Pastorin und depressiv - geht das? Stets fröhlich und unbeschwert als Kind, zieht Janice während ihrer Jugendzeit ein Strudel aus Traurigkeit in die Tiefe ihrer Gefühle. Hilflos und verwirrt verdrängt sie lange Zeit, was sie nicht einordnen kann. Als die Verzweiflung zu groß wird, sucht sie professionelle Hilfe - und findet neuen Halt. Doch gerade, als alles endlich perfekt zu sein scheint, schlägt die nächste Welle der Krankheit über ihr zusammen.
In ihrer Biografie erzählt Janice, wie sie gelernt hat, mit ihrer Depression zu leben. Aber auch, wie Jesus sie aus dem Ozean der Gefühle herausgerettet und ihr neuen Selbstwert geschenkt hat. Es lohnt sich, nicht aufzugeben: Denn dieses Leben ist viel zu kostbar, um nicht jeden Tag zu feiern!
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Als Christ: Wie man mit Depression leben kann.
Bewertung aus Hückelhoven am 02.08.2023
Bewertungsnummer: 1992591
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Cover ist toll und ansprechend. Der Untertitel hat mich sofort neugierig auf die Lebensgeschichte von Janice Braun gemacht. Sie ist Pastorin und depressiv.
Janice erkrankt früh an Depression, doch wann es genau passiert ist, was die Auslösung dafür ist, kann sie nicht mit Bestimmtheit sagen. Depression wird zu ihrem langjährigen Begleiter. Irgendwann schwindet die Kraft, Freude und Hoffnung. Sie merkt, dass etwas nicht mit ihr stimmt, doch anstelle professionelle Hilfe zu holen, versucht sie sich mit anderen Dingen abzulenken, mit stehlen, Partys feiern, sich betrinken, ... Als es den Außenstehenden auffällt, dass mit ihr etwas nicht stimmt, und sie darauf angesprochen wird, beginnt Janice professionelle Hilfe zu suchen.
Meine Meinung
Janice Braun schreibt über sich selbst, wie sie mit Gottes Hilfe gelernt hat, mit ihrer Depression zu leben. Das Buch ist eine Biographie. Der Schreibstift ist sehr leicht, verständlich und angenehm.
Mir gefällt es, dass Janice ganz ehrlich und offen über sich schreibt, die Zeitspanne ist von Kindheit bis heute. Janice ist Christin, aber auch Christen werden von Depression nicht verschont. Sie erzählt, wie schlimm es ihr körperlich und seelisch geht, wenn sie wieder Depression hat. Sie ermutigt den Leser Gottes Hand nicht loszulassen. Gott hält dich fest, solange du dich auch an ihm festhältst. Janice beschreibt sehr ausführlich die Symptome der Depression, die sie mal hatte und hat. Sie erzählt, wie ihre Familie, später auch der Ehemann, sie in Krankheit (Depression) unterstützt und ermutigt hat. Mit ihrer Lebensgeschichte und Bibelversen versucht sie dem Leser (der an Depression erkrankt ist) zu zeigen, dass das Leben lebenswert ist. Du bist trotzdem ein Kind Gottes, geliebt und umsorgt.
Dieses Zitat gefällt mir so gut:
"Solltest du auch mit dieser Krankheit kämpfen, will ich dir an dieser Stelle Mut machen: Die Diagnose ist vielleicht Teil deines Lebens, niemals aber definiert sie dich als Person. Behalte im Kopf, dass du viel mehr bist als deine psychischen Schwierigkeiten. Gott hat dich mit so vielen Gaben und Talenten ausgestattet, hat dich sportlich, kreativ, liebevoll, humorvoll oder intellektuell erschaffen. Das ist noch da!"
Janice ermutigt den Leser, falls er/sie an Depression erkrankt ist, professionelle Hilfe zu suchen und zu beten. Gott hilft und trägt durch.
Ich empfehle das Buch denen, die an Depression erkrankt sind, und denen, die nicht daran erkrankt sind. Vielleicht können diese mit Hilfe dieser Biographie die depressiven Menschen besser verstehen, wenn sie mal dies oder das nicht mehr tun können.
Ermutigendes Buch
Bewertung am 12.04.2023
Bewertungsnummer: 1920178
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch gibt tiefe Einsicht in das Erleben der Depression und ihrer Begleitsymptome. Aber vor allem macht es Mut trotz - und vorläufig mit - der Krankheit ein lebenswertes Leben mit Zukunftsperspektive zu führen. Es zeigt wie der Kampf gegen die Depression ein lohnender ist. Ideal für direkt Betroffene und Angehörige.
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