Produktbild: Saubere Zeiten

Saubere Zeiten Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.02.2023

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

381 (Printausgabe)

Dateigröße

559 KB

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841232250

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

14.02.2023

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

381 (Printausgabe)

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559 KB

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841232250

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  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    30.01.2023

    eBook (ePUB 3)

    Hochemotionale Reise in die Vergangenheit

    Aus einer wahren Begebenheit in der Geschichte seiner Familie macht Andreas Wunn einen fulminanten Roman, der sein Alter Ego Jakob Auber auf einer aufregenden, hochemotionalen Reise in die Vergangenheit begleitet. Jakob ist Ende dreißig, Journalist, frisch getrennter Ehemann, Vater des kleinen Oskar, Ex- und immer mal wieder Freund von Teresa, Sohn von Hans, Enkel von Theodor Auber. All das in seiner Verdichtung schon nicht leicht, schleppt Jakob jede Menge Erinnerungen mit sich herum, die ihn psychisch fordern: der frühe Tod der Mutter, das Aufwachsen als Halbwaise mit einem Vater, der sich mit seiner Trauer ganz in sich selbst zurückzieht und Jakob wenig hilft, den Verlust zu bewältigen. Nun liegt ebendieser Vater nach einem Schlaganfall im Koma, der Sohn reist von Berlin nach Trier, um ihn zu sehen, vielleicht ein letztes Mal mit ihm zu sprechen. In Trier warten auf Jakob Überraschungen, mit denen er im Leben nicht gerechnet hat. Das letzte Rätsel, das ihm sein Vater hinterlässt, ist ein Zettel mit den Worten „Drempel“ und „Kiste“, die Spur führt in sein altes Kinderzimmer und Jakob glaubt seinen Augen nicht, als er es wiedersieht: ein Archiv aus Ordnern, Bildern, Tonbändern. Der Vater hat ihm sein ganzes Leben hinterlassen, Jakob kämpft sich durch diese Hinterlassenschaften und muss erkennen, dass er von seiner Familiengeschichte, aber auch von seinem eigenen Vater und dessen Problemen kaum etwas wusste. Der Werbespruch „Auber macht sauber“ war denn auch das Einzige, dass er noch in Erinnerung behalten hatte, wenn es um die Waschmitteldynastie seines Großvaters Theodor Auber ging. Den hatte Jakob noch kennengelernt, er starb, als Jakob acht Jahre war, die Großmutter hatte er noch weit besser in Erinnerung. Und die kühle Atmosphäre, die er zwischen seinem Vater und der Großmutter bemerkte. Nun erfährt er von den Großeltern Dinge, die er vielleicht lieber nicht wüsste. Der Großvater „übernahm“ die Drogerie seines jüdischen Lehrmeisters und Chefs Stein im Jahr 1938, eine Arisierung, über die in der Familie nicht gesprochen wird. Dass nach dem Krieg Bella, Steins Tochter, die als einzige ihrer Familien den Holocaust überlebt hat, bei Theodor Auber Arbeit findet, wird nicht thematisiert. Die Erinnerungen von Hans an diese junge Frau werden erst in den Tonbändern lebendig, die Jakob nun anhört. Jakobs Vater erwacht nicht mehr aus dem Koma, aber Jakob erfährt von einer merkwürdigen Begebenheit kurz vor der Krankheit des Vaters. Er soll in einem Supermarkt heftig randaliert und ganze Regale mit Waschmittelpulver zerstört haben. Für Jakob unfassbar, warum rief sein Vater immer wieder den Namen „Bella“? An dieser Stelle nimmt der Roman eine neue Wendung, ich möchte anderen Lesern nicht die Spannung verderben, deshalb gibt es hier keinen Spoiler. Nur so viel, es bleibt spannend und interessant bis zum Schluss. Andreas Wunn hat einen perfekten Stil gefunden für das Hin- und Her dieser Erinnerungen, die gepaart sind mit den Gedanken und Gefühlen, die Jakob überrollen. Das Buch benötigt keine Zeitangaben in Kapitelüberschriften, wer genau und aufmerksam liest, wird über die Zeiten nicht stolpern. Besonders gut gefallen hat mir die Zeichnung der Charaktere, jeder der männlichen wie weiblichen Protagonisten bleibt mir mit seinen Eigenheiten, seinen unangenehmen Seiten, seinen Liebenswürdigkeiten in Erinnerung. Ja, Großvater Theodor als Oberhaupt der Familie mag unangenehm erscheinen, aber auch er findet bei Jakob seinen Platz, nicht zuletzt, weil sein Vater Hans ihm alles so lebendig erzählt auf seinen Tonbändern. Sehr anrührend fand ich die Passagen, in denen sich Jakob an seine Mutter erinnert, die ihm immer so wunderbar und feenhaft erscheint. Als Pendant dazu wird er die Kindheit und Jugend seines Vaters wie in einem Hörbuch erfahren. All das erzählt und verknüpft Andreas Wunn auf höchst glaubwürdige Weise, es ist nicht nur eine Familiengeschichte geworden, sondern auch eine Geschichte über eine deutsche Familie im 20. Jahrhundert. Die Wahl des Titels "Saubere Zeiten" ist genial, das Cover passt perfekt! Ein Buch, das sich gut liest, das ich ungern aus der Hand gelegt habe und an das ich mich gern erinnern werde.

