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Seht mich an Roman mit einem Nachwort von Daniel Schreiber | »Ein durch und durch glorioser Roman.« Daniel Schreiber, Autor des Bestsellers „Allein“

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2023

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,3 cm

Gewicht

406 g

Farbe

Weiß / Messing

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Look at Me

Übersetzt von

Herbert Schlüter

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-153-9

Beschreibung

Rezension

Geht heim und lest Anita Brookner! ("Rheinische Post")
Anita Brookners Wahrheitssuche muss schmerzhaft gewesen sein, doch nirgendwo ist sie zurückgezuckt, immer sind ihre Sätze so eindeutig wie elegant, so rein und klar wie zum Mitfühlen einladend. Sie dringt in die Tiefe der menschlichen Natur. Ein großartiger Roman über das Single-Dasein! ("Frankfurter Rundschau")
Ein zeitloser Klassiker! ("Für Sie")
Anita Brookner ist eine genaue Beobachterin und eine ungemein kluge Seelenerforscherin. ("WDR5 Bücher")
Was in diesem Roman so spannend ist? Ich habe es nicht mit einer Frau zu tun, die am Ende einsam zurückbleibt, sondern mit einer Frau, die zu ihrer Bestimmung zurückfindet und sagt: ‚Die Welt um mich herum mag ja sein, wie sie will. Ich habe meine – ich sitze am Schreibtisch und schreibe Romane.‘ ("Deutschlandfunk Kultur")
Was mich erfreut hat an diesem Buch ist die ruhige Stimme der Autorin, ihre Sprache, wie sie die tiefen und die hohen Gefühle der Einsamkeit in allen Schichten der Einsamkeiten schildert ohne laut zu werden. (…) Brookner findet immer in dieser Sprache einen neuen Klang, um eine neue Schicht von dieser Einsamkeit zu erläutern. ("SRF Literaturclub")
Hurra für Anita Brookners ›Seht mich an‹ … makelloser Stil und ungeheuchelte Empfindungen vereinen sich hier. ("The Observer")
Brookner hat ein herausragendes psychologisches Gespür für die verletzte weibliche Seele. ("The New York Times")
Eine der großen Autorinnen der Gegenwartsliteratur. ("Literary Review")
Anita Brookner lenkt einmal mehr ihren kompromisslosen Blick auf das Leben zutiefst einsamer Menschen, deren Versuche eines Ausbruchs von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, und seziert dabei die Gedanken und Gefühle, Hoffnungen und Verzweiflung ihrer Protagonistin mit schonungsloser Genauigkeit. Ein melancholischer Roman, wie alle Texte von Brookner, aber trotz – oder gerade wegen – seiner brutalen Ehrlichkeit ein echtes Meisterinnenwerk. ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2023

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,3 cm

Gewicht

406 g

Farbe

Weiß / Messing

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Look at Me

Übersetzt von

Herbert Schlüter

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-153-9

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlags GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE
info@eisele-verlag.de

