Das Haus verlassen
Band 17

Das Haus verlassen

Buch (Gebundene Ausgabe)

23,50 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Das Haus verlassen

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 23,50 €
eBook

eBook

ab 12,99 €
  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

19932

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Illustrator

Kat Menschik

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

96

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

19932

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Illustrator

Kat Menschik

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19,5/12,5/1,5 cm

Gewicht

216 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-286-4

Weitere Bände von Illustrierte Lieblingsbücher

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

4.5

8 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Zwiegespräch mit einem 'grundsätzlich offenen' alten Haus

Sagota aus Saarbrücken am 21.03.2024

Bewertungsnummer: 2160015

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Das Haus verlassen" von Jaqueline Kornmüller/Kat Menschik erschien (HC, 96 Seiten mit zahlreichen wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik) im Galiani-Verlag, Berlin. Das sehr ansprechende Cover ist bereits ein eyecatcher in sattem Grün, die Schriftzüge des Titels werden von einem wundervollen kupferfarbenem Farbschnitt aufgegriffen, die meine Fantasie (bei einem alten, 140 Jahre alten Feldsteinhaus) gleich an alte Kupferrohre und einen Kupferkessel in der Küche denken ließen.... (wie Kat Menschik im Nachwort anmerkt, handelt es sich bei dem Text von Regisseurin J. Kornmüller und entsprechenden wirklich sehr schönen Illustrationen von Kat Menschik auch darum, die Deutung auch der Fantasie des Lesers zu überlassen: Text und Illustrationen sind hier eine gelungene Symbiose eingegangen; die Zeichnungen 'untermalen' den Text hervorragend! Inhalt: Eine Ich-Erzählerin wohnt seit 10 Jahren in einem sehr alten Feldsteinhaus, das von einem Garten umgeben ist, der sich sehen lassen kann: Beides hat sie mit viel Liebe und Sorgfalt renoviert, bis sie bemerkt, dass sie innerlich den Wunsch verspürt, "weiterzuziehen" und neuen Herausforderungen und Aufgaben entgegenzugehen: Aus der Idee wird eine Verkaufsannonce und man erlebt mit der immer erschöpfter wirkenden, aber auch amüsierten Ich-Erzählerin ein ständiges Kommen und Gehen an potentiellen InteressentInnen bis hin zu "Immobilientouristen", die nur mal gucken wollen.... Von Beginn an spielt die Beziehung zwischen der Ich-Erzählerin (mit großem Bad im Keller, in der Grube) und dem Haus eine große Rolle: Sie empfindet das Haus als Hülle, als Körper, als Haut - besonders aber als Wohlfühlort und als Ort der Inspiration, zu dem sie nach Ausflügen in die Stadt immer wieder gerne zurückkehrte. Sie kommuniziert mit dem Haus, das sich nicht jedem öffnet, das