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Produktbild: Dorothea

Dorothea Queere Heldin unterm Hakenkreuz

3

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.10.2023

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

3541 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218014052

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.10.2023

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

3541 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218014052

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Eine Hommage an eine mutige Frau

Gertie G. aus Wien am 15.10.2023

Bewertungsnummer: 2043923

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Jürgen Pettinger zeichnet in diesem Buch die Jahre 1941-1944 im Leben der Schauspielerin Dorothea Neff (1903-1986) nach. Dorothea Neff versteckt in dieser Zeit ihre Lebensgefährtin, die Kostümbildnerin Lilly Wolff in ihrer Wohnung in der Annagasse in Wien. Lilly Wolff ist nämlich gleich doppelt bedroht, denn sie ist lesbisch und Jüdin. Eine tödliche Kombination während des NS-Regimes, das alle jene, die nicht in ihr Weltbild passen, gnadenlos verfolgt und ermordet. Unmittelbar vor der Deportation zieht Lilli Wolff in Dorothea Neffs Wohnung ein. Dorothea Neff gefährdet mit dieser großzügigen und mutigen Tat nicht nur ihre eigene Schauspielkarriere, sondern auch ihr Leben. Daher spielt sie in diesen vier Jahren die Rolle ihres Lebens. Lilli muss unsichtbar sein, sich wie ein Geist verhalten. Kein Spaziergang, ja nicht einmal ans Fenster gehen und vorsichtig durch die Wohnung schleichen, denn das Knarren des alten Parkettbodens könnte sie verraten. Wenn Dorothea Neff einen der seltenen Besuche bekommt, muss sich Lilli im Kamin verstecken. Einer der wenigen Menschen, denen sie vertraut ist der junge Arzt Erwin Ringel, der im selben Haus wohnt. Als Lilli Wolff einen Tumor in der Brust entdeckt, schummelt er sie unter falschem Namen ins Krankenhaus. Sie überlebt die Operation. Die beiden Frauen leben von den mageren Rationen einer einzigen Lebensmittelkarte. Nur hin und wieder gelingt es der Neff, ein paar Deka mehr zu erhalten. Als dann noch ein hochrangiger SS-Angehöriger in das Haus einzieht, spitzt sich die Situation für Lilli und Dorothea nochmals zu. Doch mit der Ankunft von Mati und Meta Lillis Freundinnen aus dem zerstörten Köln, entgeht Dorothea Neff der behördlich angeordneten Einquartierung. Nun leben vier Frauen von drei Lebensmittelrationen. Doch auch mit dem Einmarsch der Russen 1945 scheint die Gefahr noch nicht gebannt zu sein. Nach dem Ende des Krieges wird Lilli Wolff Europa verlassen und niemals wiederkommen. Dorothea Neff hat über die Jahre im Krieg geschwiegen. Erst 1978 spricht sie in einem Interview darüber. Während das offizielle Österreich nach wie vor keine Notiz davon nimmt, wird der israelische Botschafter in Basel auf diesen Artikel aufmerksam. 1980 wird Dorothea Neff mit der Medaille von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Meine Meinung: Wie schon in seinem Buch „Franz. Schwul sein unter dem Hakenkreuz“, hat Jürgen Pettinger mit diesem Buch abermals das Leben homosexueller Menschen während des NS-Regimes nachgezeichnet. Diesmal beschäftigt er sich mit der Schauspielerin Dorothea Neff und der Kostümbildnerin Lilli Wolff, die ein Paar sind. Da Lilli Jüdin ist, schwebt sie in ständiger Gefahr deportiert zu werden. Die Biografien von Dorothea Neff und Lilli Wolff sind penibel recherchiert. Um die Dramatik dieser Jahre für die Leser erlebbar zu machen, hat Jürgen Pettinger diesmal die Romanbiografie als Erzählform gewählt. Zahlreiche Fotos ergänzen dieses beeindruckende Buch. Fazit: Dieser einfühlsamen und beeindruckenden Romanbiografie, die stellvertretend für Tausende von verfolgten und ermordeten Homosexueller der NS-Zeit steht, gebe ich gerne 5 Sterne.

