Produktbild: Salomés Zorn

Salomés Zorn Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

246

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,1 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1

Originaltitel

Confrontaties

Übersetzt von

Ira Wilhelm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80000-9

Beschreibung

Rezension

Was für ein mutiges, starkes, verzweifeltes, zorniges, großes, selbstbewusstes Buch. Ein großer Wurf. Über Gewalt, über Ausgrenzung und über rettende Intelligenz.

Spiegel Online, Elke Heidenreich

Auf vielen Ebenen bemerkenswert Sprachlich und narrativ setzt sie den Druck um, den stetig spürbarer, struktureller Rassismus auf nicht-weiße Menschen ausübt ein immens wichtiges Thema

Galore Literatur, Marina Mucha

Ein Erstling, ein großer Wurf über Gewalt, Ausgrenzung und rettende Intelligenz

Kölner Stadtanzeiger, Elke Heidenreich

Ein Debüt, aber schon sehr erfolgreich ... sprachlich eine große Bandbreite ... man spürt die brodelnde Wut.

Bremen Zwei, Andree Pfitzner

Umfassende Beschreibung der Seelenlandschaft einer wütenden jungen Frau, die von Rassismuserfahrung, von Gewalt, aber auch vom schwierigen Finden der eigenen Identität erzählt

Mit dem Romandebüt beweist Bekono, dass sie nicht nur genreübergreifend schreiben, sondern auch Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz verknüpfen kann. Ein zutiefst eindringlicher Roman

Szene Hamburg, Daniel Schieferdecker

Eine zornige Emanzipationsgeschichte aus den Niederlanden.

SRF Kultur, Annette König

Ein Debüt, das mit ungeheurer Wut von strukturellem Rassismus und Fremdsein erzählt und vor Nichts die Augen verschliesst.

SRF 1 Buchzeichen, Annette König

Schnörkellos und konfrontativ: In ihrem bemerkenswerten Romandebüt schleudert uns Simone Atangana Bekono in das aufgewühlte Innenleben einer schwarzen Teenagerin.

Was für ein Roman! Es sind 243 Seiten mit unwahrscheinlich tiefsinnigen, aber auch einfachen Sätzen, die einen dann auf einmal nachhaltig beschäftigen, auch wenn man das Buch weglegt. Man versteht vielleicht, was Mobbing, Fremdenhass und so einige andere Kleinigkeiten in einem Menschen bewirken können.

literaturlounge.eu, Markus Eggert

Dieses gelungene Debüt ist ein ganz außergewöhnliches Buch.

buchblinzler, Petra Samani

"Ein literarisches Puzzle. Richtig spannend.

Die Presse, Erwin Uhrmann

Meine Augen sind über den Text geflogen, ich habe die Luft angehalten vor Anspannung und Beklemmung. Ein starkes Debüt, mitreißend und eindringlich, schildert es doch genau das, womit viele Menschen tagtäglich konfrontiert werden."

text in progress, Carolin Tönnis

Woher kommt die Gewalt? Dieses dichte Buch hat darauf viele Antworten.

Die ZEIT, Laura Quellenberg

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

246

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,1 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1

Originaltitel

Confrontaties

Übersetzt von

Ira Wilhelm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80000-9

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Sikal

    5/5

    23.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Etwas zum Nachdenken

    Die 16-jährige Salomé ist wütend. Sehr sogar. Mittlerweile nicht mehr wegen Mobbingattacken am Gymnasium oder rassistischer Vorurteile sondern wegen ihres Therapeuten Frits in der Jugendstrafanstalt. Denn Salomés Wut hat den einen Schlag zu viel aus ihr hervorgeholt. Der Tipp ihres Vaters, sich nicht an den Rand drängen zu lassen sondern „Du musst deiner Faust folgen“ wurde ihr zum Verhängnis. Wir begleiten Salomés Alltag in Haft, ihren Gedankenmonologen, ihrer Einsamkeit und sehen ihr Aufarbeiten ihres Verhaltens. In Rückblicken erfahren wir was geschehen ist und warum das Mädchen dort gelandet ist wo sie sich nun zurechtzufinden beginnt. In kleinen Schritten, denn Wut lässt sich nicht so einfach therapieren. Doch Salomés Vorurteile beginnen nach und nach zu bröckeln. Die Autorin Simone Atangana Bekono zeigt uns mit der Figur der Salomé das Suchen der eigenen Identität und was passieren kann, wenn man aus dem eigenen Käfig nicht rausfindet. Rassismus ist so ein Schlagwort, das man wohl nicht zur Gänze begreifen kann, wenn man nicht direkt damit konfrontiert ist. Doch es muss nicht nur die andere Hautfarbe sein, die Menschen an den Rand drängt, Religion, Meinungen, aber auch materielle Mittel lassen schnell das Andere in den Vordergrund rücken und oftmals bleibt verborgen wie der Mensch wirklich ist. Die Sprache, die die Autorin gewählt hat, ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, passt sich aber der jeweiligen Situation an. So gelingt es ihr, dass die Geschichte authentisch wirkt. Ein Buch, das man erstmal verarbeiten muss und das einlädt über unsere Gesellschaft nachzudenken. In welche Richtung bewegen wir uns? 5 Sterne

  • Bewertung

    5/5

    01.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman über Salomé, die Ausgrenzung...