träumt und in meist gleichmütiger Zwiesprache mit der Besitzerin agiert. Das all die Interessenten, die es inspizieren (z.B. der Anfasser, die Haltsuchende, der Frager, die Frömmler, Kalandar, die Stillen usw.) erträgt, sogar mit einem Kind spielt, als die Familie das Haus besichtigt. Auch den Garten stelle ich mir traumhaft schön vor, pflanzte doch die Ich-Erzählerin Flieder, Magnolien, Dufthortensien, Glyzinien und Bauernjasmin, den ich mir in einem Bauerngarten prächtig vorstellen kann - und im Jahreszyklus nacheinander denselben in blühendem Zustand erstrahlen lässt. Nach unzähligen Besichtigungen wird es unsere Hausbesitzerin allmählich leid, da sie spürt, dass niemand unter den Interessenten war, die "das Haus wirklich wollten". Sollte sie dennoch an ihrem Vorhaben, das Haus zu verkaufen, festhalten - oder doch bleiben? Meine Meinung: Obgleich die Autorin und Regisseurin Jaqueline Kornmüller eher in sachlich-nüchternem Stil erzählt, ist der versteckte Humor und tiefe Emotionen dennoch spürbar: Man schüttelt den Kopf wie die Hausbesitzerin über den einen oder anderen potentiellen Käufer und wünscht sich, dass sie das Haus vielleicht doch nicht verlassen wird: Eine tiefe Verbindung besteht, die ich als sehr realistisch betrachte, wenn ein Mensch länger in einem Haus wohnt. Besonders, wenn Menschen sich für das Haus selbst und seine Geschichte, seine Stärken und seine Schwächen interessieren und es pflegen. Es mit einem liebevoll angelegten Garten umgeben. Etwas unglücklich fand ich die Beziehung zu den Nachbarn (die man sich ja oft nicht aussuchen kann); idyllischer wäre die Lage fernab aller Hauptstraßen und mitten in der Natur gewesen, wenn es auch noch nette Nachbarn geben würde. Diese spielen aber hier dank der Persönlichkeit der Hausbesitzerin nur eine Nebenrolle und es geht thematisch auch darum, den richtigen Ort im Leben zu finden, den man nicht leichtfertig aufgeben sollte, um gesellschaftliche Zwänge, um heilsame Natur, die einfach guttut, um mögliche Veränderungen und neue Herausforderungen - und um das Verweilen, um Zufriedenheit im Leben, die man nicht in äußeren Dingen, sondern nur in sich selbst findet. Die grandiosen Zeichnungen von Kat Menschik regen dabei die Fantasie des Lesers an und ergänzen den Text. Fazit: Ein außergewöhnlicher, teils poetischer, kurzer Roman, eingefasst und umgeben von wunderschönen Zeichnungen von Kat Menschik, der in leiser, aber überzeugender Weise die Beziehung und die Liebe einer Frau, die ein altes Steinhaus auf dem Land besitzt, zu ihrem Haus beschreibt. So mancher Leser/manche Leserin könnte sich hier wiederfinden - denn vieles steht 'zwischen den Zeilen' geschrieben - und ist durch schöne Illustrationen vortrefflich 'untermalt'. Eine Veränderung und ein Aufbruch muss nicht immer von äußeren Veränderungen abhängen: Er kann auch (und sollte) in uns selbst stattfinden. Von mir eine Leseempfehlung und 4*.
Melden