  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    12.01.2023

    eBook (ePUB 3)

    Diese Familiengeschichte hat mich sehr berührt

    „Saubere Zeiten“ von Andreas Wunn ist im Aufbau Verlag erschienen. Schon das Buchcover in gedeckten Farben lässt vermuten, dass es auch um vergangene Zeiten gehen wird. Jakob Auber (Alter Ende 30) wohnhaft in Berlin, getrennt lebend von seiner Frau und seinem kleinen Sohn, hat keine enge Beziehung zu seinem über 80jährigen Vater. Seine Mutter ist bereits vor über 30 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen und er hat nur wenige Erinnerungen an sie. Nun kehrt er zurück in sein Elternhaus an der Mosel, denn sein Vater liegt im Krankenhaus und wird bald sterben. Zwischen Jakob und seinem Vater Hans herrschte ein Leben lang Sprachlosigkeit. Nun entdeckt Jakob in seinem alten Kinderzimmer Tonbandaufnahmen, die sein Vater besprochen hat. Er vermutet, dass diese an ihn gerichtet sind, also beginnt er mit dem Abhören dieser Aufnahmen und taucht ein, in die Familiengeschichte, von der er bislang so keine Kenntnis besaß. Sein Großvater Theodor Auber (Jahrgang 1909) hat sich damals hochgearbeitet vom Drogisten (später mit eigener Drogerie, welche ihm während der NS Zeit zugesprochen wurde, wie die Tonbandaufnahmen verraten) bis zum Fabrikanten, der in den Jahren des Wirtschaftswunders mit der Entwicklung eines Waschpulvers (Auber wäscht sauber) sehr erfolgreich wurde. Der Familie ging es sehr gut. Doch plötzlich war die Konkurrenz erfolgreicher und die Familie Auber verlor alles. Wie es dazu kommen konnte, blieb viele Jahrzehnte verborgen, doch Jakob wird die Gründe erfahren. Jakobs Vater Hans wurde somit Jurist, Jakob ist Journalist. Jakob verliert sich mehr und mehr in seine Familiengeschichte und währenddessen reflektiert er sein eigenes Leben. Seine Trennung von seiner Frau Sophie, sein Verhältnis zu seinem Sohn Oskar, die Freundschaft zu seinem besten und langjährigen Freund Ben und letztlich auch die Beziehung zu Theresa, seine Freundin aus der Schulzeit, die ihn immer wieder auffängt. Zusammen mit den alten Tagebüchern seines Großvaters, erscheint seine Familie in einem ganz anderen Licht. Immer wieder ist von Bella die Rede, welche sein Vater im jugendlichen Alter sehr verehrte. Ist sie der Schlüssel um noch mehr Klarheit zu bekommen? Jakobs Reise beginnt. Der Roman hat mich sehr berührt. Was für eine bewegte Familiengeschichte. Andreas Wunn hat mich mit diesem Buch sofort abgeholt. Die Art wie er schreibt, gefällt mir sehr, modern, flüssig und authentisch. Einmal angefangen, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Zeitebenen wechseln sich ab, das belebt und hält die Spannung. Zum einen die Gegenwart, in der Jakob sich mit seinen eigenen Beziehungsproblemen abmüht und dann die Tonbandaufnahmen seines Vaters und er in die Vergangenheit eintaucht und unglaubliches über seine Familie erfährt. Doch so schlimm auch diese Erkenntnisse auf dem ersten Blick erscheinen, alles ist zu irgendetwas gut und ihm wird das Geschenk einer Familie gemacht und Jakob weiß, wo er nun sein zukünftiges Leben ansetzten kann. Dieser Roman ist keine Biografie wie der Autor im Nachwort schreibt, aber viel mehr als nur Unterhaltung. Er lässt uns an die unfassbare deutsche Geschichte erinnern und zeigt uns die Sprachlosigkeit auf, die leider immer wieder in Familien vorkommt. Miteinander reden hilft. Am besten gleich damit beginnen und nicht aufschieben. Von mir gibt es die volle Punktzahl an Leseempfehlung, ein Highlight in diesem noch jungen Lesejahr.

