Peter Gross blickt auf eine schwierige Kindheit mit gravierenden Einbrüchen zurück und rekapituliert eine bewegte Berufslaufbahn, die teilweise dieser Kindheit geschuldet ist. Seine Krise und die folgenden Jahre zeigen, dass der Staat lange Zeit nicht auf der Höhe war, wenn es um die Integration von psychisch angeschlagenen Menschen ging, die Hilfe benötigen. Obwohl die Weiterentwicklung der Invalidenversicherung ab Januar 2022 maßgebliche Veränderungen brachte, gibt es heute Tausende von Menschen, die unverschuldet in die Armut und die Hoffnungslosigkeit getrieben wurden. Von diesen Menschen spricht niemand. Peter Gross kämpfte sich ins Leben zurück und erzählt heute - stellvertretend für alle vergessenen Betroffenen - seine Geschichte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bettina Hertz Lesehertzen
aus Brandenburg
5/5
01.02.2026
eBook (ePUB 3)
Sehr beeindruckend - unbedingt lesen
„Ohne Sprungtuch – Ich bat um Hilfe und landete ganz unten“ erzählt die wahre Geschichte von Peter Gross und ist im Novum Verlag erschienen.
Das Buch schildert zunächst die äußerst belastende Kindheit des Autors, die mich tief berührt und gleichermaßen erschüttert hat. Trotz dieser schweren Ausgangslage gelingt es Peter Gross, sich im Erwachsenenalter ein stabiles Leben aufzubauen. Doch mehrere Rückschläge und unglückliche Umstände treffen schließlich zusammen und reißen ihn sowohl körperlich als auch psychisch in einen tiefen Abgrund.
Besonders eindrücklich ist die Aufarbeitung seiner Vergangenheit im Gegensatz zu den gravierenden Missständen innerhalb der hilfeleistenden Stellen in der Schweiz. Seine Geschichte zeigt erschreckend, wie das Versagen mehrerer Stellen einen Menschen unverschuldet in Armut und Hoffnungslosigkeit stürzen kann. Auch für seine Partnerin eine extreme Belastungsprobe.
Der Schreibstil ist flüssig, direkt und schonungslos ehrlich. Viele Passagen sind schockierend, gleichzeitig aber auch beeindruckend – vor allem wegen seines enormen Durchhaltevermögens. Besonders erschütternd empfand ich das vollkommen fehlerhafte Gutachten über seinen psychischen Zustand, das trotz ärztlicher Befunde jeder fachlichen Grundlage entbehrte.
Peter Gross hat sich Schritt für Schritt ins Leben zurückgekämpft – dafür verdient er meinen höchsten Respekt, beim Lesen leidet man richtig mit. Sehr interessant ist auch das letzte Kapitel, das aus Sicht seiner Partnerin geschrieben ist. Sie schildert eindrucksvoll den zermürbenden Kampf mit Behörden, Ärzten und Gutachtern. Ihre Loyalität und Durchhalten an der Seite von Peter Gross sind ebenso bemerkenswert.
Fazit: Ein ehrliches und aufrüttelndes Buch, das nicht nur eine persönliche Geschichte erzählt, sondern auch deutliche Kritik an bestehenden Systemen ausübt. Ohne Sprungtuch ist eine aufwühlende Lektüre, die nachwirkt und zum Nachdenken anregt. Sehr lesenswert.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
07.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Leben, das Mut, Stärke und Ausdauer zeigt
«Ohne Sprungtuch» ist für mich persönlich ein etwas anderes Buch. Es erzählt die Geschichte von Peter. Ich werde dieses Buch nicht im klassischen Sinn bewerten, denn hier geht es um eine persönliche Erfahrung, die ich weder beurteilen noch verurteilen möchte. Für mich zählt der Mensch hinter diesem Buch. Also erstmal ein herzliches Dankeschön lieber Peter, dass ich Dein Buch lesen durfte.
Peter nimmt uns mit auf die Reise durch sein Leben, von klein auf. Er beschreibt die schwierigen Verhältnissein seiner Familie und die inneren Kämpfe, die er geführt hat. An der einen oder anderen Stelle musste ich wirklich schwer schlucken und bin dennoch beeindruckt, wie Peter das alles geschafft hat.
Nicht nur seine Kindheit war schwierig, sondern auch die Situationen im Joballtag. Neid, Missgunst und Menschen, die einen einfach fallen lassen. Unsere Gesellschaft neigt leider dazu, über Menschen zu urteilen, denen man nicht ansieht, dass es ihnen nicht gut geht.
Peter gerät an Menschen, die ihm sogar unterstellen, zu simulieren oder behaupten, er wolle einfach nicht arbeiten. Stellenweise war ich wirklich erschüttert darüber, wie das System funktioniert und wie Menschen im Stich gelassen werden können. Wenn man keinen Verband am Körper hat bzw. keine sichtbaren Verletzungen, muss man irgendwie beweisen, dass es einem nicht gut geht.
Wenn ich am Ende des Buches lese, wie es Peter heute geht kann ich nur bewundern, dass er das alles durchgehalten und nicht aufgegeben hat. Auch seine Lebenspartnerin spielt eine grosse Rolle in seinem Leben, sie hat ihn in allem unterstützt. Am Ende bekommen wir auch noch einen Eindruck in ihre Sichtweise der Geschehnisse.