Zwiegespräch mit einem 'grundsätzlich offenen' alten Haus

Sagota aus Saarbrücken am 21.03.2024
Bewertungsnummer: 2160015
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Das Haus verlassen" von Jaqueline Kornmüller/Kat Menschik erschien (HC, 96 Seiten mit zahlreichen wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik) im Galiani-Verlag, Berlin. Das sehr ansprechende Cover ist bereits ein eyecatcher in sattem Grün, die Schriftzüge des Titels werden von einem wundervollen kupferfarbenem Farbschnitt aufgegriffen, die meine Fantasie (bei einem alten, 140 Jahre alten Feldsteinhaus) gleich an alte Kupferrohre und einen Kupferkessel in der Küche denken ließen.... (wie Kat Menschik im Nachwort anmerkt, handelt es sich bei dem Text von Regisseurin J. Kornmüller und entsprechenden wirklich sehr schönen Illustrationen von Kat Menschik auch darum, die Deutung auch der Fantasie des Lesers zu überlassen: Text und Illustrationen sind hier eine gelungene Symbiose eingegangen; die Zeichnungen 'untermalen' den Text hervorragend! Inhalt: Eine Ich-Erzählerin wohnt seit 10 Jahren in einem sehr alten Feldsteinhaus, das von einem Garten umgeben ist, der sich sehen lassen kann: Beides hat sie mit viel Liebe und Sorgfalt renoviert, bis sie bemerkt, dass sie innerlich den Wunsch verspürt, "weiterzuziehen" und neuen Herausforderungen und Aufgaben entgegenzugehen: Aus der Idee wird eine Verkaufsannonce und man erlebt mit der immer erschöpfter wirkenden, aber auch amüsierten Ich-Erzählerin ein ständiges Kommen und Gehen an potentiellen InteressentInnen bis hin zu "Immobilientouristen", die nur mal gucken wollen.... Von Beginn an spielt die Beziehung zwischen der Ich-Erzählerin (mit großem Bad im Keller, in der Grube) und dem Haus eine große Rolle: Sie empfindet das Haus als Hülle, als Körper, als Haut - besonders aber als Wohlfühlort und als Ort der Inspiration, zu dem sie nach Ausflügen in die Stadt immer wieder gerne zurückkehrte. Sie kommuniziert mit dem Haus, das sich nicht jedem öffnet, das träumt und in meist gleichmütiger Zwiesprache mit der Besitzerin agiert. Das all die Interessenten, die es inspizieren (z.B. der Anfasser, die Haltsuchende, der Frager, die Frömmler, Kalandar, die Stillen usw.) erträgt, sogar mit einem Kind spielt, als die Familie das Haus besichtigt. Auch den Garten stelle ich mir traumhaft schön vor, pflanzte doch die Ich-Erzählerin Flieder, Magnolien, Dufthortensien, Glyzinien und Bauernjasmin, den ich mir in einem Bauerngarten prächtig vorstellen kann - und im Jahreszyklus nacheinander denselben in blühendem Zustand erstrahlen lässt. Nach unzähligen Besichtigungen wird es unsere Hausbesitzerin allmählich leid, da sie spürt, dass niemand unter den Interessenten war, die "das Haus wirklich wollten". Sollte sie dennoch an ihrem Vorhaben, das Haus zu verkaufen, festhalten - oder doch bleiben? Meine Meinung: Obgleich die Autorin und Regisseurin Jaqueline Kornmüller eher in sachlich-nüchternem Stil erzählt, ist der versteckte Humor und tiefe Emotionen dennoch spürbar: Man schüttelt den Kopf wie die Hausbesitzerin über den einen oder anderen potentiellen Käufer und wünscht sich, dass sie das Haus vielleicht doch nicht verlassen wird: Eine tiefe Verbindung besteht, die ich als sehr realistisch betrachte, wenn ein Mensch länger in einem Haus wohnt. Besonders, wenn Menschen sich für das Haus selbst und seine Geschichte, seine Stärken und seine Schwächen interessieren und es pflegen. Es mit einem liebevoll angelegten Garten umgeben. Etwas unglücklich fand ich die Beziehung zu den Nachbarn (die man sich ja oft nicht aussuchen kann); idyllischer wäre die Lage fernab aller Hauptstraßen und mitten in der Natur gewesen, wenn es auch noch nette Nachbarn geben würde. Diese spielen aber hier dank der Persönlichkeit der Hausbesitzerin nur eine Nebenrolle und es geht thematisch auch darum, den richtigen Ort im Leben zu finden, den man nicht leichtfertig aufgeben sollte, um gesellschaftliche Zwänge, um heilsame Natur, die einfach guttut, um mögliche Veränderungen und neue Herausforderungen - und um das Verweilen, um Zufriedenheit im Leben, die man nicht in äußeren Dingen, sondern nur in sich selbst findet. Die grandiosen Zeichnungen von Kat Menschik regen dabei die Fantasie des Lesers an und ergänzen den Text. Fazit: Ein außergewöhnlicher, teils poetischer, kurzer Roman, eingefasst und umgeben von wunderschönen Zeichnungen von Kat Menschik, der in leiser, aber überzeugender Weise die Beziehung und die Liebe einer Frau, die ein altes Steinhaus auf dem Land besitzt, zu ihrem Haus beschreibt. So mancher Leser/manche Leserin könnte sich hier wiederfinden - denn vieles steht 'zwischen den Zeilen' geschrieben - und ist durch schöne Illustrationen vortrefflich 'untermalt'. Eine Veränderung und ein Aufbruch muss nicht immer von äußeren Veränderungen abhängen: Er kann auch (und sollte) in uns selbst stattfinden. Von mir eine Leseempfehlung und 4*.

Melden

Wenn die Seele eines Hauses zu arbeiten beginnt...