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Unsichtbar sein

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 01.04.2023

Bewertungsnummer: 1912948

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frances Hinton ist jung, ledig und vermögend, sie lebt zusammen mit der früheren Hausangestellten ihrer verstorbenen Eltern in der elterlichen, für die beiden Frauen eigentlich viel zu großen Wohnung. Ihre einzige Abwechslung zum eintönigen Alltag ist ihre Stelle in der medizinischen Bibliothek, in der auch der charismatische Nick angestellt ist. Als Nick und seine Frau Alix eines Tages Frances zu sich einladen, beginnt für Frances eine aufregende Zeit, in der diese sich nicht mehr so unsichtbar fühlt. Als die Runde um James erweitert wird, der sich um Frances bemüht, wähnt sich diese am Ziel ihrer Träume. Zu spät merkt sie, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass die Freundschaft mit Nick und Alix einen hohen Preis fordert. Die Ich-Erzählerin Frances ist einsam, die Einsamkeit sickert aus jedem ihrer Sätze, fließt aus jedem Absatz und zieht sich durch das ganze Buch. Immer wieder schreit sie innerlich den titelgebenden Satz: Seht mich an! Und immer wieder scheitert sie kläglich in dem Bemühen, so zu sein, wie sie glaubt, dass andere es gerne hätten. Die toxische Freundschaft mit Nick und Alix ist für die junge Frau ein Lichtblick in ihrem ansonsten so tristen Leben. Erst langsam und zögerlich erkennt sie, welchen Preis sie für die Gesellschaft mit den beiden geselligen und augenscheinlich beliebten Eheleuten zahlen muss. Frances analysiert, reflektiert und hinterfragt ihr eigenes und auch das Verhalten aller anderen, die ihren Weg kreuzen, trotzdem kann sie nicht aus ihrer Haut. Ich hätte sie so gerne geschüttelt, sie in den Arm genommen und ihr gesagt, dass ich sie sehe. Ich sehe dich! Das hätte ich gerne gerufen, obwohl ich nicht sicher bin, ob sie es mir geglaubt hätte. Lange dachte ich, ich wüsste, wie diese tragische Geschichte ausgeht, da gab es eine unerwartete Wendung und meine Vermutung stürzte zusammen wie ein Kartenhaus. Ich musste zusehen, was passierte, kommentiert durch die Protagonistin selbst, die wie immer treffend und punktgenau die Geschehnisse wiedergab. Ein grandioser Roman, der sicherlich nicht das letzte Werk der Autorin bleiben wird, das ich lese. Volle Punktzahl und eine Leseempfehlung gibt es dafür von mir.

Unsichtbar sein

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 01.04.2023
Bewertungsnummer: 1912948
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frances Hinton ist jung, ledig und vermögend, sie lebt zusammen mit der früheren Hausangestellten ihrer verstorbenen Eltern in der elterlichen, für die beiden Frauen eigentlich viel zu großen Wohnung. Ihre einzige Abwechslung zum eintönigen Alltag ist ihre Stelle in der medizinischen Bibliothek, in der auch der charismatische Nick angestellt ist. Als Nick und seine Frau Alix eines Tages Frances zu sich einladen, beginnt für Frances eine aufregende Zeit, in der diese sich nicht mehr so unsichtbar fühlt. Als die Runde um James erweitert wird, der sich um Frances bemüht, wähnt sich diese am Ziel ihrer Träume. Zu spät merkt sie, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass die Freundschaft mit Nick und Alix einen hohen Preis fordert. Die Ich-Erzählerin Frances ist einsam, die Einsamkeit sickert aus jedem ihrer Sätze, fließt aus jedem Absatz und zieht sich durch das ganze Buch. Immer wieder schreit sie innerlich den titelgebenden Satz: Seht mich an! Und immer wieder scheitert sie kläglich in dem Bemühen, so zu sein, wie sie glaubt, dass andere es gerne hätten. Die toxische Freundschaft mit Nick und Alix ist für die junge Frau ein Lichtblick in ihrem ansonsten so tristen Leben. Erst langsam und zögerlich erkennt sie, welchen Preis sie für die Gesellschaft mit den beiden geselligen und augenscheinlich beliebten Eheleuten zahlen muss. Frances analysiert, reflektiert und hinterfragt ihr eigenes und auch das Verhalten aller anderen, die ihren Weg kreuzen, trotzdem kann sie nicht aus ihrer Haut. Ich hätte sie so gerne geschüttelt, sie in den Arm genommen und ihr gesagt, dass ich sie sehe. Ich sehe dich! Das hätte ich gerne gerufen, obwohl ich nicht sicher bin, ob sie es mir geglaubt hätte. Lange dachte ich, ich wüsste, wie diese tragische Geschichte ausgeht, da gab es eine unerwartete Wendung und meine Vermutung stürzte zusammen wie ein Kartenhaus. Ich musste zusehen, was passierte, kommentiert durch die Protagonistin selbst, die wie immer treffend und punktgenau die Geschehnisse wiedergab. Ein grandioser Roman, der sicherlich nicht das letzte Werk der Autorin bleiben wird, das ich lese. Volle Punktzahl und eine Leseempfehlung gibt es dafür von mir.

