Goethe kommt zurück aus der Schweiz und hat zu Hause in Weimar plötzlich eine Schreibblockade. Da kann sein kleiner Sohn August noch so still sein und seine Frau Christiane noch so liebevoll um sein Wohl besorgt. Ausgerechnet sein Schwager Christian August Vulpius, ebenfalls Schriftsteller und von Goethe verachteter Viel- und Lohnschreiber, kommt ihm in dieser Situation zu Hilfe. Zu einer Hilfe, die Goethe nicht will und doch dringend braucht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
10.11.2025
eBook (ePUB)
Süffiges Lesevergnügen
Wir befinden uns in Weimar des ausgehenden 18. Jahrhunderts, Goethe ist zurück von seiner Schweizer Reise und leidet an Hamörrhoiden. Wobei das noch sein kleinstes Problem sein wird, denn er leidet an veritablem Schreibstau und ausgerechnet sein ungeliebter Schwager Vulpius hilft ihm aus der Bredouille. Was der Autor daraus macht, wie er fabuliert, fantasiert, fabriziert, wie er mit Schalk, Esprit und offensichtlichem Vergnügen diese Geschichte weiterspinnt ist ein grandioses Lesevergnügen an welcher selbst der eitle Dichterfürst seine helle Freude gehabt hätte. Hinreissend.
JoBerlin
aus Berlin
5/5
31.10.2023
eBook (ePUB)
Ausgeschrieben
In diesem sehr gut geschriebenen, amüsanten Roman macht uns Charles Lewinsky mit den Sorgen und Nöten des Dichterfürsten Goethe bekannt. Ja, auch der Meister kennt trübe Stunden: Die Musen haben ihn verlassen! Nicht der einfachste Reim, nicht die kleinste Wendung will ihm einfallen, nur Rauch und Schall, jedenfalls nicht das, was man von ihm – mit Recht! – erwarten kann. Der herzogliche Hof hat ein Festgedicht bestellt, die Zeit wird knapp, was nun? Inspiration brachten sonst immer Reisen, doch auch das hat diesmal nichts genutzt. Hilfe kommt von ungeahnter Seite: Vulpius, Christianes Bruder, bemüht sich um Goethes Aufmerksamkeit: Im Schreiben sei er doch auch ganz gut – wie wär’s wenn nun er ein paar Stanzen schriebe …. Goethe ist empört, dieser Dilettant will ihm das Wasser reichen, zu schlicht, zu seicht wäre das Ergebnis. Das geht auf keinen Fall, nein!... absolut nicht …. oder doch?
Der Roman schillert (darf man das sagen?) nur so von Aperçus, seien sie nun von Goethe oder Lewinsky, gleichviel – sie sind köstlich! Überhaupt merkt man dem Autor den Spaß am Fabulieren und Formulieren an, die Gespräche Goethes mit Herzog Carl August und Vulpius sind ganz besonders gut gelungen und auch Christianes charmant-kluger Umgang mit ihrem Goethe ist ganz wunderbar zu lesen.
Ob Goethes Schreibblockade gelöst werden kann und was es mit Vulpius‘ Roman „Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann“ auf sich hat, das überlasse ich zur Entdeckung der geneigten Leserschaft.
Philiene
aus Süsel
5/5
25.10.2023
eBook (ePUB)
Schreibblockade
Rauch und Schall- Schall und Rauch Der große Goethe hat eine Schreibblockade, dabei muss er dringend Schreiben. Was kann er nur tun? Wer kann ihm helfen. Vielleicht sein Freund Schiller? Oder ausgerechnet Christian Vulpius der Bruder seiner Geliebten Christiane? Den hat er doch immer nur belächelt... Dieses Buch ist einfach herrlich. Johann Wolfgang von Goethe wird so menschlich beschrieben, wie selten. Der Autor lässt uns zum einen tief in Goethes Arbeit blicken und zum anderen erzählt er von dessen Familie. Christiane und der kleine August und eben Vulpius der Schwager. Beim Lesen war ich ganz nah bei der Familie und musste oft schmunzeln. Aber auch die Schreibversuche und die Einblicke in Goethes Gedanken haben mir sehr gefallen. Ein herrliches Buch.
