»Das Gute an der Wissenschaft ist, dass sie wahr ist, ob Sie daran glauben oder nicht.« Neil deGrasse Tyson
Der berühmte Astrophysiker und Bestsellerautor Neil deGrasse Tyson wirft ein neues Licht auf die brennenden Themen unserer Zeit - Krieg, Politik, Religion, Wahrheit, Ästhetik, Gender, Race - und verdeutlicht, wie uns Wissenschaft in der Tradition der Aufklärung Lösungen bieten kann. So tiefsinnig, verständlich und witzig wurde Kosmologie seit Stephen Hawking nicht mehr erzählt.
Wir leben in einer Zeit, in der uns politische und kulturelle Sichtweisen zunehmend trennen. Doch wir äußern meist nur, was wir für wahr halten oder wahr halten wollen, ohne Rücksicht darauf, was wahr ist. Wir haben den Blick dafür verloren, was Fakten von Meinungen unterscheidet, und üben schließlich Gewalt aus, wo wir friedlich zusammenleben könnten. Neil deGrasse Tyson vollzieht in seinem neuesten Werk einen spannenden Perspektivenwechsel: So wie Galileo Galileis Erkenntnisse über das Universum die Menschen veranlasste, ihre Überzeugungen zu hinterfragen, plädiert er für ein Nachdenken über das Leben in seinem größtmöglichen Kontext - aus Sicht des Kosmos, der Sterne und Planeten. Unterhaltsam und anschaulich entwirft er Lösungen für die globalen Konflikte und leitet daraus brillante Wahrheiten über unser Dasein ab.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
brauneye29
aus Wachtendonk
5/5
13.01.2024
eBook (ePUB 3)
Tolles Buch
Zum Inhalt:
Können wir Fakten und Meinungen eigentlich noch auseinander halten bei der Informationsflut, die in der heutigen Zeit auf uns einprasseln? Der Autor wirft einen Blick auf eine Vielzahl von Themen und versucht zu verdeutlichen, wie uns die Wissenschaft in der Tradition der Aufklärung Lösungen liefern kann.
Meine Meinung:
Was für ein Buch! Ich hatte keine wirkliche Vorstellung, was einem in dem Buch erwartet und so bin ich mit geringen Erwartungen ins Buch gestartet, denn mit so einem lebhaften, witzigen und auch noch informativem Buch hatte ich nicht gerechnet. Unglaublich wie viele Themen der Autor berührt und man dennoch das Gefühl hat, dass er schon genau weiß, worüber er da schreibt. Eins der besten Sachbücher, dass ich dieses Jahr gelesen habe und dass ich eigentlich jedem unbedingt empfehlen möchte. Volle Sterne für ein tolles Buch.
Fazit:
Tolles Buch
Bewertung
4/5
11.01.2024
eBook (ePUB 3)
Ein Blick aus dem Universum
Ich habe mir sehr viel von dem Buch „Spiegel des Kosmos“, geschrieben von dem Astrophysiker Neil deGrasse Tyson, versprochen - und vieles wurde eingehalten. Im Voraus wusste ich nicht zu 100% worum es in dem Buch wirklich gehen sollte, und ich denke, man muss auch zumindest einen Teil gelesen haben, um das so richtig zu kapieren. Im Grunde ist es eine Auseinandersetzung mit dem Denken selbst, mit Methoden des Erkenntnisgewinns, wie unsere Denkweise und Debatten sich dem häufig entziehen und wie ein Blick aus dem Kosmos auf die Welt uns eine neue Perspektive eröffnen kann. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, festgefahrene, nicht faktengestützte Denkweisen und Glaubenssätze in uns selbst zu entdecken und kritisch zu prüfen. Eine frische Brise auf jeden Fall, wenn man immer mal Zeit auf sozialen Medien wie Twitter verbringt oder den Kopf über die aktuellen Nachrichten schüttelt. Dafür allein war es mir das Leseerlebnis schon wert, und ich bin froh, dass ich das Buch vorab lesen und besprechen darf.
