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Chor der Erinnyen Roman | Die Parallelgeschichte zum Bestseller »Die Kieferninseln«

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/2,5 cm

Gewicht

338 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43141-2

Beschreibung

Rezension

»[Poschmann ist] eine der klügsten und renommiertesten deutschsprachigen Autorinnen ihrer Generation ...« ("der Freitag")
»Poesie, Mythos und die schnöde Realität des Alltags: Marion Poschmanns Schreiben zeichnet sich durch eine ebenso gewitzte wie gewiefte Verbindungen dieser Elemente aus.« ("ORF")
»... ein weit verzweigter sprachlicher Organismus, in dessen Naturbeschreibungen die Einsamkeit der beschriebenen Menschen nachhallt. ... Nie waren Mythologie, Mütter und Mathematik auf so traute Weise vereint.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Marion Poschmann hat ein besonderes Talent, über Menschen und Natur zu schreiben: Selten wird die akademische Mittelschicht mit so feinem Spott vorgeführt wie von ihr. Nirgendwo wogen Eschen, Eichen, Buchen und Birken, wirbelt der Orkan, ballen sich Wolken in so opulenten, dabei federleichten Worten wie in ihrer Prosa und Lyrik. Beides verbindet sich in Chor der Erinnyen ...« ("Berliner Zeitung")
»Wie Marion Poschmann Naturskizzen mit mythischen Bildern verknüpft, Reales mit Absurdem, wie sie die langsamen Dissoziationsprozesse ihrer Figur verfolgt, das ist meisterlich.« ("Der Tagesspiegel")
» Chor der Erinnyen ist ein Zauberkunststück in Form und Inhalt ... [Der] Roman hält eine Vieldeutigkeit aus, die ihresgleichen sucht ...« ("Frankfurter Rundschau")
»Mit Chor der Erinnyen ist Marion Poschmann ein dunkel-schönes Prosawerk über Bedrohungen der inneren und äußeren Natur gelungen, ein Roman, der sich nicht nur zu lesen, sondern auch eingehend zu studieren lohnt.« ("Ö1, Ex Libris")
»Unheimlich und großartig!« ("kurier.at")
»Ein vielschichtiges, rätselhaft schönes Prosawerk über Bedrohungen der inneren und äußeren Natur. Ein Buch, das es nicht nur zu lesen, sondern auch zu studieren lohnt.« ("SWR2")
»So simpel und bekannt das dem Roman zugrundeliegende Schema vom Einbruch des Unkontrollierbaren ins wohlgeordnete Leben ist, so frisch ist die Sprache, in der Marion Poschmann es entfaltet. Sie beobachtet genau und schreibt mit einem untrüglichen Sinn für den Rhythmus der Sätze.« ("WDR 3")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/2,5 cm

Gewicht

338 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43141-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Fanal einer Autistin Der dem…

