Produktbild: Die rissige Brücke über den Bosporus

Die rissige Brücke über den Bosporus Ein Jahrhundert Türkische Republik und der Westen

1

24,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.10.2023

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,6 cm

Gewicht

353 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Adatepe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-290-1

Beschreibung

Rezension

Can Dündar hat mit "Die rissige Brücke über den Bosporus" das Buch der Stunde geschrieben. ("Cicero")
In seinem erstklassigen Buch „Die rissige Brücke über den Bosporus“ gelingt dem Journalisten Can Dündar eine scharfsinnige Analyse der Strukturprobleme der Republik Türkei, die in diesem Jahr ihren 100 Geburtstag feiert. ("Deutschlandfunk Kultur")
Mehr Verständnis für die Tiefe der Konflikte will Dündar schaffen und das gelingt ihm. Er schildert die Historie in einer Mischung aus persönlichen Erlebnissen, politischer Analyse und vielen exklusiven Einblicken in die türkische Politik, die aufgrund seiner jahrzehntelangen Arbeit als Journalist bieten kann. ("rbbKultur")
Dündar hat ein sehr lesbares, griffiges, auch autobiografisch gefärbtes Buch verfasst, es ist eine mitreißende Geschichtsschreibung. Eine politische Darstellung, an der künftig keiner vorbei kann. ("neues deutschland")
Can Dündars neues Buch beginnt spannend wie ein Krimi. ("Deutschlandfunk Andruck")
Dündars detailreiche Ausführungen sind immer dann besonders spannend, wenn die zahlreichen pesönlichen Erfahrungen des 62-jährigen Journalisten einfließen. ("Deutschlandfunk Andruck")
Besonders stark wird das Buch, wenn Dündar von seiner journalistischen Arbeit in den Wirren der Republik berichtet oder auch Persönliches preisgibt. ("Falter")
Can Dündar hat ein spannendes und leidenschaftliches Buch über die Türkei geschrieben. Und auch über uns, wie wir sie sehen. ("rbb Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.10.2023

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,6 cm

Gewicht

353 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Adatepe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-290-1

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    01.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    100 Jahre türkische Republik mit persönlicher Note

    Er sagt, er habe das Buch geschrieben, um den westlichen Lesern zu erklären, wie die Türkei in die aktuelle Lage geraten ist, in der sie quasi von einem Autokraten regiert wird. Aber auch, um die Wissenslücken der hier lebenden Türken etwas zu füllen. Genauso habe ich das Buch auch empfunden. Vorwissen war zwar vorhanden, aber durch das Buch ist mir die Komplexität viel klarer geworden. Can Dündar gibt einen umfassenden Überblick über die letzten hundert Jahre der türkischen Republik und geht dabei sowohl auf historische als auch aktuelle Ereignisse ein. So beginnt das Buch zeitlich im Mai diesen Jahres, am Wahlabend in der Türkei. Dündar und andere im Exil lebende Journalisten, Wissenschaftler und Politiker sitzen in Berlin und hoffen voller Optimismus auf das Ende des Repressionsregimes, doch Erdoğan siegt erneut und für die Männer und Frauen im Raum fühlt es sich an "als hätten wir keine Wahl verloren, sondern ein Land." Sie fragen sich, ob sie ihre Familien und Freunde in der Türkei je wiedersehen werden. Can Dündar erklärt anschaulich, dass der Ursprung der heute so gespaltenen Türkei schon bei der Gründung der türkischen Republik 1923 gelegt wurde. Atatürk, erster Staatspräsident der Türkei und  überzeugter Laizist, der sich politisch am Westen orientierte, die lateinische Schrift, westliche Kleidung und Musik einführte, Frauen das Wahlrecht verschaffte, für die Gleichberechtigung der Geschlechter war, für die Säkularisierung und Demokratisierung kämpfte, wollte ein Nationalgefühl unter den Türken etablieren, dass den Islam als Leitidentität ausschloss. Dem gegenüber steht heute Erdoğan, dessen Politik islamistische und diktatorische Züge enthält. Ein "Alleinherrscher über Legislative, Exekutive, Justiz, Medien, Partei, Armee, Polizei, Kapital, Hochschulwesen [...]", der Menschen, die in seinen Augen Terror verbreiten oder die Sicherheit des Staates gefährden, systematisch aus ihren Ämtern entlässt oder inhaftieren lässt. Dündar glorifiziert Atatürk aber nicht, sondern zeigt auch auf, dass er seine Visionen möglicherweise zu schnell umsetzen wollte. Das Volk, dem diese westliche Demokratie aufgestülpt wurde, war z.T. noch nicht so weit und fühlte sich überfordert. Bis heute hatte die Demokratie, aufgrund von Regierungswechseln und mehrfachen Putschen durch das Militär, keine Chance sich zu etablieren. Can Dündar hat ein lesenswertes Sachbuch mit persönlicher Note geschrieben, in dem er den Westen auch immer wieder kritisiert. Zum Schluss schimmert auch bei ihm Hoffnung durch, denn in Berlin sieht er, "dass jede Finsternis endet, jedes Repressionsregime eines Tages stürzt und wenn es an der Zeit ist, jede Mauer fällt." Durch sein Insiderwissen, selbst erlebten Anekdoten und den politischen Ereignissen in der Türkei, liest sich das Buch manchmal fast wie ein Politthriller. Manches klingt zu unglaublich als dass es wahr sein könnte, ist es dann aber doch. Toll finde ich auch die zusätzliche Zeittafel mit einer Übersicht über die wichtigsten Ereignisse am Ende des Buches.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die rissige Brücke über den Bosporus