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Produktbild: Piraten

Piraten Auf der Suche nach der wahren Freiheit

3

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inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.01.2023

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

8800 KB

Übersetzt von

Werner Roller

Sprache

Deutsch

EAN

9783608121506

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • ausführliche Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

14.01.2023

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

8800 KB

Übersetzt von

Werner Roller

Sprache

Deutsch

EAN

9783608121506

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Auf zu neuen Wegen

geschichten.von.buechern am 29.01.2023

Bewertungsnummer: 1869109

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Das Cover wirkt zweckmäßig: Die knallrote Coverfarbe hat mich zusammen mit dem schlicht aber effektiv in Szene gesetzten Titel sofort angesprochen und neugierig gemacht. David Graeber versucht mit diesem Buch die gegenseitige Beeinflussung von Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen vor dem Hintergrund des dortigen politischen Handelns im 17. und 18. Jahrhundert zu rekonstruieren. Damit verfolgt er einen momentan recht häufig zu sehenden Ansatz, indem er von offenen Grenzen im Sinne eines kulturellen und intellektuellen Austausches spricht und nach überregionalen Zusammenhängen bei der Verbreitung demokratischer Ideen und freiheitlichen Gedankenguts fragt. Gekonnt begibt der Autor sich dafür in historischen Quellen und literarischen Werken auf Spurensuche, um daraus eine mögliche und teilweise aus Ermangelung an physischen Beweisen spekulative Erzählung der Vergangenheit zu bieten. Dabei werden Einblicke in verschiedene Forschungszweige, wie Geschichte, Anthropologie und Ethnologie, kombiniert - Interdisziplinarität an einem Fallbespiel also. Teilweise geht Graeber dabei bewusst provozierend vor und stellt jede Menge - teilweise bis zuletzt offene - Fragen, die zum Nachdenken anregen. Der detaillierte Anhang des Buchs lädt außerdem zu tiefgreifender Beschäftigung mit dem Besprochenen ein und bietet dank Glossar und Zeitstrahl auch eine gelungene Orientierungshilfe. Trotzdem ist mein größter Kritikpunkt die Lesbarkeit des Ganzen. Besonders der methodische Teil, also der Einstieg, war unglaublich schwer lesbar und dank dem komplizierten Satzbau gilt das auch für den Rest des eigentlich recht kurzen Buchs. Dennoch waren die interessanten Gedankengänge und die Argumentationsstruktur des Autors jederzeit gut nachvollziehbar. Ich habe den Einblick in die verschiedenen Fachrichtungen rund um das Zusammenleben zwischen Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen sehr genossen und sicherlich einen Mehrwert daraus gezogen. Als Laie sollte man jedoch wohl ein starkes Interesse, Neugier, Offenheit und vor allem viel Zeit für die Lektüre mitbringen, um sich völlig auf Graebers Ausführungen einlassen zu können.