Bories vom Berg aus München am 23.12.2025

Bewertungsnummer: 2976583

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fanal einer Autistin Der dem magischen Realismus zugerechnete, aktuelle Roman von Marion Poschmann mit dem Titel «Chor der Erinnyen» erschien sechs Jahre nach ihrem Erfolgsroman «Die Kieferninseln», bei dem es mit Mathilda eine gleichnamige Protagonistin gab. Das neue Buch stellt deswegen aber in keiner Weise etwa eine Fortsetzung dar, die Thematik ist eine völlig andere. Der Titel spielt natürlich auf die griechischen Rachegöttinnen an, die auch in dieser Geschichte eine mahnende Rolle haben. Mathilda nimmt im neuen Roman die typische Rolle einer Anima ein nach der Definition von C. G. Jung. Von Fall zu Fall werden auch hier ganz unterschiedliche Wirkungen auf ihr genretypisches Verhalten ausgelöst. Mathilda arbeitet als Studienrätin für Mathematik und Musik, beides Fächer, in denen sie schon früh eine besondere Begabung hatte. Ihr freischaffender Ehemann hat sie gerade erst vor drei Tagen nach einem Streit, aber ohne wirklich triftigen Grund und ohne weitere Erklärungen, fluchtartig verlassen. Er hat sie zwar inzwischen mal kurz angerufen, aber die Verbindung war durch laute Hintergrund-Geräusche stark gestört, und er hat sich zu seiner Flucht auch mit keinem Wort geäußert. Allen, die nach ihrem Mann fragen, erklärt sie nun unisono, er sei auf einem Kongress. Das Paar lebt in einem modernistischen Haus im Bauhaus-Stil, sie ist als strenge Gymnasial-Lehrerin recht erfolgreich, bleibt dabei aber stets sehr distanziert zu ihren Schülern und pflegt auch zu den Kollegen keinerlei Kontakt. Frühmorgens, als sie nach durchwachter Nacht schon sehr früh auf den Beinen ist, bekommt sie plötzlich und völlig unerwartet Besuch von Birte, ihrer chaotisch veranlagten, alten Freundin aus Jugendzeiten, die weit entfernt in Ostfriesland ein eher schlecht gehendes Café betreibt. Mathilda hat vor, für zwei Tage zu Olivia, einer anderen Freundin zu fahren, deren Eltern eine Hütte im Wald besitzen, um dort mit ihr eine kleine Wochenend-Wanderung zu machen. Sie ist gerade am Packen, als Birte auftaucht, und prompt will die sich ihr spontan anschließen, sie ist ja auch schon lange gut befreundet mit Olivia und kennt die Waldhütte. Vorab machen die Beiden noch einen Kurzbesuch bei Mathildas Eltern, was Mathilda ebenfalls irritiert, weil sie die Vorhaltungen ihrer Mutter nicht ertragen kann. Sie hat ihre Begabung von der Mutter geerbt, vermutlich weil Mathematik wie auch Musik beide nicht über die Sprache, sondern über Zeichen und Symbole betrieben und gesteuert werden. Aber die Mutter ist emotional aus anderem Holze als sie. Zunehmend hat die Protagonistin des Romans Halluzinationen, etwas rumort in ihr, etwas gerät in Unordnung in den acht Tagen, die der Roman beschreibt. So sieht sie Birte irgendwo stehen, obwohl die tatsächlich gerade weit entfernt von ihr ist. Das gute Einvernehmen von Birte und Olivia irritiert sie, ebenso die Bekanntschaft mit zwei sportlichen Männern, die sich ihnen anschließen und mit den drei Frauen eine Anhöhe besteigen. Dass Olivia denen schließlich sogar Zuflucht vor einem nahen Waldbrand gewährt, passt Mathilda so gar nicht, sie sondert sich ab. Letztendlich ist sie mit Ihren Begabungen, aber auch mit ihren kommunikativen Defiziten der Inbegriff einer lebensfremden Autistin, die am liebsten allein ist. Bis zur Mitte des dialogarmen Romans hält die Neugier des geneigten Lesers an, dann aber wird klar, dass da nichts mehr passieren wird, dass die angedeuteten Konflikte auf keine Lösung zusteuern. Der poetisch aufgeblasene Stil mit seinen immer gleichen Natur-Beschreibungen und –Schwärmereien nervt zunehmend, den ikonisch angelegten Figuren fehlen sämtliche Emotionen, und wo sie ausnahmsweise doch mal vorhanden sind, wirken sie pathetisch aufgesetzt. Die in fast jedem der dreizehn Kapitel quasi als Kommentar enthaltenen Chorgesänge der Erinnyen wirken schon fast parodistisch und tragen rein gar nichts bei zum Verständnis. Dass dieser gründlich misslungene Roman zum Schluss sang- und klanglos in einem verbalen Nebelschleier versinkt, wundert dann auch niemanden mehr, - man legt das Buch gerne zur Seite!