Toxische Freundschaft

Bewertung am 23.02.2023

Bewertungsnummer: 1886436

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ich finde solche Menschen [...] durchaus faszinierend. [...] Es ist mir klar, dass sie vielleicht gar keinen Verdienst haben, und doch werde ich mich bemühen, ihnen zu gefallen und ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Seht mich doch an!" Solche Menschen - damit bezieht sich die Protagonistin Fanny auf ihre neu gewonnenen Freunde Alix und Nick. Das Boheme-Paar ist so ganz anders als die junge sittsame Bibliothekarin. Alix und Nick inszenieren ihre Ehe, sammeln einen illustren Kreis Freunde um sich und speisen fast jeden Abend im Restaurant. Fanny hingegen fühlt sich von der Welt ausgeschlossen, in ihrem zurückgezogenen Leben, das sie zwischen der Wohnung ihrer toten Mutter, der Arbeit und den Pflichtbesuchen bei Bekannten im Seniorenalter führt. Ihr bliebt die Rolle der schreibenden Beobachterin, die sich durch geistreiche und pointierte Erzählungen um die Gunst ihrer Leserschaft bemüht. Dass Nick und Alix sie unter ihre Fittiche nehmen, kommt für Fanny mehr als überraschend. Doch sie genießt den Klatsch, die Lästereine, den Genuss und den neu erlernten Egoismus - bis sie eines Tages erkennen muss, das die Aufmerksamkeit solcher Menschen ihren Preis hat. Anita Brookner hat ihren Roman "Seht mich an" vor knapp vierzig Jahren geschrieben. Dennoch sind Thema und Handlung höchst aktuell und fügen sich nahtlos in moderne Romane über toxische Beziehungen ein. Fannys Leben ist - wie Daniel Schreiber in seiner feinen Analyse im Nachwort schreibt - allenfalls erträglich zu nennen. Ihre Einsamkeit springt die Lesenden förmlich an. Man hat Mitleid mit der Frau, die so sehr auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt ist, dass sie verlernt hat, sich selbst anzunehmen. Gerne möchte man ihr zurufen, dass sie stärker auf sich selbst vertrauen soll und das die Welt des schönen Scheins weniger begehrlich ist, als es den Anschein haben mag. Man möchte Fanny ans Herz legen, dass sie sehr wohl da ist - und dazu nicht unbedingt die Aufmerksamkeit der Schönen und (ehemals) Reichen benötigt. Gleichzeitig kann man ihren Wunsch nach Anerkennung so gut nachvollziehen. Anita Brookner gelingt es vielleicht auf deshalb, eine so authentische Figur zu schaffen, für die der Leser große Zuneigung empfindet, weil sie möglicherweise ein kleines Stück ihrer eigenen Erfahrungen in der Figur spiegeln kann. Denn viele Parallelen zu ihrem Leben lassen sich erkennen, ist Fanny doch ebenfalls Schriftstellerin und hat auch Brookner ihre Mutter bis zu deren Tod gepflegt. Aber nicht nur der Inhalt mit seiner fein ausgearbeiteten Protagonistin macht diese Wiederentdeckung zu einem Lesegenuss. Brookner versteht es meisterhaft, Motive in die Handlung einzuweben, immer wieder auftauchen zu lassen und so einen Deutungsrahmen zu schaffen. Wie zufällig scheinen Fannys Gedanken über die weibliche und männliche Darstellung von Melancholie zu Beginn des Buches zu sein. Doch sind Sätze wie "Ist aber ein Mann von Melancholie befallen, dann, weil er an der romantischen Liebe leidet" nicht auch eine versteckte Deutungsschablone für den Roman? Und was ist mit Fannys häufig wiederholten Forderung: Seht mich an! oder ihr Sinnieren darüber, dass man einmal Gehörtes nicht mehr vergessen kann? Diese Brotkrumen machen das Lesen von "Seht mich an" zu einem ganz besonderen Vergnügen. Mit dem Roman ist der "Herrin der Düsternis", wie Brookner schon oft von Kritikern bezeichnet wurde, ein Meisterwerk der Melancholie gelungen. Von der vielleicht anfangs etwas sperrigen Sprache darf man sich nicht abbringen lassen, denn dieser Roman ist die Lektüre definitiv Wert.

