Produktbild: Alles wird gut

Alles wird gut Chronik eines vermeidbaren Todes

8

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

03.04.2023

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

829 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783455015850

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

03.04.2023

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

829 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783455015850

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  • Bewertung

    aus Bergisch Gladbach

    5/5

    01.07.2023

    eBook (ePUB 3)

    Realistisches Afrikabild toll geschrieben

    Wenn europäische Schriftsteller Romane über Afrika schreiben, besteht die Gefahr, dass das Werk entweder ein klischeehaftes oder ein idealisiertes Bild dieses Kontinents vermittelt. Das großartige an Herrn Polityckis Buch ist neben seiner eindrucksvollen stilistischen Kunst, dass sein Afrika nicht frei von Wiedersprüchen und für den westlichen Leser unangenehmen Wahrheiten ist. Geschrieben in Form einer Art Road Novel handelt es von einem weißen Mann namens Josef Trattner, 47 Jahre und gescheiterter Archäologe, der im Süden von Äthiopien einer schwarzen Frau, Natu, begegnet. Eine Liebesgeschichte? Irgendwie schon und auch wieder nicht. Natu gehört einem der vielen kleinen Völker Äthiopiens an, die in einer Zwischenwelt leben, beeinflusst von der westlichen Kultur, die sie über ihre Handys erleben und den archaischen Traditionen einer Hirten und Nomadengesellschaft. Es geht in der Geschichte auch um die Zerissenheit, die der Kontakt mit der urbanen Lebensweise bei diesen Völkern mit sich bringt. Natu verweigert als erste Frau ihres Clans das Tragen eines Lippentellers und hat möglicherweise ihren Ehemann umgebracht. Sie ist kein armes Opfer sondern eine Frau die sich zu wehren weiß und doch beruht die Beziehung zu Trattner von Anfang an auf Missverständnissen und kulturellen Gräben, die unüberwindbar sind. Wir werden auch mit der Frage konfrontiert, ob der Export westlicher Werte wirklich immer so gut ist wie wir denken. So sagt ein Verwandter von Natu sinngemäß zu Trattner, ihr weckt Wünsche, die niemand hatte und ihr bringt Unordnung in unsere Welt. Ein Roman, der nachdenklich macht und toll geschrieben ist, insbesondere ist die stimmungsvolle Beschreibung der Landschaft zu loben. Ein Afrika Roman der anderen Art, absolut Lesenswert.

  • bolie

    aus Langscheid

    4/5

    25.04.2023

    eBook (ePUB 3)

    Josef Trattner wird völlig…

    Josef Trattner wird völlig unverhofft von einer ausgesprochen hübschen Frau untergehakt und über die Straße begleitet. Kurz darauf, er hatte sich noch gar nicht von dieser schönen Überraschung „erholt“, muss er mit ansehen, wie diese Frau misshandelt wird. Nein, eingreifen will er nicht. Zu groß ist die Gefahr, dass er selbst verletzt wird. Und er muss doch möglichst schnell das Land verlassen. Es bahnt sich ein Krieg an, der schon lange vorauszusehen war. In einem Vielvölkerstaat wie Äthiopien gibt es leider immer wieder kriegerische Handlungen und das kommt im Buch „Alles wird gut“ klar zum Ausdruck. Herr Trattner ist für Natu, so heißt die junge Frau, ein außergewöhnlicher Mann. Er ist Weißer. Aus dem Grund wurde sie sofort auf ihn aufmerksam, obwohl ihre Aktion bei den Einheimischen nicht gut ankam. Der Autor beschreibt die Fahrt mit einem klapprigen Wagen durch die weiten Äthiopiens. Gleichzeitig erzählt er, wie die Menschen hier leben, welche Schwierigkeiten sie haben und wie sie mit ihrer Kultur eins sind. Eigentlich verachten sie die Hilfe von Außen. Und trotzdem warten sie darauf und freuen sich über Reisende, die das Land und seine Einwohner begutachten möchten. Kaum ein Urlauber scheut sich davor, selbst die intimsten Verrichtungen der Leute hier zu fotografieren. Nicht nur die Landschaft, auch die Bräuche kennt der Autor Matthias Politycki sehr genau. Jetzt weiß ich, welche Bedeutung diese Lippenplatte hat und warum sie getragen wird. Ebenfalls sieht er schon lange die Gefahren des Internets. Das gibt es erst seit der Wahl des Friedensnobelpreisträgers und Präsidenten Abiy Ahmed. Der befürwortete das WWW und seitdem ist der Weg auch hier frei für Hass und Hetze. Auch wenn mir der Erzählstil des Autors nicht immer zusagte, das Buch gefiel mir trotzdem. Für meinen Geschmack schmückt Herr Politycki seine Erzählungen unnötig aus. Das Wesen der Afrikaner und deren Kultur fing er allerdings perfekt ein. Es ist zu spüren, dass er das Land bestens kennt.

