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Maud Martha Roman. Übersetzt von Andrea Ott, mit einem Nachwort von Daniel Schreiber - »Ich möchte, dass alle diesen vergessenen literarischen Schatz lesen!« Bernardine Evaristo

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23,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2023

Verlag

Manesse

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,4/13/2 cm

Gewicht

280 g

Übersetzt von

Andrea Ott

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2564-6

Beschreibung

Rezension

»Maud Martha, ein ganz großer kleiner Roman … Mindestens in den USA sollte Maud Martha Schullektüre sein.« ("Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude")
»In knappen Strichen, aber ungeheuer plastisch fängt Brooks das Innenleben ihrer Hauptfigur ein und hat zugleich einen scharfen Blick für soziale Rahmenbedingungen [...]« ("republik.ch, Daniel Graf")
»Die Autorin bekam als erste farbige Frau den Pulitzerpreis für ihre Gedichte. Dieser Roman wurde erstmals ins Deutsche übersetzt: Die Protagonistin Maud Martha träumt von Liebe und bekommt Rassismus zu spüren.« ("Woman (A), Andrea Braunsteiner")
»[Der Roman] wurde nun, 70 Jahre später, erstmals ins Deutsche übertragen – von der verdienstvollen Andrea Ott – und liegt nun so zurückhaltend wie sinnvoll kommentiert mit informativem Nachwort Daniel Schreibers bei Manesse vor.« ("Stadtkind Hannover, Christian Kaiser")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2023

Verlag

Manesse

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,4/13/2 cm

Gewicht

280 g

Übersetzt von

Andrea Ott

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2564-6

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Own-Voice-Roman

ausgebucht.blog am 07.03.2024

Bewertungsnummer: 2148092

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dies ist der einzige Roman von Gwendolyn Brooks. Sie veröffentlichte ihn 1953, nachdem die 1917 geborene Dichterin drei Jahre zuvor als erste Schwarze Autorin den Pulitzer Preis für eines ihrer lyrischen Werke erhielt. Erst 70 Jahre später wurde er von Andrea Ott ins Deutsche übersetzt und erschien letztes Jahr mit einem lesenswerten Nachwort von Daniel Schreiber. Gwendolyn Brooks starb im Jahr 2000. In Ausschnitten begleiten wir Maud Martha Brown durch ihr Leben. Die leichte, melodische Sprache lässt einen schnell Zugang zum Text und zur Protagonistin finden, ihren Träumen, Wünschen und Zukunftsplänen, deren Erfüllung für eine Schwarze Frau in den 1940er und 1950er Jahren in Chicago nicht zwangsläufig in greifbarer Nähe lagen. Vieles aus ihrem eigenen Leben hat die Autorin in diesen, ihren einzigen, autofiktionalen Roman, einfließen lassen, am allermeisten vielleicht die Heldin, Maud Martha, die sich selbst als gewöhnlich sieht, sich jedoch nicht abfinden wird mit in den Weg gelegten Steinen, mit Alltagsrassismus und einem Ehemann, der nicht der Traumprinz ist, den sie sich als Heranwachsende erträumt hat. Das Glück ist für sie immer im Focus, ihre Selbstbestimmung und Würde verliert sie nie. "Maud Martha" ist mit seinen wenigen Seiten und der leichten, humorvollen Sprache wie eine kurze, herzliche und interessante Bekanntschaft, die einem so schnell nicht aus dem Kopf geht.

Own-Voice-Roman

ausgebucht.blog am 07.03.2024
Bewertungsnummer: 2148092
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dies ist der einzige Roman von Gwendolyn Brooks. Sie veröffentlichte ihn 1953, nachdem die 1917 geborene Dichterin drei Jahre zuvor als erste Schwarze Autorin den Pulitzer Preis für eines ihrer lyrischen Werke erhielt. Erst 70 Jahre später wurde er von Andrea Ott ins Deutsche übersetzt und erschien letztes Jahr mit einem lesenswerten Nachwort von Daniel Schreiber. Gwendolyn Brooks starb im Jahr 2000. In Ausschnitten begleiten wir Maud Martha Brown durch ihr Leben. Die leichte, melodische Sprache lässt einen schnell Zugang zum Text und zur Protagonistin finden, ihren Träumen, Wünschen und Zukunftsplänen, deren Erfüllung für eine Schwarze Frau in den 1940er und 1950er Jahren in Chicago nicht zwangsläufig in greifbarer Nähe lagen. Vieles aus ihrem eigenen Leben hat die Autorin in diesen, ihren einzigen, autofiktionalen Roman, einfließen lassen, am allermeisten vielleicht die Heldin, Maud Martha, die sich selbst als gewöhnlich sieht, sich jedoch nicht abfinden wird mit in den Weg gelegten Steinen, mit Alltagsrassismus und einem Ehemann, der nicht der Traumprinz ist, den sie sich als Heranwachsende erträumt hat. Das Glück ist für sie immer im Focus, ihre Selbstbestimmung und Würde verliert sie nie. "Maud Martha" ist mit seinen wenigen Seiten und der leichten, humorvollen Sprache wie eine kurze, herzliche und interessante Bekanntschaft, die einem so schnell nicht aus dem Kopf geht.