Magnolia
5/5
25.10.2023
eBook (ePUB)
Witzig-spritziges Lesevergnügen
„Ideen müssen einem zufliegen…“ Ja, wenn das nur immer so wäre - Goethe steckt in einer Schreibkrise, was an und für sich nicht so tragisch wäre, wäre da nicht das Festgedicht für die Herzogin - es will ihm nichts gelingen, als ob alle Inspirationsquellen versiegt wären. Die Zeit drängt. In seiner Not nimmt er Christianes Rat an, die Dienste ihres Bruders Christian August Vulpius – seines Zeichens Bibliotheksregistrator – in Anspruch zu nehmen.
Der Dichterfürst und der arme Schlucker, der sich mit Lohnschreiberei über Wasser hält - Charles Lewinsky hat eine durchaus originelle Konstellation ersonnen. Das Lesen dieser Seiten war ein gar amüsanter Zeitvertreib, die launige Erzählweise kam durchweg kurzweilig und äußerst beschwingt daher. Zu den beiden Akteuren Goethe und Vulpius gehören natürlich auch Christiane und August, ihr gemeinsamer Sohn und auch der Räuberhauptmann Rinaldo Rinaldini wird aufs Vergnüglichste dargeboten.
Lewinsky entführt seine Leser mit Leichtigkeit in die damalige Zeit. Historie trifft Fiktion - ein witzig-spritziges Lesevergnügen der Extraklasse.
Magnolia
aus Bayern
5/5
25.10.2023
eBook (ePUB)
Witzig-spritziges Lesevergnüge…
Witzig-spritziges Lesevergnügen „Ideen müssen einem zufliegen…“ Ja, wenn das nur immer so wäre - Goethe steckt in einer Schreibkrise, was an und für sich nicht so tragisch wäre, wäre da nicht das Festgedicht für die Herzogin - es will ihm nichts gelingen, als ob alle Inspirationsquellen versiegt wären. Die Zeit drängt. In seiner Not nimmt er Christianes Rat an, die Dienste ihres Bruders Christian August Vulpius – seines Zeichens Bibliotheksregistrator – in Anspruch zu nehmen. Der Dichterfürst und der arme Schlucker, der sich mit Lohnschreiberei über Wasser hält - Charles Lewinsky hat eine durchaus originelle Konstellation ersonnen. Das Lesen dieser Seiten war ein gar amüsanter Zeitvertreib, die launige Erzählweise kam durchweg kurzweilig und äußerst beschwingt daher. Zu den beiden Akteuren Goethe und Vulpius gehören natürlich auch Christiane und August, ihr gemeinsamer Sohn und auch der Räuberhauptmann Rinaldo Rinaldini wird aufs Vergnüglichste dargeboten. Lewinsky entführt seine Leser mit Leichtigkeit in die damalige Zeit. Historie trifft Fiktion - ein witzig-spritziges Lesevergnügen der Extraklasse.
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5/5
17.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine kurze Geschichte darüber,...
Eine kurze Geschichte darüber, wie Goethes Alltag ausgesehen haben könnte. Hatte das Genie Schreibblockaden und wie hat er sie gelöst? Doch nicht etwa mit Betrug? Sprachgewandt und humorvoll geschrieben, sehr empfehlenswert.
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4/5
20.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Handeln ist leicht, denken ist schwer
Lewinsky wagt eine Neuinterpretation der deutschen Literaturgeschichte und kreiert damit ein wundervoll humoristisches Kammerspiel. Er lässt seinen Goethe an Schreibblockade leiden und stellt den Dichterfürsten somit im Schlafrock vor den Leser. Was für manche als Blasphemie gelten mag, gibt für andere eine leichte Unterhaltungslektüre mit dem Herrn Geheimrat als Hauptfigur ab. Lust auf die (Wieder)Entdeckung der Werke Goethes wird es bei beiden Parteien hervorrufen.
Alternative Literaturgeschichtsschreibung zum Schmunzeln
Die Idee, Herrn Goethe in der Schreibblockade und als ein wenig weinerliches alterndes Genie darzustellen, ist am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte liest sich so locker und bleibt trotz allem eine liebevolle Hommage, dass ich am Ende geneigt war, zu glauben, dass es so oder so ähnlich auch hätte passieren können.
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