Grundsätzlich flüssig geschrieben führt der Autor den geneigten Leser in die Welt des wissenschaftlichen Denkens ein, erklärt, wie evidenzbasierte Daten zustande kommen und wie wir selbst anfangen können, unsere Glaubenssätze kritisch zu prüfen. Er warnt davor - eine Lektion, die mir nicht fremd ist und die ich sehr zu schätzen weiß, der eigenen Meinung mehr zu trauen als präsentierten, wissenschaftlich fundierten Fakten. Die Welt der Wissenschaft ist mir nun nicht fremd, viele der Methoden, auf die deGrasse Tyson sich bezieht, sind mir vertraut. Ich denke auch, wenn man sich schon mit dem Autor auf einer Linie befindet und mit wissenschaftlichen Methoden vertraut ist, wird man dieses Buch ganz besonders zu schätzen wissen. Ich hoffe jedoch, es erreicht auch viele Menschen außerhalb der wissenschaftlichen Bubble - das Potenzial hat es auf jeden Fall.
Obwohl das Buch mir grundsätzlich gut gefallen hat, habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Die Schreibweise empfand ich im Vergleich zu anderen Sachbüchern (beispielsweise den Büchern von Stephen Hawking oder Tim Marshall) als etwas dröge. Es ließ sich immer noch gut lesen, aber es ergab sich kein wirklicher Sog, kein „ich muss jetzt weiterlesen“ - und ja, das können Sachbücher auch leisten, Hawkings Bücher sind dafür ein perfektes Beispiel. Und die Übersetzung … meine Herren. Es war teilweise wirklich schlecht und umständlich übersetzt und ich überlege, mir das Buch im englischen Original noch einmal anzuschauen. Die Übersetzungsleistung hat mich wirklich gestört. Was mir außerdem nicht gefallen hat, ist die extrem (!) amerikanistische Perspektive in diesem Buch. Beispiel: Wenn ein Alien auf der Erde landet und sagt „Bringt mich zu eurem Führer“ gehts natürlich zum Weißen Haus. What? An einigen Stellen habe ich mich gefragt, in welcher Welt der Autor eigentlich lebt. Patriotismus schön und gut, aber bei einem so aufgeklärten Kopf hätte ich etwas anderes erwartet. Show dont tell und so. Auch die besprochenen Probleme wurden immer in rein amerikanischer Perspektive angeschaut und besprochen, es wurde an keiner Stelle wirklich über den Tellerrand geblickt - obwohl das doch eigentlich das Ziel des Buches war. Vielleicht ist dieses Buch allein an ein amerikanisches Publikum gerichtet, in dem Falle: Ok. Aber wenn es an ein internationales Publikum gerichtet ist, ist das so nicht ausreichend. Das können andere amerikanische Autoren viel, viel besser.
Im Fazit lässt sich sagen, dass dieses Buch durchaus lesenswert ist. Es bietet in der Tat, wie versprochen, neue Perspektiven auf bekannte Probleme und stellt vor allem das emotionsgeladene, wenig faktenbasierte menschliche Alltagsdenken auf den Prüfstand. Die Erklärungen, wie man zu evidenzbasierten Schlüssen gelangt und wie man Fakten und Meinungen trennt, haben mir gut gefallen. Das allein ist der Lektüre wert. Allerdings hat das Buch auch Schwächen, und insgesamt hatte ich etwas mehr erwartet. Vor allem auch hier und da mehr Selbstreflexion und Weitblick vonseiten des Autors. Ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet demnach vier, und bedanke mich für das Rezensionsexemplar.
LiLo
3/5
19.01.2024
eBook (ePUB 3)
Wenig Kosmos, viel Wissenschaft - und eine gute Portion Amerika
“Im Spiegel des Kosmos” ist das neuste Werk des Astrophysikers Neil deGrasse Tyson. “So tiefsinnig, verständlich und witzig wurde Kosmologie seit Stephen Hawking nicht mehr erzählt”, wirbt der Klappentext. Und es wird eine kosmische Perspektive auf die Probleme der Menschheit versprochen; dass deGrasse Tyson dadurch gelungen sei, Lösungen für globale Konflikte zu finden und brillante Lösungen abzuleiten. Und entsprechend hoch waren meine Erwartungen und meine Vorfreude. Entsprechend gross auch die Enttäuschung.
