Produktbild: Globalgeschichte des Mittelalters
Band 2948

Globalgeschichte des Mittelalters

Aus der Reihe C.H.BECK Wissen
1

13,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Abbildungen

mit 2 Karten und 2 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

17,8/11,5/1,1 cm

Gewicht

118 g

Farbe

Graugrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80377-2

Beschreibung

Rezension

"Die hier erzählte Globalgeschichte des Mittelalters schließt eine Lücke in der Historiographie. Sie sollte in Zukunft zum Ausgangspunkt für weitere interdisziplinäre Forschungsansätze werden, mit denen die grenzüberschreitenden Prozesse des gegenseitigen Austauschs zwischen Völkern und Kulturen stärker betont und eine veraltete eurozentrische Sichtweise auf die Weltgeschichte zugunsten einer globalgeschichtlichen Perspektive überwunden werden können."

kulturbuchtipps.de

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Abbildungen

mit 2 Karten und 2 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

17,8/11,5/1,1 cm

Gewicht

118 g

Farbe

Graugrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80377-2

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Globalisierung durch den trikontinentalen Fernhandel

S.A.W am 17.09.2023

Bewertungsnummer: 2024141

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Borgolte sieht die 1000 Jahre von 500 bis 1500 nZ als ein Zeitalter der Globalisierung an, das vor allem durch den trikontinentalen Fernhandel (Europa, Nordafrika, Asien) angetrieben wurde. Dabei erwies sich die islamische Eroberung Persiens als wesentlich, denn damit schufen die Araber ein Handelsnetz von Spanien bis nach China und Südostasien, sowohl zu Wasser als auch zu Land. Ihre tolerante Religionspolitik half dabei, denn im osmanischen Reich z.B. waren lange noch 80% der Einwohner Christen und nur 20% Muslime. Es ging dem Islam vor allem um einen geschützten Raum, in dem die Moslems sich frei bewegen und in Frieden Handel treiben konnten, das war neu. Der Fernhandel wurde auch vom Mongolenreich gefördert und die geistige Toleranz machte etwa das muslimische Spanien des Kalifats Cordoba zu einem Transmissionsriemen, der Europa geistig befruchtete. China war im ganzen Mittelalter das stärkste Imperium (100 Mill E unter den Song, 150 Mill unter den Ming, dort kam es auch selten zu Hungersnöten) Isoliert von Eufrasien entwickelten sich die pazifische Inselwelt und die beiden Amerikas. Letztere wurden von den Westküsten her besiedelt und brachten es in Mexiko und in den Anden bald zu großen Bevölkerungen und Reichen. Der polynesische Pazifik wurde, ausgehend von Taiwan in der Zeit von 3000 vZ bis 1000 nZ besiedelt, mit den Stationen Fidschi, Samoa, Tahiti, Hawaii, Neuseeland, Osterinsel. Dabei blieben viele Inseln über die Schiffahrt miteinander verbunden und tauschten Güter, in Mikronesien kam es sogar zu imperialen Bauten einer Herrscherschicht. Um 1000 nZ erreichten die Wikinger Island, Grönland und Neufundland, die Malaiien Madagaskar. Damit war die Besiedelung der Welt fürs erste abgeschlossen, bevor die Europäer nach Kolumbus ihre Kolonialreiche errichteten Sehr guter Überblick über die globale Ausbreitung der Menschheit im Mittelalter.

Globalisierung durch den trikontinentalen Fernhandel

S.A.W am 17.09.2023
Bewertungsnummer: 2024141
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Borgolte sieht die 1000 Jahre von 500 bis 1500 nZ als ein Zeitalter der Globalisierung an, das vor allem durch den trikontinentalen Fernhandel (Europa, Nordafrika, Asien) angetrieben wurde. Dabei erwies sich die islamische Eroberung Persiens als wesentlich, denn damit schufen die Araber ein Handelsnetz von Spanien bis nach China und Südostasien, sowohl zu Wasser als auch zu Land. Ihre tolerante Religionspolitik half dabei, denn im osmanischen Reich z.B. waren lange noch 80% der Einwohner Christen und nur 20% Muslime. Es ging dem Islam vor allem um einen geschützten Raum, in dem die Moslems sich frei bewegen und in Frieden Handel treiben konnten, das war neu. Der Fernhandel wurde auch vom Mongolenreich gefördert und die geistige Toleranz machte etwa das muslimische Spanien des Kalifats Cordoba zu einem Transmissionsriemen, der Europa geistig befruchtete. China war im ganzen Mittelalter das stärkste Imperium (100 Mill E unter den Song, 150 Mill unter den Ming, dort kam es auch selten zu Hungersnöten) Isoliert von Eufrasien entwickelten sich die pazifische Inselwelt und die beiden Amerikas. Letztere wurden von den Westküsten her besiedelt und brachten es in Mexiko und in den Anden bald zu großen Bevölkerungen und Reichen. Der polynesische Pazifik wurde, ausgehend von Taiwan in der Zeit von 3000 vZ bis 1000 nZ besiedelt, mit den Stationen Fidschi, Samoa, Tahiti, Hawaii, Neuseeland, Osterinsel. Dabei blieben viele Inseln über die Schiffahrt miteinander verbunden und tauschten Güter, in Mikronesien kam es sogar zu imperialen Bauten einer Herrscherschicht. Um 1000 nZ erreichten die Wikinger Island, Grönland und Neufundland, die Malaiien Madagaskar. Damit war die Besiedelung der Welt fürs erste abgeschlossen, bevor die Europäer nach Kolumbus ihre Kolonialreiche errichteten Sehr guter Überblick über die globale Ausbreitung der Menschheit im Mittelalter.

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Globalgeschichte des Mittelalters

von Michael Borgolte

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  • Produktbild: Globalgeschichte des Mittelalters
  • Globalisierung – Mittelalter – Globalgeschichte des mittelalterlichen Jahrtausends

    I. Die trikontinentale Welt

    1. Grenzüberschreitungen im Innern:
    Religionen und Reiche
    1.1 Aufkommen und Frühgeschichte von Christentum und Islam
    1.2 Christliche und muslimische Expansionen und Reiche
    In Europa
    In Afrika
    In Asien
    1.3 Judentum – Transkontinentales Netzwerk ohne Staat
    1.4 Indien, Südostasien und der Buddhismus als panasiatische Religion
    1.5 Ostasien, seine Religionen und die Nomaden
    2. Grenzüberschreitungen im Innern: Der Fernhandel
    2.1 Die ersten Jahrhunderte
    2.2 Die mittleren Jahrhunderte
    2.3 Die letzten Jahrhunderte

    II. Die Welten des Pazifiks und der beiden Amerikas

    Das mittelalterliche Jahrtausend als Periode der Globalisierung

    Literaturhinweise zum Nachschlagen und Weiterlesen
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