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Systemisch leiten im Seniorenheim Mit dem Herzen sehen - zur Vernetzung führen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Tredition

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,3/14/1,4 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Magenta

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-347-82815-5

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Tredition

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,3/14/1,4 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Magenta

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-347-82815-5

Herstelleradresse

tredition
Heinz-Beusen-Stieg 5
22926 Ahrensburg
DE

Email: support@tredition.com

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  • Bewertung

    5/5

    07.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    emotionale Betriebstemperatur

    Vorbemerkung: Das Buch von Borghild Wicke-Schuldt sollte in keiner Bibliothek oder Institution feh-len, in der Menschen berufliche Orientierung suchen. Das Thema Personalmanagement (Gewinnung und Führung) in der Altenpflege ist von höchster Brisanz für unsere kontinuierlich älter werdende Gesellschaft. Sämtliche von der Politik angedachten Reformen werden unwirksam bleiben, falls es weiterhin zu wenig gelingt, engagierte Menschen für diesen Beruf zu gewinnen und zu halten. Hier besteht seit Jahren ein Notstand, der beklagt, aber nicht behoben wird. Der Titel „Systemisch leiten im Seniorenheim“ ist ein Understatement, da er den Eindruck vermittelt, hier werde spezifisch die Personalführung im Seniorenresidenzen behandelt. Die im Text analysierten Probleme und Herausforderungen für Menschen in Führungspositionen ist jedoch keinesfalls auf Mit-arbeiter in der Altenpflege beschränkt, sondern zeigt Lösungsansätze auf, die generell auf die Team-führung in sämtlichen sozialen Berufen anwendbar sind. Formal ist der Text gegliedert wie ein Lehrbuch mit drei Teilen („Herzlichkeit“, „Führungsfäden“ und „Vernetzung“). Die Kapitel-Überschriften im Inhaltsverzeichnis machen bereits deutlich, dass mensch-liche Qualitäten und Charaktereigenschaften wesentliche Themen des Buches sind. Die eher allgemeinen Postulate zur Gestaltung von Leitungsstrukturen werden exemplarisch veranschaulicht mit persönlichen anekdotischen Berichten aus der jahrzehntelangen Berufserfahrung der Autorin, deren Her-kunft aus der Familientherapie immer wieder durchscheint. Der Text verzichtet jedoch auf „Psycho-Sprech“ und ist für Leser jeglicher Vorbildung verständlich. Wicke-Schuldt durchleuchtet die Bedeutung von Beziehungsgeflechten und deren Handhabung innerhalb einer flachen, aber eindeutig definierten Hierarchie, in der sich Mitarbeiter in ihrer jeweiligen Funktion gesehen und akzeptiert fühlen. Die Autorin demonstriert, dass diese Wertschätzung zu einer stabilen oder verstärkten Motivation beiträgt. Besonders eindrucksvoll schildert sie die Herausforderung, die es für Pflegekräfte darstellt, alte Menschen trotz Behinderungen oder Demenz ernst zu nehmen und ihnen respektvoll zu begegnen Der Untertitel: „Mit dem Herzen sehen“ reflektiert den Spirit des Buches und der Verfasserin, die damit die objektive Ebene eines Sachbuches teilweise verlässt. Wer einen spezifischen Ratgeber mit Vermittlung von Steuerungsinstrumenten zur Effizienzoptimierung im Personalmanagement sucht, wird nur bedingt fündig. Der Text ist vielmehr ein Plädoyer für ein respektvolles Miteinander, Kreativität, Konfliktfähigkeit und Humor. Man glaubt der Autorin, dass sie den im Text zitierten Spruch von Augustinus Aurelius ernst nimmt: Was Du entzünden willst, muss in dir selbst brennen und ihr eigenes Arbeitsleben nach dem Motto gestaltet: „Eine Vorgesetzte muss in der Lage sein, über sich selbst zu lachen“. Ein mögliches Fazit aus dem Buch könnte lauten: Um eine gute Führungskraft zu werden, muss man ein empathischer Mensch sein, mit ausreichender Distanz zu sich selbst. Das ist eine idealistische Sichtweise, die empirisch betrachtet, nur bedingt realistisch erscheint. Das kann man als Kritikpunkt werten—oder als Anregung, bestehende Zustände zu verbessern, indem man der emotionalen Betriebstemperatur mehr Aufmerksamkeit schenkt.

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