  • yellowdog

    4/5

    08.04.2023

    eBook (ePUB 3)

    Die Faszination

    Matthias Polityckis neuester Roman heißt Alles wird gut. Chronik eines vermeidbaren Todes. Ein Titel, der an Gabriel Garcia-Marquez erinnert und tatsächlich hat der Roman auch etwas Exotisches. Schauplatz ist der Süden Äthiopiens im Jahr 2020. Der Protagonist heißt Josef Trattner, aus Wien, der jetzt schon 3 Jahre in Afrika arbeitet. Er ist ein überwiegend passiver Beobachter, bleibt zunächst kühl, reagiert wenig. Das kennzeichnet den Roman, bei dem man den Figuren zunächst nicht so nahekommt, wie in Polityckis letzten Roman „Das kann uns keiner nehmen“, der auch in Afrika handelte. Dennoch beeindrucken mich die Figuren. Politycki kann markante Typen schaffen. Trattner ist fasziniert von einer Frau der Suri, Natu. Wegen ihr bemüht er sich mehr, Afrika zu verstehen und durch seinen Blickwinkel nehmen wir Leser das uns fremde Äthiopien wahr. Der kommende Krieg liegt in der Luft, die Konflikte zwischen den Ethnien sind spürbar. Meiner Auffassung nach bleiben sich Trattner und Natu fremd, sie haben auch nicht so viele gemeinsame Szenen im Buch. Die größte Stärke des Buches sind die Beschreibungen der Umgebung. Das ist auch der Erfahrenheit eines Autors geschuldet, der schon viele Romane geschrieben hat.

  • Werner L.

    aus Baden-Baden

    5/5

    12.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut beeindruckend

    Absolut beeindruckend! Ich habe selten ein so gut geschriebenes Buch mit solch faszinierenden Einblicken in das Leben der Äthiopier gelesen. Seine Eindrücke erschaffen ein eindrucksvolles Gesamtbild mit zauberhaften Landschaftsbeschreibungen. Der Autor schafft glaubhafte, wenn auch aussichtslose Einblicke in eine uns fremde Kultur. Unbedingt Weiterempfehlung!

  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    05.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Facettenreich und beeindrucken…

    Facettenreich und beeindruckend „Nur die kleinen Geschichten haben ein Ende. Die großen gehen immer weiter. Je öfter sie erzählt werden, desto mehr verzweigen sie sich – wie der Wald, der nach jedem Regen wächst, bis er undurchdringlich scheint.“ (Zitat Pos. 5277) Inhalt Josef Trattner, siebenundvierzig Jahre alt, war bis Oktober 2019 in Aksum als Ausgrabungsleiter tätig. Das Rückflugticket für den 7. Februar 2020 hat er bereits in der Tasche, als ihn Weraxa, ein Mitarbeiter, überredet, zum Abschluss das Land zu besichtigen, in dem er drei Jahre lang gearbeitet hat. Mit ihrem Fahrer Mulugata brechen sie am 12. Januar auf. Im kleinen Suri-Dorf Surma Kibish sieht Trattner eine außergewöhnliche Frau, stolz, schön und offensichtlich eine unangepasste Außenseiterin. Ihr Name ist Nasedi, doch alle nennen sie Natu. Als sie am nächsten Tag ihrer Reise an einem der vielen Kontrollpunkte halten müssen, kommt eine Frau zu Trattners Auto und setzt sich wortlos zu ihm auf die Rückbank. Es ist Natu und Trattner weiß nicht, ob sie einfach bis zur nächsten Stadt mitfahren will, oder auf der Flucht ist. Thema und Genre Dieser Roman spielt im Südwesten Äthiopiens. Themen sind die alten Traditionen der hier lebenden Völker und Ethnien und das westlich geprägte, europäische Denken. Es sind fundamentale Gegensätze, auch in Bezug auf die Situation der Frauen, die durch die Unmöglichkeit einer sprachlichen Verständigung zu großen Missverständnissen führen. Kann Liebe stark genug sein, um diese beinahe unüberwindlichen Barrieren zu überwinden? Charaktere Der Objektkünstler und Magister der klassischen Archäologie Josef Trattner ist im Grunde eine Art Lebenskünstler, redegewandt, einfallsreich, aber auch unentschlossen und zögerlich. Seine Erfahrungen mit Natu verändern ihn. Nun ist er bereit, Verantwortung zu übernehmen, obwohl Natu für ihn ein Rätsel bleibt. Sie lebt vollkommen in der Gegenwart und jeder Tag mit ihr ist ein neuer Anfang. Handlung und Schreibstil Die Handlung umfasst nur den Zeitraum der Reise Trattners, ergänzt durch Rückblicke in Form von Erinnerungen und Gesprächen. Trattner ist die Hauptfigur und steht im personalen Mittelpunkt dieser Geschichte. So erfahren wir auch seine persönlichen Gedanken und Eindrücke, die sich durchaus von seinem Verhalten unterscheiden können. Er ist eine interessante, facettenreiche Figur, in seiner Widersprüchlichkeit und Zögerlichkeit nahe einem modernen Antihelden. Spannung erhält die Geschichte nicht nur durch die Frage, ob es in dem geschilderten Umfeld eine Zukunft für Trattner und Natu geben könnte, sondern auch durch die abenteuerliche, in diesen Wochen schon sehr gefährliche Reise. Es ist eine beeindruckende Vielfalt an unterschiedlichen Themen und Konflikten, in Verbindung mit authentischen Schilderungen der indigenen Menschen, ihrer Lebensweisen und Traditionen, denen sie sich zu unterwerfen haben. Als Gegensatz zeigt sich immer wieder das von europäischen Traditionen geprägte Verhalten von Trattner. Eindrückliche Landschaftsbeschreibungen ergänzen die Geschichte zu einem facettenreichen Gesamtbild. Fazit Dieser Roman brachte mir viel neues Wissen über ein Land und eine Kultur, von denen ich bisher nur wenig wusste. Eine interessante, spannende, in ihrer Vielfältigkeit beeindruckende Geschichte mit überraschenden Wendungen.

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