Produktbild: Zerrüttung
Band 9

Zerrüttung Ein Roman aus Wien im Jahr 1933

Aus der Reihe Inspector Nechyba
16

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

34956

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

07.06.2023

Verlag

Gmeiner Verlag eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Sprache

Deutsch

EAN

9783839277768

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • nicht oder eingeschränkt barrierefrei

Verkaufsrang

34956

Erscheinungsdatum

07.06.2023

Verlag

Gmeiner Verlag eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Sprache

Deutsch

EAN

9783839277768

Kundinnen und Kunden meinen

16 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Penibel recherchiert und fesselnd erzählt

Gertie G. aus Wien am 13.07.2023

Bewertungsnummer: 1979562

Bewertet: eBook (ePUB)

Anders als in den Vorgängern dieses Werkes rund um Joseph Maria Nechyba ermittelt der nunmehrige Ministerialrat nicht (mehr). Nechyba, dem wir bei seinen Ermittlungen in der Monarchie sowie im Ersten Weltkrieg über die Schulter schauen durften, ist nun pensioniert. Während sein Tagesablauf stets gleich bleibt, ändert sich seit einigen Jahren die Welt rundherum. Seit dem Zerfall der Donaumonarchie 1918 taumelt die Erste Republik ein wenig. Die Armut nimmt überhand, die Politik schafft es nicht, den Menschen Zuversicht zu geben. Heimwehr und Republikanischer Schutzbund stehen einander unversöhnlich gegenüber, als nach dem Fehlurteil von Schattendorf 1927 der Justizpalast brennt. Die Wirtschaftskrise verschärft sich. Im Nachbarland Italien ist Diktator Benito Mussolini an der Macht und in Deutschland marschieren die Nazis. 1930 wird die Sozialistische Partei Österreichs stärkste Partei, den zersplitterten Konservativen droht die bisherige Macht zu entgleiten. Da nutzt Bundeskanzler Dollfuß die sogenannte „Geschäftsordnungskrise“, um das Parlament aufzulösen und autoritär zu regieren. Dass im Februar 1934 der Bürgerkrieg ausbricht und Österreicher auf Österreicher schießen, muss Nechyba genauso wenig erleben wie die Ermordung Dollfuß‘ und den Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland. Als diese interessanten politischen Ereignisse werden von Joesph Maria Nechyba in seinem Lieblingskaffeehaus kommentiert. Zwar wird er von Kellner Engelbert Nowak immer wieder daran erinnert, hier nicht zu politisieren, doch der Nechyba lässt nicht beirren. Betont hellsichtig kommentiert er die Ereignisse, von denen in den Zeitungen berichtet wird. So sagt er auf S. 50 „Das kann à la longue zu einem Bürgerkrieg führen“. Doch von Woche zu Woche wird die gewohnte Vielfalt der Presse weniger. Immer öfter enthalten sozialistische Blätter weiße Stellen, weil der eine oder andere Artikel der Zensur zum Opfer gefallen ist. Bald schon sind es nicht mehr nur einzelne Beträge, sondern ganze Zeitungen. “... und plötzlich erschien ihm sein schmutziges Kaffeehäferl eine Allegorie der politischen Situation in Österreich zu sein. Über und über besudelt von schwarzbräunlichen Flecken und Schlieren.“ Meine Meinung: Gewohnt gekonnt und brillant integriert Autor Gerhard Loibelsberger die politischen Ereignisse in diesen historischen Roman. Die verbindende Figur ist Joseph Marie Nechyba. Wie Perlen auf einer Perlenschnur reiht Gerhard Loibelsberger die Ereignisse auf. Die verbindende Schnur sind Nechybas und Nowaks Dialoge. Daneben dürfen zwei Vorfahren des Autors, nämlich Rudolf und Erich Loibelsberger eine Rolle spielen. Als Vorbotin für alle Denunzianten, Vernaderer und Blockwarte steht die ewig grantelnde und schimpfende Hausberogerinf Gespenstisch ist die langsame Zerrüttung der Republik, die wie wir wissen, über den Ständestaat direkt in die NS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg führen wird, dargestellt. Dazu bedient Loibelsberger zahlreicher historischer Quellen wie Briefe und Zeitungsberichte, deren Inhalte wörtlich zitiert werden. So ist der Leser in der Zeit um 1933 mitten drin. Dass hier manche Parallele zur aktuellen Gegenwart aufzutauchen scheint, macht nachdenklich. „Gegen die Nazi sollte der Dollfuß kämpfen! Die sollte er bekriegen. Die sind die wahre Gefahr für Österreich und seine Demokratie. ln diesem verdammten Bürgerkrieg schlachtete Dollfuß das falsche Schwein.“ (Nechyba kurz vor seinem Ableben/S. 239) Ja, die Angst vor den Linken hat viele Menschen auf die Rechten vergessen lassen. Und, wie die Menschen nach dem Bürgerkrieg 1934 leidvoll erfahren musste: Wenn sich zwei streiten (Heimwehr und Schutzbund) freut sich ein Dritter. Fazit: Ein hellsichtiger Joseph Maria Nechyba, der das Glück hat, die dunklen Zeiten nicht mehr erleben zu müssen. Gerne gebe ich diesem finalen Band der Nechyba-Reihe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Penibel recherchiert und fesselnd erzählt