    Ein Roman über Salomé, die Ausgrenzung und Rassismus am eigenen Leib erfährt. Ein sehr beeindruckender Debüt. Für Leser von Fatma Aydemir!

  • Bewertung

    5/5

    19.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegender Roman, der strukturellen Rassismus thematisiert

    Salomé ist 16 Jahre alt und muss eine sechsmonatige Strafe in einer Jugendhaftanstalt absitzen. Dahingebracht hat sie Wut. Wut über ihre Klassenkamerad*innen, das Mobbing und den Rassismus, den sie tagtäglich erfahren muss. Salomé ist in einer niederländischen Provinz aufgewachsen, wo ihre Hautfarbe fremd ist und von den Nachbar*innen und Mitmenschen nicht gern gesehen wird. Salomés Vater kommt aus Kamerun und hat selbst Rassismuserfahrungen erlebt, vor denen er seine Töchter lieber bewahren möchte. Damit diese mit ihrer Wut umgehen können, besorgt ihr Vater einen Punchingball für die Garage und zeigt ihnen, wie sie ihre Faust wirkungsvoll einsetzen können. Die enttäuschten Augen ihres Vaters, als Salomé aufgrund ihrer Wut und des Einsatzes ihrer Fäuste festgenommen wird, kann sie nicht vergessen. In der Jugendhaftanstalt soll sie über sich und ihr Verhalten nachdenken - mit Unterstützung des Therapeuten Frits, der sich in einer TV-Sendung rassistisch geäußert hat und Salomé daher alles andere als geeignet oder sympathisch erscheint. Simone Atangana Bekono hat mit "Salomés Zorn" einen bewegenden Roman geschrieben, der die tiefe Wut Salomés in ihren Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen deutlich zum Ausdruck bringt. Sie erzählt von verschiedenen Situationen, in denen sie rassistisch beschimpft wurde, die Herausforderungen, die nur ihr gestellt wurden und von der Wut, gegen sie immer wieder ankämpfen musste und vor der ihr Vater sie nur bedingt schützen kann. Schauplatz ist hier eine niederländische Provinz, aber die Strukturen und Mechanismen, das Mindset der Gesellschaft, die hier exemplarisch Salomés Familie gegenübertritt und die Konsequenzen und Lebensfragen, die Salomé sich während ihrer Haft stellt, existieren und wirken überall. Ein sehr beklemmendes und bewegendes Buch aus Sicht einer 16-Jährigen, die ganz viel und gleichzeitig sehr wenig versteht - sämtliche Fragen und gesellschaftliche Aspekte jedoch allein für sich ausmachen muss, obwohl die Strukturen das Problem sind und nicht sie.

  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    17.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So viel Zorn und Wut

