In Europa hebt der Erste Weltkrieg an. Da wird in Triest eine schrullige alte Frau, die von allen nur »die Hexe« genannt wurde, bestialisch ermordet in ihrem Häuschen aufgefunden. Der leidenschaftliche Rennradfahrer Gaetano Lamprecht, Ispettore der Triestiner Polizei, begibt sich auf die Spur des zunächst noch sehr rätselhaften Mörders. Dabei taucht er tief ein in die Geschichte Triests und in die Verstrickungen des Kunsthandels. Er muss sich mit halbseidenen Ganoven und generationenübergreifenden Flüchen herumschlagen. Dabei an seiner Seite: seine kluge Schwester Adina, seine Sekretärin Clara und die schöne Witwe Alessia - die Gaetanos Leben gehörig auf den Kopf stellt¿...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Bühne
5/5
09.11.2023
eBook (ePUB 3)
Toller 2. Teil
Da ich den ersten Band um Geatano Lamprecht auch schon gelesen habe, freute ich mich sehr auf den zweiten und wurde nicht enttäuscht. Triest in den Jahren 1914/15 der Erste Weltkrieg wirft seine Schaten voraus. Der Autor schafft es gut, die damalige Stimmung einzufangen, von der Begeisterung der Jugend für das eigene Land in einen vermeitlich kurzen Krieg zu ziehen. Der Mord, mit dem sich der Ispettore befassen musst hat Hintergünde, die bis ins 18. Jahrhundert reichen. Ein düsterer aber toller Kriminalroman. Es treten auch neue Personen im Umfeld des Ispettore, bezogen auf den ersten Teil auf, eine neue Sekretärin und eine Liebschaft für Geatano. Der Autor erzeugt mit seiner Erzählweise Bilder, die teilweise sehr düster sind, was aber an der damaligen Zeit liegen mag, imKopf des Lesers, die einen immer weiter in die Geschichte ziehen. Mir hat auch dieser Band wieder gut gefallen und die Lösung des Kriminalfalles war nicht so wie vermutet. Gerne lese ich mehr über Geatano, denn das Ende ist eigentlich kein wirkliches Ende ...
Philiene
aus Süsel
5/5
11.09.2023
eBook (ePUB 3)
Mord in Triest
Geatano Lamprecht wird zu der grausam zugerichteten Leiche einer Frau gerufen.Neben der Frage nach dem Mördwr kommen auch schnell Fragen zu der Frau auf, sie würde allgemein als Hexe bezeichnet und lebte sehr zurückgezogen. Wer hätte also ein Interesse daran sie zu ermorden?
Zu den Ermittlungen in dem Fall ist auch in Geatanos privaten Umfeld einiges los. Das Pulverfass Europa ist explodiert, der erste Weltkrieg ausgebrochen. Triest, die Stadt in der Roman spielt, gehört zum österreichischen Kaiserreich und so droht ihm der Kriegseinsatz....
Mir gefallen die Romane aus Triest sehr gut. Zum einen mag ich Geatano als Person und auch als Ermittler. Ich mag die Mischung aus Ermittler, Sportler und dann wieder Sohn. Denn der Ermittler lebt noch bei seinen Eltern. Sein Verhältnis zu Frauen ist sagen wir mal nicht unkompliziert, außer das zu seiner Schwester, die hat ihn im Griff.
Darüber darf man natürlich den Fall nicht vergessen. Hier wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und so ergeben sich viele Dinge, die nicht so klar gewesen wären, wäre der Roman nur aus einer Sicht erzählt worden.
Ein spannender Roman aus dem historischen Triest.
brauneye29
aus Wachtendonk
3/5
18.09.2023
eBook (ePUB 3)
Nicht schlecht
Zum Inhalt:
Der Erste Weltkrieg zieht bereits auf, als in Triest eine Frau bestialisch ermordet aufgefunden wird. Die schrullige Dame wurde von allen nur die Hexe genannt. Gaetano, der Ispettore der Triestiner Polizei begibt sich auf Spurensuche und taucht dabei immer mehr in die Geschichte von Triest und den Kunsthandel ein. Und mit dabei drei kluge Frauen, von denen eine Gaetanos Leben ganz schon auf den Kopf stellt.
Meine Meinung:
Ich habe ganz schön gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, da ich sowohl mit dem Schreibstil als auch den Namen gehadert habe. Das Setting hat was und ich fühlte mich schon auch in die Stadt und Zeit zurück versetzt, nachdem ich mich dann irgendwann in die Geschichte gefuchst hatte. Das Buch hat mich in den Teilen an klassische Krimis aus England erinnert, aber wirklich nur in Teilen weil das Setting schon auch sehr italienisch geprägt ist.
