In dem Haus, in dem der 13-jährige Mischa wohnt, sterben jeden Tag Menschen. Seit dem Tod des Vaters lebt er mit seiner Mutter in der Personalwohnung eines Krankenhauses, seine Mutter arbeitet unentwegt, das Geld ist knapp. Eigentlich ist das Leben für Mischa eine einzige Zumutung – bis an einem Sommertag im Juli 1991 überraschend nicht sein französischer Austauschschüler vor ihm steht, sondern Sola, 17, aus Zaire, selbstbewusst, geheimnisvoll und klug. Die beiden fassen einen verwegenen Plan, der sie auf eine abenteuerliche Reise quer durch das wiedervereinigte Deutschland führt – vom Schwarzwald bis nach Halberstadt, wo die Staatsbank der DDR mehr als hundert Milliarden Ostmark vergraben hat. Ein Schatz, der für Sola und Mischa ein unwiderstehliches Versprechen ist. In »Nicht von dieser Welt« geht es um die großen Dinge: um Leben und Tod, um Liebe und die Kunst, nicht nur auf das zu schauen, was man verloren hat, sondern auch auf das, was bleibt. Leichtfüßig und emotional erzählt Michael Ebert davon, wie aus tragischen Umständen der unvergesslichste Sommer eines Lebens wird.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Wolfsburg
5/5
28.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ganz wundervoll
Ein fantastisches Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Es ist lustig, traurig, weise, spannend - einfach wunderschön. Ein Buch, an das ich zwischendurch immer mal wieder denken werde. Das schaffen nicht viele Bücher. Welch ein Debüt. Ich freue mich auf mehr von diesem Autor.
nil_liest
aus Frankfurt
5/5
16.05.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gedenke den Vätern! Wenn der…
Gedenke den Vätern! Wenn der eigene Vater stirb, reißt es einem ein Loch in die Brust und das Herz blutet vor Sehnsucht. Vor allem, wenn man wie Mischa erst 13 Jahre alt ist und der Vater überraschend stirbt, weil das Leben ihn nicht mehr trägt. Der Autor, Michael Ebert, schöpft aus den eigenen Erinnerungen, wenn er Mischa mit seiner Mutter in die Personalwohnung eines Krankenhauses einziehen lässt, denn auch dort ist der Autor selbst groß geworden. Hier vor dem Krankenhaus steht eine Telefonzelle bei der Mischa anrufe annimmt, die aus dem Jenseits zu kommen scheinen mit kleinen Aufträgen um den Toten Ruhe zu geben. Mischa hofft natürlich, dass sein Vater irgendwann dran ist und er ein letztes Mal mit ihm sprechen kann. Aber nicht nur dieser kuriose Strang wird erzählt, denn weil das Geld mehr als knapp ist durch die Spielsucht des verstorbenen Vaters und die geringen Einkünfte der Mutter heckt er mit Sola, einer neuen Bekannten einen Plan aus in der ehemaligen DDR einen Stollen zu finden der angeblich viel Geld gebunkert haben sollte von der Staatsbank. Telefonzelle, Staatsbank der DDR…hier sollte erwähnt werden, dass dieser Roman zu Beginn der 90er Jahre spielt und das damalige Flair herrlich transportiert. Michael Ebert hat ein tolles Debüt geschrieben. Voller Herz, ohne Kitsch, mit Abenteuer und Tiefe. Mir hat es gut gefallen und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen.
Verena B.
aus Köln
5/5
04.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wahnsinnig berührender Roman und ein toller Roadtrip
Verena_Buchbloggervor ein paar Sekunden
Nach dem Tod seines Vaters erhält Mischa Anrufe über einen Münzfernsprecher im Krankenhaus, in dem er mit seiner Mutter in einer Personalwohnung lebt. Die Verstorbenen bitten ihn, gewisse Dinge für sie zu tun, Angehörigen noch etwas mitzuteilen z.B.. Nicht immer kann er ihre Wünsche erfüllen, manchmal versteht er sie auch nicht. Aber einer ruft nie an: Sein Vater...
Mischa ist nicht erst seit dem Tod seines Vaters ein ruhiger, unauffälliger Junge. Das Geld war immer knapp, was auch der Spielsucht seines Vaters geschuldet war. Er versucht ein guter Sohn zu sein, da er weiß, dass es seine Mutter auch nicht leicht hat und alles erdenklich Gute für ihn tut. Als jedoch nach einem Schüleraustausch mit französischen Schülern plötzlich die 17-Jährige Sola statt Olivier bei ihm auftaucht, wird sein Leben ganz schön auf den Kopf gestellt...
So unternimmt sie mit Mischa den Tripp nach Halberstedt, um dort noch gelagerte Ostmark zu stehlen. Wieso, weshalb, warum eine Belgierin aus Zaire weiß, dass dort noch Geld versteckt liegt, das klärt sich am Ende des Romans! ;-) Und diese Auflösung war sehr überraschend, wenngleich nicht unvorhersehbar...
