AD(H)S bei Erwachsenen? Wurde bisher kaum erkannt, noch seltener diagnostiziert und vor allem in seiner Bedeutung vollkommen unterschätzt. Tatsächlich leiden 50-60 % der als Kind von AD(H)S Betroffenen auch im Erwachsenenalter noch unter den typischen und weniger typischen Symptomen, die sie in ihrer Lebensgestaltung mitunter erheblich beeinträchtigen. Viele können den Scheinwerfer ihrer Aufmerksamkeit nicht lange fokussieren und sind leicht ablenkbar. Hinzu kommen Symptome wie Hyperaktivität, Verträumtheit und fehlende Impulskontrolle. Dieser Ratgeber holt AD(H)S endlich aus der zu klein gewordenen Nische, denn längst ist klar: Die Betroffenen sind viele und mit diesem Buch erhalten sie eine wirksame Anleitung zur Selbsttherapie.
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Ein verständlicher Einstieg in AD(H)S
Very_bad_books am 02.04.2026
Bewertungsnummer: 3098005
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Schon der Aufbau ist sehr gelungen: Es startet mit einer verständlichen Einführung in das Thema AD(H)S und führt dann Schritt für Schritt tiefer in die Materie hinein. Gerade für Leser:innen ohne Vorkenntnisse ist das unglaublich hilfreich
Besonders gefallen hat mir, wie informativ das Buch ist, ohne dabei überfordernd zu wirken. Die regelmäßigen Zusammenfassungen der wichtigsten Punkte helfen dabei, das Gelesene gut zu verinnerlichen. Am Ende rundet eine Art „Werkzeugkiste“ das Ganze ab – mit konkreten Ansätzen und Ideen für den Alltag, was ich sehr praktisch fand
Obwohl ich selbst nicht von ADHS betroffen bin, fand ich das Buch spannend und bereichernd. Es hat mir einen besseren Einblick in die Thematik gegeben und auch mein Verständnis für Betroffene im persönlichen Umfeld erweitert
Der Schreibstil ist angenehm und leicht zugänglich. Ich hatte nie das Gefühl, den Faden zu verlieren oder etwas nicht zu verstehen – im Gegenteil: Man wird wirklich Schritt für Schritt an das Thema herangeführt, was ich sehr gelungen fand
Fazit: Ein informativer, gut strukturierter und einfühlsam geschriebener Ratgeber, der sowohl Betroffenen als auch Interessierten einen echten Mehrwert bietet.
zur Bewertung vom 29.9.24
Bewertung am 12.11.2025
Bewertungsnummer: 2652258
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Da ich das Buch über weite Strecken sehr nützlich finde, möchte ich zu den Worten meiner Vor-Rezensentin/meinem Vor-Rezensent etwas anfügen: mein Eindruck ist es nicht, dass die Autorin rät die „Plagegeister“ zu bekämpfen, allerdings gibt sie wohl auf ihrer jahrelangen Erfahrung basierend einfache Einstiegs-Ratschläge, die jeder umsetzen kann, aber nicht muss. Ihr Stichworte sind u.a. „Selbstdisziplin“ , „Achtsamkeit“ und „Nachsicht mit sich selbst“ und nicht „bekämpfen“. Nachdem ich auch schon Jahrzehnte mit meiner Neurodivergenz herumlaufe würde ich diese Empfehlungen auch abgeben. Die Autorin führt aus meiner Sicht nur erfahrungsbasiert in die Materie ein und jeder darf darauf mehr oder weniger aufbauend seine eigenen Strategien entwickeln. Warum die bewährten Infos und Tipps nicht mehr aktuell sein sollen erschließt sich mir nicht. Bezieht sich das auf den Ratschlag mit Papier und Stift zu agieren? Nun ja, das mag old fashioned wirken, ist aber wirklich fast immer verfügbar und kostet weder Geld noch Daten. Im Gegensatz zu einschlägigen Apps. Ich selbst (IT-affin), habe vieles ausprobiert und bin dann doch immer wieder bei Eisenhower-Matrix und Todo-Liste gelandet. Ich falle einfach darüber, während alles in Smartphone oder PC gespeicherte viel zu leicht in den Untiefen aller dort lagernden Daten verschwindet. Zumindest in meinem Chaos. Zudem verführt jeder Griff zum Handy, jeder Blick auf den Bildschirm dazu, mich ablenken zu lassen. Ein Blatt Papier macht das nicht. Auch mag es der „Anarcho“ in mir überhaupt nicht sich von App-Mitteilungen oder KI-Arbeitsschrittunterteilungen etwas vorschreiben zu lassen. Überdies: alles „smarte“ (..watch, …phone) ist zumindest für mich viel zu wenig penetrant. Ein Wisch und es ist weg. Das Blatt bleibt. Ein ätzend lauter Wecker/Timer (günstiger als Pomodoro-Timer/Apps) am besten so platziert, dass ich aufstehen muss um das Ding auszuschalten, holt mich ganz anders ab. Auch sehe ich es nicht als Verniedlichung an, wenn die Autorin mit Humor und Gelassenheit über AD(H)S-Charakteristika spricht. Nachdem ich das Buch als Ratgeber verstehe, finde ich es auch sinnvoll, dass die Tipp-„Mantras“ wiederholt werden. Das haben Mantras so in sich. Mit AD(H)S in unserer Gesellschaft zu leben, heißt meiner Erfahrung nach eben leider, sich „durch zu schlängeln“, denn unser Umfeld können wir nicht ändern. Wir AD(H)Sler aber können Strategien entwickeln, den Stress, der durch unsere andere Art zu Denken, entstehen kann zu minimieren. Nichts anderes will dieses Buch. Wenn der Vor-Rezensent/die Vor-Rezensentin den Wunsch hegen sollte ein „mit meiner ADHS zu leben“ beinhaltet, dass die Mehrheit der neurotypischen in irgendeiner Weise Rücksicht nehmen würde, möchte anfügen: nein, sie nehmen so gut wie nie Rücksicht, sie grenzen eher aus oder stigmatisieren. Tarnen, Maskieren und Strategien wie in diesem Buch werden über Kurz oder Lang unsere wichtigsten Tools bleiben.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein wirklich ausführlicher und dabei sehr übersichtlicher Ratgeber für alle, die den Verdacht hegen ADHS (oder ähnliches) zu haben und dabei auch für alle, die sich darüber informieren wollen! Es wird vom Kindesalter bis Erwachsenenalter abgedeckt, wie ADHS das Leben beeinflusst!
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