Produktbild: Das Glück hat seine Zeit

Das Glück hat seine Zeit Roman | Mitreißende Literatur aus Nigeria

5

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

29.06.2023

Verlag

Piper ebooks

Seitenzahl

496 (Printausgabe)

Dateigröße

7825 KB

Übersetzt von

Simone Jakob

Sprache

Deutsch

EAN

9783492604154

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

29.06.2023

Verlag

Piper ebooks

Seitenzahl

496 (Printausgabe)

Dateigröße

7825 KB

Übersetzt von

Simone Jakob

Sprache

Deutsch

EAN

9783492604154

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  • HeRu

    aus Regensburg

    5/5

    23.09.2023

    eBook (ePUB 3)

    Was kostet Glück?

    Die zwei Hauptprotagonisten von “Das Glück hat seine Zeit” haben anfangs wenig miteinander zu tun und leben in komplett unterschiedlichen Welten. Der 16- jährige Eniola leben in ärmlichen Verhältnissen. Sein Vater ist von einer Depression geplagt und schafft es nicht den Lebensunterhalt für seine Familie aufzubringen. Die Mutter versucht alles für ihre Kinder um ihnen eine gute Bildung zu ermöglichen. Dadurch kommen sie sehr oft in Geldprobleme. Der Schuldenberg wächst und wächst. Die 28-jährige Wuraola kommt aus eine wohlhabenden Familie. Neben ihrer Ausbildung zur Ärztin , plant sie ihre Hochzeit. Jedoch hat ihr Leben auch seine Schattenseiten. Ihr Verlobter Kunle neigt zu häuslicher Gewalt. Was verbindet diese beiden Protagonisten miteinander? Im Laufe der Geschichte werden sich die Zusammenhänge langsam zu einem Puzzle zusammensetzen. Der Einstieg es Buches hat bei mir ein wenig gebraucht. Durch die wechselnden Kapitel, musste ich mich erst noch in den zwei komplett unterschiedlichen Welten einfinden. Diese hätten meiner Meinung nach etwas kürzer sein können. Doch die Geschichte wird nach kurzer Zeit sehr schnell spannend. Die Familie und der Zusammenhalt spielt in dem Buch eine sehr zentrale Rolle. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel der verschiedenen Familienmitgliedern, konnte ich mich sehr gut in die Familiendynamik einfinden. Mich hat das Buch sehr bewegt. Besonders das Ende des Buches hat mich sehr überrascht. Es ist sicherlich keine leichte Lektüre für zwischendurch, dennoch lohnt es sich auf jeden Fall dieses gesellschaftskritische Buch zu lesen. Dies war sicherlich nicht mein letzter Roman dieser Autorin.

  • yellowdog

    5/5

    29.06.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ein Zauber der guten Dinge

    Es ist der zweite Roman der Autorin Ayọ̀bámi Adébáyọ̀ aus Nigeria. Der Originaltitel lautet A spell of good things. Bücher aus Afrika sind sehr unterschiedlich, aber sie unterscheiden sich doch von dem, was man hier an gängiger Literatur liest. Zum Beispiel spielen die Lebensbedingungen eine grosse Rolle. Der Roman ist figurenbetont geschrieben, die Figurenentwicklung ist schlüssig. Die Hauptfiguren, der Schüler Eniola und die 28jährige Ärztin Wuraola haben zunächst wenig miteinander zu tun. Sie leben in verschiedenen Welten. In wechselnden Kapitel wird ihre Perspektive verdeutlicht. Während Eniola in finanzieller Not ist, spielt bei Wuraola die Frage, welche Rolle als Frau sie einnehmen kann. Als Ärztin ist die erfolgreich, aber ihr Verlobter Kunle misshandelt sie. Manchmal ist es etwas umständlich erzählt. Anfang fehlt der Schwung. Doch dann wird das Buch immer besser. Es lohnt sich, den Roman zu lesen, denn es ist ein Text von gesellschaftlicher Relevanz.