Michael Eberts Debütroman ist ein Autofiktionaler Roman. Denn ebenso wie Mischa hat auch er 10 Jahre in einer Personalwohnung des Krankenhauses gelebt, in welchem seine Mutter als Krankenschwester gearbeitet hat. Und ebenso wie Mischas Vater der Spielsucht verfallen war, so hatte auch sein Vater früher Probleme mit dieser Sucht. Alles weitere jedoch ist seiner Fantasie geschuldet! ;-)
"Nicht von dieser Welt" liest sich wirklich leicht. Nicht alles ist allerdings leicht zu verdauen. Aber es wird offenbar, dass auch in vermeintlich wohlhabenden Familien nicht alles eitel Sonnenschein ist und sich Glück und Glücklichsein nicht an einem vollen Bankkonto messen lässt!
Es war schön, Mischa dabei zu begleiten, wie aus dem scheuen und traurigen Jungen ein selbstbewussterer junger Mann wird. Wie die besondere und skurrile Freundschaft zu Sola ihn verändert und stärkt, da sie beide mehr gemeinsam haben als sie ursprünglich dachten. Als Sola auftaucht, gerät alles in Fahrt, das merkt man auch beim Lesen!
Am Ende geschieht ein Sprung von 30 Jahren hinein ins Jahr 2021. Dieses letzte Kapitel ist nochmal besonders, traurig und irgendwie auch nicht. Sowie es das ganze Buch über war...
Michael Ebert hat mit seinen beiden Protagonisten Mischa und Sola zwei völlig gegensätzliche Charaktere geschaffen. Dass es aber Berührungspunkte gibt, merkt man schon recht früh. Gefallen hat mir, dass Sola gerne Zitate oder Liedausschnitte verwendet, um Situationen zu unterstreichen oder Emotionen besser auszudrücken, ein bisschen so wie Lebensweisheiten. Besonders angetan hat es mir die Liedauswahl, besonders am letzten Abend der Austauschschüler! :-) ZACK, war ich wieder 12 Jahre alt! Danke dafür! ;-)
"Nicht von dieser Welt" ist ein wunderbarer Coming of Age Roman, ein fesselndes autofiktionales Buch, ein überaus gelungener Debütroman, der uns in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ( oh man, das klingt immer noch schräg ) katapultiert und eine Geschichte, die trotz ihrer Melancholie froh macht! Es geht um Armut und Reichtum, Liebe und Angst, Sicherheit und Risiko, Vergangenheit und Zukunft - lauter Gegensätze, die immer auch hoffen lassen. Hoffen auf ein Leben wie nicht von dieser Welt...
Bewertung
aus Alpthal
5/5
27.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
eine phantastische Reise
Was für eine Entdeckung!
Dieses Buch empfiehlt sich absolut als Weihnachtsgeschenk! Es ist einfach ideal für den Gabentisch.
Ich bin völlig begeistert von diesem Buch, dabei bin ich eher zufällig darauf gestossen. Aber so ist es ja häufig die besten Entdeckungen macht man, wenn man etwas Neues ausprobiert.
Das Buch von Michael Ebert hat Herbert Grönemeyer als ein warmherziges, amüsantes, wild skurriles und kluges Aufbruchsbuch" bezeichnet.
Hmmm, was soll ich mir denn nun darunter vorstellen.
Im Zentrum steht der 13-jährige Mischa, der im Zuge eines Schüleraustauschs Sola eine 17-jährige Französin zur Seite bekommt. Sola nimmt Mischa mit auf eine Abenteuerreise in de ehemalige DDR, wo sie einen Schatz finden möchte.
So beginnt das Buch auch. Der Leser wird mitten in die Geschehnisse hineingeworfen, kurz nach dem Sola und Mischa den Schatz gefunden und geborgen haben.
Wie ist es dazu gekommen und davon handelt die Geschichte.
Der Leser begleitet Mischa auf seinem Weg zu diesem Abenteuer und erfährt auf Nebenschauplätzen, wie es dazu gekommen ist, dass Mischa mit seiner Mutter im Krankenhaus, in dem diese arbeitet, wohnt und warum sein Vater gestorben ist.
Etwas ganz Entscheidendes passiert auch noch.
Mischa hat eine ganz besondere Gabe.
Er kann mit Toten reden und genau darum bittet Sola ihn und er verspricht es ihr, dass er dies nie wieder tut.
Ich muss wirklich sagen, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und in zwei Tages hatte ich es durchgelesen und es mit einem wohligen und ein wenig traurigen Seufzer beendet. Da Gefühl war sofort, "wie schade, dass es schon vorbei ist".
Es las sich so locker und flockig und man will einfach wissen, was als nächstes passiert und wie es mit Mischa und Sola weitergeht. Finden sie was sie suchen?
Dieses Buch ist mehr als ein Abenteuerroman, mehr als eine Geistergeschichte und viel mehr als ein Buch über Trauerbewältigung.
Dieses Buch hat alles, was es für die Weihnachtszeit brauch, im Grunde "das Wunder von Manhattan" als Buch.
Von mir ***** Sterne.
Bewertung
5/5
17.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Trauer ist nur Liebe ohne Zuhause.“
Der Roman, der in einer Kleinstadt im Schwarzwald spielt, ist eine Geschichte über Abschied, Trauer und Tod, aber auch eine Hommage an das Leben und die Hoffnung.
Michael Eberts gelungener emotionaler Spagat zwischen Melancholie und Humor, Schwermut und Leichtigkeit mit einem Hauch Übersinnlichem ist außergewöhnlich, kraftvoll, lebensbejahend mit viel Herzenswärme!
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