In Lilys Kopf sammeln sich die Worte, die sie nicht sagen kann. Worte über die Nacht der blutigen Badfliesen. Worte über ihre psychisch kranke Schwester. Aber auch die Worte über ihre eigenen Gefühle und Sorgen. Während ihre Probleme so immer mehr zu ausgewachsenen Monstern in ihrem Kopf werden, wächst der Druck auf sie. Um ein Stipendium zu bekommen, muss sie gemeinsam mit Micah ein Kunstprojekt anfertigen. Doch kein Gedanke und kein Vers will auf das Blatt wandern. Micah verspricht ihr Hilfe – aber kann sie jemand aus ihrer Abwärtsspirale retten, der selbst mit seinen eigenen Monstern kämpft?
*Trigger-Warnung*
Schonungslos ehrlich beschreibt "Was, wenn wir genug sind?" nicht nur das Innenleben seiner komplexen Protagonistin Lily, sondern auch die Selbstzerstörung, die ihre Zweifel und Ängste in ihr auslösen. Selbstverletzung, Depressionenund suizidale Gedanken werden eindringlich thematisiert, so dass dieses Buch noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Auch der Suizidversuch ihrer bipolaren Schwester Alice, dessen Auswirkungen auf die Familie sowiedas Stigma, das Mental Health Themen begleitet,wird Leser*innen nachhaltig beschäftigen.
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Uiuiuiuiui !
Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 18.11.2023
Bewertungsnummer: 2071070
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich durfte dieses Buch im Rahmen vom Book Circle lesen.
Eins vorneweg, dieses Buch ist eher nicht für Menschen geeignet, die aktuell in einer schwierigen psychischen Phase stecken und ich finde, dass es etwas zu krass ist für Jugendliche. Es geht um psychische Krankheiten und auch um Selbstverletzung, also nichts für sensible Menschen. (Wobei das Thema und die Aufklärung dazu wichtiger denn je ist.)
Der rote Faden ist eine Liebesgeschichte, die überschattet wird durch verschiedene Ereignisse. Das Buch ist gut geschrieben und trotz des Themas unterhaltsam. Für mich, auch sehr realitätsnah dargestellt.
Vielleicht hilft das Buch, das ein oder andere bei sich zu erkennen, aber Selbstdiagnosen sind recht gefährlich. ABER vielleicht kann der ein oder andere sich so Hilfe holen. Dies ist nur meine ganz persönliche Meinung, vielleicht empfindest du das Buch ganz anders.
Ob das Buch ein Happy End hat? - Das musst du dann schon selber herausfinden
Schwerer start, lohnt sich jedoch
Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 17.11.2023
Bewertungsnummer: 2070548
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Anfang des Buches war doch etwas happelig. Doch ich muss sagen je mehr Seiten ich gelesen habe desto mehr bin ich ins Buch reingekommen und Wortwörtlich durch die Seiten geflogen. Die Spannung steigt immer weiter und es kommen sehr süsse Details in die Geschichte ein. Man muss bedenken, dass das Buch doch etwas heavy ist. Vor allem am Schluss. Ich fand es gut, dass die Depression nicht umbedingt im ganzen Buch im Vordergrund stand. Die Geschichte im ganzen war sehr süss und für ein zwischendurchbuch hat es mir gut gefallen. Falls man auf das Thema Depression und Suizid Empfindlich reagiert, sollte man das Buch doch eher sein lassen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Zu Beginn hatte ich keine hohen Erwartungen an dieses Buch, doch bereits im ersten Kapitel wurde mir klar, dass es sich hier um etwas ganz Besonderes handelt.
Für mich zählt es zu den ehrlichsten, authentischsten und beeindruckendsten Werken zum Thema mentale Gesundheit. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten dieses sensiblen Themas ist sowohl einfühlsam als auch realistisch, und ich war zutiefst berührt von der Tiefe, mit der diese Thematik behandelt wird.