Gertie G. aus Wien am 13.07.2023
Bewertungsnummer: 1979562
Bewertet: eBook (ePUB)

Anders als in den Vorgängern dieses Werkes rund um Joseph Maria Nechyba ermittelt der nunmehrige Ministerialrat nicht (mehr). Nechyba, dem wir bei seinen Ermittlungen in der Monarchie sowie im Ersten Weltkrieg über die Schulter schauen durften, ist nun pensioniert. Während sein Tagesablauf stets gleich bleibt, ändert sich seit einigen Jahren die Welt rundherum. Seit dem Zerfall der Donaumonarchie 1918 taumelt die Erste Republik ein wenig. Die Armut nimmt überhand, die Politik schafft es nicht, den Menschen Zuversicht zu geben. Heimwehr und Republikanischer Schutzbund stehen einander unversöhnlich gegenüber, als nach dem Fehlurteil von Schattendorf 1927 der Justizpalast brennt. Die Wirtschaftskrise verschärft sich. Im Nachbarland Italien ist Diktator Benito Mussolini an der Macht und in Deutschland marschieren die Nazis. 1930 wird die Sozialistische Partei Österreichs stärkste Partei, den zersplitterten Konservativen droht die bisherige Macht zu entgleiten. Da nutzt Bundeskanzler Dollfuß die sogenannte „Geschäftsordnungskrise“, um das Parlament aufzulösen und autoritär zu regieren. Dass im Februar 1934 der Bürgerkrieg ausbricht und Österreicher auf Österreicher schießen, muss Nechyba genauso wenig erleben wie die Ermordung Dollfuß‘ und den Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland. Als diese interessanten politischen Ereignisse werden von Joesph Maria Nechyba in seinem Lieblingskaffeehaus kommentiert. Zwar wird er von Kellner Engelbert Nowak immer wieder daran erinnert, hier nicht zu politisieren, doch der Nechyba lässt nicht beirren. Betont hellsichtig kommentiert er die Ereignisse, von denen in den Zeitungen berichtet wird. So sagt er auf S. 50 „Das kann à la longue zu einem Bürgerkrieg führen“. Doch von Woche zu Woche wird die gewohnte Vielfalt der Presse weniger. Immer öfter enthalten sozialistische Blätter weiße Stellen, weil der eine oder andere Artikel der Zensur zum Opfer gefallen ist. Bald schon sind es nicht mehr nur einzelne Beträge, sondern ganze Zeitungen. “... und plötzlich erschien ihm sein schmutziges Kaffeehäferl eine Allegorie der politischen Situation in Österreich zu sein. Über und über besudelt von schwarzbräunlichen Flecken und Schlieren.“ Meine Meinung: Gewohnt gekonnt und brillant integriert Autor Gerhard Loibelsberger die politischen Ereignisse in diesen historischen Roman. Die verbindende Figur ist Joseph Marie Nechyba. Wie Perlen auf einer Perlenschnur reiht Gerhard Loibelsberger die Ereignisse auf. Die verbindende Schnur sind Nechybas und Nowaks Dialoge. Daneben dürfen zwei Vorfahren des Autors, nämlich Rudolf und Erich Loibelsberger eine Rolle spielen. Als Vorbotin für alle Denunzianten, Vernaderer und Blockwarte steht die ewig grantelnde und schimpfende Hausberogerinf Gespenstisch ist die langsame Zerrüttung der Republik, die wie wir wissen, über den Ständestaat direkt in die NS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg führen wird, dargestellt. Dazu bedient Loibelsberger zahlreicher historischer Quellen wie Briefe und Zeitungsberichte, deren Inhalte wörtlich zitiert werden. So ist der Leser in der Zeit um 1933 mitten drin. Dass hier manche Parallele zur aktuellen Gegenwart aufzutauchen scheint, macht nachdenklich. „Gegen die Nazi sollte der Dollfuß kämpfen! Die sollte er bekriegen. Die sind die wahre Gefahr für Österreich und seine Demokratie. ln diesem verdammten Bürgerkrieg schlachtete Dollfuß das falsche Schwein.“ (Nechyba kurz vor seinem Ableben/S. 239) Ja, die Angst vor den Linken hat viele Menschen auf die Rechten vergessen lassen. Und, wie die Menschen nach dem Bürgerkrieg 1934 leidvoll erfahren musste: Wenn sich zwei streiten (Heimwehr und Schutzbund) freut sich ein Dritter. Fazit: Ein hellsichtiger Joseph Maria Nechyba, der das Glück hat, die dunklen Zeiten nicht mehr erleben zu müssen. Gerne gebe ich diesem finalen Band der Nechyba-Reihe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Österreich am Scheideweg…