Fast eine Autobiografie - erzählt in Miniaturen...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.05.2023

Bewertungsnummer: 3029562

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Maud Martha Brown wächst in den 1940ern in der South Side von Chicago auf. Inmitten von verfallenen Kneipen und überwucherten Gärten träumt sie von New York, von der großen Liebe, von einer heiteren Zukunft. Sie schwärmt für Löwenzahn, verliebt sich das erste Mal, dekoriert ihre erste eigene Küchenzeile, bekommt ein Kind. Auch ihr hellhäutigerer Mann hat Träume: vom «Foxy Cats Club», von anderen Frauen, vom Krieg. Und dann ist da als allgegenwärtiger Begleiter noch der Rassismus dieser Zeit, angesichts dessen es nicht immer leicht fällt, Gleichmut und Würde zu bewahren. In lakonischen Vignetten skizziert Gwendolyn Brooks den Alltag einer jungen Schwarzen Frau und erschafft dabei große Weltliteratur. (Klappentext) Der Bezeichnung “Roman” kann ich in diesem Fall kaum folgen, denn erzählt wird hier eher unzusammenhängend in lose aufeinanderfolgenden Vignetten von jeweils wenigen Seiten, wenn auch zumeist chronologisch. Grob skizziert werden hier einige Jahrzehnte eines Frauenlebens, das eher auf der Schattenseite des Lebens anzusiedeln ist, von den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Vergleicht man die Schilderungen des Lebens von Maud Martha Brown mit den Eckdaten der Autorin, wird man auf nicht unerhebliche Parallelen stoßen. Einiges ist jedoch auch nicht stimmig, so dass es sich hierbei wohl am ehesten um eine autofiktionale Erzählung handeln dürfte. Tatsächlich hat die Pulitzer-Preis-Trägerin Gwendolyn Brooks mit “Maud Martha” ihren einzigen Roman verfasst - ansonsten hat sie sich der Lyrik gewidmet, was dem Schreibstil auch von diesem Buch durchaus anzumerken ist. Sehr bildhafte, auf eine kleine aber treffende Essenz zusammengeschnürte und fein geschliffene Schilderungen, teilweise von einer unerwartet zauberhaften Poesie durchdrungen in einer ansonsten durch und durch grauen Welt. Da gab es doch etliche Passagen, die mich angesprochen haben.   “Sie mochte Schokolinsen und Bücher und gemalte Musik (tiefblau oder zartsilbern) und den sich wandelnden Abendhimmel, von den Stufen der hinteren Veranda aus betrachtet. Und Löwenzahn. Gelbe Alltagsedelsteine, mit denen das geflickte grüne Kleid ihres Hinterhofs verziert war. Sie mochte diese nüchterne Schönheit, mehr noch aber ihre Alltäglichkeit, denn darin glaubte sie ein Abbild ihrer selbst zu erkennen, und es war tröstlich, dass etwas, was gewöhnlich war, gleichzeitig eine Blume sein konnte.”   Ansonsten erscheint der Ton meist lakonisch-distanziert, auch wenn manche Gefühlslagen sich nahezu aufdrängen. Im Zentrum des Geschehens steht Maud Martha, eine junge Schwarze Frau, die nicht allein aufgrund des allseits vorherrschenden Rassismus benachteiligt wird, sondern auch wegen ihrer Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse sowie aufgrund ihres Geschlechts als Frau. Drei Anlässe zur Diskriminierung, und dementsprechende Erfahrungen schildern viele der Vignetten. Doch trotz der Enttäuschungen im Leben, der Erniedrigungen und Demütigungen - eines lässt sich Maud Martha nicht nehmen: ihre Würde. Selbstbestimmung, Anstand, Selbstachtung - das sind die drei Säulen ihres Lebens. Als Leseerlebnis konnte mich der Roman nicht vollkommen abholen, da Maud Martha als Person für mich wenig greifbar blieb, doch in der Prägnanz der Darstellung konnte mich die Erzählung beeindrucken. Sehr aufschlussreich war dabei das Nachwort von Daniel Schreiber, das mir bei der Einordnung des Gelesenen half und auch schlüssig aufzeigte, weshalb es wichtig ist, dass der Roman nicht in der Versenkung verschwindet. Empfehlungen durch Prominente wie Barack Obama trugen dazu bei, dass man sich dieses Buches aus dem Jahr 1953 erinnerte, und das nun erstmals auch in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Eine interessante Leseerfahrung…   © Parden

