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Produktbild: Die rissige Brücke über den Bosporus

Die rissige Brücke über den Bosporus Ein Jahrhundert Türkische Republik und der Westen

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

05.10.2023

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2581 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Adatepe

Sprache

Deutsch

EAN

9783462312508

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

05.10.2023

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2581 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Adatepe

Sprache

Deutsch

EAN

9783462312508

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100 Jahre türkische Republik mit persönlicher Note

Bewertung am 01.11.2023

Bewertungsnummer: 2059325

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Er sagt, er habe das Buch geschrieben, um den westlichen Lesern zu erklären, wie die Türkei in die aktuelle Lage geraten ist, in der sie quasi von einem Autokraten regiert wird. Aber auch, um die Wissenslücken der hier lebenden Türken etwas zu füllen. Genauso habe ich das Buch auch empfunden. Vorwissen war zwar vorhanden, aber durch das Buch ist mir die Komplexität viel klarer geworden. Can Dündar gibt einen umfassenden Überblick über die letzten hundert Jahre der türkischen Republik und geht dabei sowohl auf historische als auch aktuelle Ereignisse ein. So beginnt das Buch zeitlich im Mai diesen Jahres, am Wahlabend in der Türkei. Dündar und andere im Exil lebende Journalisten, Wissenschaftler und Politiker sitzen in Berlin und hoffen voller Optimismus auf das Ende des Repressionsregimes, doch Erdoğan siegt erneut und für die Männer und Frauen im Raum fühlt es sich an "als hätten wir keine Wahl verloren, sondern ein Land." Sie fragen sich, ob sie ihre Familien und Freunde in der Türkei je wiedersehen werden. Can Dündar erklärt anschaulich, dass der Ursprung der heute so gespaltenen Türkei schon bei der Gründung der türkischen Republik 1923 gelegt wurde. Atatürk, erster Staatspräsident der Türkei und  überzeugter Laizist, der sich politisch am Westen orientierte, die lateinische Schrift, westliche Kleidung und Musik einführte, Frauen das Wahlrecht verschaffte, für die Gleichberechtigung der Geschlechter war, für die Säkularisierung und Demokratisierung kämpfte, wollte ein Nationalgefühl unter den Türken etablieren, dass den Islam als Leitidentität ausschloss. Dem gegenüber steht heute Erdoğan, dessen Politik islamistische und diktatorische Züge enthält. Ein "Alleinherrscher über Legislative, Exekutive, Justiz, Medien, Partei, Armee, Polizei, Kapital, Hochschulwesen [...]", der Menschen, die in seinen Augen Terror verbreiten oder die Sicherheit des Staates gefährden, systematisch aus ihren Ämtern entlässt oder inhaftieren lässt. Dündar glorifiziert Atatürk aber nicht, sondern zeigt auch auf, dass er seine Visionen möglicherweise zu schnell umsetzen wollte. Das Volk, dem diese westliche Demokratie aufgestülpt wurde, war z.T. noch nicht so weit und fühlte sich überfordert. Bis heute hatte die Demokratie, aufgrund von Regierungswechseln und mehrfachen Putschen durch das Militär, keine Chance sich zu etablieren. Can Dündar hat ein lesenswertes Sachbuch mit persönlicher Note geschrieben, in dem er den Westen auch immer wieder kritisiert. Zum Schluss schimmert auch bei ihm Hoffnung durch, denn in Berlin sieht er, "dass jede Finsternis endet, jedes Repressionsregime eines Tages stürzt und wenn es an der Zeit ist, jede Mauer fällt." Durch sein Insiderwissen, selbst erlebten Anekdoten und den politischen Ereignissen in der Türkei, liest sich das Buch manchmal fast wie ein Politthriller. Manches klingt zu unglaublich als dass es wahr sein könnte, ist es dann aber doch. Toll finde ich auch die zusätzliche Zeittafel mit einer Übersicht über die wichtigsten Ereignisse am Ende des Buches.

100 Jahre türkische Republik mit persönlicher Note

Bewertung am 01.11.2023
Bewertungsnummer: 2059325
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Er sagt, er habe das Buch geschrieben, um den westlichen Lesern zu erklären, wie die Türkei in die aktuelle Lage geraten ist, in der sie quasi von einem Autokraten regiert wird. Aber auch, um die Wissenslücken der hier lebenden Türken etwas zu füllen. Genauso habe ich das Buch auch empfunden. Vorwissen war zwar vorhanden, aber durch das Buch ist mir die Komplexität viel klarer geworden. Can Dündar gibt einen umfassenden Überblick über die letzten hundert Jahre der türkischen Republik und geht dabei sowohl auf historische als auch aktuelle Ereignisse ein. So beginnt das Buch zeitlich im Mai diesen Jahres, am Wahlabend in der Türkei. Dündar und andere im Exil lebende Journalisten, Wissenschaftler und Politiker sitzen in Berlin und hoffen voller Optimismus auf das Ende des Repressionsregimes, doch Erdoğan siegt erneut und für die Männer und Frauen im Raum fühlt es sich an "als hätten wir keine Wahl verloren, sondern ein Land." Sie fragen sich, ob sie ihre Familien und Freunde in der Türkei je wiedersehen werden. Can Dündar erklärt anschaulich, dass der Ursprung der heute so gespaltenen Türkei schon bei der Gründung der türkischen Republik 1923 gelegt wurde. Atatürk, erster Staatspräsident der Türkei und  überzeugter Laizist, der sich politisch am Westen orientierte, die lateinische Schrift, westliche Kleidung und Musik einführte, Frauen das Wahlrecht verschaffte, für die Gleichberechtigung der Geschlechter war, für die Säkularisierung und Demokratisierung kämpfte, wollte ein Nationalgefühl unter den Türken etablieren, dass den Islam als Leitidentität ausschloss. Dem gegenüber steht heute Erdoğan, dessen Politik islamistische und diktatorische Züge enthält. Ein "Alleinherrscher über Legislative, Exekutive, Justiz, Medien, Partei, Armee, Polizei, Kapital, Hochschulwesen [...]", der Menschen, die in seinen Augen Terror verbreiten oder die Sicherheit des Staates gefährden, systematisch aus ihren Ämtern entlässt oder inhaftieren lässt. Dündar glorifiziert Atatürk aber nicht, sondern zeigt auch auf, dass er seine Visionen möglicherweise zu schnell umsetzen wollte. Das Volk, dem diese westliche Demokratie aufgestülpt wurde, war z.T. noch nicht so weit und fühlte sich überfordert. Bis heute hatte die Demokratie, aufgrund von Regierungswechseln und mehrfachen Putschen durch das Militär, keine Chance sich zu etablieren. Can Dündar hat ein lesenswertes Sachbuch mit persönlicher Note geschrieben, in dem er den Westen auch immer wieder kritisiert. Zum Schluss schimmert auch bei ihm Hoffnung durch, denn in Berlin sieht er, "dass jede Finsternis endet, jedes Repressionsregime eines Tages stürzt und wenn es an der Zeit ist, jede Mauer fällt." Durch sein Insiderwissen, selbst erlebten Anekdoten und den politischen Ereignissen in der Türkei, liest sich das Buch manchmal fast wie ein Politthriller. Manches klingt zu unglaublich als dass es wahr sein könnte, ist es dann aber doch. Toll finde ich auch die zusätzliche Zeittafel mit einer Übersicht über die wichtigsten Ereignisse am Ende des Buches.

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Die rissige Brücke über den Bosporus

von Can Dündar

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