Produktbild: Die Welt war voller Fragen

Die Welt war voller Fragen Roman

14

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

17331

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

270 (Printausgabe)

Dateigröße

1794 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984161

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

17331

Erscheinungsdatum

26.09.2023

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Haymon Verlag

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270 (Printausgabe)

Dateigröße

1794 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984161

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  • Ele

    aus xxx

    5/5

    26.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    Wie es früher war

    Die Welt war voller Fragen, Roman von Herbert Dutzler, EBook erschienen im Haymon Verlag. Siegfried ist ein aufgeweckter Junge, interessiert sich für die Wissenschaft ist gut in Deutsch und liest gerne. Vieles was in den 60er Jahren nicht für Kinderohren und Kinderaugen geeignet schien, entgeht seinem wachen Verstand nicht, er beobachtet die Erwachsenen seiner Umgebung ganz genau, und so fragt er danach – ohne Argwohn und böse Gedanken einfach nur weil er es wissen will, und so kommt der Junge in Schwierigkeiten, nicht nur in der Schule. Eine Zeitreise in die 60er Jahre, nach Österreich. Das Buch besteht aus 15 Kapitel die Kapitelüberschriften weisen auf den Inhalt hin. Beim Ausräumen seines Elternhauses trifft der erwachsene Siegfried auf Stücke seiner Kindheit, darauf blickt er in Erinnerungen zurück. Die Rückerinnerungen sind aus der Sicht des Protagonisten in der Ich-Form geschrieben, deshalb ist es dem Leser möglich ganz nah auch an den Gedanken des jungen Siggis „dran“ zu sein. Sehr bildhaft erzählt, ich konnte mich z.B, in sein Elternhaus prima hineinversetzen, ganz besonders ansprechend auch das Zeitkolorit, viele Dinge z.B. das Anheizen des Badezimmerofens zum samstäglichen Bad, über diverse Sendungen im Fernsehen, bis hin zu den ersten Ausfahrten mit Papas erstem Wagen, zeigen mir ganz deutlich, dass Siggi nur ein paar Jahre älter als ich sein kann. Eine Kindheit, ohne Sicherheitsbindung an den Skiern und ohne Computerspiele, mit einem Buch zu Weihnachten, welches am 2. Feiertag schon ausgelesen war. Es ein Rückblick voller Nostalgie, Emotionen und Gemütlichkeit. Ich hab mich bei der Lektüre so wohl gefühlt und in die gute alte Zeit versetzt, sogar meine Oma hat so ähnliche Gerichte gekocht, natürlich auf ihrem Holzofen. Auch an die Szenen der Übertragung der Mondlandung kann ich mich noch gut erinnern, nur ist bei uns die gesamte Familie vor dem Fernseher gesessen, drei Generationen, aber keiner hat diese wichtigen Schritte verschlafen. Mir haben aber auch die Szenen gefallen, die die Anfänge der moderne Zeit beschreiben, die Mutter will auch ohne die Zustimmung des Vaters arbeiten, die ersten langen Haare bei Männern, Miniröcke und die Beatles. Sehr gut nachvollziehbar und real beschrieben. Immer wieder habe ich vor Situationskomik geschmunzelt, oder vor mich hin gelächelt. Der Siegfried ist einfach zum Liebhaben. Deshalb ist er auch meine Lieblingsfigur im Buch. Alle Figuren sind hervorragend charakterisiert und richtig „echt“. Erst nach der Lektüre habe ich erfahren, dass es auch ein weiteres Buch über die Familie Niedermayr gibt. „Die Welt war eine Murmel“, das will ich unbedingt auch lesen. Wer in den 60ern geboren und aufgewachsen ist, wird an diesem Buch Freude haben, die anderen können darin entdecken wie es damals war. Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Ilses Lesetipps

