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Produktbild: Der letzte Liebende

Der letzte Liebende Roman

3

18,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.08.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

4064 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641303372

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

30.08.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

4064 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641303372

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Beschreibungen

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 25.12.2023

Bewertungsnummer: 2094048

Bewertet: eBook (ePUB)

Den Titel des Buches kann ich nicht nachvollziehen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein sehr schönes Buch, die Geschichte eines alternden Mannes, der in der Auseinandersetzung mit seiner Tochter und seinen Brüdern sich auf sein vergangenes Leben zurückbesinnt. Es passiert relativ wenig in diesem Buch. Die Handlung ist nicht der treibende Faktor des Lesens. Aber diese feinen Beschreibungen der Charaktere und der Gedanken, diese hohe Beobachtung menschlicher Gefühle und Empathie - das hat einen hohen Selbstbezugswert: man erkennt sich in vielen Beschreibungen wieder. Dies macht dieses Buch so spannend und wertvoll.

Beschreibungen

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 25.12.2023
Bewertungsnummer: 2094048
Bewertet: eBook (ePUB)

Den Titel des Buches kann ich nicht nachvollziehen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein sehr schönes Buch, die Geschichte eines alternden Mannes, der in der Auseinandersetzung mit seiner Tochter und seinen Brüdern sich auf sein vergangenes Leben zurückbesinnt. Es passiert relativ wenig in diesem Buch. Die Handlung ist nicht der treibende Faktor des Lesens. Aber diese feinen Beschreibungen der Charaktere und der Gedanken, diese hohe Beobachtung menschlicher Gefühle und Empathie - das hat einen hohen Selbstbezugswert: man erkennt sich in vielen Beschreibungen wieder. Dies macht dieses Buch so spannend und wertvoll.

Die Poesie des Alterns

Bewertung am 18.11.2025

Bewertungsnummer: 2657666

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Vielleicht war das überhaupt eines der Kennzeichen des Alters: dass es kein Gleichgewicht mehr gab. Alles war entweder zu viel oder zu wenig.“ Carl, emeritierter Professor in den USA, begleitet den Sterbeprozess seiner Frau Helen. „Im nächsten Jahr würde er achtzig, er wusste das natürlich, konnte es aber nicht empfinden.“ Die Ehe der beiden war nur noch ein Arrangement gewesen: „Fast sechzig Jahre und was hatten sie daraus gemacht? Die Wahrheit war: nicht viel. Sie hatten beide immer so getan, als gäbe es eine zweite Chance.“ Carl hat durch seine zahlreichen Affären die Ehe belastet, Helen hat sich zurückgezogen, die Adoptivtochter auf ihrer Seite. Als Helen stirbt, verliert sich Carl in alten Erinnerungen und Gewohnheiten und fragt sich, ob er noch ein besserer Mensch werden kann. Aber vor allem hadert er mit dem Altern, seiner Untätigkeit sowie seiner Unbrauchbarkeit. „Schon seit etlichen Jahren hatte er das Gefühl, dass er kaum noch gesehen wurde.“ Carl fühlt sich sehr zu Frauen hingezogen, er sieht sich selber jedoch nicht als „Verführer“. „In seiner Wahrnehmung waren es die Frauen, diese unergründlichen, liebesbegabten Wesen, die sich ihm immer wieder überraschend freigebig zuwandten, während ihm keine andere Wahl blieb, als sich von ihnen in jede gewünschte Richtung lenken zu lassen.“ Es fällt ihm sehr schwer, zu verstehen, dass diese Jahre vorbei sind. Nun leidet er vor allem unter der Einsamkeit „Manchmal war ihm die Brust so eng, dass er kaum atmen konnte.“ Nach dem Tod seiner Frau besucht Carl mit seiner Tochter und seinem Enkel die Orte seiner Kindheit in Polen und der ehemaligen DDR. Seine Familie ist ohne „Geschichte“, zumindest keine über die gesprochen wurde. Die Mutter vertrieben, Carl verließ die DDR, die Brüder hatten Repressalien des Staates zu ertragen. Zumindest mit einem Bruder kann Carl sich versöhnen. „Es war, als ob sich ein kleines Fenster öffnete, durch das er in einen längst verlasseneren Raum seines Lebens blicken konnte.“ Aber nach der Reise holt die Einsamkeit ihn wieder ein. „Wenn er die Augen schloss, war es, als stürzte er in einen vollkommen leeren Raum, mit nichts drin, das ihm Auftrieb gab. So würde er also ab jetzt leben müssen: ohne Hoffnung und Hingabe, dem unausweichlichen Ende zu. So weit, so klar. Aber wie um alles in der Welt sollte das gehen?“ Annette Mingels bildet „das Leben“ sehr authentisch in den Personen und ihren Dialogen ab, in liebevoller Ironie begleitet sie diesen alten Mann, der obwohl eigentlich unsympathisch, irgendwie berührt. Das ist die Kunst der Autorin eine Poesie des Alters zu schaffen. Ein wunderbares Buch.