  • Ann-Kathrin Speckmann

    5/5

    27.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine neue Libelingsautorin

    Inhalt: Es geht um zwei Personen, die nichts miteinander zu tun haben, aber deren Leben doch miteinander in Zusammenhang stehen. Wuraola ist 28, kommt aus einer wohlhabenden Familie und arbeitet als Assistenzärztin. Leider darf sie kaum operieren, da die Stromversorgung nur selten funktioniert und der Strom der Generatoren sparsam verwendet wird. Der zweite Protagonist ist Eniola, ein 16-jähriger Junge, dessen Eltern Probleme haben das Schulgeld zusammenzubekommen. Die Story: Die Story ist spannend und spitzt sich gegen Ende immer weiter zu. Die einzelnen Szenen sind sorgsam gewählt. Nach und nach gibt es kleinere und größere Zusammenhänge zwischen den beiden Geschichten, die parallel erzählt werden. Für meinen Geschmack hätten die teilweise recht langen Kapitel etwas kürzer sein können, aber so hat man Gelegenheit länger an einer Person dran zu bleiben und wird nicht ständig rausgerissen. Inhaltlich geht es um viele verschiedene Themen. Ich denke, dass alles, was im Buch vorkommt, irgendwie mit Familienzusammenhalt zusammenhängt. Da der Klappentext diesbezüglich nicht allzu viel hergibt, möchte ich nicht spoilern. Ich denke aber, dass man vorher wissen sollte, dass es unter anderem um Depression und häusliche Gewalt geht. Mit beiden Themen geht die Autorin einfühlsam um. Das bedeutet aber auch, dass man sich sehr gut in die Charaktere reinfühlen kann, wofür sich vielleicht nicht jeder gerade bereit fühlt. (Das ist keine Kritik am Buch. Nur eine Triggerwarnung für Betroffene.) Charaktere: Die Charaktere sind die große Stärke des Buches. Der Roman ist nah dran an den Charakteren. Die Kapitel sind nicht nur aus der Sicht der ProtagonistInnen geschrieben, sondern auch aus der Sicht ihrer Eltern und Schwestern und aus der Sicht einer Schneiderin, mit der beide etwas zu tun haben. Jeder Charakter ist bis ins Detail ausgearbeitet. Ihre Wünsche, Ängste und Beweggründe werden glaubhaft dargestellt. Alles greift ineinander und passt perfekt zusammen. Insbesondere die Beziehungen zwischen den Charakteren fühlt man als LeserIn zu hundert Prozent mit. Stil: Der Stil macht es möglich, dass man die Charaktere so gut versteht. Die Autorin nutzt verschiedene Stilmittel. So gibt es neben den eigentlichen subjektiven Kapiteln auch einen Tagebucheintrag. Jedes Stilmittel ist bewusst gewählt und unterstützt die Handlung oder die Charakterisierung der Charaktere. Gleichzeitig lässt sich der Text leicht lesen. Man ist einfach im Buch drin. Das einzige, was mir gefehlt hat, sind Erklärungen für die zahlreichen nigerianischen Begriffe. Diese sind kursiv gedruckt, es gibt aber leider kein Glossar. Ich habe hin und wieder nebenbei gegoogelt, aber manches ließ sich nur schwer rausfinden. Insgesamt: Ich liebe das Buch, bin aber vom Verlauf der Handlung geschockt. Ich musste das Buch mehrmals zwischendurch weglegen und eine Pause machen. Ich empfehle es zu hundert Prozent weiter. Es lohnt sich, das Buch zu lesen - sowohl wegen des Schreibstils als auch wegen des Inhalts. Man sollte aber wissen, dass es sich nicht um ein unbeschwertes Buch handelt, dass man am Strand nebenbei lesen kann.

  • Lust_auf_literatur

    5/5

    09.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stark erzählte Gesellschaftskritik aus Nigeria