    aus Wien

    5/5

    02.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitgeist der 60er-Jahre

    Nach „Die Welt war eine Murmel“ nimmt Herbert Dutzler mit „Die Welt war voller Fragen“ die Leser wiederum mit auf eine Zeitreise in die 60er-Jahre. Worum geht es? Der erwachsene Siegfried räumt nach dem Tod der Mutter das Elternhaus. Anhand von Fotos, Spielsachen und Ziergegenständen erinnert er sich an Begebenheiten aus seiner Kindheit, an schulische Probleme ebenso wie Familienstreitigkeiten, an die technischen Errungenschaften sowie die damals geltenden Benimmregeln und Rollenbilder. Wie Band 1 ist auch dieses Buch eine edel ausgeführte Hardcover-Ausgabe mit Lesebändchen. Am Cover ist ein Junge teilweise abgebildet, in für die 60er Jahre typischer Schiausrüstung. Das Buch erschien 2023 und ist in 15 kurze Kapitel mit Überschriften unterteilt. Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Es wechseln sich die Erzählungen aus der Kindheit mit den Gedanken bzw. der heutigen Meinung des zurückblickenden erwachsenen Siegfried ab, letztere sind in Kursivschrift gehalten. Ich kannte bereits Band 1, doch sind die Bücher jeweils unabhängig voneinander lesbar. Der 13-jährige Siegfried, mittlerweile im Gymnasium, ist ein aufgeweckter Junge, der lieber liest als Sport zu betreiben, der nicht nur gerne isst, sondern sich auch fürs Kochen interessiert, was dem damaligen Rollenbild so gar nicht entspricht. Wissensdurstig wie er nun mal ist, hinterfragt er in seiner kindlichen Neugier auch manches, worauf die Lehrer keine Antwort wissen oder geben wollen, sich sogar provoziert fühlen. Er gilt als vorlaut und frech. So kassiert er statt Anerkennung negative Klassenbucheintragungen. Nicht nur im Gymnasium gibt es Probleme, auch zuhause hängt der Haussegen schief, als die Mutter darauf drängt, arbeiten zu gehen und den Führerschein zu machen, sehr zum Verdruss des Vaters. Die handelnden Personen wirken generell sehr lebendig, gut vorstellbar und authentisch, auch Nebenfiguren wie Großeltern, Lehrkörper oder Schulkameraden. Sigi steht natürlich im Mittelpunkt. Und Sigi hat auch mein Herz erobert, insbesondere auch durch seine aufmerksame Art der Mutter gegenüber, der er im Haushalt hilft, so gut er kann. Er ist der einzige, der anerkennt, was sie für die Familie leistet. Auch seine Art, mit all den Ungerechtigkeiten zurechtzukommen; sich zurücknehmen und zu schweigen statt aufzubegehren, ist beeindruckend. Ich (Jahrgang 1953) bin wieder in meine Jugendzeit eingetaucht, erinnerte mich an viele der genannten Fernsehsendungen, noch in Schwarz-weiß, natürlich daran, wie aufregend die Mondlandung war, aber auch an die langen Haare mancher Burschen und die negativen Reaktionen darauf. Auch ich war immer eine Leseratte und las gerne Karl May, ebenfalls die Donauland-Ausgabe. Ganz nostalgisch wird einem zumute, liest man die Autotypen von damals: Opel Rekord, VW Käfer, Ford Taunus. Ich finde, es ist dem Autor ausgezeichnet gelungen, die Gedankenwelt und die Ereignisse dieser Zeit aufleben zu lassen und zu vermitteln, insbesondere die weiblichen und männlichen Rollenbilder, das Schulwesen und das Tabuthema Nazi-Vergangenheit. Menschen, die in dieser Zeit aufwuchsen, werden wie ich das Déjà-vu genießen und für jüngere, denke ich, sollte es nicht uninteressant sein, etwas darüber zu erfahren, in welchem Umfeld ihre Großeltern aufwuchsen. Eine unbedingte Leseempfehlung!

  • haberlei

    aus Wien

    5/5

    02.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitgeist der 60er-Jahre Nach…