Fast eine Autobiografie - erzählt in Miniaturen...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.05.2023
Bewertungsnummer: 3029562
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Maud Martha Brown wächst in den 1940ern in der South Side von Chicago auf. Inmitten von verfallenen Kneipen und überwucherten Gärten träumt sie von New York, von der großen Liebe, von einer heiteren Zukunft. Sie schwärmt für Löwenzahn, verliebt sich das erste Mal, dekoriert ihre erste eigene Küchenzeile, bekommt ein Kind. Auch ihr hellhäutigerer Mann hat Träume: vom «Foxy Cats Club», von anderen Frauen, vom Krieg. Und dann ist da als allgegenwärtiger Begleiter noch der Rassismus dieser Zeit, angesichts dessen es nicht immer leicht fällt, Gleichmut und Würde zu bewahren. In lakonischen Vignetten skizziert Gwendolyn Brooks den Alltag einer jungen Schwarzen Frau und erschafft dabei große Weltliteratur. (Klappentext) Der Bezeichnung “Roman” kann ich in diesem Fall kaum folgen, denn erzählt wird hier eher unzusammenhängend in lose aufeinanderfolgenden Vignetten von jeweils wenigen Seiten, wenn auch zumeist chronologisch. Grob skizziert werden hier einige Jahrzehnte eines Frauenlebens, das eher auf der Schattenseite des Lebens anzusiedeln ist, von den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Vergleicht man die Schilderungen des Lebens von Maud Martha Brown mit den Eckdaten der Autorin, wird man auf nicht unerhebliche Parallelen stoßen. Einiges ist jedoch auch nicht stimmig, so dass es sich hierbei wohl am ehesten um eine autofiktionale Erzählung handeln dürfte. Tatsächlich hat die Pulitzer-Preis-Trägerin Gwendolyn Brooks mit “Maud Martha” ihren einzigen Roman verfasst - ansonsten hat sie sich der Lyrik gewidmet, was dem Schreibstil auch von diesem Buch durchaus anzumerken ist. Sehr bildhafte, auf eine kleine aber treffende Essenz zusammengeschnürte und fein geschliffene Schilderungen, teilweise von einer unerwartet zauberhaften Poesie durchdrungen in einer ansonsten durch und durch grauen Welt. Da gab es doch etliche Passagen, die mich angesprochen haben.   “Sie mochte Schokolinsen und Bücher und gemalte Musik (tiefblau oder zartsilbern) und den sich wandelnden Abendhimmel, von den Stufen der hinteren Veranda aus betrachtet. Und Löwenzahn. Gelbe Alltagsedelsteine, mit denen das geflickte grüne Kleid ihres Hinterhofs verziert war. Sie mochte diese nüchterne Schönheit, mehr noch aber ihre Alltäglichkeit, denn darin glaubte sie ein Abbild ihrer selbst zu erkennen, und es war tröstlich, dass etwas, was gewöhnlich war, gleichzeitig eine Blume sein konnte.”   Ansonsten erscheint der Ton meist lakonisch-distanziert, auch wenn manche Gefühlslagen sich nahezu aufdrängen. Im Zentrum des Geschehens steht Maud Martha, eine junge Schwarze Frau, die nicht allein aufgrund des allseits vorherrschenden Rassismus benachteiligt wird, sondern auch wegen ihrer Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse sowie aufgrund ihres Geschlechts als Frau. Drei Anlässe zur Diskriminierung, und dementsprechende Erfahrungen schildern viele der Vignetten. Doch trotz der Enttäuschungen im Leben, der Erniedrigungen und Demütigungen - eines lässt sich Maud Martha nicht nehmen: ihre Würde. Selbstbestimmung, Anstand, Selbstachtung - das sind die drei Säulen ihres Lebens. Als Leseerlebnis konnte mich der Roman nicht vollkommen abholen, da Maud Martha als Person für mich wenig greifbar blieb, doch in der Prägnanz der Darstellung konnte mich die Erzählung beeindrucken. Sehr aufschlussreich war dabei das Nachwort von Daniel Schreiber, das mir bei der Einordnung des Gelesenen half und auch schlüssig aufzeigte, weshalb es wichtig ist, dass der Roman nicht in der Versenkung verschwindet. Empfehlungen durch Prominente wie Barack Obama trugen dazu bei, dass man sich dieses Buches aus dem Jahr 1953 erinnerte, und das nun erstmals auch in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Eine interessante Leseerfahrung…   © Parden

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