Besonders hervorzuheben ist auch die Liebesgeschichte, die auf eine sehr aufrichtige und berührende Weise erzählt wird und sich einfach nur schön anfühlt.
Ich kann dieses Buch jedem nur wärmstens empfehlen, da es meiner Meinung nach eine wichtige und wertvolle Lektüre darstellt.
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Der Roman „Was, wenn wir genug sind?“ aus der Feder der amerikanischen Autorin Erin Stewart kommt mit einer ziemlich ansehnlichen Menge an Triggerwarnungen daher – und das zu Recht. Selbstverletzung, Suizid bzw. versuchter Suizid, Bipolarität, Angststörungen, Mobbing und Depressionen sind Themen, die in dem Buch vorkommen bzw. eigentlich kommen sie nicht nur vor, sondern insbesondere Angststörungen sind das zentrale Thema dieses Buches. Trotz – oder gerade wegen – dieser sensiblen, aber wichtigen Themen, trägt das Buch die Altersempfehlung „13-18 Jahre“ und ist von der Story her auch zugeschnitten auf Jugendliche und junge Erwachsene. Wobei es nach oben hin keine Grenze gibt, denn das Buch eignet sich neben Betroffenen auch für Erwachsene, speziell jene, die sich für das Thema mentale Gesundheit interessieren, und diejenigen, die Menschen, die an Angststörungen oder Suizidgedanken leiden, besser verstehen möchten.
„Was, wenn wir genug sind?“ ist ein sehr schönes Buch, aber es ist teilweise auch sehr schwer zu verarbeiten und, wie man salopp sagt, ziemlich harter Tobak. Die 17jährige Lily findet ihre Schwester Alice nach einem Suizidversuch blutüberströmt im Bad und entwickelt in Folge dessen eine schwere Angststörung. Obwohl sie sich darüber im Klaren ist, dass irgendetwas nicht stimmt und sie sich in Gedanken dazu ermahnt „normal zu sein“, verliert sie die Kontrolle und fängt an, sich immer stärker selbst zu verletzen und sich abzukapseln, damit sie ihre Probleme besser verstecken kann. Ihre schulischen Leistungen sinken und auch die Freundschaft zu ihrer besten Freundin wird auf eine harte Probe gestellt, weil sie sich immer mehr in Gedankenspiralen verliert.
Mitten in dieser herausfordernden Zeit wird der neue Mitschüler Micah an ihre Schule versetzt, mit dem sie gezwungenermaßen gemeinsam an einem Kunstprojekt arbeiten muss. Micah ist ein begnadeter Zeichner und Lily ist eine Wort-Künstlerin: sie schreibt nicht nur Gedichte, sondern erfindet auch neue Wörter. Zunächst will sie sich auf ihren Projektpartner nicht einlassen, denn sie weiß, dass er eine Zeit lang zusammen mit ihrer Schwester in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht war. Aber Micah ist ganz anders als erwartet, und wider Erwarten gelingt es ihr, ihm zu offenbaren, was sie vor allen anderen geheim zu halten versucht.
In erster Linie ist dieser Roman keine Liebesgeschichte, obwohl sich zwischen Lily und Micah eine sehr zarte, filigrane Romanze entspinnt. Vordergründig dreht sich das Buch um Lilys Monster, ihre Gedankenspiralen, aber auch um ihr Talent, ihre Träume und ihre große Angst vor dem Versagen. Der sehr lange vergebliche Versuch, die Beziehung zu ihrer bipolaren Schwester zu kitten, ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte, genauso wie das Bemühen, der Familie und Freunden gegenüber die Fassade der braven und fehlerlos funktionierenden Lily aufrechtzuerhalten.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und darüber aufklärt, wie es Menschen mit psychischen Problemen geht bzw. gehen kann und das auch zu einem besseren Verständnis im Umgang mit Betroffenen führen kann. Es ist aber auch ein Buch voller Poesie, Gedichten und Gedankenspielen und eine Ode an die Kunst!
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