Maud Martha
Roman. Übersetzt von Andrea Ott, mit einem Nachwort von Daniel Schreiber - »Ich möchte, dass alle diesen vergessenen literarischen Schatz lesen!« Bernardine Evaristo
«In den Händen einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftstellerinnen erhebt sich das Alltägliche zu einem hinreißenden Porträt einer Schwarzen Frau.» Claudia Rankine
Die sensationelle Entdeckung aus der US-Moderne, erstmals auf Deutsch!
Maud Martha Brown wächst in den 1920ern in der South Side von Chicago auf. Inmitten von verfallenen Kneipen und überwucherten Gärten träumt sie von New York, von der großen Liebe, von einer heiteren Zukunft. Sie schwärmt für Löwenzahn, verliebt sich das erste Mal, dekoriert ihre erste eigene Küche, bekommt ein Kind. Auch ihr hellhäutigerer Mann hat Träume: vom «Foxy Cats Club», von anderen Frauen, vom Krieg. Und dann ist da als allgegenwärtiger Begleiter noch der Rassismus dieser Zeit, angesichts dessen es nicht immer leicht fällt, Gleichmut und Würde zu bewahren.
In lakonischen Vignetten skizziert Gwendolyn Brooks den Alltag einer jungen Schwarzen Frau und erschafft dabei große Weltliteratur.
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Own-Voice-Roman
ausgebucht.blog am 07.03.2024
Bewertungsnummer: 2148092
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dies ist der einzige Roman von Gwendolyn Brooks. Sie veröffentlichte ihn 1953, nachdem die 1917 geborene Dichterin drei Jahre zuvor als erste Schwarze Autorin den Pulitzer Preis für eines ihrer lyrischen Werke erhielt. Erst 70 Jahre später wurde er von Andrea Ott ins Deutsche übersetzt und erschien letztes Jahr mit einem lesenswerten Nachwort von Daniel Schreiber. Gwendolyn Brooks starb im Jahr 2000.
In Ausschnitten begleiten wir Maud Martha Brown durch ihr Leben. Die leichte, melodische Sprache lässt einen schnell Zugang zum Text und zur Protagonistin finden, ihren Träumen, Wünschen und Zukunftsplänen, deren Erfüllung für eine Schwarze Frau in den 1940er und 1950er Jahren in Chicago nicht zwangsläufig in greifbarer Nähe lagen.
Vieles aus ihrem eigenen Leben hat die Autorin in diesen, ihren einzigen, autofiktionalen Roman, einfließen lassen, am allermeisten vielleicht die Heldin, Maud Martha, die sich selbst als gewöhnlich sieht, sich jedoch nicht abfinden wird mit in den Weg gelegten Steinen, mit Alltagsrassismus und einem Ehemann, der nicht der Traumprinz ist, den sie sich als Heranwachsende erträumt hat. Das Glück ist für sie immer im Focus, ihre Selbstbestimmung und Würde verliert sie nie.
"Maud Martha" ist mit seinen wenigen Seiten und der leichten, humorvollen Sprache wie eine kurze, herzliche und interessante Bekanntschaft, die einem so schnell nicht aus dem Kopf geht.
Fast eine Autobiografie - erzählt in Miniaturen...
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.05.2023
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