    Zeitgeist der 60er-Jahre Nach „Die Welt war eine Murmel“ nimmt Herbert Dutzler mit „Die Welt war voller Fragen“ die Leser wiederum mit auf eine Zeitreise in die 60er-Jahre. Worum geht es? Der erwachsene Siegfried räumt nach dem Tod der Mutter das Elternhaus. Anhand von Fotos, Spielsachen und Ziergegenständen erinnert er sich an Begebenheiten aus seiner Kindheit, an schulische Probleme ebenso wie Familienstreitigkeiten, an die technischen Errungenschaften sowie die damals geltenden Benimmregeln und Rollenbilder. Wie Band 1 ist auch dieses Buch eine edel ausgeführte Hardcover-Ausgabe mit Lesebändchen. Am Cover ist ein Junge teilweise abgebildet, in für die 60er Jahre typischer Schiausrüstung. Das Buch erschien 2023 und ist in 15 kurze Kapitel mit Überschriften unterteilt. Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Es wechseln sich die Erzählungen aus der Kindheit mit den Gedanken bzw. der heutigen Meinung des zurückblickenden erwachsenen Siegfried ab, letztere sind in Kursivschrift gehalten. Ich kannte bereits Band 1, doch sind die Bücher jeweils unabhängig voneinander lesbar. Der 13-jährige Siegfried, mittlerweile im Gymnasium, ist ein aufgeweckter Junge, der lieber liest als Sport zu betreiben, der nicht nur gerne isst, sondern sich auch fürs Kochen interessiert, was dem damaligen Rollenbild so gar nicht entspricht. Wissensdurstig wie er nun mal ist, hinterfragt er in seiner kindlichen Neugier auch manches, worauf die Lehrer keine Antwort wissen oder geben wollen, sich sogar provoziert fühlen. Er gilt als vorlaut und frech. So kassiert er statt Anerkennung negative Klassenbucheintragungen. Nicht nur im Gymnasium gibt es Probleme, auch zuhause hängt der Haussegen schief, als die Mutter darauf drängt, arbeiten zu gehen und den Führerschein zu machen, sehr zum Verdruss des Vaters. Die handelnden Personen wirken generell sehr lebendig, gut vorstellbar und authentisch, auch Nebenfiguren wie Großeltern, Lehrkörper oder Schulkameraden. Sigi steht natürlich im Mittelpunkt. Und Sigi hat auch mein Herz erobert, insbesondere auch durch seine aufmerksame Art der Mutter gegenüber, der er im Haushalt hilft, so gut er kann. Er ist der einzige, der anerkennt, was sie für die Familie leistet. Auch seine Art, mit all den Ungerechtigkeiten zurechtzukommen; sich zurücknehmen und zu schweigen statt aufzubegehren, ist beeindruckend. Ich (Jahrgang 1953) bin wieder in meine Jugendzeit eingetaucht, erinnerte mich an viele der genannten Fernsehsendungen, noch in Schwarz-weiß, natürlich daran, wie aufregend die Mondlandung war, aber auch an die langen Haare mancher Burschen und die negativen Reaktionen darauf. Auch ich war immer eine Leseratte und las gerne Karl May, ebenfalls die Donauland-Ausgabe. Ganz nostalgisch wird einem zumute, liest man die Autotypen von damals: Opel Rekord, VW Käfer, Ford Taunus. Ich finde, es ist dem Autor ausgezeichnet gelungen, die Gedankenwelt und die Ereignisse dieser Zeit aufleben zu lassen und zu vermitteln, insbesondere die weiblichen und männlichen Rollenbilder, das Schulwesen und das Tabuthema Nazi-Vergangenheit. Menschen, die in dieser Zeit aufwuchsen, werden wie ich das Déjà-vu genießen und für jüngere, denke ich, sollte es nicht uninteressant sein, etwas darüber zu erfahren, in welchem Umfeld ihre Großeltern aufwuchsen. Eine unbedingte Leseempfehlung!

  • rewareni

    aus wien

    5/5

    29.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So viele Fragen im Kopf

    Während Siegfried das Haus seiner verstorbenen Mutter aufräumt fallen ihm viele Dinge aus seiner Kindheit in die Hände und die Erinnerungen an damals nehmen seinen Lauf. In dem Roman ,, Die Welt war voller Fragen“ begleitet der Leser zum zweiten Mal den jungen Sigi, der in Österreich in den 60iger Jahren aufwächst, auf einer spannenden, humorvollen und vor allem sehr emotionalen Reise wie seines Aufstiegs ins Gymnasium und der Erkenntnis, dass es nicht immer erwünscht ist, wenn man Erwachsene etwas fragt. Obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, lässt sich der Roman von Herbert Dutzler problemlos lesen. Die Geschichte ist geprägt vom ausgeprägten Rollenbild, dass die Frau weder den Führerschein machen sollte, da ihr das Autofahren nicht zugetraut wird, sowie der Annahme, dass eine Frau nicht arbeiten gehen soll, da ja der Mann dafür zuständig ist. Sehr schön ist darin beschrieben, wie schwer es für Sigis Mutter ist, sich ständig gegen ihren Mann durchsetzen zu müssen um ihn bewusst zu machen, dass sie selbst über ihr Leben und ihrem Wunsch nach Selbständigkeit und Selbstverwirklichung bestimmen möchte. Der Roman ist ein Eintauchen in eine längst vergessene Zeit, wo mir selbst als ,,Kind“ der 60iger, vieles wieder in Erinnerung tritt und so manche Szenen wie die Dame von Donauland oder das Kopieren mit Blaupapier mir ein Schmunzeln entlockt haben. Der Roman zeigt aber auch auf, dass auf politischer Ebene noch viele Menschen mit der Nazi Zeit noch nicht wirklich abgeschlossen haben und so manche Probleme, besonders in der Schule mit alten Lehrern immer wieder für Zündstoff sorgen. Sigi ist in der Geschichte wirklich nicht zu beneiden, der so viele Fragen im Kopf hat die ihn beschäftigen und er mit der Zeit merkt, dass sein Wissensdurst nicht immer gut ankommt. Er tut einem wirklich Leid, wenn er ganz unschuldig etwas fragt, es bei seinem Gegenüber aber als provokant rüber kommt und er sogar dafür immer wieder einen Eintrag ins Klassenbuch bekommt. Die Szenen wechseln ständig zwischen humorvoll und witzig, wenn er z.b sein Benimm Handbuch zu Rate zieht und er damit aber auch nicht wirklich erfolgreich ist aber auch mit recht unschönen Szenen, wenn sein Vater ständig Alkohol trinkt und Sigis Mutter um ihren Platz in der Familie kämpfen muss, wo nicht nur einmal Tränen der Verzweiflung fließen. Es ist ein schöner Roman wo man eintauchen kann in die Vergangenheit und wo sicher viele Leser Erinnerungen an ihre eigene Kindheit wieder finden und man sich gut unterhalten fühlt.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    27.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich wollt es ja nur wissen