Auf zu neuen Wegen

geschichten.von.buechern am 29.01.2023
Bewertungsnummer: 1869109
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Das Cover wirkt zweckmäßig: Die knallrote Coverfarbe hat mich zusammen mit dem schlicht aber effektiv in Szene gesetzten Titel sofort angesprochen und neugierig gemacht. David Graeber versucht mit diesem Buch die gegenseitige Beeinflussung von Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen vor dem Hintergrund des dortigen politischen Handelns im 17. und 18. Jahrhundert zu rekonstruieren. Damit verfolgt er einen momentan recht häufig zu sehenden Ansatz, indem er von offenen Grenzen im Sinne eines kulturellen und intellektuellen Austausches spricht und nach überregionalen Zusammenhängen bei der Verbreitung demokratischer Ideen und freiheitlichen Gedankenguts fragt. Gekonnt begibt der Autor sich dafür in historischen Quellen und literarischen Werken auf Spurensuche, um daraus eine mögliche und teilweise aus Ermangelung an physischen Beweisen spekulative Erzählung der Vergangenheit zu bieten. Dabei werden Einblicke in verschiedene Forschungszweige, wie Geschichte, Anthropologie und Ethnologie, kombiniert - Interdisziplinarität an einem Fallbespiel also. Teilweise geht Graeber dabei bewusst provozierend vor und stellt jede Menge - teilweise bis zuletzt offene - Fragen, die zum Nachdenken anregen. Der detaillierte Anhang des Buchs lädt außerdem zu tiefgreifender Beschäftigung mit dem Besprochenen ein und bietet dank Glossar und Zeitstrahl auch eine gelungene Orientierungshilfe. Trotzdem ist mein größter Kritikpunkt die Lesbarkeit des Ganzen. Besonders der methodische Teil, also der Einstieg, war unglaublich schwer lesbar und dank dem komplizierten Satzbau gilt das auch für den Rest des eigentlich recht kurzen Buchs. Dennoch waren die interessanten Gedankengänge und die Argumentationsstruktur des Autors jederzeit gut nachvollziehbar. Ich habe den Einblick in die verschiedenen Fachrichtungen rund um das Zusammenleben zwischen Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen sehr genossen und sicherlich einen Mehrwert daraus gezogen. Als Laie sollte man jedoch wohl ein starkes Interesse, Neugier, Offenheit und vor allem viel Zeit für die Lektüre mitbringen, um sich völlig auf Graebers Ausführungen einlassen zu können.

Auf zu neuen Wegen Das Cover…

geschichten.von.buechern am 29.01.2023

Bewertungsnummer: 2830985

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Auf zu neuen Wegen Das Cover wirkt zweckmäßig: Die knallrote Coverfarbe hat mich zusammen mit dem schlicht aber effektiv in Szene gesetzten Titel sofort angesprochen und neugierig gemacht. David Graeber versucht mit diesem Buch die gegenseitige Beeinflussung von Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen vor dem Hintergrund des dortigen politischen Handelns im 17. und 18. Jahrhundert zu rekonstruieren. Damit verfolgt er einen momentan recht häufig zu sehenden Ansatz, indem er von offenen Grenzen im Sinne eines kulturellen und intellektuellen Austausches spricht und nach überregionalen Zusammenhängen bei der Verbreitung demokratischer Ideen und freiheitlichen Gedankenguts fragt. Gekonnt begibt der Autor sich dafür in historischen Quellen und literarischen Werken auf Spurensuche, um daraus eine mögliche und teilweise aus Ermangelung an physischen Beweisen spekulative Erzählung der Vergangenheit zu bieten. Dabei werden Einblicke in verschiedene Forschungszweige, wie Geschichte, Anthropologie und Ethnologie, kombiniert - Interdisziplinarität an einem Fallbespiel also. Teilweise geht Graeber dabei bewusst provozierend vor und stellt jede Menge - teilweise bis zuletzt offene - Fragen, die zum Nachdenken anregen. Der detaillierte Anhang des Buchs lädt außerdem zu tiefgreifender Beschäftigung mit dem Besprochenen ein und bietet dank Glossar und Zeitstrahl auch eine gelungene Orientierungshilfe. Trotzdem ist mein größter Kritikpunkt die Lesbarkeit des Ganzen. Besonders der methodische Teil, also der Einstieg, war unglaublich schwer lesbar und dank dem komplizierten Satzbau gilt das auch für den Rest des eigentlich recht kurzen Buchs. Dennoch waren die interessanten Gedankengänge und die Argumentationsstruktur des Autors jederzeit gut nachvollziehbar. Ich habe den Einblick in die verschiedenen Fachrichtungen rund um das Zusammenleben zwischen Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen sehr genossen und sicherlich einen Mehrwert daraus gezogen. Als Laie sollte man jedoch wohl ein starkes Interesse, Neugier, Offenheit und vor allem viel Zeit für die Lektüre mitbringen, um sich völlig auf Graebers Ausführungen einlassen zu können.