    Der Debütroman „Bleib bei mir“ von Adébáyò schlug bei mir ein wie eine Bombe, ich war gefesselt von der Erzählkraft dieser jungen Autorin aus Nigeria. Natürlich wollte ich ihren neuen Roman „Das Glück hat seine Zeit“ auch unbedingt lesen. Und auch hier lässt mich die großartige Erzählstimme von Adébáyò über die Seiten fliegen und trifft mich genau in mein Herz. Ayòbámi Adébáyò schreibt in ihrem zweiten auf deutsch erschienenen Roman wesentlich politischer und gesellschaftskritischer als noch in „Bleib bei mir“. Mit ihren Figuren thematisiert sie sehr kontrastreich die krassen Unterschiede zwischen arm und reich in diesem zerrissenen Land. Aber auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Nigeria ist mit über 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsstärkste Land Afrikas und von großer, nicht konfliktfreier, kulturellen Vielfalt geprägt. Adébáyò schildert mit ihrem Figuren vor allem die finanziellen und gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Menschen. Die Familie von Wuraola ist sehr privilegiert und die junge Frau ist auf dem Weg in eine glänzende Zunkunft. Sie wird bald eine Ärztin sein und ihrem Verlobten, ebenfalls aus sehr privilegiertem Haus, heiraten. Trotzdem ist Wuraola nicht frei. Strenge gesellschaftliche Normen, die für Frauen ihres Standes gelten, und die Anforderungen ihrer Mutter Yeye engen sie ein. Am anderen Ende der gesellschaftlichen Skala steht der 15-jährige Eniola. Seine Familie ist mittellos, seit sein Vater durch die Willkür des Staates seine Stelle als Lehrer verloren hat. Eine staatliche Absicherung oder soziales Netz gibt es nicht und arbeitlos zu werden ist ohne weitere berufliche Perspektive oft ein Grund für Selbstmord. Eniolas Vater fällt in eine Depression und ist nicht mehr in der Lage die Familie zu versorgen. Eine gute Schulbildung, die in Nigeria nur über kostenplichtig Privatschulen zu erhalten ist, rückt in weite Ferne. Deutlich beschreibt Adébáyò die Auswirkungen der wirtschaftlichen Not auf die Familien und übt Kritik an einem System, das seine Hilfbedürftigsten seinem Schicksal überlässt. Staatliche Willkür und politische Korruption lässt das Land ausbluten. Die Auswirkungen von starren und traditionellen Geschlechterrollen, thematisiert und kritisiert Adébáyò anhand ihrer starken weiblichen Figuren wie Wuraola und ihrer Mutter Yeye und ziehen sich durch den ganzen Roman. Beide Familien lässt Adébáyò im Laufe der Handlung aufeinandertreffen und ich ahne früh: hier hat das Glück keine Zeit… Adébáyò schafft es wieder mich mit ihrem großem Schreibtalent in den Bann ihres Romans zu ziehen. Thematisch hat mir „Bleib bei mir“ persönlich vielleicht besser gefallen, die stärkere politische Botschaft hat eindeutig „Das Glück hat seine Zeit“.

  • easymarkt3

    4/5

    05.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gibt es Glück in diesem zerrissenen Land?

    Der Originaltitel lautet A spell of good things - Ein Zauber oder Bann der guten Dinge. Das Cover zeigt die Hauptfiguren in starken lebensfrohen Farben, in gegensätzliche Richtungen blickend – das Glück suchend? Die Gliederung in vier Teilen beschreibt zunächst etwas langatmig die Lebensbedingungen der Hauptfiguren, des 17-jährigen Schülers Eniola und der 28jährigen Assistenzärztin Wuraola. Mit ihren Familien leben sie in sehr verschiedenen Welten: hier äußerste finanzielle Not, Hunger, Betteln, dort ein privilegiertes Leben im korrupten Nigeria rund um Ibadan. Ist zunächst der Zusammenhalt innerhalb beider Familien trotz aller Probleme noch ein positives, taktvolles Miteinander, entwickelt sich die Szenerie zu einem zerstörerischen, machtvollen Strudel, dem beide Familien nicht entkommen – ohne Gnade und Erlösung. Thematisiert werden Depression und Selbstmord durch Arbeitslosigkeit, fehlende Sozialdienste, schlechte gesellschaftliche Zustände nicht nur im Schulsystem, Misshandlung und häusliche Gewalt bei Frauen, Druck auf Frauen durch starre, traditionelle Normen, Mord und Korruption in der Politik. Besonders die weiblichen Charaktere treten als starke, weise Figuren hervor. Beide unterschiedlichen Welten der tragischen Hauptfiguren treffen sich schließlich, Zusammenhänge klar einfühlsam beschreibend. Zahlreiche typisch nigerianische Begriffe wie Wax Prints, Agbalumo, Aso-Oke, Harmattan, Gari etc. lassen die Kultur der Yoruba lebendig werden. Die Botschaft der Kritik am dortigen gesellschaftlichen und politischen System ist klar verständlich, eine ganz andere Welt als unsere westeuropäische.

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