Eine Hommage an eine mutige Frau

Gertie G. aus Wien am 15.10.2023
Bewertungsnummer: 2043923
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Jürgen Pettinger zeichnet in diesem Buch die Jahre 1941-1944 im Leben der Schauspielerin Dorothea Neff (1903-1986) nach. Dorothea Neff versteckt in dieser Zeit ihre Lebensgefährtin, die Kostümbildnerin Lilly Wolff in ihrer Wohnung in der Annagasse in Wien. Lilly Wolff ist nämlich gleich doppelt bedroht, denn sie ist lesbisch und Jüdin. Eine tödliche Kombination während des NS-Regimes, das alle jene, die nicht in ihr Weltbild passen, gnadenlos verfolgt und ermordet. Unmittelbar vor der Deportation zieht Lilli Wolff in Dorothea Neffs Wohnung ein. Dorothea Neff gefährdet mit dieser großzügigen und mutigen Tat nicht nur ihre eigene Schauspielkarriere, sondern auch ihr Leben. Daher spielt sie in diesen vier Jahren die Rolle ihres Lebens. Lilli muss unsichtbar sein, sich wie ein Geist verhalten. Kein Spaziergang, ja nicht einmal ans Fenster gehen und vorsichtig durch die Wohnung schleichen, denn das Knarren des alten Parkettbodens könnte sie verraten. Wenn Dorothea Neff einen der seltenen Besuche bekommt, muss sich Lilli im Kamin verstecken. Einer der wenigen Menschen, denen sie vertraut ist der junge Arzt Erwin Ringel, der im selben Haus wohnt. Als Lilli Wolff einen Tumor in der Brust entdeckt, schummelt er sie unter falschem Namen ins Krankenhaus. Sie überlebt die Operation. Die beiden Frauen leben von den mageren Rationen einer einzigen Lebensmittelkarte. Nur hin und wieder gelingt es der Neff, ein paar Deka mehr zu erhalten. Als dann noch ein hochrangiger SS-Angehöriger in das Haus einzieht, spitzt sich die Situation für Lilli und Dorothea nochmals zu. Doch mit der Ankunft von Mati und Meta Lillis Freundinnen aus dem zerstörten Köln, entgeht Dorothea Neff der behördlich angeordneten Einquartierung. Nun leben vier Frauen von drei Lebensmittelrationen. Doch auch mit dem Einmarsch der Russen 1945 scheint die Gefahr noch nicht gebannt zu sein. Nach dem Ende des Krieges wird Lilli Wolff Europa verlassen und niemals wiederkommen. Dorothea Neff hat über die Jahre im Krieg geschwiegen. Erst 1978 spricht sie in einem Interview darüber. Während das offizielle Österreich nach wie vor keine Notiz davon nimmt, wird der israelische Botschafter in Basel auf diesen Artikel aufmerksam. 1980 wird Dorothea Neff mit der Medaille von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Meine Meinung: Wie schon in seinem Buch „Franz. Schwul sein unter dem Hakenkreuz“, hat Jürgen Pettinger mit diesem Buch abermals das Leben homosexueller Menschen während des NS-Regimes nachgezeichnet. Diesmal beschäftigt er sich mit der Schauspielerin Dorothea Neff und der Kostümbildnerin Lilli Wolff, die ein Paar sind. Da Lilli Jüdin ist, schwebt sie in ständiger Gefahr deportiert zu werden. Die Biografien von Dorothea Neff und Lilli Wolff sind penibel recherchiert. Um die Dramatik dieser Jahre für die Leser erlebbar zu machen, hat Jürgen Pettinger diesmal die Romanbiografie als Erzählform gewählt. Zahlreiche Fotos ergänzen dieses beeindruckende Buch. Fazit: Dieser einfühlsamen und beeindruckenden Romanbiografie, die stellvertretend für Tausende von verfolgten und ermordeten Homosexueller der NS-Zeit steht, gebe ich gerne 5 Sterne.