Fanal einer Autistin Der dem…

Bories vom Berg aus München am 23.12.2025
Bewertungsnummer: 2976583
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fanal einer Autistin Der dem magischen Realismus zugerechnete, aktuelle Roman von Marion Poschmann mit dem Titel «Chor der Erinnyen» erschien sechs Jahre nach ihrem Erfolgsroman «Die Kieferninseln», bei dem es mit Mathilda eine gleichnamige Protagonistin gab. Das neue Buch stellt deswegen aber in keiner Weise etwa eine Fortsetzung dar, die Thematik ist eine völlig andere. Der Titel spielt natürlich auf die griechischen Rachegöttinnen an, die auch in dieser Geschichte eine mahnende Rolle haben. Mathilda nimmt im neuen Roman die typische Rolle einer Anima ein nach der Definition von C. G. Jung. Von Fall zu Fall werden auch hier ganz unterschiedliche Wirkungen auf ihr genretypisches Verhalten ausgelöst. Mathilda arbeitet als Studienrätin für Mathematik und Musik, beides Fächer, in denen sie schon früh eine besondere Begabung hatte. Ihr freischaffender Ehemann hat sie gerade erst vor drei Tagen nach einem Streit, aber ohne wirklich triftigen Grund und ohne weitere Erklärungen, fluchtartig verlassen. Er hat sie zwar inzwischen mal kurz angerufen, aber die Verbindung war durch laute Hintergrund-Geräusche stark gestört, und er hat sich zu seiner Flucht auch mit keinem Wort geäußert. Allen, die nach ihrem Mann fragen, erklärt sie nun unisono, er sei auf einem Kongress. Das Paar lebt in einem modernistischen Haus im Bauhaus-Stil, sie ist als strenge Gymnasial-Lehrerin recht erfolgreich, bleibt dabei aber stets sehr distanziert zu ihren Schülern und pflegt auch zu den Kollegen keinerlei Kontakt. Frühmorgens, als sie nach durchwachter Nacht schon sehr früh auf den Beinen ist, bekommt sie plötzlich und völlig unerwartet Besuch von Birte, ihrer chaotisch veranlagten, alten Freundin aus Jugendzeiten, die weit entfernt in Ostfriesland ein eher schlecht gehendes Café betreibt. Mathilda hat vor, für zwei Tage zu Olivia, einer anderen Freundin zu fahren, deren Eltern eine Hütte im Wald besitzen, um dort mit ihr eine kleine Wochenend-Wanderung zu machen. Sie ist gerade am Packen, als Birte auftaucht, und prompt will die sich ihr spontan anschließen, sie ist ja auch schon lange gut befreundet mit Olivia und kennt die Waldhütte. Vorab machen die Beiden noch einen Kurzbesuch bei Mathildas Eltern, was Mathilda ebenfalls irritiert, weil sie die Vorhaltungen ihrer Mutter nicht ertragen kann. Sie hat ihre Begabung von der Mutter geerbt, vermutlich weil Mathematik wie auch Musik beide nicht über die Sprache, sondern über Zeichen und Symbole betrieben und gesteuert werden. Aber die Mutter ist emotional aus anderem Holze als sie. Zunehmend hat die Protagonistin des Romans Halluzinationen, etwas rumort in ihr, etwas gerät in Unordnung in den acht Tagen, die der Roman beschreibt. So sieht sie Birte irgendwo stehen, obwohl die tatsächlich gerade weit entfernt von ihr ist. Das gute Einvernehmen von Birte und Olivia irritiert sie, ebenso die Bekanntschaft mit zwei sportlichen Männern, die sich ihnen anschließen und mit den drei Frauen eine Anhöhe besteigen. Dass Olivia denen schließlich sogar Zuflucht vor einem nahen Waldbrand gewährt, passt Mathilda so gar nicht, sie sondert sich ab. Letztendlich ist sie mit Ihren Begabungen, aber auch mit ihren kommunikativen Defiziten der Inbegriff einer lebensfremden Autistin, die am liebsten allein ist. Bis zur Mitte des dialogarmen Romans hält die Neugier des geneigten Lesers an, dann aber wird klar, dass da nichts mehr passieren wird, dass die angedeuteten Konflikte auf keine Lösung zusteuern. Der poetisch aufgeblasene Stil mit seinen immer gleichen Natur-Beschreibungen und –Schwärmereien nervt zunehmend, den ikonisch angelegten Figuren fehlen sämtliche Emotionen, und wo sie ausnahmsweise doch mal vorhanden sind, wirken sie pathetisch aufgesetzt. Die in fast jedem der dreizehn Kapitel quasi als Kommentar enthaltenen Chorgesänge der Erinnyen wirken schon fast parodistisch und tragen rein gar nichts bei zum Verständnis. Dass dieser gründlich misslungene Roman zum Schluss sang- und klanglos in einem verbalen Nebelschleier versinkt, wundert dann auch niemanden mehr, - man legt das Buch gerne zur Seite!

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von Marion Poschmann

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Mara Hollenstein-Tirk

Thalia Graz – Murpark

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4/5

Ein Roman voll tiefer, bewegender Einsichten

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit viel Gespür und einer ganz eigenen Sprachwelt entführt Poschmann den Leser in die Gefühlswelt ihrer Protagonistin. Was kann eine Begegnung in einem auslösen, welche Abgründe verbergen sich tief in einem und was bringt das Fass am Ende vielleicht zum Überlaufen.
  • Mara Hollenstein-Tirk
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4/5

Ein Roman voll tiefer, bewegender Einsichten

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit viel Gespür und einer ganz eigenen Sprachwelt entführt Poschmann den Leser in die Gefühlswelt ihrer Protagonistin. Was kann eine Begegnung in einem auslösen, welche Abgründe verbergen sich tief in einem und was bringt das Fass am Ende vielleicht zum Überlaufen.

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