    Herbert Dutzler, selbst Jahrgang 1958, entführt seine Leser abermals in die späten 1960er und frühen 1970er-Jahre seiner Kindheit, die auch meine (Jahrgang 1960) sind, mit. Sigis Geschichte wird vom erwachsenen Siegfried, der nach dem Tod seiner Mutter das Elternhaus ausräumt, erzählt. Während der Betrachtung der alten Fotos kommen die Erinnerungen an seine Kindheit, die nicht immer nur eitel Wonne war. Sigi, nach wie vor mit dicker Brille und lieber mit Buch in der Hand als im Turnunterricht, hat es nun ins Gymnasium geschafft. Nach wie vor ist Sigi neugierig, will wissen, was „die Welt im Innersten zusammenhält“. Doch seine ernst gemeinten Fragen, die nicht einer kindlichen Bosheit entspringen, werden nicht von allen Lehrkräften geschätzt. Diese Fragen, die die Lehrer oftmals an den Rand des eigenen Wissens und Verständnisses bringen, werden, wie es üblich war, mit Klassenbucheintragungen sowie „einer Betragensnote“ geahndet. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Das schulische Betragen aller Schülerinnen und Schüler wurde benotet, aber der Terminus „eine Betragensnote zu bekommen“, hieß etwas anderes als „sehr gut“. Mit „Befriedigend“ war schon manche Versetzung in Gefahr und manchmal drohte der Schulverweis. Der autoritäre Unterricht und die jene Lehrer mit NS-Vergangenheit machen es dem Sigi nicht einfach, gute Leistungen zu bringen. In Deutsch ist er 1a in Leibesübungen (wie Turnen damals hieß) eine Niete. Sigis Familienleben entspricht jenem der Zeit: autoritäre Erziehung, Ohrfeigen inklusive. Dass er gerne kocht, passt so gar nicht in das Weltbild seines Vaters. Meine Meinung: Herbert Dutzler beschreibt in diesem seinem zweiten Buch rund um Sigi den Mikrokosmos Familie in den späten 1960er und frühen 1970er-Jahre. An manchen Stellen habe ich geglaubt, Herbert Dutzler beschreibt meine Kindheit, nur eben als Sohn. Ich kann hier fast alles unterschreiben. Der Kampf um den Erwerb des Führerscheins ist bei uns daheim zuungunsten der Mutter ausgegangen (O-Ton: Ich lass mich doch nicht von einer Frau umbringen.). Das Thema Zuverdienst ist bei schon ok gewesen, hat doch das Geld, das mein Vater verdient hat, nur für seinen Alkohol- und seinen Zigarettenkonsum gereicht. Und ja, die Lehrkräfte mit NS-Vergangenheit haben auch in meiner Schulkarriere eine Rolle gespielt. Ähnlich wie Sigi war ich mit Brille und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen, in Deutsch 1a und in Turnen eine absolute Niete. (Man hat mir sogar eine Nachprüfung in Turnen angedroht.) Ich bin allerdings im Unterschied zu Sigi in Wien aufgewachsen. Das Spielen auf der „Gstätt’n“ ist mir nicht möglich gewesen. Wie wir es von Herbert Dutzler gewöhnt sind, hat er durch seine bildhafte Erzählweise den damaligen Zeitgeist ganz wunderbar eingefangen. Man merkt sofort, dass er selbst ein Kinder dieser Zeit ist und weiß, wovon er schreibt. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und so lebendig gestaltet, dass sie mitten aus dem Leben gegriffen erscheinen. Großen Anteil an dem Film, der in meinem Kopfkino abläuft, hat neben dem Zeit- auch das Lokalkolorit. Das Vorgängerbuch „Die Welt ist eine Murmel“ ist schon bestellt. Die oft gestellte Frage, ob es damals besser gewesen sei, kann nur mit „es war anders“ beantwortet werden. Fazit: Gerne gebe ich dem Rückblick in „meine“ Kindheit 5 Sterne.

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