  • AnneMF

    aus SüdWest

    4/5

    03.04.2023

    eBook (ePUB 3)

    Aufstieg und Fall liegen nah…

    Aufstieg und Fall liegen nah beieinander Jakobs Vater liegt im Sterben. Der Sohn kehrt in seine Heimat an die Mosel zurück. Nach der Beerdigung beginnt er damit sich mit dem Werdegang der Familie zu beschäftigen. Er findet Tagebücher seines Opa’s und Sprachaufnahmen des Vaters auf Tonbandspulen. Sein Großvater erlebt im Wirtschaftswunder Deutschland einen sagenhaften Aufstieg, er erfand ein Waschpulver und wurde richtig reich dadurch. Die Geschäfte laufen gut, es sind saubere Zeiten. Aufstieg und Fall liegen nah beieinander. Jakob beginnt zu recherchieren und dabei ist ihm kein Weg zu weit. Er landet in Brasilien und lernt die Tochter des jüdischen Besitzers der Drogerie kennen. In dessen Laden begann der Aufstieg des Theodor Auber. Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, es gibt Schuldgefühle und Bestürztheit. An Dramatik nicht zu tippen. Jedoch die Verbindung zwischen Vater und Sohn ist sehr innig. Warum aber konnte er nie um seinen Vater weinen? Der Autor erzählt etwas emotionsarm die Tragödie der Familie über zwei Generationen. Manchmal kam ich ein wenig durcheinander, einige Passagen waren mir was die Zeitsprünge betrifft zu ruckartig geschrieben. Hier die Familie und dann direkt wieder diese Eifersüchteleien die Jakob an den den Tag legte. Der rührende Brief von Bella entlockte mir ein paar Tränchen. Der Roman hat mir gut gefallen, ich kenne ja Trier sehr gut, weil ich dort in der Jugend eine Zeitlang gearbeitet hatte. Guter Schreibstil und kurze Sätze lesen sich flüssig weg. Kapitel sind nicht so lang das fördert den Lesefluss. Die Art wie der Autor schreibt hört sich für mich sehr glaubwürdig an. Die Geschichte ist fiktiv aber dennoch sind wohl einige Passagen, die aus der eigenen Familie des Herrn Wunn stammen. So könnte ich es mir jedenfalls vorstellen. Auf jeden Fall hat es sich für mich gelohnt diese spannende Geschichte, welche der Schreiber gelungen und spannungsvoll erzählt hat gelesen zu haben. Im Epilog erfährt man noch ein wenig mehr. Empfehle das Buch gerne weiter.

  • Bewertung

    4/5

    24.02.2023

    eBook (ePUB 3)

