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Produktbild: Globalgeschichte des Mittelalters
Band 2948

Globalgeschichte des Mittelalters

Aus der Reihe Beck'sche Reihe
1

9,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

9907 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406803796

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

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Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

9907 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406803796

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Globalisierung durch den trikontinentalen Fernhandel

S.A.W am 17.09.2023

Bewertungsnummer: 2024141

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Borgolte sieht die 1000 Jahre von 500 bis 1500 nZ als ein Zeitalter der Globalisierung an, das vor allem durch den trikontinentalen Fernhandel (Europa, Nordafrika, Asien) angetrieben wurde. Dabei erwies sich die islamische Eroberung Persiens als wesentlich, denn damit schufen die Araber ein Handelsnetz von Spanien bis nach China und Südostasien, sowohl zu Wasser als auch zu Land. Ihre tolerante Religionspolitik half dabei, denn im osmanischen Reich z.B. waren lange noch 80% der Einwohner Christen und nur 20% Muslime. Es ging dem Islam vor allem um einen geschützten Raum, in dem die Moslems sich frei bewegen und in Frieden Handel treiben konnten, das war neu. Der Fernhandel wurde auch vom Mongolenreich gefördert und die geistige Toleranz machte etwa das muslimische Spanien des Kalifats Cordoba zu einem Transmissionsriemen, der Europa geistig befruchtete. China war im ganzen Mittelalter das stärkste Imperium (100 Mill E unter den Song, 150 Mill unter den Ming, dort kam es auch selten zu Hungersnöten) Isoliert von Eufrasien entwickelten sich die pazifische Inselwelt und die beiden Amerikas. Letztere wurden von den Westküsten her besiedelt und brachten es in Mexiko und in den Anden bald zu großen Bevölkerungen und Reichen. Der polynesische Pazifik wurde, ausgehend von Taiwan in der Zeit von 3000 vZ bis 1000 nZ besiedelt, mit den Stationen Fidschi, Samoa, Tahiti, Hawaii, Neuseeland, Osterinsel. Dabei blieben viele Inseln über die Schiffahrt miteinander verbunden und tauschten Güter, in Mikronesien kam es sogar zu imperialen Bauten einer Herrscherschicht. Um 1000 nZ erreichten die Wikinger Island, Grönland und Neufundland, die Malaiien Madagaskar. Damit war die Besiedelung der Welt fürs erste abgeschlossen, bevor die Europäer nach Kolumbus ihre Kolonialreiche errichteten Sehr guter Überblick über die globale Ausbreitung der Menschheit im Mittelalter.

Globalisierung durch den trikontinentalen Fernhandel

S.A.W am 17.09.2023
Bewertungsnummer: 2024141
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Borgolte sieht die 1000 Jahre von 500 bis 1500 nZ als ein Zeitalter der Globalisierung an, das vor allem durch den trikontinentalen Fernhandel (Europa, Nordafrika, Asien) angetrieben wurde. Dabei erwies sich die islamische Eroberung Persiens als wesentlich, denn damit schufen die Araber ein Handelsnetz von Spanien bis nach China und Südostasien, sowohl zu Wasser als auch zu Land. Ihre tolerante Religionspolitik half dabei, denn im osmanischen Reich z.B. waren lange noch 80% der Einwohner Christen und nur 20% Muslime. Es ging dem Islam vor allem um einen geschützten Raum, in dem die Moslems sich frei bewegen und in Frieden Handel treiben konnten, das war neu. Der Fernhandel wurde auch vom Mongolenreich gefördert und die geistige Toleranz machte etwa das muslimische Spanien des Kalifats Cordoba zu einem Transmissionsriemen, der Europa geistig befruchtete. China war im ganzen Mittelalter das stärkste Imperium (100 Mill E unter den Song, 150 Mill unter den Ming, dort kam es auch selten zu Hungersnöten) Isoliert von Eufrasien entwickelten sich die pazifische Inselwelt und die beiden Amerikas. Letztere wurden von den Westküsten her besiedelt und brachten es in Mexiko und in den Anden bald zu großen Bevölkerungen und Reichen. Der polynesische Pazifik wurde, ausgehend von Taiwan in der Zeit von 3000 vZ bis 1000 nZ besiedelt, mit den Stationen Fidschi, Samoa, Tahiti, Hawaii, Neuseeland, Osterinsel. Dabei blieben viele Inseln über die Schiffahrt miteinander verbunden und tauschten Güter, in Mikronesien kam es sogar zu imperialen Bauten einer Herrscherschicht. Um 1000 nZ erreichten die Wikinger Island, Grönland und Neufundland, die Malaiien Madagaskar. Damit war die Besiedelung der Welt fürs erste abgeschlossen, bevor die Europäer nach Kolumbus ihre Kolonialreiche errichteten Sehr guter Überblick über die globale Ausbreitung der Menschheit im Mittelalter.

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Globalgeschichte des Mittelalters

von Michael Borgolte

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