Die Poesie des Alterns

Bewertung am 18.11.2025
Bewertungsnummer: 2657666
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Vielleicht war das überhaupt eines der Kennzeichen des Alters: dass es kein Gleichgewicht mehr gab. Alles war entweder zu viel oder zu wenig.“ Carl, emeritierter Professor in den USA, begleitet den Sterbeprozess seiner Frau Helen. „Im nächsten Jahr würde er achtzig, er wusste das natürlich, konnte es aber nicht empfinden.“ Die Ehe der beiden war nur noch ein Arrangement gewesen: „Fast sechzig Jahre und was hatten sie daraus gemacht? Die Wahrheit war: nicht viel. Sie hatten beide immer so getan, als gäbe es eine zweite Chance.“ Carl hat durch seine zahlreichen Affären die Ehe belastet, Helen hat sich zurückgezogen, die Adoptivtochter auf ihrer Seite. Als Helen stirbt, verliert sich Carl in alten Erinnerungen und Gewohnheiten und fragt sich, ob er noch ein besserer Mensch werden kann. Aber vor allem hadert er mit dem Altern, seiner Untätigkeit sowie seiner Unbrauchbarkeit. „Schon seit etlichen Jahren hatte er das Gefühl, dass er kaum noch gesehen wurde.“ Carl fühlt sich sehr zu Frauen hingezogen, er sieht sich selber jedoch nicht als „Verführer“. „In seiner Wahrnehmung waren es die Frauen, diese unergründlichen, liebesbegabten Wesen, die sich ihm immer wieder überraschend freigebig zuwandten, während ihm keine andere Wahl blieb, als sich von ihnen in jede gewünschte Richtung lenken zu lassen.“ Es fällt ihm sehr schwer, zu verstehen, dass diese Jahre vorbei sind. Nun leidet er vor allem unter der Einsamkeit „Manchmal war ihm die Brust so eng, dass er kaum atmen konnte.“ Nach dem Tod seiner Frau besucht Carl mit seiner Tochter und seinem Enkel die Orte seiner Kindheit in Polen und der ehemaligen DDR. Seine Familie ist ohne „Geschichte“, zumindest keine über die gesprochen wurde. Die Mutter vertrieben, Carl verließ die DDR, die Brüder hatten Repressalien des Staates zu ertragen. Zumindest mit einem Bruder kann Carl sich versöhnen. „Es war, als ob sich ein kleines Fenster öffnete, durch das er in einen längst verlasseneren Raum seines Lebens blicken konnte.“ Aber nach der Reise holt die Einsamkeit ihn wieder ein. „Wenn er die Augen schloss, war es, als stürzte er in einen vollkommen leeren Raum, mit nichts drin, das ihm Auftrieb gab. So würde er also ab jetzt leben müssen: ohne Hoffnung und Hingabe, dem unausweichlichen Ende zu. So weit, so klar. Aber wie um alles in der Welt sollte das gehen?“ Annette Mingels bildet „das Leben“ sehr authentisch in den Personen und ihren Dialogen ab, in liebevoller Ironie begleitet sie diesen alten Mann, der obwohl eigentlich unsympathisch, irgendwie berührt. Das ist die Kunst der Autorin eine Poesie des Alters zu schaffen. Ein wunderbares Buch.

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Der letzte Liebende

von Annette Mingels

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