Auf zu neuen Wegen Das Cover…

geschichten.von.buechern am 29.01.2023
Bewertungsnummer: 2830985
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Auf zu neuen Wegen Das Cover wirkt zweckmäßig: Die knallrote Coverfarbe hat mich zusammen mit dem schlicht aber effektiv in Szene gesetzten Titel sofort angesprochen und neugierig gemacht. David Graeber versucht mit diesem Buch die gegenseitige Beeinflussung von Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen vor dem Hintergrund des dortigen politischen Handelns im 17. und 18. Jahrhundert zu rekonstruieren. Damit verfolgt er einen momentan recht häufig zu sehenden Ansatz, indem er von offenen Grenzen im Sinne eines kulturellen und intellektuellen Austausches spricht und nach überregionalen Zusammenhängen bei der Verbreitung demokratischer Ideen und freiheitlichen Gedankenguts fragt. Gekonnt begibt der Autor sich dafür in historischen Quellen und literarischen Werken auf Spurensuche, um daraus eine mögliche und teilweise aus Ermangelung an physischen Beweisen spekulative Erzählung der Vergangenheit zu bieten. Dabei werden Einblicke in verschiedene Forschungszweige, wie Geschichte, Anthropologie und Ethnologie, kombiniert - Interdisziplinarität an einem Fallbespiel also. Teilweise geht Graeber dabei bewusst provozierend vor und stellt jede Menge - teilweise bis zuletzt offene - Fragen, die zum Nachdenken anregen. Der detaillierte Anhang des Buchs lädt außerdem zu tiefgreifender Beschäftigung mit dem Besprochenen ein und bietet dank Glossar und Zeitstrahl auch eine gelungene Orientierungshilfe. Trotzdem ist mein größter Kritikpunkt die Lesbarkeit des Ganzen. Besonders der methodische Teil, also der Einstieg, war unglaublich schwer lesbar und dank dem komplizierten Satzbau gilt das auch für den Rest des eigentlich recht kurzen Buchs. Dennoch waren die interessanten Gedankengänge und die Argumentationsstruktur des Autors jederzeit gut nachvollziehbar. Ich habe den Einblick in die verschiedenen Fachrichtungen rund um das Zusammenleben zwischen Piraten und madagassischen Bevölkerungsgruppen sehr genossen und sicherlich einen Mehrwert daraus gezogen. Als Laie sollte man jedoch wohl ein starkes Interesse, Neugier, Offenheit und vor allem viel Zeit für die Lektüre mitbringen, um sich völlig auf Graebers Ausführungen einlassen zu können.

Kundinnen und Kunden meinen

Piraten

von David Graeber

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Teresa

Thalia Vöcklabruck – Varena

Zum Portrait

3/5

Trinkt aus, Piraten yoho!

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ein sehr interessantes Buch dass ganz anders war als ich es mir vorgestellt hatte. Eigentlich dachte ich, das hier wäre eine gemütliche Abendlektüre mit den gröbsten Infos und wichtigsten Fakten über Piraten - über welche ich, jetzt wo ich darüber nachdenke, kaum etwas weiß. Das war zwar nicht der Fall, spannend war es trotzdem! Allerdings fand ich den Schreibstil recht anspruchsvoll und eine lockere Abendlektüre war es definitiv nicht. Empfehlenswert für die, die sich wirklich für das Thema interessieren und auch gerne Sachbücher lesen, bei denen man sich ein wenig konzentrieren muss.
  • Teresa
  • Buchhändler/-in

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3/5

Trinkt aus, Piraten yoho!

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ein sehr interessantes Buch dass ganz anders war als ich es mir vorgestellt hatte. Eigentlich dachte ich, das hier wäre eine gemütliche Abendlektüre mit den gröbsten Infos und wichtigsten Fakten über Piraten - über welche ich, jetzt wo ich darüber nachdenke, kaum etwas weiß. Das war zwar nicht der Fall, spannend war es trotzdem! Allerdings fand ich den Schreibstil recht anspruchsvoll und eine lockere Abendlektüre war es definitiv nicht. Empfehlenswert für die, die sich wirklich für das Thema interessieren und auch gerne Sachbücher lesen, bei denen man sich ein wenig konzentrieren muss.