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 19.03.2024

Bewertungsnummer: 2158472

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

!ein Lesehighlight 2024! Klappentext: „Eine poetische Geschichte voll leisem Humor über ein altes Feldsteinhaus, das sich nicht so ohne weiteres von seiner Besitzerin trennen möchte. Und über eine Besitzerin, die eigentlich fortgehen will ... Es gibt Menschen, die wohnen nicht nur, sondern sie werden von den Eigenarten ihres Hauses magisch angezogen. Sie wollen seine Geschichte erfahren. Sie erforschen, wann das Haus erbaut wurde, wer zuvor darin lebte und wie es dem Haus dabei erging. Für sie ist ein Haus ein geheimnisvolles Wesen, das sich nicht jedem öffnet. So geht es auch der Erzählerin dieser Geschichte, als sie ein vereinsamtes kleines Feldsteinhaus auf dem Lande bezieht. Während die raubeinige Dorfgemeinschaft sie für ihre Bruchbude belächelt, beginnt sie, das 140 Jahre alte Haus wieder zum Leben zu erwecken – vom Dachboden bis zum Kellergewölbe, vom verwilderten Gemüsegarten bis zu den uralten Obstbäumen. Doch manchmal kommt dann ein Zeitpunkt, da möchte man zu neuen Ufern aufbrechen. Als die Erzählerin nach zehn Jahren beschließt, ihr Haus zu verkaufen, muss sie feststellen: Man kann auch eine Haus-Beziehung nicht so einfach auflösen. Denn das Haus benimmt sich unerwartet widerspenstig und fremdelt, als sich die Bewerber die Klinke in die Hand geben …“ Welch großartiges Buch hat hier Autorin Jaqueline Kornmüller verfasst! Ihre leicht lyrische und philosophische Schreibweise rund um die Geschichte eines Hause, die Seele eines Hauses, haben mich tief berührt. Es mag auch daran liegen, dass wir selbst in einem mehr als 120 Jahre (genaues Alter unbekannt) alten, denkmalgeschütztem Haus wohnen und ja, nicht nur das wir das Haus gefunden haben und aus seinem Dornröschenschlaf geholt haben, sondern es auch uns. Gibt es solche Verbindungen zu den eigenen vier Wänden? Was wenn das Haus wahrlich eine Seele hat und eine Verbindung zu seinem Besitzer aufbaut? Genau darum geht es in dieser Geschichte. Unsere Erzählerin erlebt eben jenes. Sie will raus aus ihrem Haus und neue Lebenswege gehen. Das Haus sieht es anders. Hier sei gleich gesagt geht es nicht um Mystik oder Magie, nicht um Hausgeister oder alte Geistergeschichten rund um das Haus, hier geht es darum, was das Haus wohl „denkt“ wenn es seine Besitzer wechselt. Klingt seltsam? Ja, das Buch ist sicherlich nicht für Jedermann. Dingen ein Eigenleben einzureden ist nicht Jedermanns Ding aber wer generell sehr gefühlsbedingt und emotional durchs Leben geht, kann es vielleicht nachvollziehen. Die Entwicklung des Hauses zu erlesen hat große Freude bereitet. Man kann es irgendwie verstehen: als Besitzer ist man daran bedacht alles wieder „hübsch“ zu machen, zu renovieren, zu restaurieren, wohnlich und behaglich zu machen, dem Haus und auch dem Garten eine Seele und die eigene Handschrift zu verleihen. Es kostet alles nicht nur Geld sondern auch Mühe, Kraft und Arbeit. Was wenn man dies alles freiwillig hinter sich lassen will? Ist das gerecht dem Haus gegenüber? Ich empfand diese Gedankengänge im Buch als äußerst bereichernd und ja, sie sprachen mich persönlich ganz tief an. Kornmüller hat eine wirklich außergewöhnliche Geschichte niedergeschrieben die genau so grandios mit außergewöhnlichen Bildern von Illustratorin Kat Menschik untermalt sind. Hier passt alles wieder perfekt zusammen und Menschik weiß genau wie sie mit ihrem Stil solche Gedanken bildlich umsetzen kann. Allein das Cover ist eine Art Suchbild bei dem man sich länger als 10min befassen kann und immer wieder die unterschiedlichsten Dinge entdeckt. Das Buch hallt nach, es regt die eigenen Hausbesitzer-Gedanken an und zeigt auf, dass nicht nur wir Menschen einem Haus Seele geben, wir bekommen diese auch zurück! Jetzt wollen Sie wissen ob unsere Protagonistin ihr Haus verlässt? Lesen Sie diese tolle Geschichte und lassen Sie sich von ihr entführen! 5 Sterne für dieses ganz besondere Werk!
Melden

Wenn die Seele eines Hauses zu arbeiten beginnt...