SonjasBookWorld
5/5
20.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Respekt vor dem Autor
Meinung:
Peter Gross erzählt uns hier sehr ehrlich und offen seine Lebensgeschichte.
Geprägt von einer schwierigen Kindheit schafft er es trotzdem sich ein glückliches Leben aufzubauen. Doch leider ist das Glück nicht von Dauer, denn das Kindheitstrauma macht sich an verschiedenen Zeitpunkten wieder in Form von psychischen und physischen Nachwirkungen bemerkbar. Am Ende hilft nur ein Aufenthalt in einer entsprechenden Fachklinik. Doch als er dort entlassen wird, helfen ihm die Schweizerischen Ämter nicht weiter für seinen Neubeginn, sondern lassen ihn einfach hängen. Ein System das Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind nicht ausreichend unterstützt und so noch verzweifelter und weiter in eine Abwärtsspirale stürzen lässt.
Zum Glück hatte Peter Gross seine langjährige Partnerin an seiner Seite und vor allem nie aufgegeben zu kämpfen!
Ich war schockiert über Mutter und Vater in der Kindheit, über das Vorgehen der Behörden, über Fehlurteile eines Psychologen und darüber, dass Ausländern mehr Hilfe zugestanden werden, als den eigenen Bürgern! Hut ab vor dem Autor für seinen Mut seine persönliche Geschichte mit uns zu teilen! Und dafür, dass er nicht aufgegeben hat und bis heute sein Möglichstes tut um eine glückliche Zukunft zu haben!
Peter Gross schreibt einfühlsam und packend und so habe ich die 114 Seiten schnell verschlungen.
Bitte teilt diesen Beitrag kräftig und schaut beim Autor vorbei, den er hat dieses Buch geschrieben, um auf die Missstände im System aufmerksam zu machen und somit hoffentlich für die Zukunft etwas verändern zu können!
Fazit: 5/5 Sternen mit einer unbedingten Lese-Empfehlung!
Angela J
aus Neuengörs
5/5
10.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Biografie, die Mut macht, nicht aufzugeben.
In diesem Buch erzählt der Autor seine persönliche Geschichte, ungeschönt und authentisch.
Seine Kindheit war nicht einfach, ohne Zuneigung der Eltern und durch häusliche Gewalt geprägt, schafft Peter es später nicht seine Wut zu kontrollieren, nur zu seinen Großeltern hat er ein liebevolles Verhältnis.
Einer, aus gesundheitlichen Gründen, abgebrochene Ausbildung, folgt ein perfekter Job, den er leider unverschuldet verliert. Danach folgt eine Tortur ...
Auch in Beziehungen läuft es nicht gut, bis er seine heutige Partnerin kennenlernt. Beide halten zusammen und kämpfen gegen alle Widerstände an. Peter hilft nur noch ein Klinikaufenthalt, doch durch ein fehlerhaftes Gutachten und die Steine, die die Schweizer Behörden ihm in den Weg legen, geraten die beiden an die Grenzen der Armut, unverschuldet.
Mich hat die Geschichte wirklich bewegt, wie oft kann ein Mensch am Boden liegen und wieder aufstehen?
Ich bewundere den Autor dafür, trotz der psychischen Probleme immer weiter zu kämpfen. Mit diesem Buch versucht er auf Missstände aufmerksam zu machen und gleichzeitig anderen betroffenen Personen Mut zu machen.
Es ist eine ungeschönte persönliche Geschichte, zu der wirklich Mut gehört, diese so zu veröffentlichen.
Von mir gibt es die Leseempfehlung
Bewertung
5/5
20.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Biografie eines Mannes der niemals aufgibt
Als Kind hat es der Schweizer Peter Gross nicht leicht, von Seiten seiner Eltern erfährt er keine Zuneigung, keinen Schutz oder Geborgenheit, einzig seine Großeltern bringen etwas Licht in sein Leben. Dieses emotionale Defizit prägt von nun an sein weiteres Leben, obwohl er so schnell wie möglich sein Leben selbst in die Hand nahm. Probleme in Partnerschaften und unverschuldete Jobverluste brachten ihn an den Rand des Abgrundes. Doch als er hier auf Hilfe angewiesen war, versagte das System ihm diese. Doch Peter kämpft sich zurück…
Im Buch schildert der Autor seinen Weg von der Kindheit bis jetzt und als Leser steht man einerseits oft fassungslos vor den Schlägen, die Peter einstecken muss, andererseits bewundert man ihn, mit welcher Hartnäckigkeit er gegen sein Schicksal ankämpft. Selbst als ein äußerst fragwürdiges Gutachten ihn endgültig den Boden unter den Füßen wegziehen scheint, schafft er die Wende mit der bedingungslosen Liebe seiner Partnerin Doris.
Ein Buch, das mancher lesen sollte, der denkt , wie schlecht das Schicksal es mit ihm meint und dass man ja eh nichts dagegen tun könnte, aber auch jene, die psychische Probleme nicht als Krankheit sehen.
Hut ab Peter Gross für deine offenen Worte!
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