    Salomé ist eine intelligente Sechzehnjährige, die in ihren griechischen Klausuren immer mit Einsen glänzt. Sie ist sehr belesen, lernen macht ihr wirklich Spaß. Allerdings ändert sich etwas als sie auf das Gymnasium kam. Auf das „Reiche-Kids-Gymnasium“ wie ihre ältere Schwester unkt. Dazu kommt, dass Salomé ein wütendes Potenzial hat, welches sie so weit bringt, dass sie in einem Jugendgefängnis landet. Dort ist es kahl und so langweilig, so voller Strukturen, an die Salomé sich erst gewöhnen muss. Und daran reibt. Sechs Monate soll sie hier eine Strafe absitzen und hat Zeit über ihr noch nicht allzu langes Leben nachzugrübeln. Dabei soll ihr ausgerechnet der Therapeut Frits van Gestel helfen. Der Mann, der in einer Fernsehsendung, in einer Trash-Show Hello Jungle fremdenfeindliche Äußerungen gemacht hat. Salomés Zorn Seite 30: „Vielleicht aber werden Sturköpfe wie ich automatisch wütend, sobald sie in die Pubertät kommen. Vielleicht gibt es in meinem Leben zu viel, was mich wütend macht. Und wenn das stimmt, wird diese Wut nicht von selbst verschwinden“ Salomé teilt ihre Welt in die gute, intelligente und in die zornige, wütende Salomé. Während die Wütende hier in den langweiligen weißen Mauern ihre Zeit absitzen muss, sieht sie zu, wie die gute Salomé ihre Schule beendet und ein zufriedenes Leben haben könnte. Was hat Salomé nur so wütend gemacht? Sie hat es doch so gut, in der niederländischen Provinz. Es sind wohl ihre Mitschüler, die Nachbarn, denen die Hautfarbe von Salomé und ihrer Familie nicht gefällt. Salomés Papa stammt aus Kamerun. Im Gymnasium wird das Mädchen immer wieder mit abfälligen Worten bedacht. Sogar zu Hause wird die Familie von den Nachbarn beschimpft. Salomés Vater hat selber genug durchgemacht und würde es gerne besser haben für seine Kinder. Damit sie sich wehren lernen, hängt er in der Garage einen Punchingball auf und bringt seinen Töchtern bei, auch mal mit der Faust zurückzuschlagen. Ob das der richtige Weg war? Salomé hat in der Jugendstrafanstalt sechs Monate Zeit, darüber nachzudenken. So viel Zorn und Wut Salomé sehr beschäftigt sich sehr mit sich selber und, wie sie in diese Geschichte hineinrutschen konnte. Es ist ein wahres Gedanken-Karussell. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie die Gedanken der Sechzehnjährigen hin und her gesprungen sind. Wie es war, als Salomé das erste und einzige Mal mit ihrer Familie nach Kamerun geflogen ist. In ein Land, dessen Sprache sie nicht spricht und wo sie sich anfangs gar nicht besonders wohlgefühlt hat. Dann wieder die Gedanken über ihren Therapeuten, der dem Mädchen unangenehm und unangemessen erscheint. Ihr Zorn über ihr eigenes Verhalten, dass sie in diese Strafanstalt gebracht hat. War es wirklich richtig, sich zu wehren? … Ich konnte gut nachvollziehen, wie es dem Mädchen ging. Der Zorn war sehr deutlich zu spüren, die Ungerechtigkeit nur aufgrund ihrer Hautfarbe, die Liebe zu ihrer Familie und auch die Angst vor den Mitschülern. Dabei wollte sie doch nur wissen, lernen und sich nicht fremd fühlen oder abgelehnt werden. Die Autorin Simone Atangana Bekono hat hier ein wunderbares Buch geschaffen. Wir mit unserer hellen Hautfarbe können uns oft nicht wirklich vorstellen, wie es sich anfühlt so abgelehnt zu werden. Wer mit einer dunkleren Hautfarbe durch die Straßen geht, wird immer mit einem schiefen Blick angesehen. Als ob diese Menschen etwas „Abartiges“ wären. Sie werden in Schubladen gesteckt, ohne sie wirklich zu kennen. Ihre Erzählweise ist sprunghaft und spiegelt das Innere ihrer Protagonistin wider. Ich finde, ein unbedingt zu lesender Roman.

  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    5/5

    11.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hautfarbe: Mensch

    Für Salomé gehört es zum Alltag, dass sie diskriminiert wird aufgrund ihrer Hautfarbe. Die Autorin Simone Atangana Bekonos aus den Niederlanden erzählt ihre Geschichte und trifft damit voll meinen Nerv. Es ist ein bewegender Debütroman. Salomé ist zornig. Sie weiß sich nicht zu helfen, denn eigentlich macht sie doch nichts falsch. Doch es gibt diese Vorurteile gegen die Hautfarbe. Allein dadurch hat sie schon verloren. Ich verabscheue Gewalt und ich denke immer noch, dass Gewalt keine Option ist, um sich Recht zu verschaffen. Allerdings sehe ich auch die Angst von Salomés Vater, einem gebürtigen Kameruner, der weiß, was Rassismus bedeutet. Deswegen beschwört er seine Tochter: "Du musst deiner Faust folgen. So als ob du ein Loch in deinen Feind schlagen willst." Das klingt erst einmal brutal und ist doch eher ein einziger Hilfeschrei, denn er sieht keine andere Möglichkeit, um seiner Tochter zu helfen. Für ihn scheint es keinen anderen Ausweg zu geben. Salomé verbringt einige Jahre in einer Jugendstrafanstalt, wo sie sich mit ihrer Wut auseinandersetzen muss. Simone Atangana Bekonos ist es gelungen, mich in die Gefühlswelt von Salomé eintauchen zu lassen, ihre Hilflosigkeit, die Ohnmacht, aber auch ihren Zorn zu erkennen und zu begreifen. Mein Fazit: Es sollte für alle Menschen nur eine Farbe geben: Die Hautfarbe heißt Mensch!

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