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Band 2808

Unhaltbarkeit

Auf dem Weg in eine andere Moderne

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Unhaltbarkeit

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

24782

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

320

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch könnte - und vielleicht: sollte - wie eine Bombe in die sozialwissenschaftliche und politische Diskussion in Deutschland einschlagen. ... Ingolfur Blühdorns Buch leistet einen überaus wichtigen Beitrag zur Diagnose unserer Gegenwart.« Peter Wagner Soziopolis 20240416

Details

Verkaufsrang

24782

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

11/18/2,2 cm

Gewicht

224 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-12808-4

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Dr. Ralf ROTHER

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5/5

Zu den Krisen des ökoemanzipatorischen Projekts

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es leuchtete mir sofort ein, dass wir uns - in den Gesellschaften, in denen wir leben - für eine nachhaltige Nichtnachhaltigkeit entschieden haben. Seit Jahrzehnten wird von Seiten der Naturwissenschaften vor dem Klimawandel gewarnt, nur reagieren weder die Regierungen noch die Gesellschaften darauf. Eine ökologische Transformation der Gesellschaft scheint also nicht stattzufinden. So publizierte der Politikwissenschaftler und Nachhaltigkeitsforscher Ingolfuhr Blühdorn im Jahr 2019 unter diesem Titel "Nachhaltige Nichtnachhaltigkeit" ein Sammelband (Transcript Verlag) zur Frage: "Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet". Ein paar Jahre später erscheint nun im Suhrkamp Verlag das Buch "Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne". In dieser Studie geht er über die soziale Problemlage hinaus, die der Klimawandel für das menschliche Zusammenleben erzeugt, und weist darauf hin, dass neben den klimatischen Veränderungen die Corona-Pandemie, der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die aggressive Politik Chinas und der Hamas-Angriff auf Israel die Gesellschaften in eine multikomplexe Krisenlage reißen. Entgegen anderen sozial- und politikwissenschaftlichen Modelle und Theorien sieht er die Ursachen - die die Gesellschaften in eine Situation bringen, dass sie nicht mehr nachhaltig handeln können - weder im unvernünftigen Handeln oder im falschen Wirtschafts-bzw. Gesellschaftssystem noch im Fehlen technologischer Maßnahmen begründet, die nur umgesetzt werden müssten. Er verortet hingegen die Ursachen in den inneren Widersprüchen einer ökoemanzipatorischen Bewegung, die einen libertären Lebensstil entwickelt hat und weiterentwickelt, zugleich aber Einschränkungen dieses Lebensstils für notwendig hält, um eine nachhaltige Gesellschaftspolitik zu entfalten. So wird das liberalökodemokratische Prinzip von innen heraus gefährdet, indem liberale Grundsätze durch liberale Handlungen eingeschränkt oder aufgegeben, wodurch das ökoemanzipatorische Projekt insgesamt gefährdet ist. Ingolfuhr Blühdorn verlangt nicht mehr und nicht weniger die Einsicht, dass das ökoemanzipatorische Projekt nicht von außen - von rechtsradikalen Bewegungen bzw. durch die Zerstörungskraft des Kapitalismus - erschüttert wird, sondern dass die demokratiegefährdenden Entwicklungen aus der eigenen Dialektik der emanzipatorischen Aufklärung entspringen. Für mich hört sich das alles entfernt nach Adornos und Horkheimers "Dialektik der Aufklärung" an. Sofern man möchte, kann man anhand der Texte von Ingolfuhr Blühdorn die sehr kontrovers geführte Diskussion um den Klimawandel und dessen Folgen innerhalb der Sozialwissenschaften verfolgen: vgl. Karl-Werner Brand, Ulrich Brand, Markus Wissen und Sighard Neckel, Von Seiten der marxistischen Sozialwissenschaften werden Ingolfuhr Blühdorns Analysen natürlich abgelehnt, wobei der Klimawandel weniger als menschlich, sondern als durch den Kapitalismus verursacht betrachtet wird.
5/5

Zu den Krisen des ökoemanzipatorischen Projekts

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es leuchtete mir sofort ein, dass wir uns - in den Gesellschaften, in denen wir leben - für eine nachhaltige Nichtnachhaltigkeit entschieden haben. Seit Jahrzehnten wird von Seiten der Naturwissenschaften vor dem Klimawandel gewarnt, nur reagieren weder die Regierungen noch die Gesellschaften darauf. Eine ökologische Transformation der Gesellschaft scheint also nicht stattzufinden. So publizierte der Politikwissenschaftler und Nachhaltigkeitsforscher Ingolfuhr Blühdorn im Jahr 2019 unter diesem Titel "Nachhaltige Nichtnachhaltigkeit" ein Sammelband (Transcript Verlag) zur Frage: "Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet". Ein paar Jahre später erscheint nun im Suhrkamp Verlag das Buch "Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne". In dieser Studie geht er über die soziale Problemlage hinaus, die der Klimawandel für das menschliche Zusammenleben erzeugt, und weist darauf hin, dass neben den klimatischen Veränderungen die Corona-Pandemie, der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die aggressive Politik Chinas und der Hamas-Angriff auf Israel die Gesellschaften in eine multikomplexe Krisenlage reißen. Entgegen anderen sozial- und politikwissenschaftlichen Modelle und Theorien sieht er die Ursachen - die die Gesellschaften in eine Situation bringen, dass sie nicht mehr nachhaltig handeln können - weder im unvernünftigen Handeln oder im falschen Wirtschafts-bzw. Gesellschaftssystem noch im Fehlen technologischer Maßnahmen begründet, die nur umgesetzt werden müssten. Er verortet hingegen die Ursachen in den inneren Widersprüchen einer ökoemanzipatorischen Bewegung, die einen libertären Lebensstil entwickelt hat und weiterentwickelt, zugleich aber Einschränkungen dieses Lebensstils für notwendig hält, um eine nachhaltige Gesellschaftspolitik zu entfalten. So wird das liberalökodemokratische Prinzip von innen heraus gefährdet, indem liberale Grundsätze durch liberale Handlungen eingeschränkt oder aufgegeben, wodurch das ökoemanzipatorische Projekt insgesamt gefährdet ist. Ingolfuhr Blühdorn verlangt nicht mehr und nicht weniger die Einsicht, dass das ökoemanzipatorische Projekt nicht von außen - von rechtsradikalen Bewegungen bzw. durch die Zerstörungskraft des Kapitalismus - erschüttert wird, sondern dass die demokratiegefährdenden Entwicklungen aus der eigenen Dialektik der emanzipatorischen Aufklärung entspringen. Für mich hört sich das alles entfernt nach Adornos und Horkheimers "Dialektik der Aufklärung" an. Sofern man möchte, kann man anhand der Texte von Ingolfuhr Blühdorn die sehr kontrovers geführte Diskussion um den Klimawandel und dessen Folgen innerhalb der Sozialwissenschaften verfolgen: vgl. Karl-Werner Brand, Ulrich Brand, Markus Wissen und Sighard Neckel, Von Seiten der marxistischen Sozialwissenschaften werden Ingolfuhr Blühdorns Analysen natürlich abgelehnt, wobei der Klimawandel weniger als menschlich, sondern als durch den Kapitalismus verursacht betrachtet wird.

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von Ingolfur Blühdorn

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