Ja, der Kosmos bekommt seine Auftritte. Vor allem am Anfang. Da darf er - und alles was er beinhaltet und wir von unserer Erde aus sehen - als Beispiel für das Wahre und Schöne herhalten. DeGrasse Tyson beschreibt auch wie es war, als die Menschen sich das erste Mal von der Erde losgelöst haben und dem Kosmos entgegen gestrebt sind, erzählt von den Kosmonauten, den ersten Reisen zum Mond, den Bildern, welche von Sonden zur Erde geschickt wurden. Und was diese Bilder und Errungenschaften in der Welt und in den Köpfen der Menschen ausgelöst haben. Oder ausgelöst haben könnten. Von der Technologie, die zum Wohle der Menschheit durch diese Aktionen abgefallen ist. Und von Aliens und wie er sich vorstellt, dass sie unsere Erde, uns Menschen und unser Verhalten beurteilen würden, kämen sie auf Besuch.
Was ich damit sagen möchte: In diesem Buch geht es nicht in erster Linie um eine kosmische Perspektive. Sie ist höchstens Hintergrundmusik und wird hin und wieder in Form eines Alienblicks herangezogen, um gewisse Punkte zu unterstreichen. Möglicherweise auch in dem Bemühen, Witz und Satire in die Sache zu bringen. Grundsätzlich aber scheint das Ziel des Buches zu sein, den Leser:innen eine wissenschaftliche Perspektive auf die Welt und die grossen Debatten der Menschheit zu eröffnen. Eine noble Absicht, die auch bitter nötig ist! Es gelingt dem Autor schliesslich auch, die grundlegenden wissenschaftlichen Vorgehensweisen faktenbasierter Analyse zu vermitteln und auf einige Brennpunkte anzuwenden. Angefüllt ist das Buch aber vor allem mit Beispielen und Anekdoten, bei deren Wahl es deGrasse Tyson erstaunlich wenig gelingt, über den amerikanischen Tellerrand hinauszublicken. Diese scheinbar willkürlich gewählten Geschichten und Schlaglichter sind teilweise erhellend, teilweise aber auch gefühlt ohne Richtung und Ziel. Und ich musste mehr als einmal nachschauen, wie denn die Kapitelüberschrift hielt, also um was es hier eigentlich gehen soll.
“Im Spiegel des Kosmos” war für mich einigermassen interessant zu lesen, obwohl ich den Humor des Autors nur sehr begrenzt teilen kann. Das Werk mit Hawking oder den Inhalt gar mit Galileo zu vergleichen, finde ich aber eine ziemliche Anmassung.
Besten Dank an den Verlag Klett-Cotta und das Team von Vorablesen für das Rezensionsexemplar!
Bewertung
5/5
28.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Philosophie in der Wissenschaft
Der wissenschaftliche Faktencheck hat in den letzten Jahren, durch Corona, Fake News und den politischen Wandel stark gelitten.
DeGrasse Tyson beleuchtet unterschiedliche aktuelle Themen und zeigt auf, wie man das mit wissenschaftlicher Diskussion, sachlicher Diskussion, voranbringen kann.
Ein zutiefst optimistisches, philosophisches Buch
Bewertung
aus Germersheim
5/5
02.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Informativ und eindrucksvoll!!
Bereits beim Lesen des Klappentextes und auch jetzt, nachdem ich das ganze Buch gelassen habe, muss ich sagen, dass es Fakten basiert, klar verständlich geschrieben und interessant ist. Es geht nicht nur um die Astrophysik, sondern es ist ein bisschen was von vielen Themenbereichen dabei und schafft so eine sehr angenehme Balance. Die Sicht aus dem Kosmos auf die Erde finde ich einen sehr spannenden Denkanstoß. Wann befasst man sich schon damit? Das alltägliche "irdische" Leben ist allgegenwärtig. Es erinnert mich vom Aufbau her auch etwas an das großartige Buch "21. Lektionen des 21. Jahrhunderts" von Yuval Noah.
Es regt vor allen Dingen auch zum Nachdenken an und zeigt neue interessante Perspektiven auf.
Fazit: Klare Leseempfehlung für Menschen, die sich für die Wissenschaft und den Blick auf die Welt interessieren. Auch für Nicht-Physiker geeignet!
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