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 19.03.2024
Bewertungsnummer: 2158472
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

!ein Lesehighlight 2024! Klappentext: „Eine poetische Geschichte voll leisem Humor über ein altes Feldsteinhaus, das sich nicht so ohne weiteres von seiner Besitzerin trennen möchte. Und über eine Besitzerin, die eigentlich fortgehen will ... Es gibt Menschen, die wohnen nicht nur, sondern sie werden von den Eigenarten ihres Hauses magisch angezogen. Sie wollen seine Geschichte erfahren. Sie erforschen, wann das Haus erbaut wurde, wer zuvor darin lebte und wie es dem Haus dabei erging. Für sie ist ein Haus ein geheimnisvolles Wesen, das sich nicht jedem öffnet. So geht es auch der Erzählerin dieser Geschichte, als sie ein vereinsamtes kleines Feldsteinhaus auf dem Lande bezieht. Während die raubeinige Dorfgemeinschaft sie für ihre Bruchbude belächelt, beginnt sie, das 140 Jahre alte Haus wieder zum Leben zu erwecken – vom Dachboden bis zum Kellergewölbe, vom verwilderten Gemüsegarten bis zu den uralten Obstbäumen. Doch manchmal kommt dann ein Zeitpunkt, da möchte man zu neuen Ufern aufbrechen. Als die Erzählerin nach zehn Jahren beschließt, ihr Haus zu verkaufen, muss sie feststellen: Man kann auch eine Haus-Beziehung nicht so einfach auflösen. Denn das Haus benimmt sich unerwartet widerspenstig und fremdelt, als sich die Bewerber die Klinke in die Hand geben …“ Welch großartiges Buch hat hier Autorin Jaqueline Kornmüller verfasst! Ihre leicht lyrische und philosophische Schreibweise rund um die Geschichte eines Hause, die Seele eines Hauses, haben mich tief berührt. Es mag auch daran liegen, dass wir selbst in einem mehr als 120 Jahre (genaues Alter unbekannt) alten, denkmalgeschütztem Haus wohnen und ja, nicht nur das wir das Haus gefunden haben und aus seinem Dornröschenschlaf geholt haben, sondern es auch uns. Gibt es solche Verbindungen zu den eigenen vier Wänden? Was wenn das Haus wahrlich eine Seele hat und eine Verbindung zu seinem Besitzer aufbaut? Genau darum geht es in dieser Geschichte. Unsere Erzählerin erlebt eben jenes. Sie will raus aus ihrem Haus und neue Lebenswege gehen. Das Haus sieht es anders. Hier sei gleich gesagt geht es nicht um Mystik oder Magie, nicht um Hausgeister oder alte Geistergeschichten rund um das Haus, hier geht es darum, was das Haus wohl „denkt“ wenn es seine Besitzer wechselt. Klingt seltsam? Ja, das Buch ist sicherlich nicht für Jedermann. Dingen ein Eigenleben einzureden ist nicht Jedermanns Ding aber wer generell sehr gefühlsbedingt und emotional durchs Leben geht, kann es vielleicht nachvollziehen. Die Entwicklung des Hauses zu erlesen hat große Freude bereitet. Man kann es irgendwie verstehen: als Besitzer ist man daran bedacht alles wieder „hübsch“ zu machen, zu renovieren, zu restaurieren, wohnlich und behaglich zu machen, dem Haus und auch dem Garten eine Seele und die eigene Handschrift zu verleihen. Es kostet alles nicht nur Geld sondern auch Mühe, Kraft und Arbeit. Was wenn man dies alles freiwillig hinter sich lassen will? Ist das gerecht dem Haus gegenüber? Ich empfand diese Gedankengänge im Buch als äußerst bereichernd und ja, sie sprachen mich persönlich ganz tief an. Kornmüller hat eine wirklich außergewöhnliche Geschichte niedergeschrieben die genau so grandios mit außergewöhnlichen Bildern von Illustratorin Kat Menschik untermalt sind. Hier passt alles wieder perfekt zusammen und Menschik weiß genau wie sie mit ihrem Stil solche Gedanken bildlich umsetzen kann. Allein das Cover ist eine Art Suchbild bei dem man sich länger als 10min befassen kann und immer wieder die unterschiedlichsten Dinge entdeckt. Das Buch hallt nach, es regt die eigenen Hausbesitzer-Gedanken an und zeigt auf, dass nicht nur wir Menschen einem Haus Seele geben, wir bekommen diese auch zurück! Jetzt wollen Sie wissen ob unsere Protagonistin ihr Haus verlässt? Lesen Sie diese tolle Geschichte und lassen Sie sich von ihr entführen! 5 Sterne für dieses ganz besondere Werk!

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Das Haus verlassen

von Kat Menschik, Jacqueline Kornmüller

4.5

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Das Haus verlassen