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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3/5

Die Piraten in ihrem Element

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Piraten zählten seit jeher zu sagenumwobene Randgruppen unserer Gesellschaft. Bereits in frühesten Aufzeichnungen trieben diese räuberischen und plündernden Unholde in vielen Regionen ihr Unwesen. Die Piraten der Antiken Welt sind aber mit den heutigen Banditen der Weltmeere keineswegs zu vergleichen. Deren Ziele noch deren "Aufgaben" die sie sich zumeist selbst auferlegten, wurden im Laufe der Jahrhunderte andere. David Graeber, ein vor wenigen Jahren verstorbener Anthropologe aus Großbritannien, versucht sich hier als Spurenleser. Er geht der Fragen nach wie es dazu kommen konnte dass immer wieder Gruppierungen sich gezielt gegen die Obrigkeit erhoben haben. So erfährt man dass es eine "Piratenrepublik" auf der Bahamainsel Nassau und auf Madagaskar gab. Sie waren in ihrer Grundfunktion einem kleinen Stadtstaat nicht unähnlich. Auch verfügten sie über eine eigene Verwaltung sowie eine Gesundheitsversorgung. Gleiche Strukturen sind uns heute nicht bekannt. In der Historie vieler Menschen kamen die Piraten auf großen Segelschiffen daher. Ausgestattet mit einer Fahne samt Totenkopf und gehisst mit zwei gekreuzten Oberschenkelknochen. Herr Graeber zeichnet in seinem Buch ein gänzlich anderes Bild. Die Piraten haben im Laufe ihrer Ära eine Reihe an bekannten Kapitänen hervorgebracht. Viele davon standen zeitweise unter dem Schutz verschiedener Kolonialmächte. Zu den wohl bekanntesten zählt hier sicher Francis Drake (1540-1596). Er hat für aller Herren Länder unzählige Schiffe ausgeraubt. Viele dieser Kaperungen beruhten auf finanzielle Zuwendungen der jeweiligen Nationen. Zu den opulentesten Auftraggebern zählte etwa die britische Krone. Aber auch andere europäische Länder wie Frankreich oder die Niederlande rühmten sich ihn und seine Mitstreiter für ihre Dienste zu gewinnen. Weniger bekannt ist der als "Seeteufel" bezeichnete Pirat Felix Graf von Luckner. Er trieb in einer späteren Zeitepoche der Menschheitsgeschichte sein Unwesen. Im Auftrag des deutschen Kaisers unternahm er an Bord des Hilfskreuzers "Seeadler" Kaperungen britischer Schiffe. Es war die Zeit während des Ersten Weltkrieges. Auch diese Gräueltaten werden in Grabers Buch für meinen Geschmack etwas zu glorreich dargestellt. Freiheitsberaubung, Entwendung fremden Eigentums, Kaperung und auch Versenkung feindlicher Schiffe. Vieles davon wiederholt sich in der Geschichte der Piraterie. Graber zeichnet in seinem Buch einen, meiner Meinung nach fallweise zu glorifizierten Eindruck. Zumal sich diese agierenden Gruppen doch außerhalb der Gesetzgebung der seefahrenden Nationen bewegten. Sie waren als Organisation kein einheitlicher Verband. Außerdem haben sie ihre Loyalität oft mehrmals im Jahr gewechselt. Die Höhe des Solds war also ausschlaggebend wie sich das Blatt zu wenden hatte. Diese Ansicht kann ich nicht nachvollziehen und muss daher Herrn Graber leider widersprechen. Für mich eine zu ruhmreiche Darstellung für ein Thema welches von der Entführung Julius Caesars durch frühe Piraten bis zur Enterung des Containerschiffs "Hansa" im Jahr 2009 reicht.
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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3/5