Eine mutige Frau

Helga Pamminger aus Wiener Neustadt am 07.11.2023

Bewertungsnummer: 2063669

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine bekannte Schauspielerin in Wien versteckt in der Zeit des 3. Reichs ihre Freundin, eine deutsche Jüdin, über Jahre in ihrer Wohnung. Das ist eine spannend erzählte Geschichte, ohne Effekthascherei, dennoch berührend. Ein Zeugnis von unglaublicher Tapferkeit, Chuzpe, Selbstbewusstsein, aber auch von Angst vor Entdeckung, Hunger, Einsamkeit, Widerstand. Große Empfehlung

Eine mutige Frau

Helga Pamminger aus Wiener Neustadt am 07.11.2023
Bewertungsnummer: 2063669
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine bekannte Schauspielerin in Wien versteckt in der Zeit des 3. Reichs ihre Freundin, eine deutsche Jüdin, über Jahre in ihrer Wohnung. Das ist eine spannend erzählte Geschichte, ohne Effekthascherei, dennoch berührend. Ein Zeugnis von unglaublicher Tapferkeit, Chuzpe, Selbstbewusstsein, aber auch von Angst vor Entdeckung, Hunger, Einsamkeit, Widerstand. Große Empfehlung

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Dorothea

von Jürgen Pettinger

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Meinung aus der Buchhandlung

Martin Berger

Thalia Wien – Mitte / W3

Zum Portrait

5/5

Schattenexistenz

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach dem tragischen Schicksal des Franz Doms, er wurde wegen seiner Homosexualität von den Nationalsozialisten ermordet, widmet sich Jürgen Pettinger in seinem neuen Buch wieder einem queeren Thema aus der NS-Zeit. Es ist die Geschichte von Dorothea Neff und ihrer Freundin Lilli Wolff, diese lebte ab 1940 als U-Boot in der Wohnung der bekannten Schauspielerin. Unter welchen Umständen die beiden Frauen leben und überleben mussten ist kaum vorstellbar - Angst vor Entdeckung, mit nur einer Lebensmittelration zu zweit auskommen. Lilli konnte sich in Abwesenheit von Dorothea kaum in der Wohnung bewegen, ein Knarren des Bodens hätte sie verraten können. Was tun im Fall einer Krankheit? Hier half der junge Mediziner Erwin Ringel, der später als Psychologe und Analyst der „Österreichischen Seele“ bekannt wurde, er riskierte damit auch sein eigenes Leben. All das und mehr schildert Pettinger in dieser beeindruckenden Romanbiografie. 1980 wurde Dorothea Neff als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt, Lilli Wolff ging in die USA. (Siehe auch: Ungar-Klein, Schattenexistenz)
  • Martin Berger
  • Buchhändler/-in

5/5

Schattenexistenz

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach dem tragischen Schicksal des Franz Doms, er wurde wegen seiner Homosexualität von den Nationalsozialisten ermordet, widmet sich Jürgen Pettinger in seinem neuen Buch wieder einem queeren Thema aus der NS-Zeit. Es ist die Geschichte von Dorothea Neff und ihrer Freundin Lilli Wolff, diese lebte ab 1940 als U-Boot in der Wohnung der bekannten Schauspielerin. Unter welchen Umständen die beiden Frauen leben und überleben mussten ist kaum vorstellbar - Angst vor Entdeckung, mit nur einer Lebensmittelration zu zweit auskommen. Lilli konnte sich in Abwesenheit von Dorothea kaum in der Wohnung bewegen, ein Knarren des Bodens hätte sie verraten können. Was tun im Fall einer Krankheit? Hier half der junge Mediziner Erwin Ringel, der später als Psychologe und Analyst der „Österreichischen Seele“ bekannt wurde, er riskierte damit auch sein eigenes Leben. All das und mehr schildert Pettinger in dieser beeindruckenden Romanbiografie. 1980 wurde Dorothea Neff als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt, Lilli Wolff ging in die USA. (Siehe auch: Ungar-Klein, Schattenexistenz)

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