Bewertung aus Borken am 01.09.2023

Bewertungsnummer: 3005827

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Österreich am Scheideweg Joseph Maria Nechyba blickt auf seine lange und erfolgreiche Zeit als Oberinspector und Ministerialrat zurück und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand. Das Land Österreich befindet sich allerdings im Umbruch und die Politischen Bestrebungen im Land beunruhigen den eigentlich sehr entspannten Nechyba. Die Nazis gewinnen immer mehr die Oberhand und gerade der Einfluss aus dem benachbarten Deutschland ist nicht zu übersehen. Die täglichen Nachrichten, die Nechyba den Zeitungen entnimmt, sind stets düster und mit zunehmender Zeit hält die Zensur immer mehr Einzug. Willkürliche Gesetze werden beschlossen, und das Leben in Österreich ist für viele Bürger nicht mehr sicher... Ich habe bereits einige Bände aus der Reihe um den gemütlichen und sehr gescheiten Oberinspector Nechyba gelesen und war jedes mal begeistert. Ich habe daher mit viel Vorfreude die Reise ins Jahr 1933 angetreten und der bildreiche, sowie der damaligen Zeit perfekt angepasste Schreibstil, führte mir die Geschehnisse wieder einmal lebendig vor Augen. Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden, in denen jeweils ein Kriminalfall im Vordergrund stand, dürfen wir im neunten Band zwar "nur" Nechyba in seinem Ruhestandsdasein begleiten, aber der -Autor Gerhard Loibesberger versteht es perfekt, die spezielle Atmosphäre einzufangen und die historisch so unglaublich wichtige Zeit zu dokumentieren. Das Ganze wirkt hervorragend recherchiert und die häufig verwandte Mundart trägt zur hohen Authentizität des Erzähltem bei. Über die jeweiligen Zeitungsberichte wird die fesselnden Entwicklung, deren schrecklichen Auswüchse uns allen mehr als bekannt sind, hervorragend aufgearbeitet. Insgesamt handelt es sich bei "Zerrüttung" zwar um die Fortsetzung der historischen Krimi-Reihe, ohne aber irgendwie inhaltlich vergleichbar zu sein. Bei dem Buch handelt es sich aus meiner Sicht um eine wichtiges Stück Zeitgeschichte, welches auf eine raffinierte Art und Weise dem Leser nahe gebracht wird. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Österreich am Scheideweg…

Bewertung aus Borken am 01.09.2023
Bewertungsnummer: 3005827
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Österreich am Scheideweg Joseph Maria Nechyba blickt auf seine lange und erfolgreiche Zeit als Oberinspector und Ministerialrat zurück und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand. Das Land Österreich befindet sich allerdings im Umbruch und die Politischen Bestrebungen im Land beunruhigen den eigentlich sehr entspannten Nechyba. Die Nazis gewinnen immer mehr die Oberhand und gerade der Einfluss aus dem benachbarten Deutschland ist nicht zu übersehen. Die täglichen Nachrichten, die Nechyba den Zeitungen entnimmt, sind stets düster und mit zunehmender Zeit hält die Zensur immer mehr Einzug. Willkürliche Gesetze werden beschlossen, und das Leben in Österreich ist für viele Bürger nicht mehr sicher... Ich habe bereits einige Bände aus der Reihe um den gemütlichen und sehr gescheiten Oberinspector Nechyba gelesen und war jedes mal begeistert. Ich habe daher mit viel Vorfreude die Reise ins Jahr 1933 angetreten und der bildreiche, sowie der damaligen Zeit perfekt angepasste Schreibstil, führte mir die Geschehnisse wieder einmal lebendig vor Augen. Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden, in denen jeweils ein Kriminalfall im Vordergrund stand, dürfen wir im neunten Band zwar "nur" Nechyba in seinem Ruhestandsdasein begleiten, aber der -Autor Gerhard Loibesberger versteht es perfekt, die spezielle Atmosphäre einzufangen und die historisch so unglaublich wichtige Zeit zu dokumentieren. Das Ganze wirkt hervorragend recherchiert und die häufig verwandte Mundart trägt zur hohen Authentizität des Erzähltem bei. Über die jeweiligen Zeitungsberichte wird die fesselnden Entwicklung, deren schrecklichen Auswüchse uns allen mehr als bekannt sind, hervorragend aufgearbeitet. Insgesamt handelt es sich bei "Zerrüttung" zwar um die Fortsetzung der historischen Krimi-Reihe, ohne aber irgendwie inhaltlich vergleichbar zu sein. Bei dem Buch handelt es sich aus meiner Sicht um eine wichtiges Stück Zeitgeschichte, welches auf eine raffinierte Art und Weise dem Leser nahe gebracht wird. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Kundinnen und Kunden meinen

Zerrüttung

von Gerhard Loibelsberger

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Zerrüttung