoluter Armut durch harte Arbeit selbst eine kleine Familie aufzubauen mit einem bescheidenen Wohlstand. Mein Eindruck: Das Buch hat mich gefesselt. Auf beeindruckende Art wird Marthas Leben erzählt, welches eigentlich nur aus Arbeit besteht. Liebe und Fürsorge hat sie nie erfahren. Und so kann sie es auch ihren Kindern nicht weitergeben. Martha hat nur gelernt, zu arbeiten und zu funktionieren. So nimmt auch ihre Familie sie war. Sie wird für ihre Tüchtigkeit geschätzt. Im Laufe der Generationen nehmen aber auch Gefühle und der Wunsch nach Leben mehr und mehr Raum im alltäglichen Leben ein. Ein Buch, welches zeigt, wie sehr der Krieg und die Entbehrungen das Leben geprägt hat und sich nachfolgende Generationen beeinflusst hat dadurch. Das persönliche Nachwort zum Schluss hat mir sehr gefallen. Es hat mich nachdenklich und dankbar zurückgelassen.

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Martha und die Ihren

von Lukas Hartmann

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Sigrid Klonner

Thalia Salzburg – Europark

Zum Portrait

4/5

kurzweiliges, generationenübergreifendes Familienportrait

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lukas Hartmann erzählt auf unterhaltsame und kurzweilige Art die Geschichte seiner Großmutter - einer starken Frau, die alles daran setzt, ihre Lage und das Leben ihrer Nachkommen zu verbessern. Hier halten Sie ein Buch in Händen, das die Nachkriegszeit in der Schweiz einfängt. Dabei ist dem Autor nicht daran gelegen die große Geschichte einzufangen, sondern die Auswirkungen auf die kleinen Leute nachzuzeichnen. Dieses Buch ist ein gelungenes Familien- und Gesellschaftsportrait, das die Auswirkungen dieser Zeit auf die unsere erhellt.
  • Sigrid Klonner
  • Buchhändler/-in

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4/5

kurzweiliges, generationenübergreifendes Familienportrait

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lukas Hartmann erzählt auf unterhaltsame und kurzweilige Art die Geschichte seiner Großmutter - einer starken Frau, die alles daran setzt, ihre Lage und das Leben ihrer Nachkommen zu verbessern. Hier halten Sie ein Buch in Händen, das die Nachkriegszeit in der Schweiz einfängt. Dabei ist dem Autor nicht daran gelegen die große Geschichte einzufangen, sondern die Auswirkungen auf die kleinen Leute nachzuzeichnen. Dieses Buch ist ein gelungenes Familien- und Gesellschaftsportrait, das die Auswirkungen dieser Zeit auf die unsere erhellt.

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