Frida ist überfordert: Ihr Baby Harriet schreit und schreit und alles, wonach sich die alleinerziehende Mutter sehnt, ist eine halbe Stunde Ruhe und etwas Zeit für sich. Als sie das kleine Mädchen für eine Stunde unbeaufsichtigt zu Hause lässt, ruft ein Nachbar die Polizei. Was dann folgt, ist der Albtraum einer jeden Mutter: Frida verliert das Sorgerecht und wird in eine Besserungsanstalt gesteckt. Im Institut für gute Mütter soll sie mithilfe einer KI-Puppe lernen, was es heißt, eine gute Mutter zu sein. Ein Jahr totaler Überwachung, Strafen und unmenschlicher Lektionen nimmt seinen Lauf.
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'Empörend aktuell' The New York Times Review
'Ein bemerkenswerter, mitreißender Roman' Vogue
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4.3/5.0
Bewertung
5/5
03.04.2023
eBook (ePUB)
Dystopisch, realistisch, erschreckend
Worum geht’s?
Fridas Baby Harriet ist krank und schreit Tag und Nacht. Allein und überfordert lässt sie ihr Kind kurz allein, um aus dem Büro Unterlagen zu holen. Als Frida zurückkommt, ist Harriet fort. Die Polizei hat sie abgeholt, Frida muss sich einem Prozess stellen, verliert das Sorgerecht und wird in eine Besserungsanstalt gesteckt, ein Institut, das sie zu einer besseren Mutter machen soll.
Meine Meinung:
„Institut für gute Mütter“ (Ullstein Buchverlage, März 2023) ist ein dystopischer Roman und zugleich das Debüt von Jessamine Chan. Und obwohl es reine Dystopie ist, wirkt es durch den Schreibstil der Autorin absolut realistisch und ging mir beim Lesen so nahe, dass es wirklich erschreckend war!
Wir begleiten Frida, die in einem schwachen Moment einen Fehler begeht, der ihr komplettes Leben ändert. Frida ist eine Frau mit chinesischen Wurzeln, die immer versucht, alles richtig zu machen, nirgends anzuecken und sich zu viel entschuldigt. Die anderen Figuren in dem Roman sind eher Nebendarsteller, aber gut gewählt und perfekt in Szene gesetzt. Ihr Ex-Mann Gust, dessen neue Freundin Susanna. Die Aufpasserinnen im Institut. Gusts bester Freund Will. Dann die anderen Frauen im Institut. Die Autorin hat für Frida und ihre Geschichte die perfekte Umgebung mit den perfekten Menschen geschaffen, die das Buch noch eindringlicher wirken lassen.
Jessamine Chan entführt uns zusammen mit Frida in eine ehemalige Universität, in der das Institut für gute Mütter untergebracht ist. Der Tagesablauf, die Übungen, die Arbeit mit den KI-Puppen und die Behandlung der Mütter waren dabei so unglaublich gut dargestellt, dass mir die ganze Szenerie real vor Augen stand. Ein wahr gewordener Alptraum ohne Erwachen! Besonders erschreckend war auch, wie schnell Frida in etwas hineingeraten konnte und auch einige der anderen Mütter, das eine Kettenreaktion in Gang gesetzt hat, aus der es kein Entrinnen gab. Ich habe so mit Frida und ihrer KI-Puppe Emanuelle mitgefiebert, dass sie die Aufgaben erfüllen können. Dann die Gruppendynamik in der Anstalt, wie sich Frauen zusammengeschlossen haben, es gab eine Art Lagerkoller, einzelne wollten ausbrechen. Ich war geschockt, bewegt und berührt. Es war eine Mischung aus Bestrafungen und fast schon Gehirnwäsche und immer wieder das Mantra „Ich bin eine schlechte Mutter, weil“. Das Buch hat mich absolut fasziniert, zum Denken angeregt, insbesondere über die Erziehung von und den Umgang mit Kindern. „Institut für gute Mütter“ ist ein Buch, das mich noch eine ganze Weile beschäftigen wird, das so zeitgemäß wie außergewöhnlich ist und für das ich eine klare Leseempfehlung aussprechen möchte!
Fazit:
Mit ihrem dystopischen Debütroman „Institut für gute Mütter“ hat Jessamine Chan es geschafft, mich wirklich zu beeindrucken und zum Denken anzuregen. Sie lässt uns Frida begleiten, die für ein Jahr in eine Besserungsanstalt eingewiesen wird um mithilfe einer KI-Puppe zu lernen, eine bessere Mutter zu werden. Die Geschichte ist dabei so real, so emotional, ergreifend und erschreckend, dass sie mir direkt unter die Haut ging. Die Gruppendynamik der Charaktere war deutlich spürbar. Das Hoffen der Mütter, die Verzweiflung. Es war eine Geschichte, die mich entführt hat in eine grausame Dystopie, die mich sicher noch eine ganze Weile weiterbeschäftigen wird.