Die Piraten in ihrem Element

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Piraten zählten seit jeher zu sagenumwobene Randgruppen unserer Gesellschaft. Bereits in frühesten Aufzeichnungen trieben diese räuberischen und plündernden Unholde in vielen Regionen ihr Unwesen. Die Piraten der Antiken Welt sind aber mit den heutigen Banditen der Weltmeere keineswegs zu vergleichen. Deren Ziele noch deren "Aufgaben" die sie sich zumeist selbst auferlegten, wurden im Laufe der Jahrhunderte andere. David Graeber, ein vor wenigen Jahren verstorbener Anthropologe aus Großbritannien, versucht sich hier als Spurenleser. Er geht der Fragen nach wie es dazu kommen konnte dass immer wieder Gruppierungen sich gezielt gegen die Obrigkeit erhoben haben. So erfährt man dass es eine "Piratenrepublik" auf der Bahamainsel Nassau und auf Madagaskar gab. Sie waren in ihrer Grundfunktion einem kleinen Stadtstaat nicht unähnlich. Auch verfügten sie über eine eigene Verwaltung sowie eine Gesundheitsversorgung. Gleiche Strukturen sind uns heute nicht bekannt. In der Historie vieler Menschen kamen die Piraten auf großen Segelschiffen daher. Ausgestattet mit einer Fahne samt Totenkopf und gehisst mit zwei gekreuzten Oberschenkelknochen. Herr Graeber zeichnet in seinem Buch ein gänzlich anderes Bild. Die Piraten haben im Laufe ihrer Ära eine Reihe an bekannten Kapitänen hervorgebracht. Viele davon standen zeitweise unter dem Schutz verschiedener Kolonialmächte. Zu den wohl bekanntesten zählt hier sicher Francis Drake (1540-1596). Er hat für aller Herren Länder unzählige Schiffe ausgeraubt. Viele dieser Kaperungen beruhten auf finanzielle Zuwendungen der jeweiligen Nationen. Zu den opulentesten Auftraggebern zählte etwa die britische Krone. Aber auch andere europäische Länder wie Frankreich oder die Niederlande rühmten sich ihn und seine Mitstreiter für ihre Dienste zu gewinnen. Weniger bekannt ist der als "Seeteufel" bezeichnete Pirat Felix Graf von Luckner. Er trieb in einer späteren Zeitepoche der Menschheitsgeschichte sein Unwesen. Im Auftrag des deutschen Kaisers unternahm er an Bord des Hilfskreuzers "Seeadler" Kaperungen britischer Schiffe. Es war die Zeit während des Ersten Weltkrieges. Auch diese Gräueltaten werden in Grabers Buch für meinen Geschmack etwas zu glorreich dargestellt. Freiheitsberaubung, Entwendung fremden Eigentums, Kaperung und auch Versenkung feindlicher Schiffe. Vieles davon wiederholt sich in der Geschichte der Piraterie. Graber zeichnet in seinem Buch einen, meiner Meinung nach fallweise zu glorifizierten Eindruck. Zumal sich diese agierenden Gruppen doch außerhalb der Gesetzgebung der seefahrenden Nationen bewegten. Sie waren als Organisation kein einheitlicher Verband. Außerdem haben sie ihre Loyalität oft mehrmals im Jahr gewechselt. Die Höhe des Solds war also ausschlaggebend wie sich das Blatt zu wenden hatte. Diese Ansicht kann ich nicht nachvollziehen und muss daher Herrn Graber leider widersprechen. Für mich eine zu ruhmreiche Darstellung für ein Thema welches von der Entführung Julius Caesars durch frühe Piraten bis zur Enterung des Containerschiffs "Hansa" im Jahr 2009 reicht.

Meinung aus der Buchhandlung

Piraten

von David Graeber

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