    Faszinierende Familiengeschichte

    In seinem tiefgründigen Roman „Saubere Zeiten“ erzählt der deutsche Journalist und Debüt-Autor Andreas Wunn eine sich über mehrere Generationen erstreckende Familiengeschichte. Es ist eine bewegende Geschichte über Schuld und Verdrängung, fatale Missverständnisse, Familiengeheimnisse sowie die Schattenseiten von Erfolg. Obwohl die Ausgangskonstellation des Romans von der eigenen Familiengeschichte inspiriert ist und einige Elemente auf wahren Begebenheiten beruhen, ist die Handlung hauptsächlich fiktiv. Der Roman wird abwechselnd auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen verfolgen wir in einem Handlungsstrang die in der Gegenwart spielenden Ereignisse um die Hauptfigur Jakob, der sich mit der Vergangenheit seiner Familie zu beschäftigen beginnt, und erfahren zum anderen in Rückblicken mehr über lange zurückliegende, teilweise verhängnisvolle Geschehnisse. So tauchen wir ein in das Schicksal der Unternehmerfamilie Auber, erleben den Aufstieg zu großem Wohlstand zu Deutschlands Wirtschaftswunder-Zeit, als der Großvater Theodor ein legendäres Waschmittel erfand, und werden schließlich Zeugen des selbstverschuldeten, tragischen Absturzes in die Pleite Mitte der 1950ger Jahre. Nach und nach bringt Jakobs Spurensuche in den hinterlassenen Aufzeichnungen seines Vaters und Tagebucheinträgen seines Großvaters etliche dunkle Geheimnisse, traurige Gewissheiten und auch Überraschungen ans Licht. In Anspielung auf den vielsagenden Buchtitel deckt er bei seiner Aufarbeitung so einige unbekannte Kapitel in der Geschichte dieser Unternehmerfamilie auf, bei denen nicht alles so sauber war, wie viele annahmen. Eingehend beleuchtet Wunn auch die schwierigen Vater-Sohn-Beziehungen der Familie. Sehr anschaulich zeigt er die Folgen von fehlender Zuneigung und Sprachlosigkeit zwischen den Generationen auf sowie die Notwendigkeit diese fatalen Verhaltensmuster zu erkennen und zu durchbrechen. Je mehr sich der Protagonist Jakob im Laufe seiner Recherchen über Parallelen im Leben seines Großvaters, Vaters und ihm bewusst wird und die familiären Vergangenheit aufarbeitet, desto besser gelingt es ihm, sein Verhalten und seine eigenen Beziehungen zu überdenken, sich zu öffnen und zu sich selbst zu finden. Wunn hat seine Charaktere vielschichtig und lebensnah ausgearbeitet. Leider ist es mir nicht gut gelungen, eine Nähe zu den Figuren aufzubauen und mich in sie hineinzuversetzen. Insbesondere bei Jakob als, der sein bisheriges Leben und seine Ehe sehr nüchtern und mit einer erschreckenden Distanziertheit hinterfragt, habe ich eine gewisse Emotionalität vermisst, die seine Wandlung widerspiegelt. Dies hätte der Geschichte insgesamt mehr Tiefgang verliehen, so dass diese mich hätte mehr berühren können. FAZIT Eine fesselnd erzählte Familiengeschichte und ein interessantes, facettenreiches Portrait einer Unternehmerfamilie, das nachdenklich stimmt und vielleicht auch dazu anregt, sich etwas näher mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    4/5

    17.02.2023

    eBook (ePUB 3)

    Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden

    Jakob Auber hat nicht das beste Verhältnis zu seinem Vater. Als dieser aber einen Schlaganfall durchmacht, fährt er zu ihm und damit in sein Elternhaus. In seinem Jugendzimmer wird er mit der Vergangenheit seiner Familie konfrontiert. In Form von Tonbändern und geschriebenen Aufzeichnungen. „Saubere Zeiten“ beschreibt unter anderem, wie jüdische Mitbürger enteignet und ihre Firmen „arisiert“ wurden. Neben der Geschichte von Familie Auber, wird auch die Grausamkeit der Nazis unmissverständlich dargelegt. Der Autor Andreas Wunn geht zurück in die Blütezeit der Nationalsozialisten. Gleichzeitig schreibt er über das Leben von Jakob im Hier und Jetzt. Welche Probleme er hat, sich zu öffnen, dass er nicht vorbehaltlos mit seinem Vater reden konnte und ja, auch ein Familiengeheimnis deckt er auf. Wie wirken sich die Erlebnisse von Groß- und Urgroßeltern auf die Nachfahren aus und wie viele Jahre sind die Folgen zu spüren? Dieser Frage geht der Autor unter anderem nach und das ist für mich nur ein Aspekt, dieses Buch zu empfehlen. Dürfen wir Kriegsenkel urteilen oder ist es nicht vielleicht so, dass auch wir gleich oder ähnlich gehandelt hätten? „Saubere Zeiten“ kommt in einer schlichten Sprache, aber mit Tiefe daher. Das Cover ist gelungen und zeigt sehr gut, wie das Verhältnis zwischen Vater und Sohn war.

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