5 Sterne für dieses wahrhaft großartige Debüt!
Bewertung
5/5
02.04.2023
eBook (ePUB)
Bedrückend und mitreißend
Für mich war es ganz, ganz harter Tobak. Obwohl ich schon wirklich blutrünstige, widerliche und entsetzliche Bücher gelesen habe, hat mich dieses ganz schön aus der Bahn geworfen. Die geschilderte Dystopie ist schrecklich, ungerecht, grausam, die Protagonistin Frida ist machtlos, hilflos, verzweifelt. Und ich habe so mitgefühlt. Ich WAR Frida. Die Geschichte hat mich wütend gemacht, mich nachts nicht schlafen lassen, vielleicht habe ich sogar ein paar Tränen vergossen. Bis dato dachte ich, ich bin hartgesotten, aber ich denke, gerade für Mütter ist dieses Buch sehr heftig und ergreifend.
Fazit: Die Lektüre lässt mich etwas traumatisiert zurück, ich möchte das Buch trotzdem empfehlen (nicht für labile Mütter!).
Bewertung
4/5
16.07.2023
eBook (ePUB)
Mitreißend
Ich habe noch keine Kinder, aber irgendwann hätte ich gerne welche. Daher hat mich das Buch interessiert. In dem Buch hat es um eine Mutter, die ihr Kind für eine Zeit alleine zu Hause lässt, um von Arbeit Unterlagen zu besorgen. Die Polizei holt das Kind aus der Wohnung und informiert die Mutter. Nach dem Vorfall kommt das Kind zum Vater.
Die Geschichte ist mitreißend und fesselnd. Ich kann sie definitiv weiterempfehlen. Bei mir hat es Denkprozesse angestoßen. Was bedeutet es denn eine gute Mutter zu sein.? Oder auch gute Eltern? Die Rolle der Mutter wird in dem Buch sehr genau unter die Lupe genommen.
Für mich war es am Anfang schwer in das Buch hinzufinden und ich musste mich auch erst darauf einlassen.
Das Cover passt für mich sehr gut zu dem Buch und zur Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und lässt sich leicht lesen.
Lesemone
4/5
25.04.2023
eBook (ePUB)
Gruselig
Welch ein Horrorszenario hier erschaffen wurde! Die Dystopie ist ein Alptraum für jede Mutter. Frida hat ihre Tochter alleine zuhause gelassen, um im Büro Unterlagen zu holen und einfach mal kurz raus zu kommen. Als sie heim kommt, steht die Kinderschutzbehörde auf der Matte und nimmt ihr Harriett weg. Sie stecken die Mutter in ein Institut, wo sie lernen soll, eine gute Mutter zu sein. Das Buch schildert, welche Stufen Frida und die anderen Mütter durchlaufen müssen, um wieder zu ihren Kindern zu dürfen und was in diesem Institut alles abläuft. Interessant fand ich, dass auch ein Einblick gewährt wird, wo die Mütter herkommen und was sie selbst alles erlebt haben. Ich empfand Frida durchweg als psychisch labil und hatte auch kein Verständnis für ihr Handeln. Die einzige Leidtragende in der ganzen Geschichte, mit der ich Mitleid hatte, war die kleine Tochter Harriett. Insgesamt eine Dystopie, die zum Nachdenken anregt.
brauneye29
aus Wachtendonk
4/5
25.04.2023
eBook (ePUB)
Beklemmend
Zum Inhalt:
Die alleinerziehende Frida ist mit ihrem Baby Harriet überfordert, denn die Kleine schreit und schreit. Frida braucht einfach mal Ruhe und lässt Harriet für eine Weile allein, prompt ruft ein Nachbar die Polizei. Frida verliert das Sorgerecht und kommt in eine Besserungsanstalt, wo sie mit einer KI-Puppe lernen soll, wie man eine gute Mutter wird. Ein furchtbares Jahr mit Überwachung, Strafen und unmenschlicher Lektionen nimmt ihren Lauf.
Meine Meinung:
Was für ein heftiges Buch. Bei der Lektüre leidet man förmlich mit Frida mit und gerade auch wenn man selbst Kinder hat, kann man auch Fridas Verzweiflung so gut verstehen. Das Institut, dass zu einer besseren Mutter machen soll, ist so schrecklich mit seinen Maßnahmen, dass man auch da sehr mitleidet. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass einem ein so unwohles Gefühl gibt, aber genau das macht auch den Reiz aus.
Fazit:
Beklemmend
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4/5
29.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein dystopischer Roman über das Mutter sein und die harten Anforderungen der Gesellschaft.
Nachdem Frida ihre kleine Tochter für eine Stunde alleine Zuhause lässt, wird ihr das Sorgerecht entzogen und sie muss das Institut für gute Mütter besuchen. Dort trifft sie andere Mütter und Väter und wird mit den strengen Anforderungen des Elterndaseins konfrontiert.
Dieser Roman regt zum Denken an und schockiert!
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