Toxische Freundschaft

Bewertung am 23.02.2023
Bewertungsnummer: 1886436
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ich finde solche Menschen [...] durchaus faszinierend. [...] Es ist mir klar, dass sie vielleicht gar keinen Verdienst haben, und doch werde ich mich bemühen, ihnen zu gefallen und ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Seht mich doch an!" Solche Menschen - damit bezieht sich die Protagonistin Fanny auf ihre neu gewonnenen Freunde Alix und Nick. Das Boheme-Paar ist so ganz anders als die junge sittsame Bibliothekarin. Alix und Nick inszenieren ihre Ehe, sammeln einen illustren Kreis Freunde um sich und speisen fast jeden Abend im Restaurant. Fanny hingegen fühlt sich von der Welt ausgeschlossen, in ihrem zurückgezogenen Leben, das sie zwischen der Wohnung ihrer toten Mutter, der Arbeit und den Pflichtbesuchen bei Bekannten im Seniorenalter führt. Ihr bliebt die Rolle der schreibenden Beobachterin, die sich durch geistreiche und pointierte Erzählungen um die Gunst ihrer Leserschaft bemüht. Dass Nick und Alix sie unter ihre Fittiche nehmen, kommt für Fanny mehr als überraschend. Doch sie genießt den Klatsch, die Lästereine, den Genuss und den neu erlernten Egoismus - bis sie eines Tages erkennen muss, das die Aufmerksamkeit solcher Menschen ihren Preis hat. Anita Brookner hat ihren Roman "Seht mich an" vor knapp vierzig Jahren geschrieben. Dennoch sind Thema und Handlung höchst aktuell und fügen sich nahtlos in moderne Romane über toxische Beziehungen ein. Fannys Leben ist - wie Daniel Schreiber in seiner feinen Analyse im Nachwort schreibt - allenfalls erträglich zu nennen. Ihre Einsamkeit springt die Lesenden förmlich an. Man hat Mitleid mit der Frau, die so sehr auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt ist, dass sie verlernt hat, sich selbst anzunehmen. Gerne möchte man ihr zurufen, dass sie stärker auf sich selbst vertrauen soll und das die Welt des schönen Scheins weniger begehrlich ist, als es den Anschein haben mag. Man möchte Fanny ans Herz legen, dass sie sehr wohl da ist - und dazu nicht unbedingt die Aufmerksamkeit der Schönen und (ehemals) Reichen benötigt. Gleichzeitig kann man ihren Wunsch nach Anerkennung so gut nachvollziehen. Anita Brookner gelingt es vielleicht auf deshalb, eine so authentische Figur zu schaffen, für die der Leser große Zuneigung empfindet, weil sie möglicherweise ein kleines Stück ihrer eigenen Erfahrungen in der Figur spiegeln kann. Denn viele Parallelen zu ihrem Leben lassen sich erkennen, ist Fanny doch ebenfalls Schriftstellerin und hat auch Brookner ihre Mutter bis zu deren Tod gepflegt. Aber nicht nur der Inhalt mit seiner fein ausgearbeiteten Protagonistin macht diese Wiederentdeckung zu einem Lesegenuss. Brookner versteht es meisterhaft, Motive in die Handlung einzuweben, immer wieder auftauchen zu lassen und so einen Deutungsrahmen zu schaffen. Wie zufällig scheinen Fannys Gedanken über die weibliche und männliche Darstellung von Melancholie zu Beginn des Buches zu sein. Doch sind Sätze wie "Ist aber ein Mann von Melancholie befallen, dann, weil er an der romantischen Liebe leidet" nicht auch eine versteckte Deutungsschablone für den Roman? Und was ist mit Fannys häufig wiederholten Forderung: Seht mich an! oder ihr Sinnieren darüber, dass man einmal Gehörtes nicht mehr vergessen kann? Diese Brotkrumen machen das Lesen von "Seht mich an" zu einem ganz besonderen Vergnügen. Mit dem Roman ist der "Herrin der Düsternis", wie Brookner schon oft von Kritikern bezeichnet wurde, ein Meisterwerk der Melancholie gelungen. Von der vielleicht anfangs etwas sperrigen Sprache darf man sich nicht abbringen lassen, denn dieser Roman ist die Lektüre definitiv Wert.

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