Fazit:
Nicht schlecht
Pip
aus Belm
3/5
15.09.2023
eBook (ePUB 3)
Ein Mord an einer alten Frau,…
Ein Mord an einer alten Frau, angeblich eine Hexe, war das der Grund anscheinend nicht. Sie hatte zwar diesen Ruf aber getan hat ihr bisher niemand etwas. Man ging ihr aus dem Weg. Aber jemand hat sie gehasst und sie darum umgebracht. Gaetano Lamprecht soll dieses Rätsel lösen, dafür wird sogar seine Einberufung zur Armee zurück gestellt. Es ist der Beginn des 1.Weltkriegs, eine Zeit in der einfach alles Durcheinander geht. Euphorie und Hurrapatriotismus steht der Vernunft und Kriegsgegnern gegenüber. Triest ist eine Stadt hin und hergerissen zwischen Österreich und Italien. Die Stadt liegt an der damaligen Grenze. Auch Gaetano ist zerrissen, seine Familie ist für Österreich er selber steht den Italienern nahe. Dazu kommt seine Aufgabe einen mysteriösen Mord auf zu klären. Wir Leser erfahren von Anfang an etwas mehr. In Rückblenden die wie Albträume wirken, werden kleine Einzelheiten eines Verbrechens erzählt. Aber welches ist geschehen, auf diese Information müssen wir genau wie Gaetano und seine Helferinnen warten. Am Ende steht ein Krimi vor der Auflösung der gleichzeitig ein Stück Zeitgeschichte erzählt. Denn das Thema Krieg, seine Ursache, die Folgen aus wahnwitzigen Stolz stehen fast schon im Vordergrund.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
29.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
spannender Fall im historischen Triest
Wir sind in Triest im Jahre 1914. Der erste Weltkrieg hat begonnen, an allen Fronten wird gekämpft, und das Grauen dieses ersten modernen Krieges wird langsam sichtbar. Gatenao Lamprecht, Anfang 20, Sohn einer italienischen Mutter und eines Österreichers, ist Ispettore bei der Triester Polizei. Und bevor ich jetzt weiterschreibe, noch mal ein Blick in die Historie: Triest war damals nämlich keine italienische Stadt (wie ich das dachte…), sondern gehörte seit dem 14. Jahrhundert zu den Habsburgern, war also österreichisch. Direkt nebendran liegt Slowenien, und natürlich Italien. Also alles ein bisschen anders als heutzutage, und ich habe ein wenig gebraucht, um mich einzufinden.
Okay, weiter im Text; in Triest wird eine alte Frau, die als Hexe verschrien wurde, bestialisch ermordet, Ispettore Lamprecht muss ermitteln, und begibt sich auf die Spur des rätselhaften Mörders. Der Fall ist recht verzwickt; das Leben und die Familiengeschichte des Opfers entpuppt sich als gelinde gesagt sonderbar, wenn nicht sogar als verflucht, und ein etruskisches Artefakt scheint eine Rolle zu spielen….und so ermittelt Lamprecht teils in der damaligen Kunsthandelsszene als auch im lokalen Kleinganovenmileu….
Der Klappentext verrät: „Auf seiner Seite: seine kluge Schwester Alida, seine Sekretärin Clara und die schöne Witwe Alessia – die Gaetanos Leben gebührend auf den Kopf stellt….“ Hm, ich habe dem Klappentext entnommen, dass hier der Inspektor gemeinsam mit ein paar starken Frauen ermittelt, aber ganz so war es dann doch nicht. Frauen spielen im Leben des jungen Polizisten durchaus eine Rolle, aber ermitteln tut er doch lieber alleine. Er bespricht durchaus einiges mit seiner kleinen Schwester, denn deren Klugheit hilft oft weiter, und auch Sekretärin Clara, eine der ersten weiblichen Kräfte in der Polizei (der Krieg und der Männermangel lassen grüßen, darf gerne unterstützen, aber den Hut hat Lamprecht alleine auf. Ach ja, und die schöne Witwe Alessia – nun die hat mit dem Fall eigentlich gar nichts zu tun. Da hat mich der Klappentext ein wenig in die Irre geführt.
Mein Leseeindruck: Kurz und knapp – das war ein guter Krimi. Hat mir sehr gut gefallen. Der Fall war interessant, ebenso die Protagonisten. Bestechend tut der Krimi aber aufgrund des historischen Settings. Das war ein Ausflug ins historische Triest der k.u.k.Monarchie, Ich fand das richtig spannend.
Einerseits hat uns der Autor die politischen Hintergründe bezüglich des ersten Weltkrieges etwas nähergebracht, andererseits ist schlicht die Zeit vor 110 Jahren auferstanden. Dem Privatleben des Inspektors wird durchaus einiges an Raum zugestanden, und ich fand vor allem sein Familienleben bemerkenswert: er siezt den Vater, der duzt ihn natürlich. Mit der Mama ist er auf Du und Du. Gaetano ist zwar ein aufstrebendes Talent bei der Polizei, zuhause hat aber der Papa das Sagen, und das geht so weit, dass dieser ihn sogar als Freiwilligen zur Front melden darf. In der österreichischen Armee natürlich – es lebe der Kaiser. Dass sein Sohn gar nicht so kriegsfreudig ist, kommt erst peu a peu heraus…. einer seiner Kollegen kam traumatisiert von der Front zurück ins heimische Triest, und hatte schlimme Dinge zu berichten, die nicht in den Zeitungen standen….ja, das war ein Nebenschauplatz, der berührt und zum Nachdenken anregt.
Also, ich wiederhole mich, die Story war gut gemacht, Der Erzählstil war flüssig und bildhaft, ich habe den Krimi in ein paar kurzen Tagen durchgelesen. 5 Sterne also für 2Die Geister von Triest“.
Einen Minuspunkt habe ich für die Aufmachung des Buches zu vergeben. Die ist nämlich echt etwas merkwürdig. Wir haben hier ein Hardcover, aber der Umschlag ist aus schlichter, aber sehr fester Pappe, und schließt bündig mit den anderen Seiten ab. Also so wie ein Taschenbuch, aber eben mit Pappe. Haptisch etwas merkwürdig. Gewöhnungsbedürftig zumindest. Und die Ecken der Pappe lösen sich schon nach ein paar Tagen auf, bzw. die Pappschichten lösen sich voneinander. Das Ganze hat mit dem Inhalt nicht das Geringste zu tun, aber ich muss das loswerden.
Ja, das war Lamprechts zweiter Fall, und ich bin jetzt schon auf den Nachfolgeband gespannt, der im nächsten Frühjahr erscheinen soll!
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